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Dunkles Lavandou

Der sechste Fall für Dr. Leon Ritter. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 448 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3548291279

ISBN-13: 

9783548291277

Erscheinungsdatum: 

02.06.2020

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3548291279

Beschreibung von Bücher.de: 

Der sechste Fall für Leon Ritter: Dunkelheit legt sich über das idyllische Le Lavandou.

Strahlender Sonnenschein und jede Menge Touristen versprechen den Beginn einer perfekten Sommersaison. Die Stimmung in Le Lavandou könnte nicht besser sein, doch eines Morgens wird unter einer Brücke die Leiche einer Frau gefunden. Leon Ritter findet durch die Obduktion heraus, dass sie nicht freiwillig in den Tod gesprungen ist. Vieles deutet auf eine rituelle Tötung hin. Während Leon und seine Lebensgefährtin Isabelle verschiedenen Verdächtigen nachspüren, scheint die Polizei den Fall schleifen zu lassen - bis eines Tages die Tochter des französischen Kultusministers samt einer Freundin verschwindet. Sie wurden zuletzt in Le Lavandou gesehen …

Kriminetz-Rezensionen

Brutalität in der Provence

Eine junge Frau wird von einem Lastwagen überrollt, eine andere durch eine Schiffsschraube verletzt. Doch der deutsche Gerichtsmediziner Leon Ritter findet heraus, dass die Frauen vor diesen Ereignissen bereits tot gewesen sind. Es geschehen noch einige brutale Dinge und Leons Freundin Isabelle, Polizistin, macht sich mit ihren Arbeitskollegen auf die Suche nach dem Täter.

Es ist ein umfangreiches Buch, bei dem jedoch jede Seite spannend ist, und das bis zum Schluss. Die brutalen Beschreibungen der Handlungen mit dem Opfern, die nüchternen Feststellungen des Gerichtsmediziners beim Untersuch einer Leiche auf der einen Seite und auf der anderen Seite die liebliche Beschreibung der Landschaft, deren Düfte und der kulinarischen Spezialitäten, bieten einen Kontrast, der nicht größer sein könnte. Die idyllischen Szenen verschaffen dem Leser die Zeit, wieder zu Atem zu kommen. Insgesamt sehr spannend, doch es erinnert mich an einen Krimi aus dem Jahre 2017, der allerdings in der Toskana spielt, ich finde einige Parallelen. Absolut lesenswert!

Die Düsternis im Sonnenschein

Dies ist bereits der sechste Leon-Ritter-Krimi und bis auf den ersten habe ich alle gelesen, daher konnte ich natürlich auch jetzt nicht widerstehen.

In Le Lavandou beginnt die Sommersaison und das Wetter ist hervorragend. Doch dann wird die Leiche einer Frau unter einer Brücke gefunden. Leon Ritter findet heraus, dass es sich nicht um Selbstmord handelt. Das gefällt Polizeichef Zerna überhaupt nicht, denn solche Nachrichten könnten dem Tourismus schaden. Es soll möglichst wenig an die Öffentlichkeit dringen, doch es passieren weitere schreckliche Dinge. Ritter und seine Lebensgefährtin, die Polizeikommissarin Isabelle Morell gehen der Sache nach. Aber dann verschwindet die Tochter des französischen Kultusministers, die zuletzt in Le Lavandou gesehen wurde, und die Sache lässt sich nicht mehr unter der Decke halten.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Die besondere Atmosphäre der Provence ist immer zu spüren und es kommt Urlaubsfeeling auf. Doch die Morde bringen Düsternis in die perfekte sonnige Sommersaison. Die Kapitel, die aus Opfersicht dargestellt sind, verschaffen dem Leser einen besonders tiefen Einblick in die Psyche von Opfer und Täter und machen betroffen.

Der deutsche Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter ist eine interessante Persönlichkeit. Er hat sich auf die Lebensart der Franzosen gerne eingelassen und fühlt sich in der Provence wohl. Er ist wirklich gut in seinem Fach und entdeckt Dinge, die anderen vielleicht entgangen wären. Er verlässt sich auch gerne mal auf sein Bauchgefühl. Aber auch seine Lebensgefährtin Isabelle Morell ist eine sympathische Person und eine fähige Polizistin. Gemeinsam sind sie ein gutes Team. Polizeichef Zerna ist nicht so ein angenehmer Mensch, aber er sonnt sich gerne im Erfolg. Aber auch die anderen Charaktere sind authentisch und gut beschrieben.

