Cover von: Eisfeld: Fleisch und Blut

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Eisfeld: Fleisch und Blut

Der dritte Fall für Kommissarin Mara Eisfeld. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

342656579X

ISBN-13: 

9783426565797

Auflage: 

1 (01.06.2026)

Preis: 

13,99 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 665.128
Amazon Bestellnummer (ASIN): 342656579X

Beschreibung: 

Mörderische Intrigen im Familienunternehmen.

Im dritten Berlin-Krimi um Kriminalhauptkommissarin Mara Eisfeld ermittelt die 9. Mordkommission im Umfeld einer Fleischerei-Dynastie – filmreif, düster, mit starker Sogwirkung und reichlich Action!

In Berlin stimmt man sich auf Weihnachten ein, als Mara Eisfeld zum Schauplatz eines brutalen Mordes gerufen wird: Magnus Haub, Sohn der einflussreichen Fleischerei-Unternehmerin Heidemarie Haub, liegt tot in seinem luxuriösen Penthouse. Dem fortgeschrittenen Verwesungszustand nach zu urteilen, seit Tagen unentdeckt.

Erste Spuren führen zu der Tierschutz-Aktivistin Lena von Bülow, die mit spektakulären Aktionen gegen den Haub-Konzern Schlagzeilen machte. Doch auch innerhalb der Unternehmerfamilie brodelt es seit Langem. Geheimnisse, Intrigen und eine Mauer des Schweigens erschweren die Ermittlungen. Lena könnte Antworten liefern – doch sie ist spurlos verschwunden …

Pageturner mit Thriller-Qualitäten – perfekt für die Fans von Tatort, Andreas Franz / Daniel Holbe oder Nele Neuhaus.

Steffen Weinert, mehrfach ausgezeichneter Drehbuchautor und Regisseur, beweist sein Können in den temporeichen, clever konstruierten Krimis um die willensstarke Mara Eisfeld. Wer Familiendramen wie Succession liebt, kommt auch im dritten Band der Krimi-Reihe voll auf seine Kosten.

Die düsteren Krimis um die Berliner Kommissarin Mara Eisfeld erscheinen in folgender Reihenfolge:
Eisfeld – Der Fall Katharina S.
Eisfeld – Dunkle Enthüllunge
Eisfeld – Fleisch und Blut

Kriminetz-Rezensionen

Düsterer, spannend, voller Action

Mara Eisfeld ermittelt ermittelt in „Fleisch und Blut“ zum dritten Mal. Als düsterer Berlin-Krimi wird er beschrieben. Düster, ja - kann ich voll und ganz bestätigen.

Es geht gleich richtig zur Sache. Eine Frau mit Amnesie erwacht in einem ihr fremden Zimmer. Isabel Albrecht sei ihr Name, verheiratet mit Elias. Ob das stimmt? Einen Unfall hatten sie, die Eheleute. Zumindest teilt Elias, der nur leicht verletzt ist, ihr dies mit. Isabel mag dies nicht so recht glauben, sie hat eher Angst vor ihm.

Schon die ersten Seiten ziehen mich ins Buch, auch ich bin skeptisch, möchte wissen, was an der Geschichte um den Unfall dran ist. Noch kann ich mir nicht vorstellen, was dies mit dem Toten, der bald darauf gefunden wird, zu tun hat.

Ausgerechnet an Weihnachten, kurz vor der Bescherung, muss Mara los. Eine Leiche wurde in Friedrichshain gefunden - Verdacht auf Fremdverschulden. Magnus Haub, der Sohn der einflussreichen Fleisch-Dynastie Haub, liegt tot in seinem Badezimmer. Eisfeld und ihr Kollege Blessing durchleuchten die einzelnen Familienmitglieder, keiner von ihnen ist auskunftsfreudig. Zudem werden die Ermittlungen von ganz oben ausgebremst, was Mara jedoch daran hindert, unangenehme Fragen zu stellen und immer weiter nachzubohren. Und - es gibt noch so einiges mehr, deren Spuren sie nachgehen müssen.

LenaByte nennt sich eine Tierschutzaktivistin, die sich in den Schlachthof der Familie Haub eingeschleust hat – sie ist nicht auffindbar. Hat sie mit Magnus Tod zu tun? Auch fällt der Verdacht auf ehemalige Arbeiter, die nach einem schon länger zurückliegenden tödlichen Unfall den Haubs mit „abschlachten“ gedroht haben. Außerdem geht es um eine sehr große Summe, die Rätsel aufgibt, ein schwarzes Auto taucht immer wieder auf – bedrohliche Situationen und auch Verdächtige gibt es zuhauf.

Die Methoden der Fleischindustrie und deren von ihnen propagierten vorschriftsmäßigen Arbeitsweise sind Thema, als Gegenpol ist es die schon genannte Tierschutzbewegung sowie die Familienmitglieder und deren Begehrlichkeiten - menschliche Abgründe werden aufzeigt.

