Cover von: Die Engelmacherin von St. Pauli
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Die Engelmacherin von St. Pauli

Kriminalgeschichte um Elisabeth Wiese
Buch
Taschenbuch, 242 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3839223008

ISBN-13: 

9783839223000

Auflage: 

1 (05.09.2018)

Preis: 

12,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 120.237
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Beschreibung von Bücher.de: 

2. Februar 1905, 8.00 Uhr: In Sekundenschnelle saust das Fallbeil hinab und trennt Elisabeth Wieses Kopf vom Rumpf. Die Engelmacherin von St. Pauli, wie sie die Öffentlichkeit bereits nennt, ist für den Mord an mindestens fünf Babys vom Hamburger Schwurgericht schuldig gesprochen worden. Doch hat die Frau, deren Aussehen an die Hexe im Märchen erinnert, die Kinder wirklich im Ofen verbrannt? Sie leugnet es bis zum Schluss. Kathrin Hanke ist tief in den wahren Fall eingestiegen und damit in die Abgründe der Geschichte Hamburgs Anfang des 20. Jahrhunderts.

Kriminetz-Rezensionen

Engelmacherin, Hexe, Mutter und Ehefrau

Am 2. Februar 1905 wurde Elisabeth Wiese hingerichtet durch das Fallbeil. Elisabeth Wiese auch bekannt als die Engelmacherin von St. Pauli, soll mindestens 5 Babys getötet haben. Für diese Taten sprach sie ein Schwurgericht schuldig und lies sie öffentlich hinrichten.
Elisabeth Wiese stritt alles bis zum Schluss mit den Worten „Ich habe keine Kinder umgebracht“ ab. Es konnte ihr allerdings auch nie nachgewiesen werden, dass sie die Kinder, die ihr als Kostkinder anvertraut waren, im Ofen verbrannt oder im trüben Elbwasser versenkt hat.
Was ist damals wirklich passiert?

„Die Engelmacherin von St. Pauli“ von Kathrin Hanke ist im Gmeinerverlag in der Reihe der True Crimes erschienen. Es ist ein biografischer Kriminalroman, der viele Fakten enthält, die die Autorin unter anderem im Hamburger Staatsarchiv recherchiert hat und, der ausgeschmückt wird durch Fiktion und Fantasie.
Das Buch lässt sich flüssig lesen und das damalige Leben in Hamburg werden dem Leser durch eindrucksvolle Beschreibungen der Alltagsgewohnheiten und -gebräuche näher gebracht.
Die Protagonistin Elisabeth Wiese hatte schon ein furchteinflössendes Aussehen, wie man auf dem Cover des Buches erkennen kann. Aber nicht nur ihr Aussehen war abstoßend, auch ihre Art mit Menschen umzugehen. Sie war rau und kaltherzig, das bekamen auch ihr Mann und ihre uneheliche Tochter zu spüren. Elisabeth war geldgierig und scheute sich auch nicht davor ihre Tochter Paula den Freiern anzubieten. Es war dann auch Paula, deren Aussagen zur Verurteilung ihrer Mutter führten.
Wer war diese Frau, die für das Verschwinden und den Tod der Kinder verantwortlich gemacht wurde?
So richtig beantworten kann man diese Frage wohl nicht mehr, denn viele Akten zu diesem wahren Fall sind bei einem Feuer vernichtet wurden. Trotzdem ist der Fall der Elisabeth Wiese nie ganz in Vergessenheit geraten.
„Die Engelmacherin von St. Pauli“ von Kathrin Hanke ist wieder ein lesenswerter Kriminalroman aus der Reihe „wahre Verbrechen“ oder neu „true crime“.