Cover von: Fleischeslust in Unterfilzbach
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Fleischeslust in Unterfilzbach

Der vierte Fall für Bauhofangestellten Hansi Scharnagl. Krimikomödie aus Niederbayern
Buch
Taschenbuch, 304 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3958355625

ISBN-13: 

9783958355620

Auflage: 

1 (30.04.2021)

Preis: 

12,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3958355625

Beschreibung von Bücher.de: 

Im niederbayerischen Dorf Unterfilzbach geht es um die Wurst:Der ehemalige Metzger Max Saxinger ist zum konsequenten Tierschützer und »Kuhflüsterer« mutiert und will nun alle Unterfilzbacher zum Vegetarismus bekehren. Das stößt jedoch nicht durchweg auf Begeisterung. Nachdem Metzger Saxinger plötzlich tot im Stall des Huberbauern gefunden wird, ist die Liste der Verdächtigen dementsprechend lang. Und der erprobte Bauhof-Detektiv Hansi Scharnagl hat sofort das ungute Gefühl, dass der zuständige Kommissar Bernhard Dietl bei seinen Ermittlungen auf dem Holzweg ist.

Doch auch im Hause Scharnagl herrscht wieder einige Aufregung. Der Stammhalter Hansi Junior will endlich seine Jungfräulichkeit verlieren und erhält dabei tatkräftige Unterstützung von seiner Schwester Isabelle. Zudem treiben die Beziehungsprobleme von Hansis Freund Sepp Müller, ein geheimnisvoller schwarzer Van, seine sportbegeisterte Frau Bettina und seine große Leidenschaft für weißen Presssack den armen Familienvater beinahe an den Rand der Verzweiflung …

Kriminetz-Rezensionen

Ich komme bestimmt wieder – nach Unterfilzbach

Max Saxinger, ehemaliger Metzger in der Metzgerei Aschenbrenner in Unterfilzbach in Niederbayern, seit einiger Zeit »Kuhflüsterer«, Tierschützer und Vegetarier, liegt tot neben einem Bullen im Stall des Huberbauern, den er gerade gesund flüstern wollte.

Da Kommissar Dietl aus Straubing nicht in die Pötte kommt, sieht sich Bauhofmitarbeiter Gerhard Johann »Hansi« Scharnagel mal wieder in der Pflicht, den Fall zu lösen. Unterfilzbacher mit Motiven gibt es einige. Wird es Hansi auch diesmal gelingen, den Täter dingfest zu machen?

Dies ist schon der 4. Band, in dem die Autorin Eva Adam den Leser in den nach Niederbayern in den idyllischen Ort Unterfilzbach mitnimmt. Ich habe hier das erste Mal Bekanntschaft mit dem Ort und seinen Bewohnern gemacht.

Da gibt es die alte Dorfratschn Berta Hinkhofer, deren Pelzmantel der Max mit Farbe besprüht hat; die Tierärztin Dr. Marion Pauli, deren Kundschaft langsam zum Tierflüsterer abwandert; Metzgermeister Reiner Aschenbrenner und seine Exfrau Maria, die weniger Fleisch verkaufen, und Gastwirt Herbert Wagner mit Frau Barbara, denen auch die Gäste wegbleiben. Sie alle hätten ein Motiv.

Eva Adam hat einen sehr leichten, eingängigen Erzählstil und schafft es spielend mich sehr schnell in die idyllische Dorfatmosphäre, die durch den plötzlichen Tod einiger Haus- und Hoftiere und nun den Tod von Max Saxinger etwas angespannt ist, hineinzuziehen. Witzig finde ich verschiedene Namensgebungen. Da stirbt z.B. ein Hängebauchschwein namens Schweinsteiger, ein Hund nennt sich Paulaner. Auch kleine Nebenschauplätze, wie eine Toilettenpapierflaute und die Suche nach einer Entjungferungspartnerin für Hansi jun. lockern das Ganze immer wieder auf. Da ich auch bei den Scharnagels reinschauen durfte, kenne ich nun auch Indira, Hansi jun. und Isabella. »Zuckerschoasserl« Bettina, Hansis Ehegesponst, sollte sich vielleicht mal einen anderen Kosenamen zulegen. Aber so ist ihr Bärli nun mal. Ich habe mich bei meinem Besuch in Unterfilzbach sehr wohlgefühlt.

Die Lösung des Kriminalfalles gestaltet sich etwas schwierig, da alle Verdächtigen mit der Zeit ein Alibi nachweisen können. Aber Hansi und sein bester Freund und Mitermittler Sepp Müller geben nicht auf, bis allerdings ganz jemand anderes auf die richtige Spur findet. Mehr wird aber nun nicht mehr verraten.

Wer einen superspannenden, actionreichen Krimi erwartet, der ist hier falsch. Wer aber Lust auf eine witzige Krimödie mit interessanten Protagonisten, tollen Dialogen, einfallsreicher »Ermittlungsarbeit« und ein bisserl Familiengeschichte hat, der ist hier genau richtig. Den erwartet ein lustig-spannendes und sehr abwechslungsreiches Lesevergnügen. Ich komme beim nächsten Fall auf alle Fälle wieder.

