Cover von: Der Fahrer
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Der Fahrer

Der dritte Fall für die Kommissare Jens Kerner und Rebecca Oswald. Thriller
Buch
Taschenbuch, 416 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3499000385

ISBN-13: 

9783499000386

Auflage: 

1 (16.06.2020)

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3499000385

Beschreibung von Bücher.de: 

Du hattest einen höllischen Tag und einen Gin Tonic zu viel. Das Auto kannst du nicht mehr nehmen. Zum Glück gibt es MyDriver, die App, mit der man jederzeit ein Auto samt Fahrer bestellen kann. Aber du kommst nie zu Hause an …

Überall in der Stadt verschwinden junge Frauen. Kommissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca Oswald ermitteln fieberhaft - obwohl beide mit privaten Herausforderungen kämpfen. Jens wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, und Rebecca versucht erfolglos, ihn in die Gegenwart - und zu sich - zu ziehen.

Dann verschwindet eine Fahrerin von MyDriver - auf dem Wagen steht in Leuchtschrift: #findemich …

Kriminetz-Rezensionen

Kann man nur schwer aus der Hand legen!

»Der Fahrer« ist der dritte Fall von Jens Kerner und Rebecca Oswald, den man aber problemlos lesen kann, ohne die Vorgänger zu kennen. Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel sind kurz. Ich war von Anfang an von der Geschichte gefesselt und tat mich schwer, es zur Seite zu legen, da ich es so spannend fand. Die Charaktere sind mir sympathisch und es ist ein sehr tolles Team rund um Jens Kerner. Ich stellte Vermutungen an, wer denn der Täter sein könnte und schwankte oft hin und her. Aber der Autor schaffte es, mich mit seiner Auflösung komplett zu überraschen, denn damit habe ich nicht gerechnet. Auch erfährt man mehr über Kerners Vergangenheit, was einem ein besseres Verständnis für seine Persönlichkeit gibt, finde ich. Die Geschichte ist auch im ganzen stimmig und das Ende ist passend zu dem ganzen Buch. Winkelmann hat mit »Der Fahrer« einen Klasse-Thriller hingelegt, den man schwer aus der Hand legen kann, da die Story, Spannung und Neugier einen fesseln.

Aberwitzig und unglaubwürdig

Ein brutaler Serienmörder versetzt Hamburg und das Team um Kommissar Jens Kerner in Angst und Schrecken. Junge Frauen werden aus ihrem Auto heraus entführt und brutal ermordet. An den Wagen hinterlässt der Täter ein Hashtag mit der zynischen Aufforderung #findemich, mit der er die Polizei nicht nur herausfordert, sondern provoziert und durch seine Postings auf Instagram lässt er die ganze Welt daran teilhaben. Schnell verdichten sich die Anzeichen, dass alles auf Jens Kerner ganz persönlich ausgerichtet ist, scheinbar führt jemand einen perfiden Rachefeldzug ganz direkt gegen ihn und es dauert auch nicht lange, bis dieser einen Schuldigen glaubt entdeckt zu haben: seinen eigenen Bruder. Blind vor Wut reagiert Kerner genau so, wie es sein Gegenspieler kalkuliert hat: Er rastet aus und wird suspendiert. Ohne ihren Kopf muss das Team nun sehen, wie sie es mit dem Mörder aufnehmen können.

Viele positive Rezensionen und Lobeshymnen hatten mich neugierig auf den Autor gemacht, seit Jahren schon ist Winkelmann eine feste Größe unter den deutschsprachigen Autoren. Doch leider folgte mit diesem Roman für mich eine herbe Enttäuschung: eine Aneinanderreihung von alten Krimi-Versatzstücken, ein Protagonist, der an fehlender Sympathie kaum mehr unterboten werden kann und eine Geschichte, die so abstrus konstruiert ist, dass es schon ein Paralleluniversum benötigen würde, um einen Funken Realismus darin erkennen zu können.