Die Zeit drängt in diesem Fall und ein Sonderermittler aus Paris macht zusätzlich Druck. Da Ritter nicht offiziell ermittelt, erhält er oft viel tieferen Einblick als die Polizei.

Dieser spannende und atmosphärische Krimi hat mir wieder gut gefallen.

Rituelle Morde in Le Lavandou?

Es handelt sich mittlerweile um den 6. Band mit dem Rechtsmediziner Dr. Leon Ritter als Protagonisten.

Er lebt seit nunmehr 5 Jahren in der Provence und hat in der stellvertretenden Polizeichefin von Le Lavendou – Isabelle Morell – eine passende Lebensgefährtin gefunden. Sehr gerne hält er sich auf dem Bouleplatz neben der Bar Chez Miou auf und ist dort bei den Einheimischen voll integriert.

Aktuell hat es die örtliche Polizei mit zwei Todesfällen zu tun, die zunächst auf Suizid schließen lassen, aber Dr. Ritter kommt zu einem anderen Ergebnis. Er schließt wegen diverser Anzeichen rituelle Morde nicht aus. Es geraten etliche Personen als Verdächtige ins Visier der Polizei. Doch es bleibt nicht bei diesen Leichen und als Höhepunkt verschwindet die Tochter eines angesehenen Politikers zusammen mit ihrer Freundin. Und nun kommt unbeliebte Verstärkung aus Toulon und Paris und aus Gründen der Medienaufmerksamkeit reist auch noch der Kultusminister persönlich an.

Der Autor hat für mich auch in diesem 6. Band nicht nachgelassen. Der Schreibstil des Autors lässt sich von der ersten Seite an flüssig und spannend lesen. Remy Eyssen nimmt seine Leser mit in die Provence, die er so farbenprächtig und authentisch beschreibt, man merkt, dass diese Gegend eine Herzensangelegenheit von ihm ist. Das Privatleben von Dr. Ritter und Isabelle wird wohldosiert eingestreut, als Leser aller Bände ist man mittlerweile gut informiert und lebt quasi mit ihnen. Dieses Mal haben sie außerdem noch ein gesundheitliches Problem zu bewältigen, das an den Nerven zehrt. Auch an seinen Einkaufstouren über den Markt und bei den Bauern lässt Leon Ritter die Leserschaft teilhaben und man möchte eigentlich sofort mit ihm zum Olivenöl- und Käsetesten aufbrechen. Der Fall selbst wird fesselnd und stellenweise auch brutal beschrieben und er geht unter die Haut, so dass das sommerliche Urlaubsfeeling in Le Lavandou durchaus gestört wird. Der Autor hat zwar einige falsche Spuren gelegt, aber die Aufklärung des Falles habe ich aus dem Bauch heraus teilweise vermutet, aber es blieb bis zum Ende spannend WER, WIE und aus welchem Motiv gehandelt hat.

Ich freue mich auf den nächsten Band und empfehle diesen Krimi gerne weiter!

Remy Eyssen - Dunkles Lavandou

Im beschaulichen Le Lavandou steht die Sommersaison unmittelbar bevor und alle sind auf den Einfall der Touristen vorbereitet. Doch dann schreckt ein schrecklicher Selbstmord das Örtchen auf: Eine junge Frau hat sich von einer Brücke gestürzt und wurde dann von einem LKW überrollt. Leon Ritter, zuständiger Rechtsmediziner, stellt jedoch fest, dass die Frau schon tot war, als sie von der Brücke fiel. Zudem weist die Leiche noch zahlreiche andere Verletzungen auf, die auf brutale Folter und Misshandlung hinweisen. Eine zweite Leiche mit ähnlichen Zeichen lässt Ritter schnell an einen Serientäter denken, doch davon will man bei der Polizei nichts hören. Auch seine Lebensgefährtin Isabelle hat zunächst Zweifel, noch dazu fehlen konkrete Spuren. Die Lage spitzt sich zu, als weitere junge Frauen vermisst gemeldet werden, eine davon Tochter des Kultusministers, was den Druck auf die Ermittler drastisch erhöht.

