Cover von: Eisnebel

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Eisnebel

Thriller
Buch
Broschiert, 432 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3492065643

ISBN-13: 

9783492065641

Auflage: 

1 (28.11.2025)

Preis: 

17,00 € (bei Erscheinen)
Amazon-Bestseller-Rang: 13.441
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3492065643

Beschreibung: 

»Eine fesselnde Geschichte voller schwindelerregender Wendungen. Randvoll mit Spannung hat sie mich bis zum Ende in Atem gehalten!« FREIDA McFADDEN

Sie sind reich. Sie sind privilegiert. Und du bist nicht willkommen.

Schneebedeckte Wälder, hoch aufragende Berge und ein abgelegenes Anwesen. Idlewood ist das luxuriöse Winterdomizil der Daltons. Theodora ist zum ersten Mal hier, um die skeptische Familie ihres Verlobten Connor für sich zu gewinnen. Doch es wird schnell klar, dass sie auf Idlewood nicht willkommen ist. Irgendjemand folgt ihr, und immer wieder erhält sie Drohnachrichten, sich von Connor fernzuhalten.

Schon bald wird Theo von altbekannten Albträumen heimgesucht, und das beklemmende Gefühl, schon einmal auf Idlewood gewesen zu sein, wird immer stärker. Welches Geheimnis birgt das Anwesen? Und welche Geheimnisse hütet Theo selbst, die besser im Dunkeln bleiben sollten?

Ein abgelegenes Anwesen. Eine privilegierte Familie. Eine ungebetene Besucherin.

Theo erinnert sich nicht an die ersten Jahre ihrer Kindheit, und bisher konnte sie die Lücken und weniger schönen Kapitel ihres Lebens gut verbergen. Doch die Daltons bekommen immer, was sie wollen – und dass Theo etwas zu verbergen hat, ist ihnen sofort klar.

Als Theo in einer brachliegenden Hütte eine unvorstellbare Entdeckung macht, nimmt ihre Reise in die eigene Vergangenheit rasant an Fahrt auf. Wird Theo die Wahrheit überleben können?

Dieser Closed-Setting-Thriller ist die ideale Lektüre für alle, die dunkle Geheimnisse und eiskalte Spannung lieben.

»Ein faustgroßes Geschenk in grünes Glanzpapier verpackt und mit rotem Band verschnürt, steht auf dem Fensterbrett. Ich schaue hinaus. Der Wald ist still. Keine Spur von meinem Besucher. Ich entriegele das Fenster und öffne es vorsichtig, damit die Schachtel nicht in den Schnee fällt. Stattdessen fällt sie nach innen und landet in meiner wartenden Hand. Sie ist leicht und scheinbar leer. Auf dem Etikett, das daran klebt, steht in Schreibmaschinenschrift ein einziges Wort: Dora. Mein Mund ist trocken wie Papier, mein Blut gefriert. Seit Jahren hat mich niemand mehr so genannt. Ich ziehe am Ende des Geschenkbandes. Es löst sich und fällt auf den Boden. Ich öffne den Deckel der Schachtel. Das Einzige, was sich darin befindet, ist ein Stück Papier. Vier Worte und sonst nichts: Du hättest nicht kommen sollen.«

Kriminetz-Rezensionen

...was für ein Thriller

Theodora hat als Adoptivkind schon einigeSchicksalsschläge überwinden müssen.Auch kennt sie ihre Vergangenheit nicht. Als sie sich in den wohlhabenden Connor Dalton verliebt, scheint sie ihr Glück gefunden zu haben.Zum Weihnachtsfest begleitet sie Connor als seine Verlobte auf das abgelegene Anwesen Idlewood. Das ist im Besitz von Connors Familie. Aber schnell wird klar-Theodora ist bei den Daltons nicht willkommen.Bedrohliche Nachrichten auf ihrem Handy fordern sie auf, sich von Connor fernzuhalten.Was Theo auch verwirrt -langsam kommen Erinnerungen aus ihrer frühen Kindheit hoch.Es folgen Albträume und immer mehr bruchstückhafte Erinnerungen aus frühen Kindertagen, die sich anfühlen, als wäre sie schon mal auf Idlewood gewesen.Hat die Familie Dalton ein Geheimnis– und was hat sie selbst damit zu tun?

Die Autorin Kate Alice Marshall hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Es gibt einigen kurzen Rückblenden aus Theodora Leben.Langsam, aber nie langweilig, nimmt die Handlung Fahrt auf, man erfährt immer mehr über Theo und auch Connors Familie,dann kommt eine Person ums Leben und Theo fühlt sich immer bedrohter.Ein düsteres Cover und ein toller Farbschnitt machen das Buch zu einem Hingucker-sehr gerne 5 Sterne.

Geheimnisse und Lügen

Das Buch hat ein tolles Cover, das die winterliche Atmosphäre und die Abgeschiedenheit gut aufgreift.
Ein einsam gelegenes luxuriöses Anwesen, tief verschneite Landschaft, was für ein Rahmen, um das erste Mal auf die Familie des Freundes zu treffen. Doch Theodora muss schnell erkennen, dass sie nicht willkommen ist. Der Hintergrund von Connor und Theodora könnte nicht unterschiedlicher sein: Reichtum gegenüber Adoptiveltern.
Geheimnisvolle Drohnachrichten mit der Aufforderung zu verschwinden und merkwürdige Flashbacks, die ihr das Gefühl vermitteln, schon einmal hier gewesen zu sein, machen Theo zu schaffen.
Welches Geheimnis verbirgt sich hinter Idlewood und was hat sie damit zu tun?
Der Schreibstil ist flüssig und entwickelt eine Sogwirkung. Die Charaktere sind fast alle nicht richtig zu durchschauen und sorgen mit ihren Lügen dafür, dass der Leser sich nie sicher sein kann, was als Nächstes passiert.
Die düstere, winterliche Atmosphäre ist definitiv ein Pluspunkt des Buches, da sie das passende Gefühl von Isolation und Gefahr unterstreicht.
Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass die Autorin am Ende ein wenig zu viel Wendungen eingebaut hat. Da wäre weniger mehr gewesen.
Aber insgesamt ein Thriller, der absolut lesenswert ist.

