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Finstere Havel

Der fünfte Fall für Hauptkommissar Toni Sanftleben. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 240 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3740811412

ISBN-13: 

9783740811419

Erscheinungsdatum: 

18.03.2021

Preis: 

12,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3740811412

Beschreibung von Bücher.de: 

Ausgefeilte Krimispannung vor traumhafter Kulisse.

Ein Auto wird aus der Havel geborgen, am Steuer eine tote Frau. Beging sie Selbstmord, war es ein Unfall, oder wurde sie ermordet?

Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Sanftleben in den Naturpark Westhavelland, wo die Biologin an einem großen Flussprojekt mitwirkte und in ihrer Freizeit den Nachthimmel erforschte. Doch am dunkelsten Ort Deutschlands ist es so finster, dass man die Gefahr nicht kommen sieht.

Kriminetz-Rezensionen

War es Mord?

Bereits der Prolog gab einen spannenden Einblick in die Geschichte, der Zusammenhang war lange Zeit im Dunkeln. Als das Team um Kommissar Samtleben zum Tatort gerufen wird, geht es darum, die Frage zu klären, war es Mord, Selbstmord oder doch ein Unfall.

Neben der Ermittlungsarbeit gibt es immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit des Opfers, wodurch sich Stück für Stück die Lösung abzeichnet. Diese Herangehensweise hat mir besonders gut gefallen.

Es wurden mehrere Charaktere vorgestellt, bei denen unterschiedliche Motive für eine Täterschaft sprachen. Als wenn der Kommissar nicht genug mit der Arbeit zu tun hätte, beschäftigen ihn auch Querelen im beruflichen und privaten Umfeld. Wie immer ist das Zusammenspiel von Kriminalfall und privatem Umfeld sehr ausgewogen. Außerdem wird auch dem Thema Fluss- und Auenökologie ein Platz in der Geschichte eingeräumt, was sehr interessant war.

Fazit:
Ein spannender Krimi, der außerdem die Lust darauf weckt, das Havelland einmal persönlich in Augenschein zu nehmen. Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

Tod in der Havel

»Finstere Havel« von Tim Pieper habe ich als Taschenbuch aus dem emons-Verlag mit 304 Seiten gelesen. Diese sind in 64 Kapitel eingeteilt. Es ist der 5. Havelkrimi dieser Reihe.

Aus der Havel wird ein Auto geborgen. Darin eine tote Frau. Es handelt sich um Melanie Berndt, eine Biologin. Hauptkommissar Toni Sanftleben und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Es stellt sich heraus, dass Melanie massive persönliche Probleme hatte, ihre Tochter bei ihrem Mann lebt und sie eine Therapie gemacht hat. Aber war es Selbstmord? Oder hat da jemand nachgeholfen? Es werden Melanies persönliches und berufliches Umfeld untersucht, wobei sich herausstellt, dass sie es mit vielen unangenehmen Menschen zu tun hatte.

Durch die rückblickenden Abschnitte aus Melanies Perspektive weiß der Leser mehr als die Ermittler, was sehr interessant, aber auch deprimierend ist. Sie ist eine sehr tragische Figur mit so großen Problemen.

Erik kennt man ja schon aus den Vorgängerbüchern. Er ist eher der verschlossene und nicht sehr humorvolle Typ, was auch bei der Arbeit mit seinem Team zu merken ist, wo er kaum mal ein persönliches Wort oder einen lustigen Einwand macht. Da geht es ziemlich streng zu. 

Erik, Phong und Gesa sind hier kein gutes Team. Die Letzteren haben sich optisch verändert. Phong ist unglücklich verknallt und Gesa ist auch verknallt und ständig verschwunden. Das wirkt sich auch auf die Arbeit aus. Auch macht sich Erik Sorgen um seine Freundin, die anscheinend wieder verfolgt wird. Also viel zu tun für alle.

