Cover von: Falkenmord
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Falkenmord

Der vierte Fall für Kommissar Schmitt. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3954416468

ISBN-13: 

9783954416462

Erscheinungsdatum: 

15.03.2023

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 392.255
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3954416468

Beschreibung von Bücher.de: 

Schmitt & Kemper unter Greifvögeln.

Unweit seiner Volieren wird der Warendorfer Falkner Henry Thomas tot aufgefunden, ermordet mit einer zur Waffe umfunktionierten Greifvogelkralle. Die Kommissare Schmitt und Kemper, gerade mit einem schnöden Fall von Zechprellerei in einem ortsansässigen Hotel beschäftigt, beginnen sofort mit den Ermittlungen und stellen fest: Der flüchtige Hotelgast hatte sich noch vor dem Mord nach dem Falkner erkundigt. Es scheint einen Zusammenhang zwischen den Fällen zu geben.

Im Umfeld des Toten mischen gleich mehrere Exfrauen und eine Exgeliebte mit, und der etwas labile Sohn des Opfers, der am städtischen Theater arbeitet, spielt den Ermittlern immer wieder neue Rollen vor. Je mehr Geheimnisse des Falkners das Ermittlerduo aufdeckt, desto verwirrender wird der Fall.

ls schließlich der kleine Dackel des Hauptkommissars beinahe selbst zum Opfer eines Greifvogels wird, hat Schmitt endgültig die Schnauze voll von Falken, Fragen und Frauen.

Kriminetz-Rezensionen

Das Geheimnis des Falkners

Mit „Falkenmord“, dem vierten Band der Schmitt-Kemper-Reihe, ist Sabine Gronover wieder ein überaus packender Krimi gelungen.

Worum geht es?
Ein Falkner wird mit einer zur Greifvogelkralle geformten Waffe ermordet. Er hinterlässt als Kreis von Verdächtigen mehrere Ex-Ehefrauen, eine ehemalige Geliebte und einen erwachsenen Sohn. Könnte eine dieser Personen ihn getötet haben? Doch auch der flüchtigen Zechpreller, nach dem die Polizei fahndet, hatte Kontakt zu dem Falkner …

Nach „Die Rotte“ war dies nun das zweite Buch dieser Reihe, das ich gelesen habe. Schon nach wenigen Seiten war ich mit dem Protagonisten wieder vertraut. Doch ich denke, auch ohne die Vorgängerbände zu kennen, kommt man problemlos in die Geschichte hinein. Der Fall selbst ist jeweils abgeschlossen. Was den sogenannten roten Faden anbelangt, das Vorleben der Protagonisten betreffend, so gibt es ausreichend Hinweise und Erklärungen.

Das Cover mit dem aus etwas schemenhaftem Umfeld hervorstechenden Auge eines Raubvogels unterstreicht den Titel hervorragend und stimmt eindrucksvoll auf das Thema bzw. den Titel des Krimis ein. Der Schreibstil ist locker, flüssig. Sowohl die Personen, als auch Landschaften etc. sind anschaulich, dennoch nie zu langatmig beschrieben. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, sind lediglich nummeriert, ohne Orts- oder Zeitangaben, wodurch man etwas das Zeitgefühl verliert, also über welchen Zeitraum genau sich die Ermittlungen hinziehen. Das Buch erschien 2023. Die Handlung spielt in der nicht näher festgelegten Gegenwart.

Die Handlung entwickelt sich sehr abwechslungs- und temporeich – vor allem durch die Perspektivenwechsel zwischen den polizeilichen Ermittlungen von Schmitt und Kemper, den Aktionen diverser Personen aus dem Umfeld des Toten und den eigenmächtigen Recherchen der Polizeipraktikantin. Wie Puzzlesteinchen sammeln sich immer mehr Informationen an, u.a. lernt man auch so einiges über Raubvögel und deren Haltung. Reichlich Stoff zum Miträtseln. Überraschende Wendungen und neue Erkenntnisse scheinen den Fall eher zu verkomplizieren, als Licht in die Angelegenheit zu bringen. Es fehlt weder an gefährlichen Momenten, noch an Action und so mancher Cliffhanger lässt einen das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Bis sich letzten Endes nach einem dramatischen Showdown doch alles schlüssig und doch eher unerwartet aufklärt.