Steffen Weinert versteht es bestens, ab sofort Spannung zu erzeugen und diese bis zuletzt nicht abklingen zu lassen. Seine Charaktere sind – jeder für sich – absolut authentisch und erst spät durchschaubar, die wendungsreiche Story ist durchdacht, die wenigen privaten Momente lockern die doch beklemmende Stimmung zwischendurch auf, der Focus liegt aber schon bei der Aufklärung, was ich gut finde. Absolut empfehlenswert, dieser dritte Krimi um die Berliner Ermittlerin Mara Eisfeld.

Spannender und atmosphärisch dichter Krimi aus Berlin und Umgebung

Mit diesem Buch legt der Autor Steffen Weinert den dritten Band seiner Krimi-Reihe rund um die charismatische Ermittlerin Mara Eisfeld vom LKA Berlin vor und konnte mich dabei erneut auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden, um das Buch lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber doch, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Mara Eisfeld hatte sich eigentlich trotz Rufbereitschaft auf ein ruhiges Weihnachtsfest mit ihrem Noch-Ehemann Matti, dem gemeinsamen Sohn Sami und ihrem Vater gefreut, doch dann kommt doch der befürchtete Anruf. Magnus Haub, Sohn der einflussreichen Fleischerei-Unternehmerin Heidemarie Haub, wurde tot in seinem luxuriösen Penthouse aufgefunden und liegt dort offenbar schon seit einigen Tagen ? Warum wurde er innerhalb seiner Familie bislang nicht vermisst ? Erste Spuren führen zur Tierschutzaktivistin Lena von Bülow, die bereits einige Aktionen gegen den Haub-Konzern durchgeführt hat. Doch scheinbar ist die junge Frau seit einigen Tagen spurlos verschwunden. Ist sie untergetaucht oder ebenfalls dem Mörder zum Opfer gefallen ?

Mit einem packenden Schreibstil treibt der Autor seine gut aufgebaute und atmosphärisch dichte Geschichte voran und baut dabei schnell Spannung auf, die auch bis zum Schluss hält. Am Ende des Spannungsbogens wartet dann ein krachender Showdown mit einer überzeugenden Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Das der Autor an der Filmakademie Baden-Württemberg studiert hat und bislang vor allem als Regisseur tätig war, merkt man den bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino beim Lesen auf Hochtouren laufen lassen, jederzeit an. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die fein dosierten Ausflüge in das turbulente Privatleben von Mara Eisfeld sorgen zum einen immer wieder für eine gewisse Auflockerung, werden diesmal aber auch geschickt in die Krimihandlung eingebunden. Im Gegensatz zum ersten Band liegt der Fokus auch diesmal wieder wesentlich stärker auf dem Ermittler-Team. Die daraus entstehenden größeren Freiräume wissen Mara und ihre Kollegen sehr gut zu nutzen.

Wer auf packende Kriminalromane mit charismatischen und gut aufeinander abgestimmten Ermittlern steht, wird hier erneut sehr gut bedient und spannend unterhalten.

Tod eines Unternehmersohns

Der Krimi hat mir nicht nur eine Gänsehaut beschert, weil er im kalten Dezember spielt, sondern vor allem weil der Fall hochspannend war, mit meinen Emotionen spielt und die dunkelsten Seiten der menschlichen Seele zeigt.

Mara hofft auf eine ruhige Arbeitswoche, denn Weihnachten steht vor der Tür und die Feiertage möchte sie mit ihrem Ex-Mann und dem gemeinsamen Sohn verbringen . Dann wirft der Mord an Magnus Haub, dem Sohn einer reichen Unternehmerdynastie aus dem Fleischhandel, alles über den Haufen. Die Ermittlungen sollen mit Hochdruck, aber diskret geführt werden. Die Familie des Opfers zeigt sich kooperativ, baut aber gleichzeitig eine Mauer des Schweigens um sich. Die vielversprechendste Spur führt zu einer Tierschutzaktivistin, die zufälligerweise seit dem Tattag verschwunden ist. Es beginnt eine intensive Fahndung nach ihr, die sich sehr packend liest und ich sie mir gut als Film vorstellen könnte. Je mehr die Ermittler herausfinden, um so mehr Zweifel gibt es, ob ihre Hypothesen stimmen. Schließlich kommen zwei Verdächtige bei einem Festnahmeversuch ums Leben. Der Fall ist damit abgeschlossen. Weitere Ermittlungen sind überflüssig. Wirklich ?

Ich fand den Fall und die Art und Weise, wie er gelöst wurde, sehr fesselnd. Besonders gut gelungen fand ich, dass aktuelle Themen mit einbezogen wurden, ohne in eine bestimmte Richtung zu drängen. Auch Maras Privatleben fand Eingang in die Handlung, was ich als beruhigendes Element und nicht als störend wahrgenommen habe. Auf die Person des Täters bin ich spät gekommen, auch weil ich nicht mit so viel Hass und Entschlossenheit gerechnet habe. Die Auflösung war schlüssig und überzeugend. .Sie hat aber unterschiedliche Gefühle bei mir ausgelöst, so dass ich nicht sagen kann, ob ich es als tragisch oder gerecht empfinden sollte. Lesenswert ist der Krimi auf jeden Fall von der ersten bis zur letzten Seite.