Im sechsten Fall für den deutschen Rechtsmediziner im Dienste der provenzalischen Polizei verbindet Remy Eysson verschiedene typische Themen typischer Kriminalromane: Entführung, einen besessenen Serientäter, biblische Zeichen und dann auch noch ein prominentes Opfer, dessen Vorerkrankung den Zeitdruck besonders erhöht. Das alles, in einem Cosy-Crime-Setting zwischen malerischen Olivenhainen und Weinbergen und immer mit perfekter Urlaubskulisse und Sonnenschein, verschmilzt zu einer unterhaltsamen Sommerlektüre.

Insgesamt ist der Krimi für mich ein recht routinierter Roman, der das liefert, was man von diesem Genre erwartet: Das Lebensgefühl Südfrankreichs – lokale Spezialitäten und guter Wein als Grundvoraussetzung für das Wohlsein – in charmanter Atmosphäre zwischen Mittelmeer und ansprechender Landschaft steht im Konkurrenzkampf mit dem Kriminalfall. Dieser ist recht typisch aufgezogen und überschaubar komplex. Für mein Empfinden etwas zu platt, die falschen Fährten, die zu offenkundig sind und eigentlich auch die Polizisten nicht wirklich täuschen sollten. Ebenso blieb mir der Täter mit seinem Motiv etwas zu blass. Mehr Einblick in sein Denken hätte sicherlich den Verdacht früher auf ihn gelenkt und vielleicht ein wenig der Spannung genommen, allerdings wird die Figur für routinierte Krimileser auch schnell sehr offenkundig als heißer Kandidat.

Insgesamt leichte Unterhaltung, die sich perfekt als sommerliche Reiselektüre eignet.

Spannend, trotz einiger Klischees

Die frühsommerliche Stimmung in Le Lavandou wird jäh unterbrochen, als unter einer Autobahnbrücke die Leiche einer jungen Frau gefunden wird. Zunächst weist alles auf einen Selbstmord hin. Die junge Frau war wohl von der Brücke in den Tod gesprungen und von einem LKW geradezu zermalmt worden. Doch der deutsche Pathologe Leon Ritter, der seit einigen Jahren in Le Lavandou lebt und arbeitet, findet heraus, dass die junge Frau schon vor dem Sprung tot war. Zudem weist die Leiche Verletzungen auf, die auf Folter und eine rituelle Tötung hinweisen.

Doch Leon Ritters Verdacht nimmt außer seiner Lebensgefährtin Capitaine Isabelle Morell niemand so recht ernst. Immerhin geht der deutsche Rechtsmediziner mit seinen bisweilen recht eigenen Methoden den französischen Kollegen doch hin und wieder gehörig auf die Nerven! Bis wieder zwei junge Frauen verschwinden – und dieses Mal ist eine davon die Stieftochter des französischen Kultusministers. Neben dem Presserummel wird der Polizei von Le Lavandou auch noch ein Ermittler aus Paris vor die Nase gesetzt. Dieser ist natürlich nicht nur Isabelles ehrgeizigem Vorgesetzten Zerna ein Dorn im Auge. Er stört durch seine Inkompetenz nur die Ermittlungen und bringt sich selbst und andere in Gefahr.

Der Autor versteht es ausgezeichnet, das Städtchen Le Lavandou, seine Bewohner und die Region in ein besonderes Licht zu setzen. Man besucht gerne mit Leon Ritter die örtliche Bar, trinkt einen Rosé und fährt mit ihm im offenen Cabrio durchs malerische Hinterland.
Allerdings stört mich, dass Vorgesetzte meist als inkompetent, überehrgeizig und rechthaberisch dargestellt werden, besonders wenn sie dann auch noch aus einer größeren Stadt anreisen. Zudem scheint außer Leon Ritter kaum einer der Polizisten dazu in der Lage, Spuren korrekt zu deuten.

Der Fall an sich ist aber spannend, immer wieder werden andere Verdächtige ins Licht gerückt, sodass man sich mit dem Krimi trotz einiger Klischees gut unterhalten fühlt.