Abgesehen von dem im Mittelpunkt stehenden Ermittler-Duo, das nicht nur äußerlich gut vorstellbar, sondern durchwegs lebendig und emotional beschrieben ist, inklusive einem gut dosierten Einblick in ihr Privatleben, ist dieser Krimi reich an vielschichtigen Charakteren, angefangen bei den sehr konträr wirkenden Frauen, dem labilen Sohn, der sich im Laufe der Handlung sehr wandelt bis hin zu der etwas zu selbstbewussten, ehrgeizigen Polizeipraktikantin. Sie alle sind facettenreich beschrieben, wirken authentisch und ihre Handlungen sind nachvollziehbar.

„Falkenmord“ hat mich gefesselt. Ich habe das Buch fast in einem Zug ausgelesen. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Fall von Schmitt und Kemper.

Eine unbedingte Leseempfehlung!

Packender und ziemlich tierischer Krimi mit reichlich Lokalkolorit aus dem Münsterland

In diesem Kriminalroman schickt die Autorin Sabine Gronover die Ermittler Horst Schmitt und Dirk Kemper in ihren vierten tierischen Fall, der erneut im ansonsten so beschaulichen Kreis Warendorf angesiedelt ist. Und wieder legen sie dabei einige tiefe Abgründe offen, die man im Münsterland so nicht unbedingt erwarten würde.

Man braucht hier grundsätzlich keine Vorkenntnisse aus den ersten drei Bänden, um die Geschichte lesen und nachvollziehen zu können. Alle hierfür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere eingestreute Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Als der Falkner Henry Thomas mit einer Greifvogelkralle ermordet wird, übernehmen Schmitt und Kemper, die eigentlich gerade nach einem Zechpreller suchen, die Ermittlungen und stoßen dabei auf ein undurchsichtiges Beziehungsgeflecht rund um den Toten, dass aus einem Sohn, zwei Ex-Frauen, einer Ex-Geliebten und einem Bruder besteht. Und dann scheint es auch noch eine Verbindung zwischen dem Toten und dem Zechpreller zu geben. Als wäre das nicht schon kompliziert genug, müssen sich die beiden Ermittler auch noch mit einer allzu forschen Praktikantin herumschlagen, die zu gefährlichen Alleingängen neigt.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen gelungenen Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und lässt dabei auch jede Menge Lokalkolorit in das Geschehen einfließen, ohne es damit zu überfrachten. Denn im Gegensatz zu so manchem Münster-Tatort steht hier der Kriminalfall jederzeit im Mittelpunkt der Geschichte, auch in Sachen Spannung und Dramatik wird jede Menge geboten und die überraschende Auflösung mit einer ordentlichen Portion Tragik weiß ebenfalls zu überzeugen. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, mit denen man beim Lesen gerne mitfiebert. Besonders das Zusammenspiel der beiden Ermittler ist sehr gelungen und bringt einen feinen Humor in die Geschichte, der den ansonsten eher düsteren Grundton immer wieder ein wenig auflockert.

Wer auf spannende Kriminalromane mit reichlich Lokalkolorit steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Auf den nächsten Auftritt der ungleichen Ermittler, die mir inzwischen doch ziemlich ans Herz gewachsen sind, bin ich schon sehr gespannt.

Drunter und drüber

Der Kriminalroman „Falkenmord“ ist bereits der vierte Band einer Reihe in der Autorin Sabine Gronover die Kommissare Horst Schmitt und Dirk Kemper ermitteln lässt. Diesmal wurde der Warendorfer Falkner Henry durch eine Greifvogelkralle getötet. Zunächst fällt der Verdacht auf die Exfrauen, die aktuelle Freundin und den Sohn des Falkners sowie auf einen Zechpreller aus dem örtlichen Hotel. Bald geht es drunter und drüber als sich eine übereifrige Praktikantin in dem Fall profilieren möchte. Dann taucht noch eine zweite Leiche auf. Durch einen flüssigen Schreibstil und überraschenden Wendungen lesen sich die 312 Seiten zügig. In der Mitte des Buches verflacht die Spannung leicht. Der Münsterland-Krimi hat viele guten Zutaten, wie Lokalkolorit, einige Prisen Humor und interessanten Figuren. Die Auflösung ist zwar überraschend aber absolut nachvollziehbar.