Cover von: Feuerland
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Feuerland

Thriller
Buch
Broschiert, 496 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3608504397

ISBN-13: 

9783608504392

Auflage: 

1 (22.02.2020)

Preis: 

17,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3608504397

Beschreibung von Bücher.de: 

In Stockholm wird ein exklusiver Uhrenladen überfallen, kurz darauf verschwinden zwei reiche Geschäftsmänner. Vanessa Frank beginnt zu ermitteln und deckt Verbindungen zu einer Klinik in Chile auf, die illegale Organtransplantationen vornimmt. Im Auftakt der Thriller-Serie muss die Kriminalkommissarin sich der Macht des Organisierten Verbrechens stellen. Kann sie allein ein ganzes Netzwerk zu Fall bringen?

Schweden: Vanessa Frank, Kriminalleiterin der Sonderkommission Nova, wurde betrunken am Steuer erwischt und vom Dienst suspendiert. Nicht das Einzige, was in ihrem Leben momentan schiefläuft. Doch anstatt einen Gang runterzuschalten, stürzt sie sich von ferne in neue Ermittlungen.

Ein exklusiver Uhrenladen wurde ausgeraubt, aber keine einzige Uhr entwendet. Kurz darauf werden mehrere Geschäftsmänner entführt und nach Erpressung eines hohen Lösegeldes unversehrt wieder freigelassen. Außer ihrem dicken Bankkonto verbindet die Männer nichts miteinander. Und niemand von ihnen willauch nur ein Wort sagen. Was zunächst wie zwei seltsame Einzeltaten wirkt, entpuppt sich schon bald als brisanter Fall, der Vanessa Frank um den halben Erdball bis nach Chile jagt.

Kriminetz-Rezensionen

Bedrückender Thriller

Kurz nachdem ich Pascal Engman (Der Patriot) für mich entdeckt habe, legt er auch schon mit Feuerland, seinen zweiten Roman nach, der wieder alles hat, was ein Thriller haben sollte. Die Entscheidung als Journalist aufzuhören und Romane zu schreiben, sollte er nicht bereut haben.

Vanessa Frank, Kriminalkommissarin der Nova in Stockholm, wurde aufgrund von Alkohol am Steuer suspendiert und versucht sich die freie Zeit zu vertreiben, während sie darauf wartet, ob sie aus dem Polizeidienst ausscheiden muss oder wieder eingestellt wird. Sie fängt an mit der Betreuung von minderjährigen Flüchtlingskindern.

Gleichzeitig: In Chile, gibt es eine deutsche Kolonie, die von Carlos Schillinger geleitet wird, einem Nachfahren schwedischer Einwanderer, und die mit ihrer Klinik Bavaria als größter Arbeitgeber in Feuerland gilt. Spezialisiert auf Organtransplantationen, die permanent Nachschub an Organen benötigen, die von ihren reichen Kunden in aller Welt gefordert werden.

Dann haben wir noch Nicolas Paredes, ehemaliger Soldat einer Eliteeinheit S.O.G. der schwedischen Armee und zu Hause in Stockholm, um sich um seine autistische Schwester zu kümmern.

Als nach Einbruch in einem sehr teuren Uhrengeschäft, 2 reiche Schweden entführt werden, wird Vanessa in die Ermittlungen einbezogen und entdeckt die Spitze eines Eisbergs, der bis nach Chile führen soll …

Während wir die einzelnen Geschichten lesen, verbinden und verdichten sich alle Stränge langsam aber sicher zu einem Hauptstrang, so dass der Aufbau an sich schon sehr gut gelungen ist. Die Hauptpersonen strotzen vor Eigenständigkeit mit einem starken Charakter. Es wird die politische Lage in Schweden mit der Flüchtlingsproblematik aufgegriffen, aber auch eine historische Tatsache in Form der deutschen Kolonie in Chile, die sich in der Vergangenheit durch Missbrauch von minderjährigen Kindern keinen Ruhm erworben hat.

Die Spannung steigert sich bis zum starken Abschluss, wie es bei einem Thriller sein sollte. Der Schreibstil und die kurzen Absätze sorgen dafür, dass dieses Buch immer wieder aufgenommen wird um den nächsten Absatz und wieder den nächsten Absatz zu lesen.