Das Buch fand ich auch interessant, was die Umwelt- und Klimaaspekte betrifft. Andererseits ist es eine sehr traurige Geschichte. Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben, manche Menschen möchte man einfach nur schlagen. Auch der Schreibstil ist fesselnd, relativ kurze Kapitel und zügig zu lesen. Das Ende war nicht vorhersehbar, da sich die Handlungen vorher ständig änderten und immer Neues zum Vorschein kam.

Insgesamt ist das Buch eine sehr gute Fortsetzung, spannend, interessant und mit sehr schönen poetischen Naturbeschreibungen.

Auch das Cover mit dem einsamen Boot auf der vom Abend- oder Morgenrot beschienenen Havel ist sehr schön und passend.

Ein vermeintlicher Selbstmord entpuppt sich als kniffliger Fall für Toni Sanftleben und sein liebeskrankes Team

Mit diesem Buch legt der Autor Tim Pieper den inzwischen bereits fünften Band seiner Reihe um Toni Sanftleben von der Kriminalpolizei Potsdam vor und konnte mich dabei auch diesmal wieder auf ganzer Linie überzeugen und begeistern.

Vorkenntnisse aus den ersten vier Bänden sind hier nicht erforderlich, da alle erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte gut in die laufende Handlung eingebunden werden, ohne den Lesefluss zu stören. Lesen sollte man diese Bände aber dennoch, weil sie ebenfalls beste Krimiunterhaltung bieten.

Als ein Auto aus der Havel gezogen wird, hinter dessen Steuer eine tote Frau sitzt, ist zunächst unklar, ob es sich hier um einen Mord, einen Unfall oder gar um einen Selbstmord handelt. Je tiefer die Ermittler in die Geschichte der Toten eindringen, auf umso mehr Ungereimtheiten und mögliche Motive stoßen sie. Ein kniffliger Fall, der Toni vor ziemliche Rätsel stellt. Das sich sein Team gerade im kollektiven Liebeswahn befindet und seine Freundin, die Staatsanwältin Caren Winter, spurlos verschwindet, macht die schwierigen Ermittlungen auch nicht wirklich einfacher.

Auch dieser Band überzeugt durch einen packenden Schreibstil und bietet eine gut aufgebaute Geschichte mit sorgfältig charakterisierten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen und mit einem ausgeklügelten Fall, der am Ende überzeugend aufgelöst wird und dabei für die eine oder andere Überraschung gut ist.

Neben den aktuellen Ermittlungen werden auch immer wieder Kapitel aus der Sicht des späteren Opfers eingestreut, die dann auch so manche Aussage in einem etwas anderen Licht dastehen lassen. In diesem Dickicht aus Lüge und Täuschung ist es für die wackeren Ermittler nicht wirklich einfach, den Überblick zu behalten und dem Täter am Ende auf die Spur zu kommen.

Ein toller Kriminalroman aus einer Reihe, die meiner Meinung nach mit jedem Band besser wird und hoffentlich noch einige Fortsetzungen nach sich ziehen wird.

Wenn die idyllische Landschaft trügt

Endlich wieder ein Fall um Toni Sanftleben, so habe ich gedacht, als ich von der Buchankündigung gehört habe. Ich mag die Reihe um Toni und seine Ermittler sehr, irgendwie ist es, als würde ich dies kennen. Das liegt garantiert daran, dass Tim Pieper die Situationen gelungen einfangen kann, so dass alles echt wirkt.

Bei diesem Fall entführt uns Tim Pieper in die idyllische Havellandschaft und zeigt auf, dass das Wunder der Natur nicht weit weg liegt. Wer wollte nicht schon immer die Sterne beobachten? Neben dem Krimigeschehen erfährt man noch sehr viel Nützliches und das macht die Bücher von Tim Pieper so besonders.

Ein hochsensibles Opfer wird eingesperrt in ihrem Auto in der Havel gefunden. Handelt es sich nur um einen unglücklichen Unfall? Stück für Stück kommen wir der Wahrheit näher und gelungen fand ich, dass man als Leser immer an den Gedanken des Opfers teilnehmen konnte. Die Kapitel haben sich immer abgewechselt.