Amüsant-schräge Krimikomödie aus Niederbayern

Die Gemeinde Unterfilzbach ist neuerdings aufgespalten in die eingefleischte und die vegetarische Fraktion! Die Situation schaukelt sich immer weiter hoch, nachdem Hardcore-Veganer und Ex-Metzger Max Saxinger mit seiner Überzeugung fürs Tierwohl wüst durch die Gemeinde wütet!

Als der selbsternannte Tierflüsterer Max dann auch noch tot im Stall des Huber-Bauern aufgefunden wird, glaubt Hansi Scharnagl, der Hobby-Detektiv vom Bauhof, keinesfalls an einen Unfall und beginnt mit eigenen Ermittlungen …!

Die skurrile Kriminalkomödie von Autorin Eva Adam »Fleischeslust in Unterfilzbach« kommt aus der Niederbayrischen Provinz und ist schon der vierte Fall für den selbsternannten Sherlock Hansi Scharnagl vom örtlichen Bauhof und seinen besten Kumpel Sepp Müller.

Das Buch liest sich wie geschmiert, die Seiten gleiten nur so dahin:), das liegt vor allem an den liebevoll konstruierten Figuren und der außergewöhnlich amüsanten und spannend gestrickten Handlung;)! Natürlich gibt’s auch einiges an regionalen Delikatessen, Brauchtum und Dialekt zu verdauen, man wird mit einem Augenzwinkern unterhalten und vielen liebenswerten Ausdrücken.

Eine brillante Idee der Autorin, dieses brisante Thema vegetarische Ernährung versus Fleischeslust mit all seinem Konfliktpotenzial zu wählen.

Das wunderbar bunt und witzig ausgestaltete Cover passt prima zum Buch, man erkennt sofort, in welchem Genre sich das Buch bewegt.

Mein Fazit:
Sehr kurzweiliger Regionalkrimi mit einem ungewöhnlichen Ermittler und jeder Menge humorvoller Szenen. Für Liebhaber skurriler Geschichten perfekt:).

Dorfkrieg

Max Saxinger war Unterfilzbachs Garant für delikaten Pressack, gschmackigen Leberkäse und Grillwürste zum Niederknien. Doch nun hat er die Seiten gewechselt und wie viele Konvertiten ist er gleich ins Extrem gesprungen. Er wurde zum Veganer und Tierschützer und schreckt auch vor grenzwertigen Aktionen nicht zurück, um seine Umwelt zu missionieren. Auch als »Kuhflüsterer« hat er sich einen Namen gemacht, sehr zum Ärger der örtlichen Tierärztin, die nun in ihrer leeren Praxis sitzt. Doch beim Bummerl, dem preisgekrönten Zuchtstier des Huberbauern, ist was schiefgegangen. Denn am nächsten Morgen liegen Stier und Max tot im Stall.

Hansi Scharnagl vom örtlichen Bauhof, bereits als Detektiv erprobt, ist sich sicher, dass man diesen schwierigen Fall nicht dem zuständigen Kommissar Dietl überlassen kann. Allerdings hat es auch Hansi nicht einfach, denn die  Verdächtigenliste ist ellenlang und nebenbei muss er ja schließlich auch noch das Dorfgrün kurz halten und sein Filius gibt Anlass zur väterlichen Sorge.

In Unterfilzbach geht es nicht unbedingt sehr feinsinnig zu. So deftig wie das Essen, so derb auch manche Sprüche. Eva Adam hat das auch in ihrem vierten Niederbayern-Krimi wieder sehr gekonnt in Szene gesetzt. Ein genauerer Blick auf das Titelbild lohnt auf alle Fälle. Es macht wirklich Spaß, den tollpatschigen Hansi bei seinen »Ermittlungen« zu begleiten. Er hält sich zwar für einen würdigen Nachfolger von Sherlock, aber mit dieser Einschätzung steht er allein. Er braucht schon seine geduldige Ehefrau Bettina oder Freund Sepp, die ihm auf die Sprünge helfen.

Ein typischer Humorkrimi, der auch mit und durch den Dialekt und die urig-kauzigen, ein wenig überzeichneten Niederbayern lebt. Die Gagdichte ist wirklich unglaublich hoch und über die Einfälle der Autorin bin ich immer wieder erstaunt. So manch ein Bild war mir fast zu drastisch, aber das Gesamtpaket stimmt.

Eva Adam hat einen witzigen Figurenkosmos erschaffen – man meint so eine Berta auch aus dem Nachbardorf zu kennen – auch die besorgte Ehefrau Bettina, die doch nur das Beste für ihren Hans will und ihn jedes Mal wieder in eine peinliche Situation bringt, das ist Kopfkino! Auch ihre kleinen Nebengeschichten sind gelungen und witzig. So heißt das Hausschwein des Wirts »Schweinsteiger« und der Hofhund des Getränkehändlers hat den passenden Namen »Paulaner«.

Auf alle Fälle hat mich die »Fleischeslust in Unterfilzbach« wieder köstlich unterhalten und gegen ein Pressack-Carpaccio hätte auch nichts.