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Erzzauber

Ein Weihnachts-Bergstadtkrimi
Buch
Taschenbuch, 300 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3966987309

ISBN-13: 

9783966987301

Auflage: 

1 (19.11.2020)

Preis: 

11,80 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon Bestellnummer (ASIN): 3966987309

Beschreibung von Bücher.de: 

Eine Leiche auf dem Freiberger Christmarkt bringt das Leben von Ariane Itzen erneut gehörig durcheinander. Eigentlich wollte sie nur ihrer Freundin helfen, das anstrengende Weihnachtsgeschäft durchzustehen. Stattdessen findet sie sich frierend zwischen kriminellen Budenbesitzern, aufdringlichen Verehrern und mysteriösen Bergmännern wieder.

Von weihnachtlicher Besinnlichkeit ist bald nicht mehr viel zu spüren. Wem kann Ariane auf dem Weihnachtsmarkt überhaupt vertrauen? Nur die wenigsten Menschen scheinen das zu sein, was sie vorgeben.

Kriminetz-Rezensionen

Unterhaltsamer Weihnachts-Bergstadtkrimi

Die Bergstadtkrimis gehen weiter. Mit »Erzzauber: Ein Weihnachts-Bergstadtkrimi« nimmt uns Marcus Wächtler mit auf den Freiberger Weihnachtsmarkt. Eigentlich müsste alles besinnlich und festlich sein, aber der Schein trügt. Wieder wird eine Leiche gefunden, diesmal mitten auf dem Weihnachtsmarkt. 

Mittendrin in dem ganzen Trubel findet sich Ariane Itzen wieder und muss sich mit kriminellen Budenbesitzern, aufdringlichen Verehrern und mysteriösen Bergmännern auseinandersetzen. Von besinnlichen Weihnachtstagen keine Spur. 

Auch dieser Krimi hat mich bis zum Ende gefesselt, ich musste zwischendurch immer wieder wegen Ariane und ihrem Polizisten-Bekannten Ben grinsen, denn sie macht ihm das Leben wirklich schwer, und man hatte beim Lesen der Story alles wie einen Film im Kopf. Wer das Erzgebirge noch nicht so gut kennt, erfährt während dem Schmökern im Buch viel über die Gegend und die Traditionen. Lesevergnügen pur. 

Weihnachtsmarkt im Erzgebirge

Wenn man an Weihnachten im Erzgebirge denkt, hat man sofort die wunderschönen Schwibbögen, die Räuchermännchen und die Nussknacker aus den Schnitzwerkstätten vor Augen.

So ist es auch auf dem Freiberger Weihnachtsmarkt. Ariane, eine eigenwillige, junge Frau steht seit einigen Tagen mit einem Stand dort. Für ihre Freundin verkauft sie hübsche Handarbeiten. Aber Ariane entgeht nichts, so bemerkt sie mit Verwunderung die ständig wechselnden jungen Osteuropäerinnen am Glühweinstand, die für die kalte Jahreszeit viel zu leicht gekleidet sind. Auch ihr Standnachbar Konrad scheint neben den obligatorischen Schnitzarbeiten noch andere Angebote im Sortiment zu haben.

Als dann noch der sympathische Student Christian verschwindet, der als Weihnachtsmann verkleidet für Stimmung bei Klein und Groß sorgte, ist sie alarmiert. Dann wird ein Toter am Marktbrunnen gefunden, gekleidet in das traditionelle rote Outfit. Ihr Misstrauen ist geweckt. Was Ermittlungen angeht, ist Ariane nicht ganz unbeleckt. Sie war schon zweimal Zeugin in Mordfällen und hat eine ganz eigene Theorie dazu entwickelt. Nur die Polizei glaubt ihr nicht, ganz im Gegenteil. Auch Ben, der Beamte, den sie damals näher kennengelernt hat, nimmt sie nicht ernst, hat sie sogar ausgelacht.

Was bleibt ihr also übrig, als allein ihren Theorien nachzugehen? Dass sie dabei in Gefahr kommt, scheint unausweichlich.

Dieser weihnachtlich angehauchte Regionalkrimi ist ein dritter Band und ich hatte tatsächlich das Gefühl, dass mir ein wenig Vorwissen fehlt, um Ariane so richtig einschätzen zu können. So schienen mir ihre Aktionen nicht immer logisch. Dazu kommt, dass ich mit ihr als Hauptfigur einfach nicht warm wurde. So rechte Spannung wollte deshalb auch nicht aufkommen.

Es wird aus der Sicht von Ariane erzählt, deshalb spielen auch die polizeilichen Ermittlungen keine Rolle. Ariane agiert sehr spontan und sorgt damit oft für turbulente Szenen, das ist ganz vergnüglich zu lesen. Auch der regionale Bezug wird schön in Szene gesetzt, Freiberger Bergmannskapellen, das lokale Brauchtum – das alles hat mir gut gefallen.

Eine echte Lösung für Arianes Mordtheorien gibt es noch nicht, dafür sorgt schon das Ende, das auf den nächsten Band verweist.

