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Fetenmord in Neuharlingersiel

Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens ermitteln. Band 11

Seiten: 

172

Verlag: 

ISBN-10: 

3965862103

ISBN-13: 

9783965862104

Auflage: 

1 (25.08.2020)

Preis: 

3,99 EUR

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 1.080
Amazon Bestellnummer (ASIN): B08G1XRB8V
Beschreibung von Rena Larf

Am Morgen nach der großen Strandfete in Neuharlingersiel liegt DJ Carsten Kröger erstochen in seinem Wohnmobil. Nur wenige Stunden zuvor hatte er in dem ostfriesischen Hafenort mit Hits aus den 80er Jahren die Menge begeistert.

Die Kommissare Nina Jürgens und Bert Linnig von der Kripo Wittmund durchleuchten das Umfeld des Discjockeys, der die Frauenherzen regelmäßig höherschlagen ließ. Hat seine Freundin Meite aus Eifersucht die Kontrolle verloren? Oder hat sich ein gehörnter Ehemann an dem charismatischen DJ gerächt?

Zu einer weiteren Spur führt die mysteriöse SMS, in der von 50.000 Euro die Rede ist. Der Fall steckt voller Rätsel und wird nicht leichter, als eine zweite Leiche auftaucht …

In der „Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens ermitteln" - Reihe sind erschienen:
1. Hafenmord in Carolinensiel
2. Serienmord in Neuharlingersiel
3. Bauernmord in Bensersiel
4. Wattmord in Carolinensiel
5. Sektenmord in Neuharlingersiel
6. Campermord in Bensersiel
7. Kluntjesmord in Carolinensiel
8. Strandmord in Neuharlingersiel
9. Skippermord in Bensersiel
10. Küstenmord in Harlesiel
11. Neu: Fetenmord in Neuharlingersiel

Alle Ostfrieslandkrimis von Rolf Uliczka können unabhängig voneinander gelesen werden.

Kriminetz-Rezensionen

Mord nach der Strandfete

Eigentlich ist das ostfriesische Neuharlingersiel doch ein schönes Urlaubsörtchen, das den Touristen einiges zu bieten hat. Aber immer wieder gelingt es dem Autor Rolf Uliczka dunkle Wolken über dem Ort aufziehen zu lassen, so dass die Kommissare Nina Jürgens und Bert Linnig von der Kripo Wittmund Arbeit bekommen.

In ihrem elften Fall müssen sie im Mordfall des DJ Carsten Kröger ermitteln, der nach einer erfolgreichen Show bei der Strandfete auf dem Funny Beach erstochen in seinem Wohnwagen liegt. Alle Spuren deuten darauf hin, dass seine Freundin Meite Hansen die Tat begangen hat. Aber der DJ hat nichts anbrennen lassen, daher könnten auch eine Verflossene oder ein betrogener Mann einen Groll auf ihn haben. Aber eine Nachricht auf seinem Handy, in der es um 50.000 Euro geht, lässt noch eine ganz andere Vermutung zu.

Auch dieser Krimi lässt sich wieder gut und flüssig lesen. Der Fall ist von Anfang an spannend und etwas undurchsichtig. Ermittler und Leser werden durch eine Reihe von Wendungen im Unklaren gelassen und es braucht viel Ermittlungsarbeit. Trotzdem geht es nicht so richtig voran. Erst als ein weiterer Mord geschieht, kommt Bewegung in die Sache.

Die Charaktere sind sehr gut und authentisch beschrieben. Bert und Nina sind ein sympathisches Ermittlerpaar, das inzwischen verheiratet ist. Auch sie wollten die Fete am Strand erleben und konnten nicht ahnen, dass es dienstlich für sie wird. Während Bert sehr früh sicher ist, wer den Mord begangen hat, hat Nina Zweifel. Carsten Kröger, Fokke Kopmann und Malte Berens sind schon seit Kindergartentagen befreundet und haben immer zusammengehalten, auch wenn Carsten der Star war. Daher dauert es ein wenig, bis Fokke und Malte mit allen Informationen herausrücken, denn sie haben Angst.