Spannender Provencekrimi

Eine von einer Brücke gefallene und danach von einem LKW überfahrene Frau lässt zunächst auf einen Selbstmord schließen, doch Rechtsmediziner Leon Ritter entdeckt, dass die Frau ertrunken ist, also schon tot war, als sie von der Brücke fiel, und zudem offenbar vor ihrem Tod schwer misshandelt worden war. Eine weitere Tote mit ähnlichen Verletzungen scheint auf einen Serientäter hinzuweisen. Ob die beiden verschwundenen Frauen ihm auch zum Opfer gefallen sind?

Der sechste Band der Reihe ist für mich der erste, wird aber nicht der letzte sein. Leon war mir gleich sympathisch, ich mag es, dass er ein bisschen unkonventionell ist und bei der Polizei schnell aneckt. Seine Lebensgefährtin, Capitaine Isabelle Morell, die auch die ermittelnde Polizistin ist, war mir dagegen weniger sympathisch, ich kam ihr nicht wirklich nahe, auch wenn man sich hier um sie privat Sorgen machen muss. Ich empfand sie als eher kühl und so gar nicht zu Leon passend. Mal sehen, ob ich, wenn ich die Vorgänger gelesen habe, meine Meinung revidieren werde.

Ein für diesen Fall eingeschalteter Sonderermittler erschien mir fast wie eine Art Parodie, hat das Ganze aber auch ein bisschen aufgelockert.

Gut hat mir gefallen, dass die Region ebenfalls eine Rolle spielt, man bekommt Lust, dort einmal hinzufahren. Leon ist zwar Deutscher, hat sich aber gut integriert, so spielt er regelmäßig mit Einheimischen Boule und liebt Land, Leute und Küche.

Der Fall ist spannend, vor allem, weil man mit den Opfern mitfühlt und bis zum Schluss hofft, dass der Täter rechtzeitig gefunden wird und die beiden Frauen überleben. Die Auflösung, wer der Täter ist, war für mich allerdings keine wirkliche Überraschung, dennoch wurde es gegen Ende noch einmal richtig spannend. Ich bin froh, dass der Autor nicht der üblichen Vorgehensweise, dass einer der Protagonisten sich dummerweise in unnötige Gefahr bringt, folgte, hier war die Gefahr am Ende nötig – wenn auch vielleicht ohne die letzten Handlungen.

Wenn man bedenkt, dass aus bestimmten Gründen ein Sonderermittler eingeschaltet wurde, handelte die Polizei hin und wieder etwas unvorsichtig oder unbedacht, aber gut, als Leser hat man hier auch einen anderen Überblick.

Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven mit vielen kurzen Kapiteln, was das Lesen kurzweilig macht. Leider blieben am Ende ein paar Fragen offen (z.B. das einzige männliche Opfer betreffend), das hat zwar seine Gründe, ist aber dennoch etwas unbefriedigend.

Insgesamt ist der Roman vielleicht nicht besonders originell, aber prima zu lesen und spannend, der Protagonist ist sympathisch, und man ist als Leser schnell emotional beteiligt und kann zudem gut mitraten. Sehr schön auch der Regionalanteil, der einem die Region schmackhaft macht. Man kann den Roman außerdem gut lesen, ohne die Vorgänger zu kennen – daher empfehle ich ihn sehr gerne an alle Fans des Genres.

Schöner Südfrankreich-Krimi

Mit "Dunkles Lavandou" habe ich bereits den 6. Band von Remy Eyssens Provence Krimis gelesen. Warum ich dieser Reihe treu bin? Weil es perfekte Urlaubskrimis sind! Hier stimmt die Mischung aus anregenden Landschaftsbeschreibungen, das ist wie ein Kurzurlaub, zumal ich die Provence und die beschriebenen Orte aus eigener Anschauung kenne. Wenn Leon Ritter in seiner Freizeit über den Wochenmarkt schlendert oder einen Ausflug mit Lebensgefährtin Isabelle unternimmt, habe ich sofort die passenden Bilder vor Augen.

Dazu kommt die Kombination von Polizeiarbeit und unkonventionellen Ermittlungen. Für die Polizei ist Isabelle zuständig, die als Capitaine der Gendarmerie Nationale arbeitet und Leon Ritter, der als Gerichtsmediziner tätig ist und bei Todesfällen seinen eigenen Blick entwickelt hat, gibt sich nicht mit einfachen Erklärungen zufrieden und ermittelt schon mal selbst.