Ariane ermittelt

Ariane arbeitet dieses Mal auf dem Freiberger Weihnachtsmarkt für ihre Freundin Lisa. Es ist hart für sie, den ganzen Tag auf den Beinen, aber sie freundet sich mit Roxy vom Glühwein-Stand an, auch Tom, der Handbrote verkauft, hilft ihr, um Waren an den Stand zu bringen. Der Aufseher ist ein mürrischer Mann, der sehr genau die Ordnung auf dem Weihnachtsmarkt im Auge hat.

Natürlich fallen Ariane wieder Ungereimtheiten auf, wie z.B. die jungen und hübschen Aushilfen an dem Stand von Petzold, an dem auch Roxana arbeitet. Am Ende des Tages bekommt sie einen Streit zwischen dem Studenten Christian und Petzold mit. Am nächsten Morgen wird ein Toter auf dem Weihnachtsmarkt gefunden und Ariane hat einen Verdacht, der auch nicht von Ben, dem Kripobeamten, ausgeräumt werden kann. Doch da sie keine Auskunft erhält, ermittelt Ariane selber.

»Erzzauber« von Marcus Wächtler ist ein weiterer Band mit Ariane Itzen als Hauptperson, die wieder einmal über einen Toten stolpert und ihre eigenen Ermittlungen anstellt. Sie ist sehr hartnäckig, was ihr Polizisten-»Freund« Ben sehr deutlich zu spüren bekommt, Sie saugt Informationen aus ihm heraus und nutzt seine große Sympathie aus. Doch Ariane kennt auch bei anderen keine Grenzen und eckt schon mal sehr hart an, was die Kellnerin Roxy und ihr Nachbar Konrad zu spüren bekommen. Ich finde, sie ist eine sehr ehrgeizige Person, aber mit manchmal nervigen Auftritten. Deshalb wird sie auch manchmal als Spinnerin abgetan, ob das so richtig ist, bleibt noch im Dunkeln. Die Story ist leicht nachzuvollziehen und ich konnte dem Inhalt gut folgen. Auch der Schreibstil ist unkompliziert und gut lesbar. Lediglich der Spannungsbogen war nicht bis zum Ende zu verfolgen.

Ich finde, dass man diesem Krimi gut folgen kann, auch wenn man noch keinen anderen Krimi dieser Reihe, auf die immer mal wieder hingewiesen wird, gelesen hat. Ich habe mich gut unterhalten und kann diesen Krimi empfehlen.  

Sündenpfuhl Weihnachtsmarkt

 »Erzzauber« von Marcus Wächtler habe ich als E-Book gelesen. Es ist der 3. Bergstadtkrimi. Dieses Mal wird auf dem Freiberger Weihnachtsmarkt eine Leiche gefunden.

Ausgerechnet Ariane vertritt ihre kranke Freundin, die einen Stand auf dem Markt hat. Somit ist sie wieder mitten im Geschehen. Durch ihre Beobachtungen deckt sie noch einige andere Machenschaften auf und macht sich einige Standbesitzer zum Feind, was einige Male sogar gefährlich für sie wird. Um ihre Neugier zu befriedigen und ihre Theorien an den Mann zu bringen, ruft sie Ben an, ihren Bekannten bei der Polizei, den sie bei einem anderen Fall kennengelernt hat und der gern mehr von ihr will. Aber Ariane nutzt ihn nur als Informationsquelle aus.

Wie in den anderen Teilen gibt es wieder eine anonyme Millionenspende, die immer mit Morden einhergeht. Ist es dieses Mal auch wieder so? In dieser Hinsicht bleibt das Ende etwas offen und man kann sich auf den nächsten Teil freuen. Die Bücher sollten zusammenhängend gelesen werden. Obwohl es immer ein gewisses Ende gibt, ist die komplette Handlung nicht abgeschlossen.

Die Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt ist sehr gut eingefangen, da möchte ich gleich dabei sein. Aber auch die Arbeit der Händler ist gut beschrieben. Den ganzen Tag in der Kälte stehen und sich dann noch vom Marktleiter oder Kunden wegen Nichtigkeiten anmachen zu lassen, ist nicht einfach.

Ariane schlittert wieder in einen Fall hinein. Kaum wittert sie etwas, mischt sie sich gleich ein und ist dabei auch nicht zimperlich. Ich empfinde sie als eine schwierige Person. Sie ist aufdringlich, anmaßend und neugierig. Sie wittert hinter allem und jedem etwas Böses. Leider hat sie ja auch meistens recht, auch wenn ihre Methoden sehr fragwürdig und teils sogar kriminell sind.

Auch die anderen beteiligten Händler auf dem Weihnachtsmarkt sind sehr authentisch beschrieben und ich war von Beginn an mitten in der Handlung.

Durch den guten Schreibstil konnte ich auch zügig lesen, es wurde nie langweilig, immer passiert etwas. Das Buch hat mir sehr gefallen. Das Cover ist wieder ziemlich düster und passt damit gut zu den Vorgängern.