Cover von: Dunkelsommer
Amazon Preis: EUR 15,00
Bücher.de Preis: EUR 15.00

Dunkelsommer

Roman
Buch
Broschiert, 352 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3442205786

ISBN-13: 

9783442205783

Auflage: 

1 (22.07.2019)

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 2.732
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3442205786

Beschreibung von Bücher.de: 

Ausgezeichnet als bester schwedischer Spannungsroman.

Drei Jahre ist es her, dass Lelles Tochter in einem abgelegenen Teil Nordschwedens spurlos verschwand. Seither fährt er jeden Sommer im düsteren Licht der Mitternachtssonne die Straße ab, an der Lina zuletzt gesehen wurde. Nacht für Nacht sucht er verzweifelt nach seiner Tochter, nach sich selbst und nach Erlösung.

Dann kommt eines Tages die siebzehnjährige Meja in der Hoffnung auf einen Neuanfang in Norrland an. Doch als sich die Dunkelheit des aufkommenden Herbstes über das Land legt, verschwindet ein weiteres Mädchen. Und Lelles und Mejas Leben werden durch dramatische Ereignisse miteinander verbunden, die sie nie wieder loslassen werden.

Kriminetz-Rezensionen

Eine schrecklich nette Familie

„Dunkelsommer“ von Stina Jackson, Goldmann Verlag, ist ein ebook mit 204 Seiten auf meinem Reader, die in Teil I und Teil II eingeteilt sind.

Das Buch erzählt zuerst zwei Geschichten.

Zum einen die von Lelle Gustafsson, der seit 3 Jahren in der Mitsommerzeit unermüdlich nachts durch die Gegend fährt und nach seiner verschwundenen Tochter Lina sucht. Inzwischen ist er misstrauisch gegen viele einsam lebende Männer und begibt sich auf kriminelle Abwege.

Zum anderen die von Silje und ihrer Tochter Meja. Sie führen ein unstetes Leben, ziehen ständig um. Dieses Mal hat Silje einen Mann im Internet kennengelernt, der in der Wildnis in einem ungemütlichen, dunklen Haus lebt. Meja hat von Anfang an Angst vor dem Wald. Bis sie Car-Johann kennenlernt, der mit seiner Familie auf einem großen Hof ohne große Technik lebt. Dort fühlt sie sich zuerst wohl. Die Leute dort leben wie in einer Sekte und sind auf den Weltuntergang vorbereitet.

Im zweiten Teil des Buches führen die Handlungen zusammen. Der Sommer ist vorbei, Lelle arbeitet wieder als Lehrer und lernt in seiner Klasse Meja kennen, für die er väterliche Gefühle entwickelt.

Der Titel des Buches ist sehr passend. Obwohl es die Mittsommerzeit ist und immer die Sonne scheint, ist es eine düstere, dunkle Geschichte. Was auch an der Gegend liegen mag. Es gibt viel Wald, einsame Straßen, einsam gelegene Höfe, der Menschenschlag ist auch dementsprechend eigensinnig. Mich hat es schon beim Lesen gegruselt und ich habe mich gefragt, wie es Silje und Meja dort aushalten.

Insgesamt ist es von Beginn an eine tragische, traurige Geschichte, ohne irgendwelche freudigen Ereignisse. Sehr gut geschrieben und zügig zu lesen.

Auch das Cover passt mit der einsamen, durch einen Wald führenden Straße zum Inhalt des Buches.

Geheimnisvolles aus Schweden

Hochspannung von der Autorin Stina Jackson!

Der Thriller ist aufgebaut in zwei Handlungssträngen. Damit ist es der Autorin gelungen, den Spannungsbogen für den Leser immer höher aufzubauen.

Man begleitet hier den Vater Lelle, der seit 3 Jahren nach seiner verschwundenen Tochter Lina sucht. Beladen mit Schuldgefühlen, da er sie als Letzter vor dem Verschwinden gesehen hat.

Dann trifft man auf die 17-jährige Meja. Sie muss mit ihrer Mutter zusammen zu deren neuen Lebensgefährten ziehen. In eine abgelegene Gegend, auf einen heruntergekommenen Hof und zu einem etwas seltsamen Mann. Die Atmosphäre in dem Haus, eine problembeladene Mutter, alles fühlt sich düster für Meja an.