Alle Figuren sind nicht einfach nur Helden oder gut. Jeder hat ein bisschen mehr oder weniger kriminelle Eigenschaften und in dem Fall dienen sie dem übergeordneten Fall und der Hilfe, wobei ein dickes Auge zugedrückt wird, anhand der Straftaten, die manche Helden begangen haben. Die so typische skandinavische Düsternis vermisse ich jetzt hier eigentlich nicht wirklich, da wirklich viel Tempo darin steckt und eigentlich permanent etwas passiert.

Fazit: Ein sehr starker Thriller, bei dem der Actionanteil sicherlich nicht zu kurz kommt und das Ganze einem Rachefeldzug ähnelt. Schade, dass es schnell vorbei ist. Nach seinem ersten Thriller »Der Patriot« wieder ein sehr starker Roman, der sich nicht vor dem Debüt verstecken muss. Empfehlung für alle Thriller-Fans in jedem Fall.

Erschreckendes Thema

Inhalt:
Ein exklusiver Uhrenladen wird in Stockholm überfallen, aber keine einzige Uhr wird gestohlen. Kurz darauf werden zwei reiche Geschäftsmänner entführt und gegen Lösegeldzahlungen unversehrt wieder freigelassen. Wo ist hier der Zusammenhang?

Die vom Dienst suspendierte Kommissarin Vanessa Frank ermittelt privat und kommt dabei der Verbrecher-Organisation »Legion« in die Quere, die den Auftrag hat für eine Klinik in Chile Straßen- und Flüchtlingskinder zu verschleppen.

Meinung:
Dies ist der Auftakt einer neuen Thriller-Serie von Pascal Engman. Die beginnt ziemlich ruhig mit 3 Handlungssträngen in denen der Leser das Setting und die Protagonisten kennenlernt. Obwohl am Anfang noch keine Spannung aufkommt, war der Beginn trotzdem nicht langweilig. Dies lag wohl auch an dem sehr interessanten Schreibstil. Im Verlauf der Story nimmt die Spannung immer mehr zu und die Handlungsstränge werden sehr stimmig miteinander verknüpft.

Mit dem Organhandel hat der Autor ein furchtbares Thema aufgegriffen, das im reallen Leben wohl auch immer noch präsent ist. Es ist erschreckend zu lesen, wie wenig manchen Leuten ein Menschenleben wert ist, nur um den Hunger nach Macht und Geld zu stillen.

Einige Szenen sind brutal und blutig beschrieben, daher ist dieser Thriller nichts für schwache Nerven. Die Protagonisten fand ich sehr interessant und vielschichtig. Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen und freue mich schon auf den nächsten Teil.

Fazit:
Durch die vielen unerwarteten Wendungen ist dies ein fesselnder Thriller, den ich sehr empfehlen kann.

Fesselnd, spannend, gut durchdacht

Diese Geschichte hat es wirklich in sich. Gut durchdachte fesselnde Spannung begleitet den Leser bis zum Ende der Lektüre.

Vanessa Frank, die eigenwillige Leiterin der Sonderkommission Nova, ist beruflich und privat gestrauchelt. Sie lebt in Trennung und ist vom Dienst suspendiert, da sie mit Alkohol am Steuer erwischt wurde.

Da ereignen sich mehrere mysteriöse Verbrechen: Ein Uhrenladen wird überfallen, und zwei Geschäftsmänner werden gekidnappt aber nach Lösegeldforderungen wieder freigelassen. Doch niemand will mit der Polizei reden. Nichtsahnend stürzt Vanessa sich in die Ermittlungen die komplex und äußerst gefährlich für alle Beteiligten werden …

Die verschiedenen Erzählstränge sind klug inszeniert und halten die Spannung bis zum Ende. Der Leser liest fast atemlos und angespannt eine Geschichte die beeindruckt und fesselt. Ein empfehlenswerter Roman!

Zwei scheinbar gegensätzliche Protagonisten

Nur noch die eine Entführung, dann wird Nicolas mit seiner Schwester endlich aus Stockholm verschwinden. Ivan ist ein zuverlässiger Partner, es kann nichts schiefgehen, denn wie beim letzten Mal ist alles minutiös geplant. Doch dann laufen die Dinge anders, denn die Legion, eine der berüchtigtsten Banden Schwedens, hat einen Auftrag für Nicolas: Er soll zehn Straßenkinder entführen. Nicolas hat nach seinen Jahren bei einer Eliteeinheit des Militärs kein Interesse an krummen Geschäften, die Entführungen sind so geplant, dass niemand zu Schaden kommt und die Lösegeldforderungen bleiben moderat. Kommissarin Vanessa Frank wartet derweil darauf endlich wieder in den Dienst zurückkehren zu dürfen, aber nur, weil sie suspendiert ist, heißt das ja nicht, dass das Verbrechen pausiert und prompt gerät sie zwischen die Fronten.

