Elementarschaden

Roman
Buch
Gebundene Ausgabe, 260 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3937357963

ISBN-13: 

9783937357966

Auflage: 

1 (20.11.2013)

Preis: 

14,80 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 1.722.816
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3937357963

Beschreibung von Bücher.de: 

Privatdetektiv Thorsten Kulik wird von einer Versicherung beauftragt, Blitzunfälle mit Personenschaden zu untersuchen. Er trifft auf merkwürdige Blitzopfer: Einen Einsiedler mit Alien-Kontakt. Eine durchgeknallte Rock-Band. Eine komplette Fußballmannschaft. Währenddessen muss Thorstens Kompagnon Ralf das Tagesgeschäft aufrechterhalten: Ehebruch, Schwarzarbeit, Nachbarschaftskriege. Die Arbeit wird für die Detektive unangenehm, als ein Stalker anfängt, ein bösartiges Spiel mit ihnen zu treiben. Immer ist ihr Gegner einen Schritt voraus. Die beiden Ermittler leben zunehmend gefährlich. Als Thorsten Annika trifft, wird die Situation noch chaotischer. Nach einem Blitztreffer hat sie das Gedächtnis verloren: An guten Tagen kann Annika sich nicht an die Namen ihrer Kinder erinnern an schlechten Tagen weiß sie nicht, dass sie Kinder hat. Thorsten interessiert sich ein bisschen zu sehr für Annika. Im besten Fall unprofessionell Elementarschaden vorprogrammiert.

Kriminetz-Rezensionen

Elementarschaden vorprogrammiert ...

Privatdetektiv Thorsten Kulik bekommt von einer Versicherung einen neuen Auftrag. In letzter Zeit häufen sich bei der Versicherung die Anzahl der Blitzunfälle mit Personenschaden. Kulik soll ermitteln, ob die Geschichten der Personen stimmen oder ob sie nur etwas vorspielen. Immerhin ist es sehr schwer, einen Blitzunfall mit Personenschaden zu überprüfen.

Kulik nimmt den Auftrag an und trifft auf merkwürdige Opfer. Der erste Kandidat hat vier Blitzunfälle überlebt und glaubt seitdem an Aliens. Eine ganze Rockband wurde angeblich vom Blitz getroffen und spielt seither ohne Strom, da sie ihr eigenes Kraftwerk sind. Eine Frau hat ihr komplettes Gedächtnis verloren und eine Fußballmannschaft hat es auf dem Spielfeld umgehauen.

Während sein Partner Fällen wie Untreue, Ehebruch oder Schwarzarbeit nachgeht, ermittelt Kulik ausschließlich in Sachen Blitzunfällen.

Als auf einmal ein Stalker die beiden Ermittler verfolgt, wird ihnen beiden das Leben schwer gemacht. Nicht nur sabotiert der Stalker ihre Arbeit, er wird auch handgreiflich gegenüber den Ermittlern. Sowohl Thorsten als auch sein Kollege Ralf schweben plötzlich in Lebensgefahr. Aber warum?

Dies war mein erstes Buch von Roland Spranger. Ein Krimi, der ganz ohne großes Blutvergießen, Leichen und Autopsien auskommt. Die Grundidee der Geschichte hatte gleich zu Beginn meine Neugierde geweckt. Wie stellt man fest, ob ein Blitzopfer lügt oder die Wahrheit spricht? Aber es dreht sich nicht nur um die Blitzopfer. Im zweiten Strang taucht ein Stalker auf, der das Leben der beiden Ermittler erschwert und bedroht. Was steckt hinter dem Stalker, was will er und wie kann man ihn stoppen?

Die Geschichte ist eher ruhig geschrieben, aber nicht ohne eine gewisse Grundspannung. Der Autor hat einen sehr schönen einnehmenden Schreibstil, bei dem man zwar eher langsamer liest, aber sich dabei nicht langweilt. So kommen dem Leser die rund 260 Seiten viel mehr vor.