Eine junge Frau stürzt von einer Brücke und wird von einem LKW überrollt. Das sieht nach Selbstmord aus, doch Leon Ritter findet Spuren, die etwas ganz anderes erzählen. Von Misshandlungen und einem Martyrium vor dem Tod. Auch einige seltsame Hinweise, denen die Polizei keine Aufmerksamkeit schenkt, sind Indizien für ihn.

Es bleibt nicht bei einem Todesfall und als die Tochter eines Ministers zusammen mit einer Freundin vermisst wird, bekommen die Ermittlungen eine besondere Brisanz.

Le Lavandou, ist ein in der Saison turbulenter Ferienort mit vielen Touristen und auf der anderen Seite ein typisch südfranzösisches Kleinstädtchen, in dem man sich dem Boulespiel zu einem Glas Rosé oder einem Pastis in der Bar trifft, und doch gibt es Abgründe und dunkle Stimmungen, denen Leon Ritter auf die Spur kommt.

Remy Eyssen hat mich auch dieses Mal wieder bestens unterhalten. Ich fand den Krimi spannend und die Mischung aus Privatleben, Landschaft und Verbrechen war auch sehr stimmig. Wenn man dieses Jahr nicht den echten Urlaub in der Provence genießen kann, ist das Buch vielleicht ein Trostpflaster.

Jagd auf den Teufel

In Le Lavandou könnte es eigentlich nicht besser sein. Strahlender Sonnenschein und eine Menge Touristen. Doch eines Morgens wird unter einer Brücke eine tote Frau gefunden, überfahren von einem LKW, der nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Alles deutet darauf hin, dass sie nicht selbst von der Brücke gesprungen ist. Rechtsmediziner Leon Ritter und seine Lebensgefährtin Isabelle spüren verschiedenen Verdächtigen nach. Und dann verschwindet auch noch die Tochter des französischen Kultusministers. Zuletzt aufgehalten hat sie sich in Le Lavandou. Ein Wettlauf beginnt …

»Dunkles Lavandou« ist der sechste Teil der Leon Ritter-Reihe. Für mich war es der erste aus der Reihe und ich hatte anfangs Sorge, dass ich überhaupt nicht in das Buch reinkomme, weil mir die Vorgeschichte fehlt. Aber die Sorge war total unbegründet. Ich habe mich gleich von Anfang an in die Handlung eingefunden und mich sofort wohlgefühlt.

Leon und seine Lebensgefährtin Isabelle waren mir sofort sympathisch. Der Autor hat es geschafft den Charakteren Gesichter zu geben. Man fühlt mit ihnen mit und sie sind nicht so undurchsichtig wie man Ermittler aus anderen Thrillern oder Krimis kennt. Die Charaktere werden sehr persönlich gemacht und das gefällt mir.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Außerdem ist er sehr detailreich, sodass ich mir alles gut bildlich vorstellen konnte, was ich auch sehr gut fand. Einzig und allein fiel es mir etwas schwer, die französischen Namen zu lesen, aber das fand ich nicht schlimm.

Der Krimi spielt in Frankreich und das spürt man als Leser auch. Mit seinem tollen Schreibstil schafft der Autor es diesen Flair an den Leser rüberzubringen indem er Rosé, das Meer, Ginster und Olivenhaine immer wieder miteinbringt.

Auch der Humor des Autors hat mir gefallen. Ich musste zwischendurch immer mal schmunzeln. Das hat das Ganze gut aufgelockert und es war dadurch nicht so trocken.

Der Fall war richtig interessant und spannend. Bis zum Schluss hat der Autor die Spannung gehalten und es gab auch immer wieder unerwartete Wendungen.

Fazit: Ein toller Krimi mit viel Spannung. Hat die vollen 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung verdient. Lässt sich auch toll lesen, wenn man die vorherigen Bände noch nicht kennt.

Spannend wie immer

Zurück nach Frankreich... was habe ich mich über den neuen Teil der Reihe um Leon Ritter und seine Lebensgefährtin Isabelle gefreut. Und wurde wie immer nicht enttäuscht.