Dann verschwindet plötzlich ein weiteres Mädchen in dieser Gegend ...

Das Buch habe ich regelrecht verschlungen. Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und frisch. Durch ihre wunderbare Schreibweise ist man sofort mitten im spannungsgeladenen Geschehen und alle Charaktere passen haargenau in diesen fesselnden Thriller aus Schweden!

Stina Jackson ist eine Autorin, deren Namen man sich merken muss! Daher kommt von mir eine eindeutige Kauf- und Leseempfehlung!

Dunkelsommer

Lelles Tochter ist vor drei Jahren spurlos verschwunden. Er hat sie als letzter gesehen und quält sich mit Schuldgefühlen. Immer wieder fährt er wieder die Straße ab und versucht verzweifelt sie zu finden. Seine Ehe ging daher in die Brüche.

In einem weiteren Handlungsstrang erfahren wir, wie die 17-jährige Meja mit ihrer Mutter nach Norrland Silje kommt. Immer wieder hat die Mutter neue Bekanntschaften, von denen sie sich Halt erhofft. Doch dieser Mann ist sehr seltsam und die Atmosphäre auf dem heruntergekommenen Hof ist düster.

Dann wird es Herbst und wieder verschwindet ein Mädchen.

Dieser Roman hat mich von Anfang an gepackt. Der Schreibstil ist einfühlsam und gut zu lesen. Abwechselnd erfahren wir die Geschichte aus der Perspektive von Lelle und Meja. Obwohl es keine Kapitel gibt, bereitet es keine Probleme, sich zu orientieren. Die Atmosphäre ist düster, auch wenn es zur Zeit der Mitternachtssonne ewig hell bleibt.

Die Charaktere sind gut und authentisch gezeichnet. Die Verzweiflung von Lelle ist sehr gut zu spüren. Obwohl es sinnlos wirkt, kann ihn doch nicht davon abbringen, immer wieder seine Tochter zu suchen. Dabei verliert er sich aber. Auch in Meja konnte ich mich hineinversetzen. Wieder einmal muss sie zu einer Bekanntschaft ihrer psychisch- und alkohol-kranken Mutter ziehen, die es nicht schafft, sich und ihre Tochter durchzubringen. Meja möchte am liebsten sofort wieder weg, aber sie arrangiert sich zwangsläufig.

Als dann auch noch Hanna verschwindet, kommen die Handlungsstränge zusammen. Auch wenn ich recht früh ahnte, wer hinter dem Verschwinden der Mädchen steckt, so hat mich die Geschichte, die immer spannender wird und am Ende einen richtigen Showdown liefert, auch weiterhin fesseln können.

Ein packender Spannungsroman, der einfach toll erzählt ist.

Spurlos verschwunden

Lina ist verschwunden und Lelle sucht sie in jedem Winkel von Grimmersträck und Umgebung, aber sie ist seit drei Jahren spurlos verschwunden. In dieser Zeit kommen die siebzehnjährige Meja und ihre Mutter Silje in dem Ort an und leben auf dem Hof des mysteriösen Torbjörn. Meja verliebt sich in Carl-Johan, der mit seiner Familie auf einem abseits gelegenen Hof lebt. Und dann verschwindet ein weiteres Mädchen, das sehr große Ähnlichkeit zu Lina aufweist. Das treibt Lelle noch mehr an, endlich ein Lebenszeichen seiner Tochter zu finden.

Stina Jackson bringt in ihrem Thriller die verschiedenen Charaktere sehr geschickt zusammen und lässt so den Leser die Spur der verschwundenen Mädchen aufnehmen. Man kann sich sehr gut in die Verzweiflung des Vaters versetzen, wenn er auf seiner Suche durch die Einsamkeit fährt. Ein Thriller, der zum Denken anregt und spannend bis zur letzten Seite ist.

