Cover von: Eisige Rache
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Bücher.de Preis: EUR 12.80

Eisige Rache

Der dritte Baccus-Borg-Krimi
Buch

Seiten: 

384

Verlag: 

ISBN-10: 

3932927540

ISBN-13: 

9783932927546

Auflage: 

1 (04.02.2013)

Preis: 

12,80 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3932927540

Beschreibung von Bücher.de: 

Als im verschneiten Saarland aus dem Hinterhalt auf Autos geschossen wird, beginnt für die Kriminalkommissare Lukas Baccus und Theo Borg eine dramatische Tätersuche, deren Bezüge bis nach Afghanistan reichen. In ihrem dritten Fall geraten sie selbst ins Fadenkreuz des Täters und müssen den Wahnsinnigen stoppen, ohne sein Motiv zu kennen. Je mehr dabei die Presse den Fall aufpeitscht, umso gefährlicher wird das Leben auch für die anderen Menschen in dem eingeschneiten Dorf. Es scheint fast so, als fühlte sich der Schütze dadurch angetrieben, weiter zu töten. So entwickelt sich ein eiskaltes Abenteuer mit kriegsähnlichen Zuständen. Die nur scheinbar beschaulichen Provinz offenbart dabei ungeahnte Abgründe. Elke Schwab verknüpft geschickt einen klassischen Whodunit-Krimi in der Provinz mit dem aktuellen Thema der Kriegstraumata von aus Afghanistan heimgekehrten Bundeswehrsoldaten. Der elfte Krimi der Saarländerin Elke Schwab ist der dritte Teil der Krimireihe mit Lukas Baccus und Theo Borg. Die beiden übermütigen Kriminalkommissare klären mit lockeren Sprüchen spektakuläre Fälle auf.

Kriminetz-Rezensionen

Ein Mordsmotiv

Lukas Baccus und Theo Borg, die beiden Hauptprotagonisten, befinden sich auf dem Heimweg von Theos Tante, die sie besucht hatten, als sie plötzlich beschossen werden und im Graben landen. Bei eisiger Kälte und Schneegestöber bleibt ihnen nur die Flucht zu Fuß in den Wald. In der bleihaltigen Luft kommt ihnen eine Blockhütte wie gerufen und nach einer kurzen Überlegung wähnen sie sich in dieser in Sicherheit. Doch es kommt anders. Die Tür und die Fenster dieser Hütte, lassen sich nur von außen öffnen und schließen. Als eine dritte Person hereinstolpert, diese vor ihren Augen hinterrücks erschossen wird und die Tür ins Schloss fällt, sitzen sie gemeinsam mit der Leiche, wie Frettchen in der Falle.
Dank des Großaufgebots der Polizei, mit Hubschrauber und Suchhunden, gelingt es sie wohlbehalten wieder zu finden, doch damit fängt die Geschichte erst an.
Die Nichtfunktion ihrer Handys zieht sich wie ein roter Faden durch Schwabs Krimi, genauso wie weitere Morde, die von der Kriminal-Profilerin einem Serienmörder zugeschrieben werden.
Alle Opfer waren Kriegsheimkehrer aus Afghanistan, deren Großväter, die hier in diesem überschaubaren Ort leben, waren im zweiten Weltkrieg aktiv und die gefunden Patronenhülsen stammen aus einer Waffe, aus genau dieser Zeit.
Irgendein Geheimnis, vielleicht ein schlimmes Erlebnis, scheint sie alle zu verbinden.
Inwieweit hier die Drogenkriminalität, aber auch die Liebe eine Rolle spielt, das müssen das Team Baccus/Borg und KollegInnen herausfinden.
Das erweist sich jedoch als äußerst schwierig, denn der Todesschütze scheint überall zu stecken und zu lauern.
Niemand weiß, wen es als nächstes trifft, obwohl sich mit der Zeit der eine oder andere Verdacht einstellt und erhärtet.
Derweil schneit, stürmt und regnet es unablässig, was in diesem Teil des Saarlandes als sehr ungewöhnlich gilt, obwohl nicht nur ein vermeintlich Irrer, sondern auch Weihnachten vor der Tür steht.
Theo muss oder darf seine Tante öfter besuchen als es der Sache dient, doch kommt ihm das nicht ungelegen, denn die alte Dame kocht einfach zu gut! Dass er sie damit ebenfalls in Gefahr bringt, fällt ihm jedoch erst auf, als es fast zu spät ist.
Errare humanum est. Wie der Lateiner sagt. Es sind diese echten, lebensnahen Charaktere, die hier absolut überzeugen und einen mitfiebern lassen.

Das Motiv indessen, erweist sich als äußerst erschütternd. Elke Schwab beschreibt es mit nur wenigen Worten so präzise, dass es mir beim Lesen Tränen in die Augen treibt, die sich bei dem nun stattfindenden Kopfkino als hilfreich erweisen, weil sie meinen Blick auf die imaginäre Leinwand verschleiern.

Gerührt vom Mitleid für den Täter und geschüttelt von der Grausamkeit und Kälte, mit der er seinen Opferkreis erweitert, komme ich mir vor wie ein Martini für James Bond.
Ein Prosit auf diesen erstklassigen Krimi.

Bacchus und Borg aus dem Saarland ...

... sind die Protagonisten dieses Krimis. Im verschneiten Saarland werden die beiden Kommissare plötzlich beschossen und landen mit dem Auto im Graben. Sie flüchten zu Fuß in eine Waldhütte, wo ihnen eine Leiche vor die Füße fällt; Die Hütte, die nur von außen zu öffnen ist, wird zur Falle, denn die Tür fällt ins Schloß und die beiden Kommissare sitzen mitsamt der Leiche fest.
Das ist alles recht spannend und es geschehen weitere Morde, bei denen immer wieder ein Journalist recht schnell am Tatort auftaucht. Die beiden Helden tappen zunächst im Dunkeln, kappeln sich mit Chefs, Kollegen und untereinander, bis schließlich der Fall gelöst ist. Das Ende und das Motiv der Morde birgt eine unvorhergesehene Wende.
Der Krimi lässt sich recht gut lesen, allerdings fand ich die Wechsel der Schauplätze, die das ganze wohl spannender machen solllen, einfach nur lästig. Auch die Personen wirkten auf mich nicht wirklich glaubwürdig dargestellt, weder die beiden Kommissare, noch ihre ständig nörgelnden Kolleginnen und schon gar nicht der ständig die Bibel zitierende Kollege Marx. Die Sprache kommt oft ein wenig gestelzt daher, die Dialoge wirken aufgesetzt, da gibt es bei weitem bessere Krimis mit Lokalkolorit. Alles in allem: kann man lesen, muss man aber nicht.