Es ist Sommer und das Leben könnte nicht schöner sein. Doch dann wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Zuerst deutet alles darauf hin, dass sie von einer Brücke gesprungen ist, aber bei der Obduktion wird klar, dass sie über einen längeren Zeitraum gefoltert und letztendlich ermordet wurde. Als plötzlich die Tochter des Kulturministers verschwindet, macht sich auch Leon auf die Suche nach dem Täter, er ist überzeugt, dass es sich um eine rituelle Tötung handelt.

Wie bereits die Vorgänger kann der Krimi durch die Mischung aus Spannung und Urlaubsflair überzeugen. Der Fall nimmt viele Wendungen und von der Auflösung war ich mehr als nur überrascht. Ich hoffe, dass es weitergeht.

Bizarre Morde in der Provence

Eine junge Frau wird von einem LKW auf der Autobahn überrollt und fast bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Die Polizei möchte, dass es ein Selbstmord ist, um die Touristen nicht zu verschrecken, denn es ist Sommer und das Lavandou ist wie immer überlaufen. Doch Leon Ritter, der Rechtsmediziner, findet Spuren von Folter und ist sich sicher, dass die junge Frau ermordet worden ist.

Die Polizei um Isabelle und ihren Chef Zerna nehmen die Ermittlungen auf, doch sie tappen völlig im Dunkeln. Sie verdächtigen den Bruder der Toten, kommen hier jedoch nicht weiter. Dann steht das Fest von St. Pierre vor der Tür und die Polizei findet eine weitere Tote, die in eine Schiffsschraube geraten ist. Leon findet Ähnlichkeiten und holt sich Hilfe bei einem Historiker und lässt sich beraten, da er mysteriöse Zeichen gefunden hat. Im privaten Bereich liegt ein Schatten auf Isabelles Gesundheit, doch die muss warten, da wieder zwei junge Frauen verschwunden sind. Eine ist die Stieftochter des Kultusministers. Das bringt der Polizei einen Pariser Ermittler ein, der die Ermittlungen in Le Lavandou an sich reißen will. Mit Hochdruck laufen die Ermittlungen, um die beiden Frauen lebend zu finden und auch Leon hat wieder ein Bauchgefühl, das ihn ganz nahe an den Täter führen kann.

Wieder ein spannender Kriminalfall in der Provence mit der örtlichen Polizei und Leon Ritter, dem Rechtsmediziner und Lebensgefährten von Isabelle. Auch ihr Chef Zerna ist wieder im Rennen, wie immer hat er auch den Tourismus in der Region im Blick und scheut daher auch spektakuläre Mordfälle, um die Touristen nicht abzuschrecken. Diesmal stößt zu dem Team ein Ermittler aus Paris, der hauptsächlich seine eigene Karriere im Blick hat und sehr viel Unruhe in das örtliche Team bringt. Außerdem ist wie üblich das örtliche Café im Blickpunkt, wo wie üblich die Neuigkeiten ausgetauscht und verbreitet werden. Ebenso wie das örtliche Boule-Team, das bei einem guten Glas Rosé ihre Matches austrägt. Leon, der Rechtsmediziner, geht natürlich wieder seinen eigenen Weg und verfolgt wieder einmal sehr unorthodox den Mörder. Der Spannungsbogen ist wieder einmal sehr gut aufgebaut, so dass die Verfolgung des Täters bis zum Schluss spannend bleibt. Das liegt natürlich auch an dem sehr flüssigen Schreibstil, der die Geschichte vom Anfang bis zum Ende auf einem sehr interessanten Level hält.

Ich habe jetzt schon einige Bücher von Remy Eysssen gelesen und mir sind seine Figuren sehr vertraut, ebenso wie die Umgebung Le Lavandou und ich werde wohl sehr bald dort einmal hinfahren, weil mich die Beschreibung der Landschaft und ihrer Menschen neugierig gemacht hat. Sicherlich ist es Leon Ritter bei seiner Übersiedlung ähnlich gegangen. Doch zurück zum Buch »Dunkles Lavandou«, das wieder meine Erwartungen voll erfüllt hat; spannend und unterhaltsam zugleich. Ein großes Kompliment an den Autor und eine starke Empfehlung an Krimifans dieses Buch zu lesen.