Nur mäßig spannend

Klappentext:
Die Mitternachtssonne erleuchtet den Himmel, als Lelle Gustavsson auf dem gesprungenen Asphalt des Silvervägen, einer Straße in Nordschweden, entlangfährt und nach seiner Tochter Lina sucht, die drei Jahre zuvor verschwand. Seitdem sucht er sie jede Nacht, solange die Bedingungen es zulassen – in den Ruinen verlassener Dörfer, in baufälligen Bauernhäusern und auf einsamen Straßen, die ins Nirgendwo führen.

Im gleichen Sommer kommen die 17-jährige Meja und ihre Mutter in die Gegend. Sie ziehen auf einen baufälligen Bauernhof in Glimmersträsk. Hier ist Meja den Launen der Erwachsenen ausgeliefert und um der erbärmlichen häuslichen Umgebung zu entkommen, flüchtet sie immer öfter in die umliegenden Wälder.

Und dann verschwindet eine weitere Frau am Silvervägen....

Meine Meinung:
Bei der Auszeichnung als »bester schwedischer Spannungsroman«, waren meine Erwartungen an das Buch sehr hoch. Es begann auch spannend, dabei wurde die Besonderheit der schwedischen Landschaft gut vermittelt. Auch die einzelnen Personen waren glaubhaft und authentisch. Den verzweifelten Vater, der alles daransetzt, seine Tochter zu finden und darüber das Scheitern seiner Ehe in Kauf nimmt, hatte ich bildlich vor Augen.

Die Handlung versandete dann aber zunehmend, es gab immer wieder die gleichen Beschreibungen, sowohl von den nächtlichen Autofahrten, als auch von der düsteren Atmosphäre, in welcher Meja lebt.

Als das zweite Mädchen verschwindet und Meja immer mehr Kontakt zur Familie ihres Freundes hat (Hier laufen die zwei Handlungsstränge dann auch zusammen), nimmt die Geschichte dann zwar etwas Fahrt auf, jedoch zeichnete sich da auch schon die Lösung ab.

Fazit:
Spannung zu Beginn und am Ende, dazwischen aber langatmige Wiederholungen. Da es sich um einen Debütroman handelt und der Schreibstil der Autorin gut war, bleibt sicher noch viel Luft nach oben.

Für dieses Buch von mir nur drei Sterne.

Spannender Kriminalroman

Lelle hat vor drei Jahren seine Tochter verloren. Sie verschwand, als sie auf den Bus gewartet hat. Seitdem sucht er verzweifelt nach ihr. Seine Ehe ist in die Brüche gegangen und er trinkt zu viel.

Meja ist mit ihrer Mutter erst vor kurzem nach Norderland gezogen. Diese hat dort einen Mann kennengelernt und will nun wieder ein neues Leben aufbauen. Meja lernt den netten jungen Mann Carl Johan kennen und zieht schon bald zu ihm und seiner Familie.

Es ist auf jeden Fall ein Kriminalroman. Die Idee ist nicht neu, aber doch sehr gut umgesetzte.

Lelle ist ein verzweifelter Mann, der sich selbst die Schuld am Verschwinden seiner Tochter gibt. Er kann es nicht akzeptieren, dass er seine Lina nie wieder sehen wird. Anstatt sich mit dem Verlust auseinanderzusetzen, streift er jede Nacht durch die Wälder und sucht eine Spur von ihr, da er glaubt, dass die Polizei schon lange aufgegeben hat.

Meja kennt es bisher nicht, ein Zuhause zu haben. Sie ist mit ihrer alkoholkranken Mutter bereits oft umgezogen und will sich auch nicht mehr auf die neue Beziehung ihrer Mutter einlassen. An sich hat sie nichts gegen den Mann, aber sie weiß, dass sich trotzdem nichts ändern wird. Als sie dann einen Freund mit einer intakten Familie hat, versucht sie so aus ihrem Leben zu fliehen.

Auf dem Klappentext steht noch, dass sich das Schicksal der beiden schon sehr bald miteinander verknüpfen wird. Das stimmt eher nur bedingt, da sich die beiden das erste Mal erst nach dem dreiviertelten Buch unterhalten.

Das Verhalten der beiden Hauptakteure kann man durchaus nachvollziehen, auch wenn es nicht immer sinnvolle Handlungen sind. Aber da beide verzweifelt auf der Suche nach etwas sind, ist nicht immer alles logisch.

