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Einsame Entscheidung

Der fünfte Fall für Kommissar Leander Lost aus der Reihe »Lost in Fuseta«, Ein Portugal-Krimi
Buch
Broschiert, 400 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3462001027

ISBN-13: 

9783462001020

Auflage: 

1 (07.04.2022)

Preis: 

16,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 26.958
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3462001027

Beschreibung von Bücher.de: 

Der großartige fünfte Fall der Platz-1-Bestsellerreihe um den deutschen Kommissar an der portugiesischen Küste.

Mitte Juni in Fuseta – es sind die letzten idyllischen Tage in dem kleinen Fischerort an der Algarve, bevor die Touristen kommen. Soraia Rosado, Leander Lost und sein Team bei der Polícia Judicária genießen die Ruhe vor dem Sturm.

Doch dann liegt ein englischer Tourist tot in einem Ferienhaus. Und seine portugiesische Begleiterin begibt sich auf die Flucht.

Der Fall scheint klar. Eine Beziehungstat. Aber Leander Lost ist nicht überzeugt, er geht seinen portugiesischen Kollegen mit penetranten Nachfragen auf die Nerven. Und sticht mitten in ein Wespennest.

Unsichtbare, aber machtvolle Netzwerke werden aktiv, um die Ermittlungen unter der Führung von Inspektorin Graciana Rosado zu torpedieren. Sie manipulieren Akten, GPS-Daten, Lebensläufe – und engagieren zwielichtige Personen, um den Verdacht Losts, dass es sich nicht um eine einfache Beziehungstat handelte, zu entkräften.

Schließlich trifft er eine einsame Entscheidung: Er begibt sich gemeinsam mit der Mordverdächtigen auf die Flucht. Während der Abendnachrichten flimmern ihre Konterfeie über die Bildschirme. Fieberhaft beginnen Graciana Rosado und Carlos Esteves die Suche nach den beiden. Um schneller zu sein als ihre mächtigen Gegner, müssen sie lernen, wie ein Asperger zu denken.

Kriminetz-Rezensionen

Leander in filmreifer Action

In Fuseta herrscht gerade Ruhe vor dem Ansturm der Touristen. Für die Polícia Judicária gilt es den Mord an Jack Brent, einem Engländer, aufzuklären. Er wurde in einem angemieteten Ferienhaus getötet und seine Freundin ist verschwunden. Graciana Rosado, Carlos Esteves, der »Pfau« Miguel Duarte und Leander Lost ermitteln. Allerdings: So einfach bleibt es nicht, denn es scheint um eine weit größere Sache zu gehen und aus diesem Grunde wird ihnen ein Team aus Lissabon vor die Nase gesetzt.

Die Ermittlungen werden im vorliegenden Fall wesentlich actionreicher als in den bisherigen Bänden – fast schon filmreif – geschildert. Leander steht an vorderster Front, muss selbst flüchten und seine Kollegen müssen sich in sein ganz besonderes Denken und Verhalten hineinversetzen. Ich will keine Details verraten, aber dieser Plot war für mich komplexer und spannender als die Vorgänger und kann natürlich erfolgreich abgeschlossen werden, wobei wieder einmal Geldgier eine sehr große Rolle spielt.

Ich bin bereits seit seiner Ankunft in Fuseta ein Fan von Leander Lost und es ist schön zu sehen, wie gut er sich mittlerweile eingelebt hat. Mit der Figur von Leander hat der Autor eine ganz besondere Figur geschaffen und es ist für mich faszinierend, wie er Leander mit seinem Asperger-Syndrom beschreibt und weiter entwickelt. In die Familie Rosado ist er voll integriert, sie nehmen in mit seinen Macken wie er ist und auch seine Krankheit stellt im Zusammenleben kein Problem dar. Auch die Kollegen kennen und schätzen ihn. Im vorliegenden Fall gab es die ein oder andere Begebenheit, bei der er so richtig in seinem Element war – als Polizist mit deutscher Genauigkeit konnte er sehr gut punkten und ich durfte schmunzeln. Vor allem aber hat es die Sache vorangebracht. Ein besonderes Highlight war in meinen Augen der »Handschellentrick«, ebenso ein versteckter Schlüssel.

Familie Rosado ist eine Familie, in der man sich wohlfühlen kann – Mutter Raquel ist für das leibliche Wohl aller zuständig und Vater Antonio hilft mit alten Verbindungen seiner Tochter Graciana bei den Ermittlungen. Ziehtochter Zara und ihr Freund Toninho bekommen im vorliegenden Fall eine wichtige Rolle zugewiesen. Und natürlich Soraia, Leanders Lebensgefährtin und Schwester von Graciana, die ihn und seine Gedanken mittlerweile sehr, sehr gut kennt.

Gil Ribeiro schreibt aber nicht nur Portugal-Krimis mit Urlaubsfeeling, sondern jedem Fall liegt ein brisantes Thema zugrunde.

