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Dunkelkammer

Der erste Bronski Krimi
Buch
Broschiert, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3442757843

ISBN-13: 

9783442757848

Auflage: 

1 (22.03.2021)

Preis: 

17,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3442757843

Beschreibung von Bücher.de: 

Es ist Winter in Innsbruck. Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer findet er eine Leiche, die dort seit zwanzig Jahren unentdeckt geblieben war.

Ein gefundenes Fressen für Pressefotograf David Bronski. Gemeinsam mit seiner Journalistenkollegin Svenja Spielmann soll er vom Tatort berichten und die Geschichte der Toten recherchieren. Dass dieser Fall jenseits des Spektakulären aber auch etwas mit ihm zu tun hat, verschweigt er.

Seit er denken kann, fotografiert Bronski das Unglück. Richtet seinen Blick auf das Dunkle in der Welt. Dort wo Menschen sterben, taucht er auf. Er hält das Unheil fest, ist fasziniert von der Stille des Todes. Es ist wie eine Sucht. Bronski ist dem Tod näher als allem anderen, er lebt nur noch für seine Arbeit und seine geheime Leidenschaft. Das Fotografieren, analog. Dafür zieht er sich zurück in seine Dunkelkammer. Es sind Kunstwerke, die er hier schafft. Porträts von toten Menschen. Es ist sein Versuch, wieder Sinn zu finden nach einem schweren Schicksalsschlag.

Kriminetz-Rezensionen

Grandios!

Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer findet er eine Leiche, die dort seit zwanzig Jahren unentdeckt geblieben war. Ein gefundenes Fressen für Pressefotograf David Bronski. Gemeinsam mit seiner Journalistenkollegin Svenja Spielmann soll er vom Tatort berichten und die Geschichte der Toten recherchieren. Dass dieser Fall jenseits des Spektakulären aber auch etwas mit ihm zu tun hat, verschweigt er.

Ich als großer Fan von Bernhard Aichner konnte es kaum erwarten, endlich sein neustes Werk »Dunkelkammer: Ein Bronski Krimi« zu lesen. Das Warten hat sich definitiv gelohnt, denn dieser Krimi hat mich wieder komplett überzeugt und von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Innerhalb eines Tages war ich mit der Dunkelkammer durch und ich freue mich wahnsinnig auf Band zwei, der in ein paar Wochen erscheinen wird.

Der typisch rasante und gehetzte Schreibstil hat mich wieder durch die Seiten gejagt, die kurzen Sätze im Aichner-Stil haben dafür gesorgt, dass ich mich in diesem Krimi wieder sofort wohlgefühlt habe. Der Schreibstil des Autors ist unter anderem der Grund, warum ich seine Bücher so liebe. Es wird auch hier zu keiner Zeit langweilig, denn Bernhard Aichner konzentriert sich auf das Wesentliche und schreibt nichts drumherum, er hält sich nicht großartig mit Beschreibungen der Schauplätze oder Ähnlichem auf, trotzdem schafft er immer eine passende Atmosphäre. Es gibt keine Längen. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich diese verrückte und skurrile Story in einem durch gelesen. Die kurzen und knackigen Kapitel wechseln sich aus der Erzählform verschiedener Perspektiven der Protagonisten mit rasanten unterschiedlichen Dialogen ab.

Hauptprotagonist David Bronski ist Pressefotograf und er wird sehr gut beschrieben. Ich hatte schnell ein komplettes Bild von ihm. Seinen distanzierten Charakter und sein komplettes Denken/Handeln konnte ich durch seine Vergangenheit sehr gut nachvollziehen. Seine tiefe Verbindung zu seiner Schwester und der große Zusammenhalt haben mir gut gefallen. Sie war und ist immer für ihn da, sie ist der einzige Mensch, den er noch hat. Bronski liebt seinen Job, obwohl er das Unglück fotografiert. Seine Dunkelkammer gibt ihm halt im Leben, nach einem schweren Schicksalsschlag findet er dort Trost und Lebenssinn. Er erschafft skurrile Kunstwerke von toten Menschen.