Ein Opfer, was einem nur leidtun kann. Rückblickend hatte für Melanie niemand positive Gefühle, sicher war sie in ihrer Art anders, vielleicht auch anstrengend. Aber sie hat niemandem was getan. Alle, die mit ihr im näheren Umfeld zu tun hatten, haben immer nur an ihren Vorteil gedacht und teilweise nicht realisiert, was sie getan haben bzw. kein Schuldverständnis. Ein sehr spannender und gut recherchierter und aufgeklärter Kriminalroman.

Toni erfährt erneut privates Gluck mit Caren, aber auch Angst durch bekannte Personen. Für mich zeigt dies auch, wie sehr er sich Caren verbunden fühlt. Besonders gut kommen Tonis Gedanken und Handeln in folgenden Zitat von Seite 113 rüber:

»Er hasste Leute, die sich an Schwächeren vergingen. Das war einer der Gründe, weshalb er Polizist blieb. In seinem Job zog er diese Typen zur Rechenschaft und ließ den Opfern Gerechtigkeit widerfahren.«

Eine weitere wichtige Person ist für mich Phong. Er ist mir schon lange ans Herz gewachsen, so ein Typ, den man gernhaben muss, trotz seiner Nerd-Eigenschaft und seinem Äußeren. Phong bekommt immer mehr Raum und er behauptet sich. Zitat von Seite 225: "»… So energisch und tatkräftig war er noch nie aufgetreten. Es schien fast so, als hätte die Enttäuschung ungeahnte Talente in ihm freigesetzt. Manchmal waren Fehlschläge der Beginn von etwas Neuem. Vielleicht erlebte er gerade einen Wendepunkt. Es wäre ihm zu wünschen.« Da zeigt es sich, dass man sich nur selbst ändern kann. Andere können Tipps geben, einen etwas stupsen, aber man muss selbst starten und den ersten Schritt setzen.

Ein weiterer gelungener Teil der Reihe, sehr zu empfehlen. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus.

Mein Dank geht an Tim Pieper für diesen neuen Fall, dass ich wieder mit Toni ermitteln durfte und für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und die schöne Widmung.

Ein großartiger Krimi

Krimiautor Tim Pieper lässt seinen KHK Toni Sanftleben nun zum 5. Mal ermitteln. Gemeinsam mit seinem Team, dem u.a. Phong und Gesa angehören, muss er den unklaren Todesfall einer jungen Frau aufklären, die in ihrem Auto sitzend aus der Havel geborgen wird. Unfall, Suizid oder doch Mord?

Bei den Recherchen zu Melanie fallen gleich ein paar Ungereimtheiten auf. Der Ex-Ehemann, der nicht kapieren will, dass die gemeinsame Zeit vorbei ist und sich mit Melanie einen Rosenkrieg um die Tochter liefert, der übergriffige Chef und der gewalttätige Nachbar, der Melanie mit Hasspostings eindeckt. Hinzu kommt, dass Melanie durch ihre Hypersensibilität ein wenig verschroben wirkt und – ähnlich wie Autisten – Menschen eher meidet.

Zwischen dem polizeilichen Alltag erhalten wir im Rückblick Einblicke in Melanies Leben. Erst nach und nach enthüllt sich die gesamte Tragödie um die junge Frau.

Meine Meinung:
Tim Pieper ist wieder ein großartiger Krimi gelungen, der nicht nur durch den komplexen Plot und die authentisch beschriebenen Charaktere besticht, sondern auch durch die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen. So konnte ich mich wieder an meinen Ausflug auf den Potsdamer Telegrafenberg erinnern, den ich 2019 besucht habe, und habe mich gleich wieder zwischen Einstein- und Helmert-Turm zurechtgefunden. Für Nicht-Ortskundige ist das Renaturierungsprojekt der Havel ein interessantes Thema, das nachgelesen werden sollte. Es birgt jede Menge Konflikte, die vermutlich für mehrere Krimis reichen würden.