Ich hatte spannende und unterhaltsame Lesestunden, von mir gibt es wieder eine Empfehlung!

Señor Léxico

Aufregender und actionreicher Krimi. Ein Wiedersehen mit den beliebten Charakteren, dem kleinen Fischerort Fuseta an der Küste Portugals und einem neuen spannenden Fall.

Jack Brent, ein englischer Tourist, wurde in einem Ferienhaus an der Algarve tot aufgefunden. Flüchtig und somit höchst verdächtig: seine Begleiterin. Es scheint eine klare Beziehungstat zu sein. Leander Lost und seine Kollegen sind jedoch ziemlich schnell davon überzeugt, dass es um einen Riesenkonzern geht, der aus Profitgier über Leichen geht. Urplötzlich befindet sich der deutsche Austauschkommissar auf der Flucht mit einer Whistleblowerin.

Wieder einmal konnte mich Gil Ribeiro mit einem Fuseta-Krimi restlos begeistern. So nebenbei werden die einzelnen Figuren zu Anfang wieder gut eingeführt, so dass es sich so anfühlt, als ob man nie weg gewesen wäre. Man merkt ganz deutlich, dass Leander in Fuseta, bei den Rosados und vor allem bei den Kollegen gut angekommen ist. Bei der Suche nach den Flüchtigen können die Kollegen hervorragend nachvollziehen, wie er handelt und denkt.

Auch in diesem Fall konnte der Asperger-Autist mit seinen »besonderen Fähigkeiten« beim Lösen des Falls wichtige Beiträge leisten. Ganz deutlich bemerkt man, wie sehr ihn die Kollegen mittlerweile schätzen. Eine enorme Entwicklung hat Señor Lost da hingelegt, das ist deutlich zu spüren, deshalb ist der Protagonist auch meine »Lieblingsfigur«.

Die portugiesische Lebensart und auch das Setting kamen wieder hervorragend rüber. Bildmalerisch und flüssig geschrieben, ein Lesegenuss. Lokalkolorit zur Genüge vorhanden.

Die Spannungskurve steigt gemächlich, aber stetig. Zum Ende hin blieb kaum mehr Luft zum Durchatmen, Schlag auf Schlag ereigneten sich die Geschehnisse, bei den vielen involvierten Personen, muss man schon gut bei der Sache sein, um folgen zu können.

Besonders gut gefällt mir bei den Fuseta-Krimis, dass es zwischendurch immer wieder Grund zum Schmunzeln gibt, Situationskomik, nicht zuletzt wegen der liebenswerten Schwächen des Protagonisten. Der in diesem Band zugrunde liegende Fall ist zudem sehr interessant und nachvollziehbar beschrieben.

Auch privat läuft es für einige der Charaktere ziemlich gut, da ist wohl noch einiges zu erwarten, somit freue ich mich schon auf die nächste Folge. Alle handelnden Figuren agieren glaubwürdig.

Ein Extra-Highlight sind die am Anfang platzierten Karten vom Setting, wenn man sich die Karten in Farbe und zoombar ansehen möchte ist dies möglich, die Internetadresse ist angegeben. Dies ist auch mit einer WLAN-Verbindung des Lesegerätes machbar. Portugiesische und auch spanische Phrasen sind kursiv dargestellt und beleben das Schriftbild. Das Geschehen geht über sieben Tage, die 37 Kapitel sind daher in sieben Teile aufgeteilt.

Eine absolute Leseempfehlung für Fans der Reihe, ein Tipp für Einsteiger: Es lohnt sich, die Serie von Anfang an zu genießen. Von mir volle Punktzahl, fünf Sterne.

Ein Team ist ein Team

Der deutsche Kommissar Leander Lost ermittelt bei der portugiesischen Polizei. Durch sein Asperger-Syndrom hat er es nicht leicht, doch sein Team akzeptiert und schätzt ihn so, wie er ist. In diesem 5. Fall bekommen sie es mit einem Chemiekonzern zu tun, der für die Zulassung eines Kunstdüngers in der EU über Leichen geht.

Für mich als Neuling in der Lost-Reihe von Gil Ribeiro war es nicht ganz einfach in die Story einzusteigen. Viele Personen gleich zu Anfang verwirrten mich, hier wäre ein Personenregister vielleicht hilfreich gewesen. Auch konnte mich der Kriminalfall nicht überzeugen, das Ganze war mir ein bisschen zu konstruiert. Die Spannung dümpelte anfangs auch ein bisschen vor sich hin, nahm aber zum Ende hin immer mehr Fahrt auf.

Am besten haben mir die unterschiedlichen Charaktere und ihre teilweise schrulligen Eigenheiten gefallen. Ich werde der Serie aber nochmal eine Chance geben und mit dem ersten Teil beginnen, um die Protagonisten besser kennenzulernen. Für diesen Krimi gebe ich 3,5 Sterne.