Das Buch ist sehr gut zu lesen und bietet doch immer wieder Überraschungen. Bei vielen Büchern weiß man schon relativ früh, wer der Täter ist, in diesem Fall war ich allerdings bis zu den letzten Seiten nicht sicher.

Für Leser, die es nicht zu blutig, aber trotzdem spannend möchten, ist das Buch auf jeden Fall zu empfehlen.

Düsteres vom Polarkreis

Lelles Tochter Lina ist vor drei Jahren verschwunden. Stets in den Mittsommernächten sucht er jede Ecke ab, in der Hoffnung sie zu finden. Er hat unter anderem den Verdacht, dass Linas Freund mit dem Verschwinden etwas zu tun hat.

Meja muss mit ihrer Mutter Silje in den Norden ziehen. Silje hat wieder einen neuen Mann kennengelernt, Torbjörn, der ein Haus in einer verlassenen Gegend besitzt. Zwar sammelte er über Jahre Pornohefte, aber sonst scheint er ganz in Ordnung zu sein. Aber Meja fühlt sich nicht wohl in ihrer neuen Umgebung. Eines Abends, als Silje wieder allein mit Torbjörn sein will, lernt Meja im Wald den etwa gleichaltrigen Carl-Johan und dessen zwei Brüder kennen. Sie beschließt, zu ihnen zu ziehen, denn bei den Eltern der Brüder scheint sie willkommen zu sein. Doch diese Familie hat eine spezielle Einstellung gegenüber dem Weltgeschehen. Meja muss beispielsweise ihr Handy abgeben. Auch wird ihr Wunsch, wieder in die Schule zu gehen, nicht sonderlich gutgeheißen, zumal die Jungs zu Hause unterrichtet wurden. Sie ist in Mellas Klasse. Bald merken sie, dass sie eine gemeinsame Verbindung haben.

Der Roman zeigt das Leben am Polarkreis deutlich auf: Viel Natur und, wie es ist, wenn die Nächte im Sommer hell sind, und sich im Winter die Sonne sehr spät und kurz zeigt. Das gefällt mir gut. Handlung ist in diesem Buch nicht viel, was aber nichts an Spannung einbüßt. Ungewohnt für einen Spannungsroman finde ich, wie harmonisch das Familienleben von Torbjörns Familie ist. Dieser Roman hat mich gepackt.

Düstere Verzweiflung

Seit drei Jahren sucht Lelle nach seiner Tochter, jede Nacht fährt er systematisch mit seinem Auto durch die Gegend. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, ahnt er Parallelen zu Linas Verschwinden. Doch auch Hannah ist nicht aufzufinden. Derweil schlüpft die 17-jährige Meja in der Familie ihres neuen Freundes unter. Zwar sind alle Familienmitglieder etwas seltsam und schotten sich ab, doch hier erlebt sie endlich den ersehnten familiären Zusammenhalt.

Düster ist die Grundstimmung in diesem Buch, man spürt in jeder Zeile Lelles Verzweiflung auf der erfolglosen Suche nach Lina. Düsternis herrscht auch in Mejas Leben, die bereits mit ihren knapp 18 Jahren dreißig Mal mit ihrer Mutter umgezogen ist. Dieser dunkle Grundton der Erzählung ist schwierig zu ertragen beim Lesen, mehrere Male wollte ich das Buch weglegen und überhaupt nicht weiter lesen, vor allem weil diese Düsternis schier kein Ende nehmen möchte und sich ziemlich in die Länge zieht. Erst mit der Auflösung gelang es dem Buch, mich richtig zu fesseln, obwohl (oder vielleicht auch weil?) ich bereits ahnte, wer der Täter ist und welches Motiv ihn animierte. Vor allem Lelles Handeln konnte ich nicht immer nachvollziehen: Trotz seiner Verzweiflung ist er mir letztendlich zu sehr überzeichnet in seiner an Wahnsinn grenzenden Trauer mit dem gleichzeitigen Auftrag, seine Tochter wiederzufinden.

Wirklich überzeugen konnte mich das Buch nicht. Man kann es lesen, muss aber nicht.