Am Ende der Schmerz

Die Profilerin. Band 7. Thriller

Seiten: 

285

Verlag: 

ISBN-10: 

3732520455

ISBN-13: 

9783732520459

Auflage: 

1 (11.04.2017)

Preis: 

6,99 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 34.874
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Beschreibung von claudi-1963

Bielefeld: Zwei kleine Kinder und ihre schwangere Mutter werden tot aufgefunden. Unter Verdacht: Matthias Leitner, der Familienvater – und Cousin von Andreas Mann Gregory. Dieser ist mit einem blutigen Messer in der Hand aufgewacht, kann sich jedoch an nichts erinnern. Als die Hiobsbotschaft Gregory in England erreicht, glaubt er fest an die Unschuld seines deutschen Cousins. Um ihm zu helfen, tut er etwas, das er nie für möglich gehalten hätte: Er bittet Andrea, die inzwischen nur noch an der Uni lehrt, noch einmal als Profilerin aktiv zu werden. Ihrem Mann zuliebe versucht Andrea, die deutsche Polizei bei den Ermittlungen zu unterstützen. Dabei stößt sie in ungeahnte Abgründe vor und gerät schließlich selbst in tödliche Gefahr …

Kriminetz-Rezensionen

Familienbande mit Mord

Ganz glücklich ist Andrea in ihrem neuen Leben nicht, obwohl es ihr eigener Entschluss war, ihren Beruf als Profilerin aufzugeben, zumal der letzte Fall auch für Andrea persönlich in einer Katastrophe endete.

Auch Gregory findet, dass er sich das eigentlich ganz anders vorgestellt hatte, ausgeglichener, ruhiger, glücklicher eben. Aber sie reden leider nicht darüber. Als Greg dann einen Anruf von seiner Familie in Deutschland erhält und erfährt, dass sein Cousin unter dem Verdacht steht, seine Familie regelrecht abgeschlachtet zu haben, kann er sich dies nicht vorstellen und bittet Andrea, der Familie zuliebe, mit ihm nach Deutschland zu kommen, um eventuell etwas Licht in die Angelegenheit zu bringen. Da ist die Beerdigung von Sylvia und ihren ermordeten Kindern der willkommene Vorwand.

Kommissar Becker, der ermittelnde Beamte, ist zuerst skeptisch, er hält nichts von Andreas Fähigkeiten, aber er lässt sie gewähren. Es ist ein schwieriger Fall, aber die ganze Familie ist von Matthias' Unschuld überzeugt und nach und nach kommt Andrea dem wirklichen Täter erschreckend nah – so nahe, dass sie um ihr eigenes Leben fürchten muss.

Wieder einmal ein spannender Fall um die Familie Thornton, deren Mitglieder und Freunde mir im Laufe der Zeit so richtig ans Herz gewachsen sind. Man hat beim Lesen das Gefühl, ein Teil dieser Familie geworden zu sein, so sehr bangt man um den herzkranken Gregory, freut sich mit der kleinen Julie und leidet und hofft mit Andrea.

Die Ermittlungen in diesem Fall verlaufen eher ruhig, weniger actionreich als in den Vorgängerbänden, aber deshalb nicht weniger spannend, genau die richtige Vorgehensweise, um Andrea wieder dahin zu führen, wo sich sich wohlfühlt, zu ihrem Job als Profilerin.

Mir hat dieses Buch wieder ausnehmend gut gefallen, der Schreibstil von Dania Dicken wie immer fesselnd und mitreißend, tiefgründig und liebevoll.

Ich freue mich schon jetzt auf Band 8 der Reihe, und vergebe hier gerne 5 Sterne.

Ein fast perfekter Mord

Andrea wird von ihrem Mann Greg um Hilfe gebeten: Einer seiner Cousins in Bielefeld wird beschuldigt, seine schwangere Frau und seine beiden Kinder ermordet zu haben. Sie wurden in ihren Betten getötet und Matthias wachte auf mit einem Messer in der Hand, kann sich aber an nichts erinnern. Gerne hilft Andrea als Profilerin aus und arbeitet Hand in Hand mit dem ermittelnden Beamten.

Obwohl Andrea nicht mehr als Profilerin arbeitet, ist sie diesmal gerne und schnell bereit auszuhelfen. Und mit ihr gelingt auch ein ganz anderer, differenzierter Blick auf den Fall, und es wird schnell klar, dass Matthias gar kein Motiv zu dieser Tat hatte. Doch wer hat denn tatsächlich ein Motiv für diese brutale Tat? Mit Andreas Hilfe gelingt es auch hier, den Täter dingfest zu machen – nicht ohne Gefahr für Andreas Leben allerdings. Wieder einmal, bereits zum siebten Mal, darf Andrea als Profilerin Ideen finden, die entscheidend sind, um den Täter zu finden. Und dabei merkt sie (und auch Greg), wie sehr sie sich nach dieser Arbeit sehnt. Der Fall ist realistisch geschrieben (bis auf ein paar klitzekleine Ausnahmen, die ich als künstlerische Freiheit einordne) und vor allem spannend, mit einigen überraschenden Wendungen. Auch wenn diesmal der Täter relativ bald klar ist, bleibt das Buch spannend bis zum Schluss. Denn dieser Mord scheint perfekt zu sein – wenn nur Andrea nicht wäre, die sich in die Psyche des Täters einfinden und somit den Fall entscheidend weiterbringen kann.

Wieder einmal empfehle ich sowohl das Buch wie auch die gesamte Reihe gerne weiter. Sinnvoll ist es, die einzelnen Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, weil man dabei auch die Entwicklung der Protagonistin und ihrer Familie mitbekommt. Ich vergebe für diesen Band 4 von 5 Sternen.