Finsteres Urlaubsidyll

Bereits Teil 6 einer Krimireihe, deren Handlung an der französischen Mittelmeerküste angesiedelt ist. Nichts für mich, dachte ich.

Doch meine Befürchtung, dass die Charaktere in den vorherigen fünf Bänden bereits zu weit entwickelt worden sind, um nun noch folgen zu können, war unbegründet. Sicherlich hätte man mit dem deutschen Rechtsmediziner Leon Ritter mitwachsen können, doch das sollte niemanden daran hindern, zu diesem Buch zu greifen: Eyssen gelingt es vorzüglich, Spannung aufzubauen und diese über knapp 500 Seiten auch zu halten. Dem Täter kommt man erst spät auf die Schliche, obwohl die Anzahl an Protagonisten überschaubar ist. Dazu hat der Autor scheinbar ein Faible für Kulinarik, was das Lesen nicht nur zu einem Genuss für Auge und (Krimi-)Herz, sondern fast auch für den Gaumen macht.

Kurzum: Leseempfehlung nicht nur für Krimifans, sondern auch für diejenigen, die ausgehungert nach Mittelmeer-Feeling sind und gutem Essen etwas abgewinnen können.

Blutige Rituale in der Provence

Inhalt:
Der Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter wird zu einem tödlichen Unfall gerufen. Eine junge Frau wurde von einem LKW überfahren. Der Polizeichef will dies als Selbstmord deklarieren und so die Akte schnell schließen, doch Dr. Ritter glaubt nicht an Selbstmord und beginnt zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der stellvertretenden Polizeichefin, nach Spuren zu suchen. Als dann auch noch die Tochter des Kultusministers und ihre Freundin verschwinden, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.

Meinung:
Dunkles Lavandou ist der sechste Teil der Serie um den Gerichtsmediziner Dr. Leon Ritter. Für mich war es der erste Krimi, doch trotz der fehlenden Kenntnisse der Privatgeschichte hatte ich keine Schwierigkeiten mich in das Leben und Arbeiten der Protagonisten hineinzulesen.

Der Autor versteht es, den Handlungsstrang geschickt aufzubauen, sodass sich die Spannung stetig steigert. Die anschaulichen Beschreibungen der Verletzungen der Opfer und deren Qualen beschert dem Leser einige Gänsehautmomente.

Die einzelnen Charaktere wurden vielschichtig beschrieben und passen sehr gut in die beschauliche Küstenidylle.

Durch die vielen französischen Begriffe ist mein Lesefluss manchmal ins Stocken geraten, trotzdem habe ich mich sehr unterhalten gefühlt. Das Ende kam mir ein bisschen zu schnell und ich hätte mir mehr Informationen zum Motiv des Täters gewünscht.

Fazit:
Alles in allem ein gelungener Krimi und das Ganze vor der Kulisse der wunderschönen Provence.

Die Provence könnte so idyllisch sein …

Mord und Entführung im Touristenparadies: Es ist Sommer in Le Lavandou. Der Touristenort ist voller unternehmungslustiger Urlauber, die Sonne, Meer und Land genießen wollen. Die Provence könnte so idyllisch sein. Doch dann stürzt eine Frau von einer Brücke auf die Autobahn. Gerichtsmediziner Leon Ritter erkennt schnell, dass es sich nicht um Selbstmord handeln kann. Und es bleibt nicht bei der einen Toten. Vieles deutet auf okkulte Rituale, doch die Polizei will Leon zunächst nicht ernst nehmen. Bis die Tochter des Kultusministers Opfer einer Entführung wird.

»Dunkles Lavandou«, ein Kriminalroman von Remy Eysser, der seinen Médecin Légiste schon zum sechsten Mal im Lavandou ermitteln lässt. Hier trifft französisches Savoir-vivre mit einem spannenden Kriminalfall aufeinander. Für mich war es das erste (und mit Sicherheit nicht das letzte Buch) aus der Reihe, ich konnte aber ohne Schwierigkeiten in die Serie einsteigen.

Leon Ritter stammt ursprünglich aus Frankfurt – seine Vorgeschichte ist sicher den ersten Bänden zu entnehmen – und lebt mit der stellvertretenden Polizeichefin Capitaine Isabelle Morell in Lebensgemeinschaft. Die beiden sind ein gutes Team, beruflich wie privat. Leon Ritter hat ein bisschen was von einem »David Hunter der Provence«.