Der Krimi ist niemals langweilig. Tim Pieper nimmt uns auf eine polizeiliche Ermittlung mit, bei der anfangs nicht klar ist, was ihn (und die Leser) erwartet. Für gewiefte Krimileser ist Selbstmord oder Unfall natürlich keine Option. Nur, wer war’s? Gemeinsam mit Toni Sanftleben und seinem Team begeben wir uns auf Spurensuche und müssen die eine oder andere Sackgasse hinnehmen. Dabei müssen wir erkennen, dass hinter mancher biederen Fassade der Wolf im Schafspelz steckt.

Fazit:
Wer einen penibel recherchierten, sprachlich und stilistisch gut geschriebenen Krimi lesen will, der durch seinen komplexen Plot fesselt, ist hier richtig. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

Spannender Krimi an der Havel

Für Toni Sanftleben ist es schon der 5. Fall an der Havel, für mich der Erste. Dass ich die anderen Bücher noch nicht gelesen habe, machte nichts, denn jeder Fall ist für dich abgeschlossen – und das lässt sich auch ändern. Ich werde mir die anderen Fälle noch holen und lesen.

Toni Sanftleben wird zu einem mysteriösen Fall gerufen. Melanie Brandt, eine junge Frau, wird tot in ihrem Auto in der Havel gefunden. War es Selbstmord, Mord oder vielleicht ein Unfall? Melanie war ein sensibler-schwieriger Mensch, der die Männer nur so anzog. Die Spur führt Hauptkommissar Toni Sanftleben in den Naturpark Westhavelland. Da hat Melanie Brandt als Biologin an einem großen Flussprojekt mitgearbeitet. In ihrer Freizeit hat Melanie den Nachthimmel erforscht …

Der Autor Tim Pieper hat einen super-spannenden Krimi geschrieben. Sein Schreibstil fesselte mich von der ersten bis letzten Seite. So begleitete ich Toni Sanftleben bei den Ermittlungen. Es gab viele Verdächtige, viele spannende Ereignisse und Vorfälle. Die Charaktere waren toll beschrieben, so dass ich alles vor mir gesehen habe. Vor meinen Augen sah ich die Havel, die Verdächtigen und das Mordopfer. Sehr interessant fand ich auch aus der Sicht des Mordopfers einiges zu erfahren. Was noch zusätzlich an Information für den Leser es einfach machte, sich selber ein Bild zu machen. Am Ende klärte sich alles auf. Es blieben keine Fragen mehr offen-sehr gerne 5 Sterne. Nun bin ich auf den nächsten Fall von Toni Sanftleben gespannt!

Ich bin wieder total begeistert

Ich habe schon alle Bücher aus der Havel-Reihe gelesen und bin von Mal zu Mal begeisterter. Tont Sanftleben und sein Team mit Phong und Gesa sind mir schon alte Bekannte geworden und sehr ans Herz gewachsen.

Diesmal wird das Auto einer Biologin aus der Havel gezogen: Noch ist unklar, ob es ein Unfall, Mord oder Selbstmord war. So beginnt Sanftleben zu recherchieren und kommt zu dem Eindruck, dass Melanie eine sehr schwierige Frau mit einigen seelischen Ticks war. Sie lebte von Mann und Tochter getrennt. In Melanies Umkreis gibt es so einige Personen, die ihren Tod wünschen würden.

Sanftleben selbst hat Probleme, denn seine Freundin Caren ist plötzlich verschwunden und meldet sich nicht. Auch zwischen Phong und Gesa herrscht sehr dicke Luft.

Im Laufe der Ermittlungen führen die Spuren zu einige Personen, die die Mörder sein könnten. Doch immer, wenn man meint, jetzt auf der richtigen Spur zu sein, bietet uns der Autor einen anderen Täter auf dem Tablett an, um uns dann weismachen zu wollen, dass es ein Unfall war. Wenn man sich mit dieser These vertraut gemacht hat, zieht er den nächsten Verdächtigen aus dem Ärmel.