Der schwedische Journalist Pascal Engman konnte mich im letzten Jahr mit seinem Debüt „Der Patriot“ bereits von seinem schriftstellerischen Können überzeugen, sein zweiter Thriller „Feuerland“ steht dem in nichts nach. Verschiedene Handlungsstränge werden geschickt miteinander verwoben, politisch brisante Themen dabei aufgegriffen und die Handlung von interessanten Figuren getragen. Tempo und Spannung sind hoch, so dass keine Wünsche offenbleiben.

Der Roman bietet viele beachtenswerte Einzelaspekte, die es verdient hätten, ausführlich besprochen zu werden, was aber den Rahmen einer Rezension bei weitem sprengen würde. Die politischen Themen – Korruption innerhalb der Ermittlungsbehörden, kaum einzudämmende Bandenkriminalität, europäischer Kolonialismus in Südamerika, globaler Organ- und Menschenhandel, geheime Interventionen von Spezialeinheiten, die nie an die Öffentlichkeit geraten – finden ihren Platz in der Handlung, ohne diese zu stark zu dominieren und mit ihrer Brisanz zu erdrücken. Engman gelingt es die dahinterliegenden Mechanismen aufzuzeigen und lädt so den Leser zum Nachdenken und Hinterfragen ein.

Im Vordergrund stehen sich zwei scheinbar gegensätzliche Protagonisten gegenüber, die jedoch beide nicht in das vorgezeichnete Schema passen wollen. Vanessa ist nicht die rechtschaffene Polizistin, die gesetzestreu agiert und Vorschriften befolgt. Nicolas ist ein Verbrecher mit Ehrenkodex und festen Regeln, die von einem erstaunlichen Humanismus geprägt sind. Beide werden sie herausgefordert und ihre Ansichten infrage gestellt.

Zwar war mir das Ende etwas zu dick aufgetragen, aber das tut dem Gesamteindruck keinen Abbruch. Von dem ungleichen Paar Vanessa und Nicolas würde ich gerne noch mehr lesen.

Spannender Auftakt einer neuen Reihe

Der Prolog beginnt mit einem Überfall auf ein exklusives Juweliergeschäft in Stockholm, bei dem auf den ersten Blick kein Schaden entstand. Kurz darauf werden unerklärlicherweise zwei Banker entführt und gegen hohe Lösegeldforderungen freigelassen und auf den ersten Blick scheint kein Zusammenhang zu bestehen.

Dann kommt die Protagonistin, Kriminalkommissarin Vanessa Frank, 42 Jahre, ins Spiel. Sie ist lebt in Scheidung und ist derzeit vom Dienst bei der Sonderheit Nova suspendiert, weil sie mit Alkohol am Steuer von Kollegen angehalten wurde. Um ihren guten Willen zu zeigen, erklärt sie sich zu einer Therapie bereit. Außerdem engagiert sie sich für Flüchtlingsmädchen und lehrt sie Grundzüge zur Selbstverteidigung. Auch dies vor allem, um der Langeweile zu entrinnen. Als ein Mädchen spurlos verschwindet, muss sie sich einmischen und der Sache auf den Grund gehen. Im Laufe der Handlung bekommt sie als engen Verbündeten Nicolas Paredes, der früher bei einer Spezialeinheit der schwedischen Streitkräfte war, dadurch eine ausgezeichnete Ausbildung genossen hat, aber unehrenhaft entlassen wurde und jetzt als Tellerwäscher arbeitet. Seine ganz besondere Sorge gilt seiner autistischen Schwester.

Ein weiterer Strang führt nach Feuerland und hier in die deutsche Siedlung Colonia Rhein mit ihren 150 Einwohnern. Carlos Schillinger ist hier der große Anführer und die Bewohner sind ihm auf Gedeih und Verderben ausgeliefert. Ferner sind die Politik und Polizei durchwegs korrupt und tanzen nach seiner Pfeife. Jetzt wartet Schillinger auf die letzte Lebendladung von philippinischen Kindern, die in ein Versteck gebracht werden, um dort auf ihr weiteres Schicksal zu warten. Um künftig für Nachschub zu sorgen, bekommt die Legion in Schweden den Auftrag, Flüchtlingskinder, die ohne Familie nach Schweden gekommen sind, zu rekrutieren. Die Clinica Bavaria, die vor allem wegen ihrer Organbank und Stammzellenforschung bei wohlhabenden Asiaten sehr bekannt ist, wartet dringend auf Organe.

