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In den Fängen der Verräter
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Der Finne Leo Koski wird vom CIA in das Weiße Haus berufen. Als ehemaliges Staatsoberhaupt des kleinen nordischen Land folgt er widerwillig der Einladung. Beim Gespräch mit dem Präsidenten ist überraschend auch die Journalistin Ashley Pegula zugegen.
Als Koski durch eine SMS erfährt, dass seine Tochter entführt wurde und er sein Land verraten soll, überschlagen sich die Ereignisse. Der Präsident bricht vor seinen Augen zusammen, vergiftet.
Koski kann mit der Journalistin fliehen, obwohl nun der gesamte Sicherheitsapparat des Landes hinter ihm her ist. Gemeinsam mit der Journalistin muss Koski so schnell wie möglich die wahren Verräter im Weißen Haus finden – und vor allem: seine Tochter retten.























In den Fängen der Verräter
Dies ist das erste Buch, das ich aus dieser Reihe gelesen habe und ich bin mehr als begeistert von diesem Polit-Thriller. Leo Koski, ehemaliger Ministerpräsident Finnlands, ist nach dem Tod seiner Frau nach Amerika gegangenund lebt dort vor allem mit und für seine kleine Tochter Daniela ein privates Leben. Doch dann wird er vom FBI ins Weiße Haus beordert. Bei einem Treffen mit dem Präsidenten soll er diesen dazu bewegen, sich aus der Nato auszuschließen. Bei dem Termin dabei ist auch die Journalistin Ashley. Doch als sie beim Präsidenten in dessen Büro sind, bricht dieser zusammen, auf ihn wurde ein Giftanschlag verübt. Der Verdacht fällt auf Leo und Ashley. Gleichzeitig erfährt Leo, dass der russische Geheimdienst seine Tochter entführt und in seiner Gewalt hat. Er soll sein Land verraten, sonst stirbt seine Tochter. Doch dann ist auch plötzlich Ashley verschwunden, Leo fühlt sich vom FBI, CIA und von den Russen bedroht. Wer hat den Giftanschlag verübt? Die Fäden soll ein gewisser Atlas ziehen. Spione, Agenten, Geheimdienstler, alle könnten für Leo gefährlich werden. Die ganze Politik versinkt in einen Pfuhl aus Korruption, Intrigen, Machtkämpfe und Verrat. Gegenseitiges Ausspionieren ist hier an der Tagesordnung. Wer wollte den Präsidenten beseitigen, wem war der Slogan America First auf den Magen geschlagen? Man weiß bis zum Schluß nicht, wer der Attentäter ist, es kommen so manche Personen hierfür in Frage. Und Leo tut alles, setzt sein Leben aufs Spiel, nur um seine Tochter zu retten. Die kurzen Kapitel lesen sich flott, die Ausdruckweise ist klar und prägnant, hier bedarf es keine Umschreibungen und der Spannungsbogen steigt von Seite zu Seite bis dann am Schluß ein gewaltiger Showdown die Lösung bringt. Das Cover finde ich sehr edel. Bunte Schrift auf schwarzem Grund und am unteren Ende des Covers befindet sich das Weiße Haus. Ganz besonders ist der giftgrüne Schnitt des Buches und deutet auf eine Gefahr hin.
Wird leider dem brisanten Thema nicht gerecht
Die Vergangenheit lässt den ehemaligen finnischen Ministerpräsidenten Leo Koski nicht los. Nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau hat er sich entschlossen, sein Heimatland zu verlassen und gemeinsam mit seiner kleinen Tochter in Washington ein neues Leben zu beginnen.
Aber trotz aller Sicherheitsmaßnahmen kommt es, nachdem ihn der finnische Botschafter um Hilfe gebeten hat, zum Schlimmsten, was einem Elternteil passieren kann. Leo soll auf dessen Wunsch hin beim amerikanischen Präsidenten intervenieren, diesen davon abhalten, dessen geplanten amerikanischen Austritt aus der NATO aufzugeben, damit auch zukünftig die Sicherheit Finnlands gewährleistet ist. Widerstrebend lässt er sich darauf ein.
Doch das kreuzt die Pläne der finsteren Mächte (aka der diversen Geheimdienste aus Ost und West), die nicht zimperlich in der Wahl ihrer Mittel sind, um ihre eigene Agenda durchzusetzen und dafür auch nicht vor Mord und Entführung zurückschrecken.
Ein guter Polit-Thriller sollte realistisch sein, zumindest dieses Kriterium hat der Autor erfüllt. Sieht man ja aktuell schon an den Aktionen des amerikanischen Präsidenten, dessen Plänen bezüglich Abzug der amerikanischen Truppen aus Deutschland. Aber das war’s auch schon, denn was Tuomas Oskari aus dieser Ausgangslage macht, ist hanebüchen, orientiert sich zum einen über weite Strecken am Westen-ist-gut-und-Osten ist-böse Narrativ, zum anderen an den Drehbüchern der Actionserien der Streaming-Dienste. Eine sehr einfach gestrickte Handlung, vorhersehbar geplottet und in mehr als simpler Sprache vermittelt, was diesem brisanten Thema nicht gerecht wird, hölzern heruntergeklöppelt ohne jegliche Raffinesse oder überraschende Wendungen. Eine enttäuschende Lektüre und deshalb leider keine Leseempfehlung meinerseits.