Cover von: Finstere Seelen
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Finstere Seelen

Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 412 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3894252189

ISBN-13: 

9783894252182

Auflage: 

6 (01.02.1999)

Preis: 

10,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3894252189

Beschreibung von Bücher.de: 

In der Nacht zum vierten Advent wird eine junge Frau ermordet - offenbar die sexuell motivierte Tat eines Triebtäters. Vieles deutet darauf hin, daß der »Kannibale« wieder zugeschlagen hat; ein Lustmörder, der zuletzt vor elf Jahren aufgefallen ist. Damals hatten die Ermittler den Fall ungeklärt zu den Akten legen müssen.

Hauptkommissar Benedikt Engel und seine junge Kollegin Ela Bach wollen nicht so recht glauben, daß sich tatsächlich der »Kannibale« zurückgemeldet hat. Dann wird Ben Engels Ex-Freundin ermordet, und es scheint, als gebe es einen Nachahmungstäter. Aufgrund der früheren Beziehung zu der Toten wird Engel der Fall entzogen, und er recherchiert auf eigene Faust weiter.

Kriminetz-Rezensionen

Ein deutscher Ellroy?

Oft wird von der Kritik geklagt, dass der deutsche Kriminalroman keinen Autor im sogenannten »hard-boiled« Stil der amerikanischen Kriminalschriftsteller vorweisen kann. Diese Klage, denke ich, kann seit Horst Eckerts drittem Krimi »Aufgeputscht« (1997, Grafit Verlag) vergessen werden. Was Eckert seinerzeit als äußerst veritablen Krimi im Stil des »police procedural« vorlegte, hat er mit seinem jüngsten Kriminalroman »Finstere Seelen« konsequent weiterverfolgt und ausgebaut. Eckert kennt die Krimis von Ellroy, Wambaugh und Harris (um nur diese drei Vertreter der harten Schule zu nennen) gut. Er hat ihren Stil, ihre Plots und die Cliffhanger studiert. Und ohne abzukupfern, hat es Horst Eckert geschafft, der oben erwähnten Kritik ein »haben wir doch auch« entgegenzusetzen. Seine »Schreibe« ist präzise aber ebenso schwarz wie James Ellory zu Zeiten seiner Serialkiller-Romane.

Düstere Bilder zum Teil kaputter, korrupter und zynischer Mord-Ermittler, umgeben von Radfahrern und alkoholkranken Kollegen – jeder gegen jeden – so sieht ein Großteil des Ermittlungspersonals der »Festung«, Düsseldorfs Polizeipräsidium, aus. Und der Gegenspieler dieser Truppe könnte fast einer von ihnen sein.

Mord-Ermittler Ben Engel und seine Kollegin Ela Bach werden mit einem grausigen Mord konfrontiert. Ist hier ein Serienmörder zugange, der nach elfjähriger Pause wieder brutal und grausam zugeschlagen hat? Oder handelt es sich um einen Trittbrettfahrer, der zwei Morde aus vergangener Zeit kopiert? Ben Engel erkennt jedenfalls die Handschrift des »Kannibalen«. Jedenfalls hat das Ermittlungsteam nicht allzu viel Zeit, das Rätsel zu lösen. Auch Thilo Becker, Kollege von Ben Engel, ist wieder im Ermittlerteam. Sein Interesse, den Fall zu lösen ist mehr persönlicher Art: Eine Nenntante Beckers wurde vor elf Jahren auf ähnlich grausame Art und Weise umgebracht, wie das Opfer des aktuellen Falls.

Horst Eckert hat wieder einmal einen hervorragend gemachten und konstruierten Thriller vorgelegt. Und wie immer bei Eckert ist die gute Recherche nicht von der Hand zu weisen. Auch die Nebenschauplätze und weiteres Personal des Krimis sind sorgfältig gezeichnet. Authentizität und genau modellierte Charaktere machen diesen Krimi wieder zu einem Highlight und zu einem Lesevergnügen.

Rezension: © Thomas Przybilka

www.bokas.de
www.das-syndikat.com/autoren/autor/120-thomas-przybilka.html