Familienintrige

Zusammen mit ihrem Verlobten Connor reist Theodora ins abgelegene Winterdomizil seiner wohlhabenden Familie Dalton. Doch bei seiner Familie stößt sie auf Misstrauen und Drohungen. Man versucht sie von Connor fernzuhalten. Nachts kehren bei Theodora alte Alpträume zurück und sie beschleicht das Gefühl schon einmal an diesem Ort gewesen zu sein. Sie geht auf dem Anwesen Idlewood auf eigene Entdeckungstour und macht in einer verlassenen Hütte eine erschütternde Entdeckung. Es beginnt eine gefährliche Reise in ihre eigene Vergangenheit und ihre verdrängten Kindheitserinnerungen kommen wieder hoch.

Erzählt wird die Handlung aus der Ich-Perspektive von Theodora. Dadurch bekommt man einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Theodora ist selbst ein Rätsel. Sie hat keine klaren Erinnerungen an ihre Kindheit vor der Adoption. Es entsteht eine faszinierende Spannung zwischen Nähe und Distanz: Wir sind ganz nah an ihr dran, und doch bleibt sie uns fremd.

Die Spannung wird erst nur langsam aufgebaut. Hin und wieder werden rätselhafte Einschübe und Andeutungen gemacht, die für ein beklemmendes Gefühl sorgen und einem bewusst werden lässt, dass etwas nicht stimmt. Geheimnisse und falsche Fährten durchziehen die Handlung wie Spuren im Schnee, die sich plötzlich verlieren oder in die Irre führen. Gerade diese Unsicherheit hält die Spannung hoch und macht das Lesen zu einem ständigen Abwägen. Man stellt sich zudem ständig die Frage wem man trauen kann und wem nicht. Und was ist real oder doch nur Fassade der einzelnen Charakteren.

Für das Setting wurde eine winterliche Kulisse mit dem abgelegenen Anwesen einzelner Hütten und einem verschneiten Wald gewählt. Das Setting ist nicht nur Hintergrund, sondern trägt entscheidend zur kalten, düsteren, frostigen Stimmung bei.

Am Ende gibt es eine schlüssige Auflösung, die die verstreuten Puzzleteile zusammenfügt, ohne die Atmosphäre der Ungewissheit völlig aufzulösen.

Mein Fazit:
Eisnebel ist ein Thriller, der weniger auf schnelle Action setzt, sondern auf das langsame, beklemmende Gefühl, dass unter der Oberfläche mehr verborgen liegt, als man ahnt. Wer winterliche Settings, geheimnisvolle Figuren und psychologisch dichte Spannung liebt, wird hier fündig. Ich vergebe hier eine Leseempfehlung.

Trügerische Familienidylle

Direkt idyllisch liegt es da, das Chalet in den Bergen. Der erste Eindruck könnte bezaubernder nicht sein. Doch dieser Blick trügt, die Wahrnehmung wird sich deutlich verschieben.

„Halt dich von Connor Dalton fern.“ Theo ignoriert diese und ähnliche Nachrichten auf ihrem Handy. Sie und ihr Verlobter sind unterwegs zum abgelegenen Winterdomizil der Daltons. Seine Familie soll sie kennenlernen, doch bald merkt sie, dass sie auf Idlewood nicht willkommen ist. Mehr noch, sie fühlt sich zunehmend bedroht, außerdem meint sie, hier schon einmal gewesen zu sein.

Heike Warmuth hat mir über 10 Stunden und 9 Minuten dieses beklemmende Gefühl vermittelt, das Theo seit ihrer Ankunft verspürt. Und nicht nur Theo, auch die anderen Figuren in all ihren Facetten bringt sie perfekt auf den Punkt. Dabei weiß man stets, wen sie gerade spricht, ihre wandlungsfähige und sehr einfühlsame Stimme höre ich immer wieder gerne.

Die Idylle bröckelt. Und das ziemlich bald. Neben der sie ablehnenden Familie Dalton ist es auch ihre Vergangenheit, die sie einholt. Die zauberhafte Landschaft, die schneebedeckten Berge und die dunklen Wälder sind nicht minder bedrohlich, alles zusammen wird zunehmend beklemmend und düster, dazu sind es Theos Albträume, die sie nicht zu fassen bekommt. Keinem ist zu trauen, weder der Familie noch den Angestellten, jeder – einschließlich Theo - scheint dunkle Geheimnisse zu haben.

Dieser EISNEBEL ist von Anfang an bedrückend mit immer wieder neuen Wendungen und durchgehend frostig bis zum Ende, das mich dann nochmal überrascht hat. Dabei enorm fesselnd, sodass ich mich der Story nicht entziehen konnte. Ein richtig guter Thriller, brillant vorgetragen, sehr empfehlenswert.