Cover von: Das Extrawurscht-Manöver
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Das Extrawurscht-Manöver

Der dritte Fall für Kommissarin Elsa Dorn. Schwabenkrimi
Buch
Taschenbuch, 368 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3404177894

ISBN-13: 

9783404177899

Auflage: 

1 (26.10.2018)

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404177894

Beschreibung von Bücher.de: 

Privatschnüffler Sven Schäfer macht sich heftige Vorwürfe, als er auf die Leiche der vermissten Iris Gulden stößt. Denn obwohl er seit Tagen nach ihr sucht, konnte er sie nicht retten. Der einzige Zeuge bessert seine Laune auch nicht gerade, es handelt sich nämlich um einen ziemlich verfressenen Mops. Doch halt - warum nicht vorgeben, es gäbe tatsächlich jemand, der den Mord beobachtet hat?

Verständlicherweise reagiert Kommissarin Elsa Dorn ein wenig skeptisch, als Schäfer ihr seinen Plan präsentiert. Doch Schäfers Finte erweist sich als ungeahnt schlagkräftig ... und bringt bald Mops, Schäfer und Elsa in Gefahr.

Kriminetz-Rezensionen

Ein stummer Zeuge

Seit Sven Schäfer durch eine schmutzige Intrige aus dem Polizeidienst entlassen wurde, verdient er seine Brötchen als Privatdetektiv. Sein neuester Auftrag ist gut dotiert. Er soll für eine südafrikanische Geschäftsfrau die vermisste Iris Gulden finden, die nicht nur Mitarbeiterin der Diamantenhändlerin, sondern auch ihre Freundin war. Die letzte Spur führt nach Augsburg, dort sollte Iris Gulden diverse Kunden besuchen.

Sven findet kaum Anhaltspunkte, bis er einen heißen Tipp von einem Informanten erhält. Der führt ihn zwar zu Iris, aber zu spät. Er muss den Mörder haarscharf verpasst haben, aber am Tatort zurück blieb ein Mops, der einzige Zeuge. Gut, dass Schäfer seine Kontakte zu Elsa Dorn, der Ex-Kollegin aus dem Kommissariat, nützen kann. Allerdings hat Dorn im Augenblick viel um die Ohren. Im beschaulichen Augsburg scheint sich ein Bandenkrieg anzubahnen, es geht um die Vorherrschaft im Menschenhandel und illegaler Prostitution.

„Das Extrawurscht-Manöver“ mit dem Untertitel Schwabenkrimi und dem witzigen Cover verspricht einen Regionalkrimi mit hohem Humorfaktor. Das wird auch eingelöst, aber darüber hinaus ist es ein spannender Kriminalroman mit durchaus ernster Thematik. Die Spannung wird von Anfang an recht hoch gehalten und verführt zum Miträtseln. Die Dialoge haben mir gefallen, sie sind temporeich, manchmal lakonisch und immer auf den Punkt.

Einen Extrabonus bekommt der Krimi durch Alf, wie der Mops inzwischen genannt wurde. Um überhaupt einen Zugang zu den Ermittlungen zu bekommen, lässt Sven Schäfer nämlich durchblicken, dass er für den Mord an Iris Gulden einen „Zeugen“ gefunden hat, dass es sich um Alf handelt, lässt er wohlweislich unerwähnt.

Hier hat alles gepasst, eine originelle Handlungsidee, viel Tempo, Witz und Spannung und einen sympathischen Ermittler. Diesen Krimi habe ich sehr gern gelesen.

Schäfer, Dorn und der Mops

Der 3. Fall für Sven Schäfer und Elsa Dorn.

Privatermittler Sven Schäfer wird von der attraktiven Rebecca Tronthoff engagiert. Ihre Freundin Iris Gulden ist verschwunden. Schäfer macht sich an die Arbeit und findet in einer stillgelegten Industrieanlage ihre Leiche. Zeuge der Tat: ein Mops. Derweil im Rotlichtmilieu Augsburgs ein Bandenkrieg zu Gange ist. Elsa Dorn und die Augsburger Kripo ermitteln und schon bald zeichnen sich Parallelen in den beiden Fällen ab. Wieder einmal ermitteln Schäfer und Dorn gemeinsam und geraten mehrmals in Gefahr.

Das Buch ist in 36 überschaubare Kapitel aufgeteilt, die in Leseabschnitte gegliedert wurden, dadurch ist es einfach bei der Lektüre die Übersicht zu behalten. Der Autor erzählt im bildhaften, flüssigen Schreibstil, leicht und unterhaltsam ist es möglich durch die Seiten zu eilen. Die Kapitel enden des Öfteren mit einem Cliffhanger. Der interessante clever ausgedachte Plot, tut dazu das Seinige. Ich habe mich köstlich amüsiert und bestens unterhalten gefühlt. Als Stilform hat sich Hafermeyer der auktorialen Erzählperspektive bedient, jeweils aus der Sicht des agierenden Charakters, dadurch kommt an den handelnden Personen sehr nahe, gut gemacht. Humorvolle und schlagfertige Dialoge beleben die Story und haben mich zum Schmunzeln gebracht. Es ist der dritte Band in der Reihe, für mich der erste und ich kann bestätigen, dass das Buch unabhängig davon gelesen werden kann. Die Ermittler waren sehr sympathisch, richtig menschlich. Einzig Rebecca mochte ich von Anfang an nicht, warum sich die männlichen Ermittler so von ihr hinters Licht führen lassen, nur weil sie toll aussieht, kann ich nicht verstehen. Mein absoluter Liebling im Buch ist natürlich Alf, der Mops.