Die Stränge, die anfangs noch lose Fäden waren, werden am Ende zu einem Ganzen verwoben und restlos aufgeklärt. Für mich blieben keine Fragen offen.

Es war mein erstes Buch des Autors und ich empfand es als eine absolut rasante, spannende Story ohne irgendwelche Hänger bzw. Längen. Die Themen Organhandel und kriminelle Organisationen sind an und für sich schon brisant, aber speziell der Organhandel hätte für mich noch gerne näher beleuchtet werden können. Die Kapitel wurden oft mit einem Cliffhanger beendet, so dass ich unbedingt weiter lesen musste. Vanessa und Nicolas waren grundsätzlich sehr unterschiedliche Charaktere, aber zusammen ein unerschrockenes Team, dem keine Gefahr zu groß war, um an ihr Ziel zu kommen. Es wurde aus diversen Perspektiven geschrieben, so dass es zu keiner Zeit langweilig wurde. Der Schreibstil ließ sich angenehm lesen, manches war für mich etwas überspitzt bzw. übertrieben, was der Action geschuldet war, aber dafür ist es ein Thriller und nichts für schwache Nerven. Ich werde den Autor auf jeden Fall im Auge behalten.

Ich fühlte mich gut unterhalten und für das Buch gibt es von mir eine Leseempfehlung!

Brisant und actionreich

Nachdem Vanessa Frank, Kriminalleiterin der schwedischen Sonderkommission Nova, betrunken am Steuer erwischt wurde und vom Dienst suspendiert ist, ist ihre größte Sorge die Langeweile. Gezwungenermaßen geht sie zu einer Therapeutin und engagiert sich ehrenamtlich für Flüchtlingsmädchen. Außerdem stürzt sie sich privat in Ermittlungen, als mehrere Geschäftsmänner entführt und nach Zahlung eines hohen Lösegelds wieder freigelassen werden. Zwischen den Geschäftsmännern scheint es keinerlei Verbindung zu geben. Die einzige Parallele ist, dass sie extrem teure Uhren tragen.

Ein paralleler Handlungsstrang spielt in der Colonia Rhein in Chile, diktatorisch geführt von Carlos Schillinger, dessen Vater als SS-Mann nach Chile geflohen war. In der dortigen Clinica Bavaria werden zahlungskräftigen Patienten Organe transplantiert. Die Organe selbst werden offenbar von entführten Straßenkindern, die natürlich niemand vermisst, beschafft.

In einem weiteren Handlungsstrang lernt man Nicolas Paredes kennen, ehemaliger Elitesoldat, aber unehrenhaft entlassen, der für sich und seine autistische Schwester ein neues Leben aufbauen will. Dazu verdingt er sich als Tellerwäscher, nimmt aber auch andere Aufträge an.

In kurzen Kapiteln, die jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen, werden die einzelnen Handlungsstränge nach und nach verknüpft, was deutlich zum Spannungsaufbau und gesteigertem Lesetempo beiträgt. Stellenweise ist das Geschehen actionreich und auch brutal, was aber angesichts der unter die Haut gehenden Thematik auch begründet ist.

»Feuerland« ist der spannende Auftakt einer Thriller-Serie um Vanessa Frank, die eine mutige und sympathische Ermittlerin abgibt. Man darf auf die Fortsetzung gespannt sein.

Etwas unrealistisch

Kommissarin Vanessa Frank, von der schwedischen Polizei, Abteilung Nova, ist derzeit vom Dienst suspendiert, da sie alkoholisiert Auto gefahren ist. Um nicht so viel Langeweile zu haben, kümmert sie sich um Flüchtlingsmädchen in einer Unterkunft.