»Leon nahm Maß. Er liebte scheinbar aussichtslose Situationen, in denen man durch richtige Planung, Erfahrung und Risikobereitschaft doch noch ans Ziel kam. Beim Boule genauso wie im Leben.«

Nicht was seinen Charakter betrifft. Er ist kein depressiver Eigenbrötler, im Gegenteil sehr kommunikativ und gesellig, spielt Boule und trinkt munter den einen oder anderen gekühlten Rosé im Bistro und lauscht dort Land und Leuten. Es ist seine Art zu ermitteln und seine Achtsamkeit im Umgang mit den Toten.

»Trotzdem, für Leon zählte bei der Begegnung mit einem Opfer der erste Eindruck. Ganz so, als würde dieser Mensch noch leben und könnte für ihn das Geheimnis seines Todes lüften.«

Und es gibt genügend Geheimnisse zu lüften in diesem Fall. Denn Leon erkennt schnell, dass es sich um einen Serientäter handeln muss, der wahrscheinlich schon früher gemordet hat. Er stellt den Zusammenhang zu religiösen Ritualen her, doch seine Theorie kommt beim Polizeichef nicht besonders gut an.

»Haben Sie sich schon mal gefragt, wie so etwas in der Öffentlichkeit ankommt? Die Medien spielen doch verrückt, wenn das durchsickert. Die Tochter des Kultusministers Opfer eines Teufelsaustreibers, mon dieu!«

Doch Leon glaubt an die Wissenschaft und nicht an Zufälle. Ich glaube jedenfalls an die gelungene Kombination von krimineller Spannung und dem Lebensgefühl der Provence. Und ein Glas vom Rosé würde ich jederzeit mit Leon trinken wollen.

Menschliche Abgründe im schönen Lavandou

Der sechste Fall für Leon Ritter hat es in sich. Eine Frau wird tot unter einer Brücke gefunden, doch sie ist nicht freiwillig gesprungen. Dann verschwinden auch noch zwei junge Mädchen... Die mysteriösen Fälle häufen sich, Leon und die Polizei verfolgen verschiedene Spuren die verwirrend sind und zu keinem Ergebnis führen. Was haben die Fälle miteinander zu tun? Wo sind die jungen Frauen? Die Zeit drängt und der Tod naht....

Diese Reihe ist wirklich gelungen. Die spannende und akribische Tätigkeit des Rechtsmediziners ist faszinierend ,sehr detaillreich und spannend beschrieben. Ein weiterer lesenswerter Krimi dieser besonderen Reihe.

Clever konstruiert

Von einer Brücke fällt eine Frau in einen fahrenden Laster hinein. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass sie schon einige Stunden vorher tot war und von der Brücke geworfen wurde. Bald gibt es eine weitere Tote, und zwei junge Frauen werden vermisst – eine davon ist die Stieftochter des französischen Kultusministers. Gerichtsmediziner Leon Ritter ahnt, dass hier ein Serientäter zugange ist, und zusammen mit seiner Lebensgefährtin Isabelle versucht er, die Hintergründe zu diesen Taten herauszufinden …

Dies ist bereits der sechste Fall für den Gerichtsmediziner Leon Ritter, der eine Anstellung in der Provence gefunden hat. Obwohl Teil einer Reihe, kann man das Buch sehr gut ohne weitere Vorkenntnisse lesen, denn der Fall ist in sich abgeschlossen. Leon Ritter ist ein sehr akribischer und aufmerksamer Arzt, mit einem Gespür für die kleinsten Auffälligkeiten, und so liegt er auch diesmal wieder richtig mit seinen Ermittlungen. Sehr detailliert werden sowohl die Ermittlungsschritte wie auch die Arbeit in der Gerichtsmedizin beschrieben. Auch die privaten Umstände der Ermittler haben einen Platz in dieser Geschichte, allerdings bleiben sie dezent im Hintergrund. Im Fokus der Erzählung steht ein spannender, clever konstruierter Fall, der von brutalen Morden handelt.

Mich hat diese Reihe schnell fesseln können, und auch dieses Buch hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Sehr gerne empfehle ich es weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.