Obwohl hier und da wieder etwas Schnaps fließt, wird in diesem Krimi mit übermäßigem Alkoholgenuss nicht übertrieben. Diesmal wird noch im Rahmen gesoffen, ein paar Schnäpse für die Protagonisten gehören aber mittlerweile einfach in Aichner-Krimis dazu. 

Es passiert in der kompletten Handlung einiges, die Leiche, die der Obdachlose am Anfang entdeckt, ist noch harmlos. Der Spannungsbogen ist die ganze Zeit im extrem hohen Bereich, die Handlungen aus der Gegenwart und der Vergangenheit ergeben am Ende ein gelungenes Werk mit einem gut durchdachten Plot, der einige krasse Wendungen und Überraschungen zu bieten hat. Böse Intrigen kommen hier definitiv nicht zu kurz. Ich freue mich wahnsinnig auf den weiteren Bronski Krimi »Gegenlicht«, der am 26. Juli erscheint.

Hohes Tempo – Suchtgefahr!

Im winterlichen Innsbruck rettet sich ein Obdachloser in eine seit Längerem leerstehende Wohnung. Dort macht er eine unglaubliche Entdeckung. Im Schlafzimmer liegt seit 20 Jahren eine Leiche, mumifiziert. Das perfekte Fressen für Pressefotograf David Bronski. Er liebt das Fotografieren von Toten und zieht sich mit den Fotos in seine Dunkelkammer zurück. Gemeinsam mit seiner Kollegin Svenja Spielmann berichtet er vom Tatort. Allerdings verschweigt er etwas, nämlich dass auch der Fall auch ihn betrifft …

»Dunkelkammer« ist der erste Band einer neuen Reihe mit dem Pressefotografen David Bronski.

Vor allem der besondere Schreibstil des Autors sticht hier raus. Viele kurze Sätze wurden aneinandergereiht, dazu noch kurze Kapitel und immer wieder unvorhersehbare Wendungen haben ein sehr hohes Tempo und Spannung auf einem sehr hohen Niveau erzeugt. Für mich war es total fesselnd und ich konnte mich nur schwer wieder loslösen.

Die Handlung wurde in verschiedenen Perspektiven erzählt. Es gab zwei unterschiedliche Arten, die »normalen« Kapitel und die Dialoge. Die normalen Kapitel waren immer aus unterschiedlicher Sichtweise erzählt, wobei aber am Kapitelanfang nicht erwähnt wurde, welcher Protagonist gerade handelt. Es hat sich aber immer sehr schnell erschlossen, weil es sich meist auf das vorangegangene Dialogkapitel bezogen hat.

Die Dialoge wurden mit Spiegelstrichen geschrieben. Auch recht ungewöhnlich, aber besser, als wenn immer die sprechende Person vor dem Gesagten stehen würde. Als Leser hatte ich hier das Gefühl, dass ich direkt beim Gespräch dabei sein würde und immer zwischen den sprechenden Personen hin und her schauen würde. Das war ein bisschen wie ein Ping-Pong Spiel.

Als der Autor sich selbst in die Handlung mit einbrachte, musste ich sogar ein wenig schmunzeln.

Die Charaktere waren ungewöhnlich und wirkten originell und authentisch. Allerdings waren sie mir noch etwas blass. Ich konnte noch nicht so wirklich eine Bindung aufbauen, aber vielleicht kommt das noch in den Folgebänden. Bronski ist hier durch seine Leidenschaft des Fotografierens von Toten der speziellste Charakter.