Währenddessen wird in Stockholm ein Uhrengeschäft mit einer teuren Uhrenmarke überfallen, aber es wird scheinbar nichts gestohlen. Kurze Zeit später werden zwei reiche Geschäftsmänner entführt und gegen Lösegeldzahlungen wieder freigelassen. Vanessas Polizeipartner bittet sie herauszufinden, wie der Zusammenhang von den beiden Fällen sein könnte … Bei ihren privaten Ermittlungen kommt sie ins Visier der Verbrecher-Organisation »Legion« …

Das Buch besteht aus drei Handlungssträngen. Damit der Leser erstmal die ganzen Hintergrundinformationen bekommt, ist es bis ungefähr zur Hälfte des Buches etwas langatmig. Aber danach wird es zum Ende hin richtig spannend. Durch die drei Handlungsstränge, die immer abwechselnd sind, bekommt man Abwechslung und die Spannung wird aufrechterhalten.

Der Schreibstil ist sehr gut und lässt sich flüssig lesen, auch dort wo die Spannung am Anfang noch nicht ganz da ist. Deswegen bekommt man auch noch keine Langeweile beim Lesen.

Allerdings finde ich die Handlung recht unrealistisch. Außerdem sind die Charaktere ebenfalls ein wenig unrealistisch und auch unsympathisch. Die Handlungen der Charaktere konnte ich oft einfach nicht nachvollziehen, warum sie es tun. Dadurch konnte ich mich mit ihnen auch einfach nicht anfreunden und mich in sie hineinversetzen.

Mein Fazit: Wer an einem Buch über Verbrecher-Organisation interessiert ist, für den ist das Buch auf jeden Fall etwas. Ich fand das Buch zwar ganz spannend, aber von der Handlung konnte es mich einfach nicht kriegen. 3 von 5 Sternen.

Zwei Kontinente

Der Prolog enthält das erste Rätsel, ein Überfall auf einen Juwelier, bei dem es um eine Pateque Philipe geht. Vier verschiedene Handlungsstränge machen diesen Thriller aus. Nicolas und Ivan, die reiche Männer entführen, Nicolas, der sich rührend um seine Schwester Maria kümmert, Vanessa, die Polizistin, die wegen Trunkenheit am Steuer ihren Job bei der Polizei verlieren kann und sich in ihrer Freizeit um junge Einwanderer Mädchen kümmert und die Geschehnisse in Chile in der Colonia Rhein und der Clinica Bavaria. Eine sehr komplexe Lage, die diesen Thriller immer wieder mit neuen spannenden Elementen füttert.

Die Gelder aus den Entführungen soll für Nicolas und Maria ein Neuanfang werden, doch dann verliebt sich Nicolas in die Frau des letzten Entführungsopfers und Ivan sucht Anschluss an das Verbrechersyndikat die Legion. Das steht gegen die Interessen von Nicolas. Vanessa ermittelt weiter, obwohl sie nicht mehr im Dienst ist, aber immer noch viele Kontakte in der Szene hat. In ihrer Freizeit trainiert sie Mädchen, die geflohen sind, wie sie sich am besten verteidigen können. Sie übernimmt Verantwortung für ein Mädchen namens Natasja, die ihr ans Herz wächst. Zur gleichen Zeit in Chile werden die Quellen für die Operationen für reiche Menschen knapp, die dringend neue Organe brauchen. Carlos, der Patron der Colonia Rhein sucht Nachschub und nimmt Kontakt nach Schweden auf. Die Ereignisse spitzen sich zu und die Spannung steigt.

Der Thriller »Feuerland« spielt auf zwei Kontinenten und die Frage, die sich von Anfang an stellt, ist: Wie hängt das alles zusammen? Der Spannungsbogen, der durch die verschiedenen Handlungsstränge exzellent aufgebaut, ist brillant bis zum Ende durchgeführt. Feuerland gehört zu den Top-Thrillern aus Schweden und Pascal Engman ist wieder mal ein ausgezeichneter Roman gelungen.

In der schönen Landschaft Feuerlands geschieht Grausames...

„Feuerland“ von Pascal Engman war für mich bereits das zweite Buch dieses Autors. Ein Vergleich der Bücher fällt mir schwer, die Thematik ist vollkommen unterschiedlich. Im hinteren Klappentext steht, dass „Feuerland“ der erste Band einer Thriller-Serie um die Kriminalkommissarin Vanessa Frank sei – das hatte ich beim Lesen noch nicht richtig realisiert – aber es freut mich sehr!

Das Buch ist – genau wie „Der Patriot“ – in verschiedenen Handlungssträngen geschrieben, bei denen ich als Leserin zuerst keinerlei Zusammenhänge erkennen konnte – aber so ganz langsam und behutsam beginnen wir Leser*innen die Puzzleteile zusammenzufügen und haben den „Aha“-Effekt und können das große Finale atemlos mitverfolgen.

