Cover von: Dunkle Gemäuer
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Dunkle Gemäuer

Der zweite Fall für die Privatermittler Suzanne Griesbaum und Henry Marbach. Ein Baden-Krimi
Buch
Taschenbuch, 384 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

340418582X

ISBN-13: 

9783404185825

Auflage: 

1 (29.07.2022)

Preis: 

11,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 340418582X

Beschreibung von Bücher.de: 

Nachdem die Kamerafrau einer Horrorfilm-Produktion unter mysteriösen Umständen spurlos verschwunden ist, werden die Privatermittler Suzanne Griesbaum und Henry Marbach vom Regisseur auf den Fall angesetzt. Wenig später taucht die Kamerafrau am Set im Willstätter Horrorhaus wieder auf, allerdings als Leiche.

Hat sich die Tote wirklich bei einem Unfall auf der steilen Kellertreppe das Genick gebrochen, wie Staatsanwalt Paul vermutet? Suzanne und Henry sind nicht davon überzeugt und schließen auch einen Mord nicht aus.

Als dann auch noch einer der Hauptdarsteller des Films aus dem Horrorhaus verschwindet, scheint sich ihr Verdacht zu bestätigen, dass hier ein Verbrecher am Werk ist.

Kriminetz-Rezensionen

Spaßig

Zum Inhalt:
Bei einer Verfilmung in »True-Crime«-Umgebung verschwinden erst Requisiten und dann die Kamerafrau Mona. Die Produktionsfirma will sich mit der Sabotage nicht abfinden und engagiert die Detektivin Suzanne, welche ihren Mitarbeiter Harry als Klein-Schauspieler einschleust. Als Monas Leiche gefunden wird, vertieft sich Suzanne in die Ermittlung, obwohl die Polizei und Staatsanwaltschaft davon nicht angetan sind. Denn anders als der geistergläubige Regisseur vermutet sie den Täter im Hier und Jetzt.

Mein Eindruck:
Julia Bernard ist die Komposition aus Spannung und Humor in ihrem badisch-schwäbischen Heimatkrimi gut gelungen. Ihre Figuren sind liebenswert, aber nicht albern und weder sie noch ihre Charaktere verheddern sich in den diversen Nebenschauplätzen, die sich Bernard erdenkt. Egal ob chaotisches Privat- oder Liebesleben, künstlerische Differenzen am Set oder Gekabbel am Arbeitsplatz, – für alles finden sich ein guter Ansatz und eine noch bessere Begründung. Keine Figur ist unnötig (auch die tierischen haben ihre Berechtigung) und insbesondere bei Harrys Gehversuchen in der Filmwelt werden die Lachmuskeln trainiert. Die Aufklärung der Taten ist stimmig und nachvollziehbar; die mordende Person kann beim Lesen erschlossen werden. Der Cliffhanger zum Schluss ist allerdings echt gemein, – man blättert um und es kommt … nichts!

Mein Fazit:
Schon wegen des Cliffhangers möchte man das nächste Buch sehr gerne sehr schnell in Händen halten.

Spannende Unterhaltung für den Feierabend

Schon das düstere Cover zeigt an, dass es gruselig wird. Dunkle Wolken und im Hintergrund ein altes Haus. Die Autorin hat hiermit den zweiten Band über die Privatdetektive Suzanne Griesbaum und Henry Marbach geschrieben.

Regisseur Petrow heuert Suzanne an. Er dreht in dem alten Siechenhaus einen Horrorfilm. Seine Kamerafrau ist plötzlich verschwunden und auch Requisiten sind plötzlich nicht mehr da. Suzanne nimmt ihren Kollegen Henry mit zu Hilfe, eine verkrachte und verschuldete Existenz, aber im Ermitteln super.

Nach einigen Tagen wird die Leiche der Kamerafrau Mona im Keller des Horrorhauses mit Genickbruch gefunden. Und es existiert eine Sage, dass in dem früheren Siechenhaus in dem vergangenen Jahrhundert immer wieder Leute mit Genickbruch aufgefunden wurden, denn dort spukt der Massenmörder Hildebrandt herum. Doch dann wird ein weiterer Schauspieler tot aufgefunden und auch Suzanne gerät in Lebensgefahr.

Ein wirklich sehr gut geschriebenes Buch, das mich teilweise gruseln lässt. Es sind aber derart viele Verdächtige, z.B. der Ehemann von Mona, ein Zahnarzt, ein Schauspieler, die Schwester, ein Hausmeister, der Regisseur. Und immer, wenn man meint, dass man jetzt wirklich den Mörder gefunden hat, wird dies durch eine andere Aussage – ein hiebfestes Alibi – wieder verworfen.

Wir dürfen auch Einblick in das Privatleben von Suzanne nehmen und die ist mehr als verknallt in den Heavy Metall Musiker Liam, ein unreifes Bürschchen, sehr zum Leidwesen ihres Ex Emil.

So gruselig das ganze Buch ist, man muss immer wieder schmunzeln, manchmal sogar laut lachen, so sind manche Situationen beschrieben, z.B. als Henry als Undercoverschauspieler auf einem Esel reiten muss. Henry hat Angst vor dem Esel und der Esel zickt und ist störrisch.

Der Krimi geht sehr flüssig zu lesen, die Sprache ist gut verständlich und es wird der Spannungsbogen über viele Kapitel aufrechterhalten. Suzanne hat ein offenes Haus und bei ihren Kochkünsten bekommt man wirklich Hunger und der Magen meldet sich. Als dann am Ende der Mörder entlarvt wird, bin ich sprachlos gewesen.

Das Buch ist nicht gerade die große Literatur, aber eine wirklich schöne und spannende Unterhaltung für den Feierabend.