Franz Hafermeyer schreibt unter einem Pseudonym, hauptberuflich jagt er selbst die Bösen Jungs. Man merkt unbedingt, dass der Autor weiß, wovon er schreibt. Er wohnt mit seiner Familie in Bayerisch Schwaben, das ist auch meine Heimat. Die Locations im Buch sind mir alle bekannt, das hat mir ganz besondere Freude gemacht. Ab und zu ein paar Worte „Augschburger schwäbisch“, hätte ich mir zu gerne gewünscht. Zu jeder Zeit konnte ich der Handlung folgen, die Charaktere handelten logisch und nachvollziehbar. Zum Ende, der Auflösung entgegen, musste ich sehr aufpassen um den Zusammenhängen folgen zu können, die Täter hatte ich schon bald im Visier, wurde aber immer wieder gekonnt auf eine falsche Fährte geführt. Der Autor erspart dem Leser nicht die äußerst grausamen Tötungsarten. Letztendlich hat sich alles vollständig und nachvollziehbar aufgeklärt. Dieses Buch hatte ich in drei Abschnitten, schnell gelesen, die Spannung, die schon am Anfang gekonnt aufgebaut wird, zieht sich gleichbleibend hoch durchs gesamte Buch.

Angenehm empfand ich, dass es sich hier um einen Regionalkrimi ohne Klamauk handelt, trotzdem hätte ich mir ein wenig mehr „Lokalkolorit“ gewünscht. Der Fall könnte in jeder anderen deutschen Stadt spielen, abgesehen von einigen Augsburger Schauplätzen. Insgesamt ein spannender unterhaltsamer Krimi. Werde wohl die Vorgängerbände auch noch lesen. Leseempfehlung! Von mir 4 Lesesterne.

Knallharter und spannender Krimi mit tierischen Kronzeugen

Der Augsburger Privatdetektiv und Ex-Polizist Sven Schäfer bekommt von der steinreichen und bildschönen südafrikanischen Schmuckhändlerin Rebecca Trondhoff den Auftrag ihre verschwundene Assistentin Iris Gulden ausfindig zu machen. Als Sven schließlich einer Spur folgt, findet er leider nur eine tote Iris vor, einen flüchtigen Mörder, der ihm entwischt und dazu einen tierisch verfressenen Zeugen, einen Mops! Verzweifelt ruft er seine Ex-Kollegin Kommissarin Elsa Dorn um Hilfe ...

Der schwäbische Lokalkrimi „Das Extrawurscht-Manöver“, von Autor Franz Hafermeyer ist schon der dritte Fall für das zwar ungewöhnliche, aber sehr sympathische Augsburger Ermittlerteam Sven Schäfer und Elsa Dorn. Die beiden haben es mit einem wirklich haarsträubenden Fall zu tun, dessen Weg mit einigen Opfern gepflastert ist. Aber Sven und Elsa kämpfen mit allen Mitteln, um die Wahrheit zu ergründen. Es ist nicht immer leicht, besonders für Elsa mit ihrem kritischen nervigen Chef und ihrer neugierigen Mutter im Nacken.

Ein angenehm flüssig zu lesender Schreibstil, dazu ein kontinuierlich ansteigender Spannungsaufbau lassen die Zeilen nur so dahinfliegen. Für Humor ist gesorgt, er kommt in Gestalt eines niedlichen Hundes, dessen Gestalt auch das Cover ziert. Auch die eine oder andere Situationskomik lockert die Geschichte auf. So werden die sehr ernsten Themen um Menschenhandel, Prostitution und mafiöse Strukturen ganz ohne Klamauk gekonnt aufgelockert.

Ein wunderbar rasanter Krimi, mit nur dezentem Lokalkolorit, der mich vom Anfang bis zum Ende gefesselt hat!

Das tolle Protagonisten-Team Schäfer/Dorn, macht auch Lust auf die Vorgängerbände, die ich mir sicherlich auf meine Wunschliste setzen werde. Großartige spannende Krimi Unterhaltung, die ich wirklich nur empfehlen kann:)

Obacht, die etwas gruseligen Tötungsmethoden sind nicht für schwache Nerven!

Ein Regio-Krimi mit einer saftigen Portion Humor

Auch der dritte Teil der Serie um den ehemaligen, zu Unrecht entlassenen Polizisten und der kernigen Polizistin, die bei der Sitte arbeitet, aber viel lieber zur Mordkommission wechseln möchte, hat mich wieder restlos überzeugt.

Man merkt, dass der Autor weiß, wovon er schreibt. Dies liegt vor allem daran, weil die humorigen Übertreibungen, die sich durch das ganze Buch ziehen, genau richtig gesetzt sind. Leser mit ausgeprägtem Kopfkino werden so manches Mal vor Lachen nicht weiterlesen können. Allein die Situation im/am Krankenwagen ist göttlich und hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Und das bei einem Fall, der einem teilweise arg unter die Haut geht.

Da stellt sich einem als Leser ab und an automatisch die Frage, ob der Autor nicht doch seine geheimen Wünsche – vor allem seinem Vorgesetzten gegenüber – in den Büchern verarbeite hat ☺

Zu Anfang war es wieder etwas ungewohnt. Kurze knappe Sätze, geschrieben wie einem der Schnabel gewachsen ist. Aber ich war schnell wieder drin im Stil und hätte am liebsten das Buch in einem Rutsch durchgelesen.

Man kann sicherlich kein Buch voller geballter Spannung erwarten. Im Gegenteil: Für mich waren die »Bösen« ziemlich schnell enttarnt. Aber Bücher leben nicht nur von der Spannung, sondern hauptsächlich von den handelnden Personen. Und diese sind in der Serie so dermaßen unterhaltsam, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Fazit: Hast du einen schlechten Tag gehabt … nimm dir den Hafermeyer und es geht dir anschließend wieder gut.