Vanessa Frank hielt ich anfangs für eine „arrogante und eingebildete Ziege“, die nur sich selbst und ihre persönliche Befindlichkeit wichtig nimmt. Aber ich musste schnell Abbitte leisten: Je weiter die Geschichte voranschritt, habe ich sie immer besser verstanden – zum Schluss war sie mir richtig sympathisch und ich wäre gern mit ihr befreundet!

In Nicolas habe ich mich sofort etwas verliebt, bei ihm erfahren wir, dass er nicht nur gute Seiten hat (ja, zugegeben: Er hat leider auch Straftaten begangen – aber eigentlich für einen „guten Zweck“), aber trotzdem empfand ich ihn als „Hoffnungsträger“ (und mein Gerechtigkeitsempfinden hat beide Augen fest zugedrückt!).

Ja, und andere Protagonisten mochte ich gar nicht und daran änderte sich nichts, es wurde eher schlimmer (aber man muss ja nicht alle mögen) – und einen Handlungsstrang empfand ich als sehr grausam, aber es war eben genau der, auf dem der Thriller aufgebaut ist. Er ist nach Engman-Manier sehr realistisch beschrieben – und ich bezweifle überhaupt nicht, dass es sich so oder ähnlich tatsächlich in der Realität zugetragen hat (oder gar noch zuträgt). Aber Realität ist eben manchmal schwer zu ertragen...

Ich glaube, zur Geschichte selbst möchte ich nichts schreiben, denn der Sinn von Thrillern besteht ja im Überraschungsmoment für die Leser*innen, deshalb denke ich: Jedes Wort wäre eines zu viel!

Obwohl ich eigentlich kein „Cover-Typ“ bin, muss ich positiv vermelden, dass ich die Haptik hier gut gelungen finde: Der Titel des Buches und der Name des Autors sind erhöht und glitzern etwas – mir hat es gut gefallen und es fühlt sich gut an, wenn man das Buch in der Hand hält. Der Schreibstil ist flüssig, angenehm zu lesen und sehr bildhaft, ich konnte mir Landschaften und Szenen gut vorstellen.

Pascal Engman war Journalist, der Übergang zum Autor ist ihm m.E. gut gelungen. Mir hat das Buch gut gefallen, ich fand es sehr spannend und es hat mich zeitweise regelrecht gefesselt. Auf jeden Fall werde ich den Weg dieses Schriftstellers weiterhin verfolgen und hoffen, dass „Feuerland“ tatsächlich der Auftakt einer Serie um Vanessa Frank – meiner neuen Freundin – ist. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

Spannend, aber auch bedrückend

Eigentlich ist Vanessa Frank Leiterin der Sonderkommission Nova, aber sie wurde erwischt, als sie betrunken Auto fuhr, und ist daher suspendiert bis es eine Entscheidung gibt, wie es mit ihr weitergehen soll.

Als es merkwürdige Fälle gibt, kann sie es nicht lassen und ermittelt. Im ersten Fall wurde ein exklusives Uhrengeschäft überfallen, ohne dass eine Uhr entwendet wurde. Bei dem anderen Fall wurden Geschäftsleute entführt und gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder freigelassen. Doch in beiden Fällen haben die Opfer Geld und in beiden Fällen schweigen sie wie ein Grab. Diese Sache lässt Vanessa keine Ruhe. Sie findet eine Spur nach Chile, bei der es um illegale Organtransplantationen geht und sticht mit ihren Ermittlungen in ein Wespennest.

Der Schreibstil von Pascal Engman hat mir gut gefallen; er weiß, wie man den Leser packt. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die sich erst später verknüpfen.

Alle Charaktere sind sehr gut und lebendig dargestellt, auch wenn man nicht alle mögen muss. Vanessa Frank ist eine wirklich taffe und mutige Frau, die sich nicht ausbremsen lässt. Regeln scheinen für sie dafür da zu sein, um sie zu brechen. Trotz hat sie mir gut gefallen.

Das Thema Organhandel ist brisant und hier gibt es Szenen, die wirklich unter die Haut gehen. Es ist schrecklich, wozu Geldgier die Menschen bringt.

Der Handlungsverlauf ist rasant und sehr spannend, aber es ist auch bedrückend. Ein wirklich fesselnder Thriller.