Nachdem die Kommissare in unterschiedliche Richtungen ermittelt haben, gibt es dann eine überraschende Wendung. Ich finde es schon erschreckend, wie manche Täter ticken.

Es hat wieder Spaß gemacht, diesen spannenden Ostfriesland-Krimi zu lesen.

Mädchen, Musik, Moneten, Mord

Auch mit dem 11. Fall für die Kommissare Nina Jürgens und Bert Linnig ist Rolf Uliczka wieder ein spannender Krimi mit einer überraschenden Auflösung gelungen.

Jedes Jahr im Sommer findet im Ferienort Neuharlinger Siel am Funny Beach eine große Strandfete statt, auf die sich Gäste und Einheimische freuen. Doch in diesem Jahr hat die Band abgesagt und eine neue Lösung muss gefunden werden. Ein Glücksfall für die Organisatoren, denn der beliebte DJ Carsten Kröger springt kurzfristig eine und bringt seine Videotechnik mit. Die Strandfete ist gerettet, alle Anwesenden sind, genau wie Nina und Bert, begeistert, als Musik der 80er erklingt und eine tolle Stimmung herrscht.

Am Morgen danach wird Carsten tot in seinem Wohnmobil gefunden. Nina und Bert müssen zum Tatort und den Mord aufklären. Zunächst erscheint dieser Fall relativ klar, denn bei einem Verkehrsunfall findet man Blutspuren an der Kleidung seiner Freundin Meite, die zum Schluss mit ihm allein war. Es gab eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen den beiden.

Doch im Verlauf er Ermittlungen tauchen Sachverhalte auf, die nicht dazu passen. Rolf Uliczka gelingt es schnell, den Leser zu fesseln, als die Ermittler tiefer in das Privatleben des DJ eintauchen. E r hatte neben Musik und Frauen, noch eine andere große Leidenschaft: das Pokern. Bald führen Spuren in die illegale Glücksspielwelt von Wilhelmshaven. Sind hier Mörder und Motiv zu finden?

Dabei gelingt es dem Autor, ein sehr differenziertes Bild der in den Fall verwickelten Personen zu zeichnen. Als Leser kann man gut nachvollziehen, warum Nina Sympathie für die verunglückte Hauptverdächtige Meite empfindet, obwohl Bert von ihrer Schuld überzeugt ist. Dennoch handeln die Polizisten objektiv und vernünftig, indem sie alle Spuren verfolgen. Ihre Menschenkenntnis bringt sie dabei oft weiter und es gelingt ihnen Beteiligten Aussagen zu entlocken, die neue Bewegung in den Fall bringen. Mir persönlich gefällt auch die Einbeziehung bzw. Schilderung von rechtlichen Problemen, mit denen die Ermittler bei ihrer Arbeit konfrontiert sind. Dabei können sie, wie immer, auf die hilfreiche Zusammenarbeit mit der Spurensicherung und ihren Kollegen Sören vertrauen, der akribisch auch die kleinsten Details untersucht.

In diesem Krimi werden auch die menschlichen Dimensionen des Mordfalls aufgezeigt, als die Eltern von Carsten von seinem Tod erfahren. Leider muss noch eine andere Familie um ihren Sohn trauern, denn es geschieht ein weiterer Mord. Die Lösung der Mordfälle ist eine echte Überraschung – damit hatte ich nicht gerechnet.

Der Schreibstil von Rolf Uliczka ist flüssig und sehr gut zu lesen. Durch immer neue Erkenntnisse ist die Spannung garantiert. Die Lösung der Kriminalfälle ist in sich schlüssig und nachvollziehbar. Aus meiner Sicht ist der Krimi eine klare Leseempfehlung mit 5 Sternen. Ich freue mich schon auf weitere Fälle von Nina und Bert.

Mein Dank gehrt an den Klarant-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine ehrliche Lesermeinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Ein sehr komplexer Fall, in dem nicht alles ist, wie es zunächst scheint

Im neuesten Band der Ostfrieslandkrimi-Reihe rund um die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens, geht es einem DJ an den Kragen. Gier, Rache oder gar Eifersucht? Was verbirgt sich dahinter?