Die Spannung wird zum einen durch die Ermittlungen hinsichtlich der Blitzopfer, zum anderen durch den Stalker erzeugt. Als sich dann Kulik noch in eine Geschädigte verliebt, keimt auch eine kleine Liebesromanze auf.
Der Protagonist Thorsten Kulik wird dem Leser schnell vertraut. Auch wenn man nicht sehr viel von ihm erfährt, kann man ihn sich doch gut vorstellen und fängt sehr schnell an, zusammen mit ihm zu ermitteln. In der auktorialen Erzählweise begleitet der Leser ausschließlich Thorsten Kulik. Seinen Kollegen Ralf lernt man vor allem über dessen Berichte kennen. Diese spricht er immer auf ein Diktiergerät.

Die Geschichte ist gut konstruiert. Man ist von Anfang an verwirrt, was den Stalker angeht. Auch bei den Blitzopfern kann man keine richtige Einschätzung abgeben. Erst gegen Ende lösen sich die Stränge, Verbindungen und Lügen auf. Das Ende ist logisch und schlüssig.

Das Buch ist gebunden, hat ein wunderschönes zur Thematik passendes Cover und wurde zudem mit einem Lesebändchen versehen.

Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, es war eine ganz andere Art von Krimi, die deutlich macht, dass man nicht immer Blutlachen und viele Leichen braucht, um einen unterhaltsamen Krimi zu schreiben.

Blitzeinschlag

Inhalt: Der Protagonist Thorsten Kulik betreibt zusammen mit seinem Partner Ralf eine kleine Detektei. Er wird von einem Versicherungsunternehmen damit beauftragt, sich um Schadenfälle durch Blitzschlag zu kümmern. Dabei handelt es sich um das gehäufte Auftreten von Personenschäden durch Blitzschlag und die Versicherung hat so ihre Zweifel, ob dabei alles rechtens zugeht. Bei den Opfern ist auch eine junge Frau, die seitdem unter einer Amnesie leidet. Sie kann sich weder an ihre Familie, noch an ihr sonstiges Leben erinnern. Prompt verliebt sich Thorsten in die schutzbedürftige Annika Fritsch und sucht mit ihr deren Familie auf, um die Erinnerung aufzufrischen. Da Thorsten ganz in seinen Recherchen aufgeht, muss sein Partner Ralf die ganze andere Arbeit in der Detektei erledigen. Dann kommen in der Detektei merkwürdige Drohungen via Mail an und es stellt sich die Frage, wer dahinter steckt.

Meine Meinung: Schon als Kind bekommt man von seinen Eltern eingebläut, bei einem Gewitter nur ja vorsichtig zu sein und dass man am sichersten in einem Auto ist. Und wer kennt nicht den Spruch: „Eichen sollst Du weichen und Buchen sollst Du suchen.“ Allerdings muss man auch sagen, dass die Möglichkeit, vom Blitz getroffen zu werden, relativ gering ist. Aber man weiß ja nie.
Elementarschaden ist nicht nur ein Krimi, sondern zugleich auch eine Lovestory. Mich hat die Geschichte anfangs nicht so mitgenommen, da es etwas gedauert hat, bis Spannung aufkam. Allerdings hat es mich dann doch gepackt, als es mit den Drohungen gegen Kulik und seinen Partner losging und die Spannung ihren Höhepunkt erreicht hat. Mit der Ursache dieser Drohungen hätte ich wahrlich nicht gerechnet.

Fazit: Bei diesem Buch hat es sich gelohnt, bis zum Ende dabei zu bleiben. Der Ausgang war nicht vorhersehbar. Gratulation an den Autoren!

Autorenportrait: Roland Spranger, Jahrgang 1963, arbeitet als Betreuer in Wohneinrichtungen für geistig Behinderte. Daneben betätigt er sich auch in verschiedenen Live-Literatur-Projekten. 2002 erschien sein Roman »ThRAX« im Rake Verlag (Kiel). Außerdem wurden seine Theaterstücke (z.B. "Tiefseefische", "Das Comeback des Jahres") auf zahlreichen deutschen Bühnen gespielt. Sein Thriller "Kriegsgebiete" ist im Bookspot Verlag erschienen. Der Roman wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2013 in der Sparte "Roman" ausgezeichnet. Im November 2013 erscheint ebenfalls bei Bookspot der Roman "Elementarschaden".