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Enigmas Schweigen

Der vierte Fall für Sonderermittlerin Mila Vasquez. Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 334 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3855350787

ISBN-13: 

9783855350780

Erscheinungsdatum: 

24.07.2020

Preis: 

20,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3855350787

Beschreibung von Bücher.de: 

Auf einem einsamen Bauernhof weist alles auf einen brutalen Mord an einer ganzen Familie hin - nur von den Leichen fehlt jede Spur.

Als ein Verdächtiger festgenommen wird, scheint die Lösung nah. Der am ganzen Körper tätowierte Mann aber, den die Medien »Enigma« nennen, schweigt hartnäckig und gibt den Ermittlern Rätsel auf.

Ihre einzige Hoffnung liegt auf der ehemaligen Polizistin Mila Vasquez. Auf Drängen ihrer früheren Vorgesetzten übernimmt sie die Ermittlungen und findet bald heraus, dass Enigmas Tätowierungen Koordinaten in einem ominösen Videospiel darstellen. Auf der Suche nach Anhaltspunkten für den Mord vertieft sich Mila immer weiter in die so geheimnisvolle wie gefährliche virtuelle Schattenwelt ihres Gegenspielers …

Kriminetz-Rezensionen

Das Spiel ohne Namen

Auf einem Bauernhof, abseits der Zivilisation, hat sich ein tragisches Unglück zugetragen. Alles deutet auf einen Mord an einer ganzen Familie hin, doch von deren Leichen fehlt jede Spur. Ein Verdächtiger, ein Mann tätowiert von Kopf bis Fuß, von den Medien »Enigma« genannt, wird schnell festgenommen. Alles deutet darauf hin, dass er es war, doch er schweigt. Seine Tattoos geben den Polizisten Rätsel auf und setzen Hoffnung in die ehemalige Polizistin Mila Vasquez. Ihre ehemalige Vorgesetzte drängt sie dazu und so nimmt sie die Ermittlungen auf und muss dafür in die virtuelle Schattenwelt eintauchen.

»Enigmas Schweigen« ist der 4. Band aus der Mila-Vasquez-Reihe. Ich kannte die vorherigen Bände noch nicht und das hab ich in der persönlichen Geschichte um Mila schon gemerkt, aber für den eigentlichen Fall sind keine Vorkenntnisse notwendig.

Die Protagonistin Mila hat mir sehr gut gefallen. Mit ihr hat der Autor einen außergewöhnlichen Charakter mit Ecken und Kanten geschaffen. Sie leidet an der Krankheit »Alexithymie«, einer Art emotionsmäßigem Analphabetismus. Es war interessant zu lesen, weil ich das so vorher noch nicht kannte, doch für mein Empfinden wurde es nicht komplett von vorne bis hinten durchgezogen. Es kam immer mal wieder zu Abweichungen. Ob bewusst oder unbewusst konnte ich an dieser Stelle nicht herausfiltern.

Die Handlung war sehr spannend und unvorhersehbar aufgebaut. Man hat immer wieder mitgerätselt und immer mit dem Eintauchen in die virtuelle Welt hat der Spannungsbogen nochmal eine Schippe drauf bekommen. Allerdings fand ich manche Dinge etwas zu konstruiert und unglaubhaft. Gegen Ende war es nur ein Hetzen von Schauplatz zu Schauplatz, wo ich mit meinen Gedanken gar nicht richtig hinterherkam und mich sehr stark konzentrieren musste.

Den Schreibstil finde ich flüssig, locker und leicht lesbar und teilweise gab es richtig heftige Schilderungen.

Das Ende war für mich sehr verwirrend und auch recht abgehackt. In dem einem Moment war man noch voll im Geschehen und im nächsten Moment war das Buch schon zu Ende. Über die Handlung hinweg hat der Autor viele außergewöhnliche Ideen in die Handlung eingebracht, aber irgendwie keine davon richtig zu Ende gebracht.

Mein Fazit:
Ein wirklich spannendes und interessantes Buch, aber mit mangelnder Glaubwürdigkeit und einem verwirrendem, abgehackten Ende. Mit dem Ausflug in die digitale Welt ist dem Autor sein Appell gelungen. Daher gibt es von mir solide 3,5 Sterne.