Schon das erste Drittel des Buches hat mich so dermaßen genervt, dass ich kurz vorm Weglegen war. Ein Ermittler des Typs »Ich hatte eine schwere Kindheit und deshalb darf ich mich gegenüber allen wie ein Arschloch verhalten« ist einfach out. Das war vielleicht in den 80ern mal modern und selbstgerechte Machotypen kamen mit ihrem Egotrip gut an, ich finde das heute schlichtweg überholt und wenig geistreich. Zu einer privaten Freitagabend-Verabredung nimmt er selbstverständlich die Dienstwaffe mit, damit er jederzeit rumballern könnte – sorry, aber hä? Natürlich ermittelt er nach der Suspendierung allein weiter und bricht auch ohne Skrupel in Häuser ein. Im echten Leben hätte er für beides (hoffe ich zumindest) eine Abmahnung bekommen und wäre nicht wieder von der Vorgesetzten zurück zum Dienst erbettelt worden. Ob es besonders cool wirken soll, dass er noch nie etwas von einem Hashtag gehört hat und Social Media für böse hält? Ich denke, ein echter Polizist könnte sich das kaum mehr erlauben.

Die Handlung selbst besteht aus banalsten Mustern und ist vorhersehbar wie ein Rosamunde-Pilcher-Film. Spannend war da gar nichts, dafür aber ganz schön viel ziemlich hanebüchen. Die Motivlage des Täters ist so aberwitzig und unglaubwürdig, reiht sich damit aber in die Charakterisierungen der anderen Figuren nahtlos ein. Da haben wir den gutmütigen, etwas plumpen älteren Polizisten, der schnell mit Hausmeistern per Du ist; die böse Vorgesetzte, die keiner leiden kann und die natürlich völlig überfordert und unfähig ist; die junge Kollegin, der ein peinlicher Fehler passiert, die aber total nett und geradezu prädestiniert für die Zielscheibe des Täters ist; der schmierige Journalist und der heimlich helfende Privatermittler dürfen natürlich auch nicht fehlen. Wenn man nach etwas Gutem sucht in diesem Sammelsurium an Plattitüden: Es gibt keinen Gärtner und dieser ist auch nicht der Mörder.

Fazit: als Sommerlektüre am Strand, wenn man möglichst gering gefordert werden möchte und auf bekannte Muster setzten will – zwecks Reduktion der geistigen Eigenleistung beim Lesen – perfekt. Ansonsten: es gibt sicherlich genügend wirklich gute Alternativen auf dem Markt.

Pageturner

In Hamburg geIn Hamburg geht ein Serienmörder um. Er entführt junge Frauen und fordert die Polizei auf, sie innerhalb von 24 Stunden zu finden, sonst sind sie tot. Die Gesichter der Leichen bestreicht er mit Leuchtfarbe, so wie er auch auf seine Opfer mit Hashtags in Leuchtfarben hinweist. Sie sollen ein leuchtendes Beispiel abgeben für das Versagen der Polizei. Und seltsamerweise bringen immer mehr Hinweise eine Verbindung zu Kommissar Jens Kerner …

Schon der Prolog schafft es, den Leser sofort an die spannende Handlung zu fesseln, und das geht so auf jeder Seite des Buches weiter. Interessant sind die Verquickungen der geschilderten Ereignisse mit Kerners Vergangenheit. Durch den engen Zeitrahmen des Täters kommt zusätzlich Tempo in die Geschehnisse. Kerner selbst ist zwar Teil des Teams, handelt aber immer wieder auf eigene Verantwortung, das ist nicht durchgehend glaubhaft. Dennoch mochte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen.

Dies ist bereits der dritte Fall mit Kommissar Jens Kerner, doch auch Neueinsteiger können gut in die Geschichte hineinfinden. Mir hat das Buch äußerst spannende Lesestunden beschert, so dass ich es sehr gerne weiterempfehle und mit 4 von 5 Sternen bewerte.