Humorvoll und spannend

Das Willstätter Horrorhaus dient als Kulisse für den Film »Dunkle Gemäuer«. Doch nun herrscht Aufregung im Team, denn die Kamerafrau Mona Laurent ist seit drei Tagen verschwunden. Die Produktionsfirma beauftragt die Privatermittlerin Suzanne Griesbaum, die Kamerafrau wiederzufinden. Wenig später taucht sie dann auch wieder auf – als Leiche im Keller des ehemaligen Siechenhauses. Der Staatsanwalt Paul Conrad geht von einem Unfall aus, doch Suzanne und ihr Kollege Henry Marbach sind davon nicht überzeugt. Dann verschwindet auch noch der Hauptdarsteller Benni Koch.

Ich habe den Vorgängerband »Kalte Lügen« nicht gelesen, aber dieser Krimi lässt sich auch ohne Vorkenntnisse lesen. Der Schreibstil ist humorvoll und flüssig zu lesen. Mir ging es stellenweise etwas zu übertrieben zu.

Suzanne ist eine Frau, die einen guten Job macht und sich sogar in Gefahr begibt, um ihren Auftrag zu erfüllen. Daher konnte ich nicht begreifen, wie pubertär sie sich in Bezug auf Liam verhält.

Im Filmteam und dem Umfeld gibt es eine Reihe von eigenwilligen Persönlichkeiten und dabei waren auch jede Menge Verdächtiger. Hausmeister Winkler macht sich verdächtig und Monas Ehemann, der Zahnarzt Dr. Laurent, ist ein ganz widerlicher Typ. Aber auch bei Regisseur Danilo Petrow, Drehbuchautor Maximilian Bräcker, Hauptdarsteller Benni Koch und Monas Schwester Camille Roux gibt es durchaus Grund, sie auf die Liste der Verdächtigen zu setzen. Die Suche ist nicht einfach, so dass Henry undercover im Filmteam ermitteln muss. Das stellt ihn vor Herausforderungen, die andere lustig finden, er allerdings weniger.

Auch wenn einiges doch ziemlich übertrieben dargestellt ist, so ist der Fall durchaus spannend, zumal es immer wieder Wendungen gibt, die einen zweifeln lassen, ob man noch auf dem richtigen Weg ist.

Netter Krimi für zwischendurch

Nach »Kalte Lügen« aus der Feder von Julia Bernard führt sie ihre Leser nun in »Dunkle Gemäuer« – ein Baden-Krimi. Schon das Cover mutet ganz schön gespenstig an. Das Willstätter Horrorhaus – es ist Kulisse für einen Film. Im früheren Siechenhaus geht immer noch Hildebrandt um, dessen sind sie sich sicher. Darum drehen sie ausschließlich tagsüber und behelfen sich mit lichtundurchlässigen Pappfensterläden, so machen sie den Tag zur finsteren Nacht. Als Mona, die Kamerafrau, verschwindet, wird Suzanne Griesbaum engagiert, ihres Zeichens Privatermittlerin, ihr zur Seite steht Henry Marbach.

Und da war die Sache mit dem Leuchten. Kurz bevor in dem Haus jemand stirbt, leuchtet ein geheimnisvolles grünes Licht. Das Hildebrandtslicht. Das Gerücht hält sich hartnäckig – was ist da dran? Auch ein Strichmännchen hat die Filmcrew entdeckt, dessen Kopf nach unten hängt, wie abgeknickt. In früheren Zeiten hat Hildebrandt hier gewütet, viele sind umgekommen, alle mit Genickbruch.

Im Keller dann wird Mona gefunden, sie ist tot – Genickbruch, was sonst! Ist sie die steile Treppe hinuntergestürzt? Nicht nur die Privatermittler sind an dieser mysteriösen Sache dran, auch die Polizei ermittelt. Verdächtige gibt es viele, allen voran Gerard, Monas Ehemann. Aber kann er wirklich mit dem Tod seiner heiß geliebten Frau zu tun haben? Ihre Schwester, der Hausmeister, ein Drehbuchautor, Schauspieler, auch Petrow, der Regisseur – sie alle sind verdächtig, jeder hat mindestens ein Motiv.

Keine zehn Pferde hätten mich in dieses Haus gebracht, auch wenn es mich beim Lesen so gar nicht gegruselt, Horror-Feeling sich dabei so gar nicht eingestellt hat. Spannend war das Buch trotzdem, bis fast zuletzt schlich sich in meine Gedanken immer wieder ein Verdächtiger ein, um dann doch wieder meine Zweifel zu haben. Jeder könnte es gewesen sein, keiner hat eine astreine Weste.

Der Baden-Krimi versprüht viel Charme, gerade wenn es um den Badener Dialekt geht, der wohldosiert eingestreut wird. Auch wenn man diesen Dialekt nicht spricht, versteht man doch (fast) alles. Einen richtig bodenständigen Typen gibt es hier nicht, die Charaktere sind allesamt leicht überzeichnet dargestellt. Suzanne in ihrer unerschrockenen Art bringt sich so manches Mal in arge Bedrängnis. Auch Henry hat so seine Eigenheiten, die schon seltsam anmuten. Und doch habe ich über so manche Szene geschmunzelt. Ja, alle haben sie ihre Macken. Auch und vor allem Suzanne und ihr Dahinschmachten, sobald es um ihren Liam geht. Denn neben der Ermittlungsarbeit waren sie und ihr großer Schwarm Liam, ein Star der Death-Metal-Szene, allgegenwärtig. Dieses pubertäre Gehabe war eindeutig zu viel, es hat der Story viel Potenzial geraubt. Weniger wäre hier wesentlich mehr gewesen!

Ansonsten ein netter Krimi für zwischendurch, der mich schon unterhalten hat, mit einem gut gemachten Cliffhanger.