Durch den leichten, fesselnden und einfach sehr angenehmen Schreibstils des Autors, habe ich auch den elften Band dieser Krimireihe überaus genossen und einfach in einem Stück inhaliert.

Es fängt doch relativ ruhig an. Was mir manchmal etwas Unbehagen bereitet, sind diese trockenen Fakten. Gerade am Anfang wird dies sehr gut spürbar. Man erfährt zwar auf diese Art sehr viel aus dem Leben des Opfers und seinem Umfeld, aber es drückt auch etwas die Spannung nieder. Was gerade am Anfang etwas unvorteilhaft ist. Doch die übrige Handlung ist dafür umso mehr mit Spannung umfasst.

Mir haben diesmal vor allem die Nebencharaktere unglaublich gut gefallen. Angefangen bei Malte, bis hin zu Meite. Dadurch bekam man ein sehr gutes Gespür für das Umfeld des Opfers. Denn längst ist nicht alles so einfach, wie es zunächst ausschaut. Denn oftmals liegt das Geheimnis nicht dort, wo wir es vermuten. Als vielmehr dort, wo wir niemals nachsehen würden.

Der Fall selbst hat mir ziemliches Kopfzerbrechen bereitet, denn meine eigenen Gedankengänge wollten kein Ende nehmen.

Ganz anders bei Nina und Bert, die man einfach wieder perfekt bei den Ermittlungen begleiten konnte. Bert ist manchmal in seinen Ansichten etwas festgefahren. Dafür nimmt Nina das Zepter sehr rigoros an die Hand. Mit ihrer erfrischenden und einfach sehr sympathischen Art hat Sie mich immer wieder zum Grinsen gebracht.

Die Handlung wird komplexer als erwartet und so manche Überraschungen pflastern den Weg. Nicht nur, dass man mit Themen konfrontiert wird, die mittlerweile zum normalen Leben dazugehören. Auch andere Themen fand ich überaus interessant und faszinierend. Gerade in der einen Sache hätte ich mir noch mehr Details und Ausarbeitung gewünscht, da es nicht nur um sehr schmerzhafte und tragende Dinge geht, die dringend Aufarbeitung bedürfen. Sondern, weil sie auch viel verändern. Nicht nur bei einem selbst. Auch die Dramatik bleibt dabei nicht außen vor.

Der Autor hat es hier extrem gut geschafft, mit Wendungen zu punkten, die dem Ganzen eine völlig neue Richtung gaben. Das war nicht nur überaus gut platziert, sondern zeigte auch so einiges auf. Dadurch empfindet und agiert man ganz anders und kann sich ein Stück weit selbst nicht mehr verstehen. Hierzu muss ich aber auch sagen, dass das Opfer nicht unbedingt sympathisch wirkt. Was aber angesichts seiner Position kein Wunder ist. Dafür hab ich die anderen Charaktere umso mehr ins Herz geschlossen. Authentisch, greifbar und durchweg alles andere als perfekt.

Dadurch, dass man nicht nur die Sichtweisen seitens der Ermittler erfährt, kann man sich gut in die Charaktere hineinfühlen und ihre Handlungen nachvollziehen. Sie haben es geschafft, etwas in mir zu bewegen und einfach zum Klingen zu bringen. Denn gerade, wenn man im Musikbereich tätig ist, hat es längst nicht nur mit Spaß zu tun. Man gerät in Situationen, die unheilvoll und erschütternd sind und manchmal mit großer Tragik enden, so wie hier. Die einfach hilflos und unglaublich wütend machen. Insgesamt ein sehr detailreicher und komplexer Teil, der sehr gut ausgearbeitet und unglaublich spannend ist und mit verdammt wichtigen Themen punktet, die nicht kaltlassen.

Fazit:
Im elften Band der Reihe rund um die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens geht es einem DJ an den Kragen. Unheilvoll, erschütternd und perfide. Ein sehr komplexer Fall, in dem nicht alles ist, wie es zunächst scheint. Manchmal geht es um so viel mehr, als einem klar ist. Detailreich, fesselnd, voller Tragik und Dramatik. Unbedingt lesen. 5 von 5 Sternen!