Hashtag-Killer

In Hamburg treibt sich ein neuer Serienmörder rum. Junge Frauen verschwinden. Auf ihren Autos, mit denen sie unterwegs waren, steht in Leuchtschrift #findemich. Kurz darauf erscheint auf ihren Instagram-Profilen auch ein Bild von ihnen mit dem gleichen Hashtag. Der Täter stellt dem Ermittler Jens Kerner und seinem Team damit ein Ultimatum. Sie müssen die jungen Frauen in 24 Stunden finden. Aufgefunden werden sie immer, aber tot. Es scheint eine Verbindung zum neuen Fahrdienst MyDriver zu geben. Eine rasante Jagd nach dem Serienmörder beginnt …

Bei »der Fahrer« handelt es sich um Teil 3 in der Reihe mit den beiden Ermittlern Jens Kerner & Rebecca Oswald. Wenn man die anderen beiden Teile noch nicht kennt, so wie ich, merkt man es schon ein wenig, aber nur in der privaten Entwicklung der beiden Ermittler. Der eigentliche Fall steht für sich.

Da ich die beiden vorherigen Teile noch nicht kenne, habe ich nun zum ersten Mal das Ermittler-Duo Jens & Becca kennengelernt. Jens finde ich zwar etwas eigen, aber trotzdem waren beide mir sofort sympathisch.

Der Thriller startet rasant. Ohne viel Drumrumgerede am Anfang befindet man sich sofort mitten im Geschehen. Über das ganze Buch hinweg bleibt die rasante Spannung und es gibt immer wieder unerwartete Wendungen. Auch mit der Auflösung habe ich nicht so damit gerechnet und war ganz überrascht.

Der Schreibstil ist flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten. Immer wieder gibt es auch Perspektivwechsel, die den Spannungsbogen halten und sogar auch noch verstärken, sodass man das Buch gar nicht aus der Hand legen will.

Der Fall hat eine gewisse Aktualität, weil der Bezug zu Instagram und Handy am Steuer sehr gut mit eingebracht wurde.

Mein Fazit: Es war wieder ein klasse Buch von Winkelmann mit einer Hochspannung. Unbedingt lesen! 5 von 5 Sternen.

Ein brillianter Pageturner!

Dem Autor Andreas Winkelmann ist es wieder hervorragend gelungen, mich mit seinem Thriller »Der Fahrer« zu fesseln. Ein unglaublich gut konstruierter Plot, der mir Gänsehaut und Spannung pur bereitet hat. Dies war wieder ein Buch, was ich schlecht weglegen konnte. Durch die gekonnten Cliffhanger hat der Autor mich quasi gezwungen weiterzulesen.

Andreas Winkelmann hat einen unglaublich authentischen, rasanten, flüssigen und spannenden Erzählstil, sodass hier jede Handlung real wurde. Seine ungeschönte Art zu schreiben hat mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen, der bis zum Schluss angehalten hat.

Auch in diesem dritten Band übernehmen Kerner und Oswald einen Fall, der nicht nur Hamburg in Atem hält. Die Polizei, besonders Kerner, werden aufgefordert, ein perverses und verstörendes Katz-und-Maus-Spiel des Täters mitzuspielen. Ständig gibt es jede Menge neue Wendungen, ich war permanent am Miträtseln und mitten im Geschehen dabei. Das Ende ist sehr überraschend, denn mit dieser Auflösung habe ich absolut nicht gerechnet, was mir sehr gut gefallen hat.

Wer die Bücher vom Autor kennt, weiß, dass sich miträtseln eigentlich nicht lohnt, da er seine Leser perfekt in die Irre führt und am Ende für ein großartiges Finale sorgt. Die Spannung fängt direkt mit dem ersten Kapitel an, der Spannungsbogen ist durchgehend hoch. Seine kurzen Kapitel mag ich ebenfalls und seine Protagonisten sind schön übersichtlich, deren Charaktere sehr gut ausgeprägt.