Gelungener Auftakt

Für die Kriminalinspektorin der Sonderkommission Nova, Vanessa Frank, läuft es gerade nicht so rund. Sie wurde alkoholisiert am Steuer erwischt, muss mit einem Disziplinarverfahren rechnen und zu allem Überfluss auch noch in eine psychologische Untersuchung. Um sich abzulenken, stürzt sie sich in die Ermittlungen eines rätselhaften Falls. Es werden vermögende Unternehmer entführt und nach der Zahlung von hohen Lösegeldern wieder unversehrt freigelassen. Ihre Gemeinsamkeit ist, dass sie nach der Tat eisern schweigen und so die Ermittlungen nicht wirklich vorankommen. Die vermeintlichen Einzeltaten entwickeln sich aber zu einem umfangreichen Fall, der der Kriminalinspektorin alles abverlangt.

Nach den guten Kritiken zu dem Thriller »Der Patriot« vom Autor Pascal Engmann war ich nun sehr gespannt auf sein neues Werk »Feuerland«, dem Auftakt einer neuen Reihe um die Kriminalinspektorin Vanessa Frank. Der Thriller forderte aber zu Beginn ein wenig Durchhaltevermögen, denn die unterschiedlichen Handlungsstränge wollten sich mir zunächst nicht erschließen und ich kam so nicht richtig in die Geschichte hinein. Im Verlauf bekamen die Protagonisten aber immer mehr Struktur und die sehr komplexe Handlung wurde von Kapitel zu Kapitel nachvollziehbarer. Der Spannungsbogen litt dadurch anfangs ein wenig, konnte aber im zweiten Teil des Buches ordentlich zulegen. Es entwickelte sich ein actiongeladener und packender Thriller um das organisierte Verbrechen im Bereich von Kindesentführungen und Organhandel. Pascal Engmann hat eine clevere und vielschichtige Story aufgebaut, die wahrscheinlich gar nicht so weit von der Realität entfernt ist und somit auch ein wenig nachdenklich stimmt.

Die Umsetzung des Hörbuchs mit der ausdrucksstarken Stimme von Frank Stieren hat mir ausgesprochen gut gefallen. Mit seiner Ruhe und Besonnenheit führt er durch die komplizierte Handlung und hilft dem Hörer den roten Faden nicht zu verlieren.

Insgesamt ist »Feuerland« aus meiner Sicht ein gelungener Start einer neuen Thriller-Reihe um eine interessante und sympathische Ermittlerin, der Lust auf weitere Folgen gemacht hat. Ich empfehle das Hörbuch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

Wo alles begann und alles endet

Auch wenn der namensgebende Ort im Buch eine große Rolle spielt, so ist der Thriller doch mehr ein »Schweden-Krimi« denn ein südamerikanischer. Was ja nichts Schlechtes sein muss.

Vanessa Frank, Kriminalkommissarin mit einer Abneigung gegen Gefühlsduselei und einer (kontrollierten) Vorliebe für Alkohol, entdeckt in diesem Thriller nicht nur neue Seiten an sich selbst, sondern auch an ihren Kollegen.

Wobei, aktuell eher Ex-Kollegen. Oder möglicherweise bald Ex-Kollegen. Vanessa kam nämlich in ihrem Auto in eine Polizeikontrolle zu einem Zeitpunkt, als sie eine gewisse Menge Alkohol im Blut hatte. Nun sitzt sie zuhause und muss abwarten, wie ihr Fall beurteilt wird und ob sie überhaupt wieder in ihren Job zurückkann.

Zu viel Zeit würde andere Menschen gefühlsduselig und nachdenklich machen, nicht so Vanessa. Durch engen freundschaftlichen Kontakt zu einem Kollegen bekommt sie die interessantesten Entwicklungen mit und stellt selbst Ermittlungen quer durch Stockholm an. Durch Zufall erkennt sie, dass es zwischen rätselhaften Entführungen von reichen Stockholmern und einem Überfall auf ein Uhrengeschäft einen Zusammenhang gibt.

Und plötzlich verschwinden nicht nur die Reichen, sondern auch Straßenkinder, die die weite Flucht quer durch und nach Europa geschafft haben. Gibt es auch da einen Zusammenhang? Es entfaltet sich ein spannender Krimi mit vielen Zutaten: Straßengangs, Flüchtlinge, korrupte Polizei, Entführungen, Erpressungen, Blut, Leichen und natürlich: Chile, wo alles begann und alles endet.