Mein Fazit:
Ein super Auftakt. Hohes Tempo. Fesselnd. Für mich war es eher ein Psychothriller statt einem Krimi, aber egal, ich fand es trotzdem klasse, möchte gerne mehr davon haben und dann die Charaktere bitte auch nicht mehr so blass und unnahbar. So gibt es erstmal 4,5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Temporeicher Krimi

Um nicht zu erfrieren, bricht der Obdachlose Kurt Langer in eine leerstehende Wohnung in Innsbruck ein und macht einen grausigen Fund. Im Schlafzimmer liegt eine mumifizierte Leiche ohne Kopf. Langer kontaktiert seinen ehemaligen Freund, den Pressefotografen David Bronski in Berlin, der sich auch sofort auf den Weg macht. Allerdings ist er geschockt, als er vor Ort ein Foto seiner Tochter Judith findet, die vor 20 Jahren verschwunden ist …

Dieser Krimi besticht durch einen ungewöhnlichen Schreibstil. Hier wechseln die Handlungsstränge zwischen beschreibender Story und Dialogen, die fast wie ein Drehbuch anmuten. Auf jeden Fall herrscht Spannung sofort von Anfang an und durch die kurzen und knackigen Sätze wird ein hohes Lesetempo erzeugt.

Der Hauptprotagonist David Bronski erscheint durch seinen Drang, den Tod in Bildern festzuhalten, etwas skurril, jedoch lernen wir ihn im Laufe der Story als gefühlvollen und sympathischen Menschen kennen.

Auch alle anderen Charaktere werden abwechslungsreich beschrieben, allerdings bleibt hier doch durch den etwas anderen Schreibstil ein näheres Kennenlernen auf der Strecke. Da es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt, hoffe ich auf weitere Informationen im nächsten Fall.

Die rasante Story endet viel zu schnell nach unerwarteten Wendungen und einer stimmigen Auflösung, ich hätte gern noch weiter gelesen. Von mir mit 4,5 Sternen eine klare Leseempfehlung.

Superspannender Auftakt einer neuen Reihe, tolle Story mit überraschenden Wendungen

*Meine Meinung*
»Dunkelkammer« von Bernhard Aichner ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe rund um den Pressefotografen David Bronski. Ich kenne schon ein paar Bücher des Autors und bin von seinem Schreibstil und von seiner besonderen Art, eine Geschichte zu erzählen, begeistert. Die Geschichte beginnt spannend und temporeich, schnell kann ich ins Buch eintauchen. Kurze und knappe Sätze, teilweise sogar abgehakte, erzeugen eine düstere Atmosphäre. Manche Beschreibungen sind ziemlich brutal, was meinen Lesefluss aber nicht ausbremst. Nur für schwache Nerven ist dieses Buch nichts.

Die Charaktere sind lebendig und authentisch. Bronski ist ein ungewöhnlicher Fotograf, er fotografiert tote Menschen und macht aus den Bildern Kunstwerke. Zuerst wirkt er ziemlich skurril auf mich, aber im Laufe des Buches lerne ich ihn näher kennen und kann auch etwas hinter seine Fassade blicken. David Bronski hat in seinem Leben Schreckliches durchgemacht und ist daran fast zerbrochen. Beim Lesen wird mir Bronski immer sympathischer, ich kann mich gut in ihn hineinversetzen und spüre seine Verletzlichkeit und auch seine Wut. Auch die beiden Frauen in seiner Nähe sind gut ausgearbeitet, seine Schwester Anna Dragic ist der einzige Mensch, den Bronski an sich heranlässt. Die Reporterin Svenja Spielmann wird ihm zur Seite gestellt, um die Hintergründe der Tat aufzudecken. Zuerst war sie mir nicht ganz geheuer, doch im Laufe des Buches verändert sich ihr Verhalten …

*Fazit*
»Dunkelkammer« ist ein spannender Auftakt einer neuen Reihe mit interessanten Charakteren. Wer ungewöhnliche Krimis liebt, ist hier genau richtig. Von mir bekommt dieses Buch eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne. Der zweite Teil »Gegenlicht« liegt bereits auf meinem Nachtisch und wartet darauf, gelesen zu werden. Ich bin schon ganz gespannt.