Ich muss sagen, das Buch ist überaus spannend und interessant. Man zittert und bebt mit den Protagonisten. Besonders anschaulich und schön ist die Landschaftsbeschreibung des Naturparks Westhavelland und die Beschreibung des Sternenhimmels aus Sicht der Sternwarte. 

Stilsicher und in angenehmer Sprache versteht es der Autor, die Seiten nur so dahinfliegen zu lassen. 

Ganz besondere Aufmerksamkeit gehört dem Cover geschenkt. Es zeigt die Havel im Abendlicht. Die Wellen kringeln sich in Lila- und Rosatönen um ein altes Boot. 

Ich bin wieder total begeistert und warte auf den nächsten Havelkirmi.

Hauptkommissar Toni Sanftleben in Höchstform...

Tim Pieper hat sich mit seinem 5. Havelkrimi »Finstere Havel« erneut gesteigert. Es ist zwar eine Reihe, aber die Krimihandlungen sind jeweils abgeschlossen und man kann jederzeit einsteigen.

Diesmal ist die Handlung besonders verzwickt: Eine junge Frau wird tot am Steuer ihres Autos aus der Havel geborgen. Hauptkommissar Toni Sanftleben und sein Team müssen die Frage klären, ob es Suizid, Unfall oder gar Mord war …

Die Tote (Melanie Berndt, 34 Jahre jung) war Biologin und setzte sich sehr für den Naturschutz ein. Gleichzeitig gehörte sie zu den hochsensiblen Menschen und ertrug schlecht Licht und (laute) Geräusche. Deshalb erscheint es logisch, dass sie sich in die Einsamkeit zurückgezogen hatte und als Hobby nachts Sterne beobachtete.

Aber Melanie war auch Mutter ihrer 5-jährigen Tochter Josefine, die beim Vater lebt. Um Josefine geht es auch in einem strittigen Sorgerechts- und Umgangsverfahren. Melanies Mann hat bisher nicht akzeptiert, dass Melanie sich von ihm trennen möchte und benutzt die gemeinsame Tochter gewissermaßen als »Faustpfand«, damit Melanie in den Familienhaushalt zurückkehrt.

Wir erfahren als Leser*innen viel über Melanie, da der Autor geschickt Kapitel einschiebt, in denen wir einiges aus der Sicht von Melanie erfahren – dadurch sind wir dem ermittelnden Team immer ein Stück voraus … So etwas liebe ich ja!

Toni und sein Team – wie immer Gesa und Phong – ermitteln offen in alle Richtungen – je tiefer sie einsteigen, desto mehr Verdächtige finden sie – und der Autor schafft es brillant, uns in die Ermittlungen einzubeziehen, so dass auch wir die Motive und Möglichkeiten der Verdächtigen von allen Seiten beleuchten …

Es gibt immer wieder neue Wendungen und Überraschungen, ich gestehe, dass mich Herr Pieper geschickt auf eine falsche Spur gelenkt hatte …

Bis unmittelbar vor dem Ende ist immer noch nicht geklärt: Suizid, Unfall oder Mord, wenn ja, durch wen? Aber dann: Ein fulminantes Finale – und alle Puzzlestücke ploppen wie von selbst zusammen!

Aber ich war auch beeindruckt davon, dass Tim Pieper in einem Krimi Themen wie Hochsensibilität, Stalking, strittige Scheidungen und Umgangsrecht einfließen lässt – und das in einer sehr sensiblen und respektvollen Art und Weise. Wir erfahren »nebenbei« auch viel über Naturschutz und Renaturierung der Havel bzw. Gewässer im Allgemeinen.

Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, es war wirklich bis zum Schluss spannend und ich konnte gut mitraten (ok, zwar falschgelegen – hat aber Spaß gemacht!) und das Ende war logisch und gut durchdacht, deshalb kann ich das Buch nur wärmstens weiterempfehlen.

Was ich bisher nicht wusste: Der Autor hat auch zwei historische Krimis geschrieben, mit denen werde ich mir die Zeit bis zum nächsten Havel-Krimi vertreiben …