Das aktuelle Thema »Soziale Medien« wurde hier sehr gut in dem Thriller verarbeitet. So habe ich auch direkt ein paar neue Funktionen über Instagram kennengelernt :-)

Noch kurz etwas zum spannenden Inhalt:
In Hamburg gibt es einen neuen und innovativen Fahrdienst, der sich »MyDriver«nennt. Elektrokleinbusse können ganz einfach per App bestellt werden, in denen 6 Fahrgäste sicher zur gewünschten Zielhaltestelle gefahren werden. Eines Abends wird eine Frau zusammengesunken auf einer Bank im Hamburger Stadtpark tot aufgefunden, ihr Gesicht leuchtet wegen fluoreszierender Leuchtfarbe, denn ein Serienmörder treibt in Hamburg sein Unwesen und beginnt ein perfides Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Seine Opfer sind alles Frauen, die nachts alleine in ihrem Auto unterwegs sind und sich nicht an Verkehrsregeln halten. Auf den Privatautos der Opfer steht in Leuchtfarbe #findemich!

Da die meisten Opfer Kundinnen bei MyDriver waren, ist dies der einzige Zusammenhang, den die Ermittler feststellen können. Doch die Spur verläuft sich und Kommissar Jens Kerner und seine Kollegin Rebecca Oswald ermitteln fieberhaft nach dem brutalen Psychopathen. Plötzliche wird Kerner mit seiner Vergangenheit konfrontiert und es scheint, dass die Aufforderung mit dem Hashtag direkt an Kerner gerichtet ist.

Sehr gut gefallen hat mir diesmal auch der Polizist Hagenah. Seine kollegiale Art und seine Power haben mir trotz seines höheren Alters gut gefallen.

Ich kann leider nur fünf Sterne vergeben, die aber mehr als verdient sind, denn Andreas Winkelmann hat wieder einmal hervorragend mit meinen Nerven gespielt.

Grausame Fahrt in den Tod

Mir wurde das Buch empfohlen, da ich noch kein Buch vom Autor gelesen hatte und ich wurde nicht enttäuscht, es war wirklich sehr spannend von der ersten Seite bis zur letzten Seite.

Ein eiskalter Mörder treibt sein Unwesen und es gibt gewisse Verbindungen zu einem neuen Fahrdienst. Die Handlung ist absolut fesselnd und packend und immer wieder fragt man sich, wer nun der Mörder ist. Ich wurde schon ein paar Mal aufs Glatteis geschickt, denn ich lag öfter daneben. Immer wenn ich geglaubt habe, das muss der Mörder sein, war wieder was anderes.

Jens Kerner hatte wohl den ungewöhnlichsten Geburtstag (seinen 54.) seit langem, anstatt einer Riesen-Fete im Kommissariat von Hamburg, hat genau in dieser Nacht ein Serienmörder sein Unwesen gestartet. Leider wurde im Stadtpark eine junge Frau tot aufgefunden, dargestellt wie auf einen Präsentierteller, platziert zum Hohn für die Polizei, ihr Gesicht mit Leuchtfarbe angepinselt. Das Schlimmste war, dass der Täter vorher in Social Media auch noch die Polizei herausgefordert hatte mit den Hashtags #findemich und den dazugehörigen Fotos. Wie krank muss man denn sein für sowas.

Außerdem gibt es ganz neu in der Stadt auch noch einen brandneuen Fahrdienst mit dem klangvollen Namen »MyDriver«, der immer wieder in den Ermittlungen auftaucht. Das ist ganz schön gruselig. Das Ermittlerteam, Jens Kerner und Rebecca Oswald, muss wohl oder übel selbst in das Fahrzeug einsteigen, um herausfinden, wer der Mörder ist, der zu so etwas fähig ist. Die Geschichte, wird mal von der Polizei und mal vom Täter erzählt, aber wer der Mörder wirklich ist und warum und welches Motiv er hat, bleibt im verborgenen.

Immer mehr Opfer und viele Hashtags tauchen auf und bringen Jens Kerner fast zum Wahnsinn, denn jedes der Opfer ist mit ein und demselben Fahrdienst »MyDriver« gefahren. Sonst haben die Opfer keine Gemeinsamkeiten. Es scheint, der Täter möchte Jens verhöhnen. Die Geschichte war so spannend, fesselnd und voller Emotionen und mit dem Ende hab ich nicht gerechnet. Ein Spitzen Thriller, der mich total in seinen Bann gezogen hat. Den Autor muss ich mir für die Zukunft merken.