Cover von: Flieh, so weit du kannst
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Flieh, so weit du kannst

Thriller
Buch
Taschenbuch, 384 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3404183207

ISBN-13: 

9783404183203

Auflage: 

1 (29.01.2021)

Preis: 

11,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404183207

Beschreibung von Bücher.de: 

Nachdem die junge Londonerin Ava sich von ihrem Freund getrennt hat, nimmt sie mit einem mulmigen Gefühl das Angebot ihres Chefs David an, in der Wohnung von dessen verstorbener Tochter zu wohnen. Und in der Tat findet Ava in der neuen Wohnung kein Glück. Sie bekommt beängstigende Textnachrichten und Drohbriefe, irgendjemand stalkt sie offensichtlich. Nur wer? Ihr Ex-Freund? Langsam steigt ihre Angst ins Unermessliche, und ehe sie sichs versieht, muss sie um ihr Leben kämpfen …

Kriminetz-Rezensionen

Abhängigkeiten

Zum Inhalt:
Nachdem Ava sich mit ihren privaten Problemen ihrem Chef David – Leiter einer PR-Agentur – geöffnet hat, stellt dieser ihr unbürokratisch das Haus zur Verfügung, in dem seine an ihrer Drogensucht verstorbene Tochter Olivia gelebt hat. Auch wenn Ava dieses Angebot annimmt, ist ihr bei der ganzen Sache nicht wohl. Denn erstens ist ihr Davids Aufmerksamkeit fast zu viel und zweitens gibt es da noch einiges, was dieser von ihr und Olivia nicht weiß …

Mein Eindruck:
Naomi Joy hat ein Händchen dafür, ihre Leserschaft in den Bann zu ziehen. Dazu nutzt sie kurze Kapitel, die zumeist aus der Sicht ihrer beiden Hauptpersonen (Ava und ihre ehemals Freundin, jetzt Konkurrentin Jade) geschrieben sind, und eine latente Unsicherheit über die Geschehnisse rund um Olivias Tod. Das Setting in einer PR-Agentur hat zudem etwas Glamouröses und Hektisches, was zusätzlich Drive in die Geschichte bringt.

Bis kurz vor Schluss kann diese Geschichte in ihrer Unbehaglichkeit und später – mit dem Zeitpunkt der Entführung Avas – ihrer fast schon hoffnungslosen Endgültigkeit absolut überzeugen und die Leser/innen arbeiten sich fieberhaft Seite um Seite vor. 

Doch der Showdown scheint dann doch ein wenig zu übertrieben und der Epilog wartet mit einem endgültigen Schlusspunkt auf, der eher verwirrt als wirklich gefällt. Das ist schade, denn bis dahin war »Flieh, so weit du kannst«   nicht nur Pageturner, sondern Spiegel eines Haifischbeckens in einer verlogenen Werbewelt. Aber ganz besonders eine tolle Geschichte, die zeigt, dass zwei Leute mit ihrer unterschiedlichen Sicht der Dinge einen Fakt wunderbar auf zwei völlig verschiedene Arten interpretieren und sich beide dabei im Recht dieser Interpretation fühlen können.

Mein Fazit:
Der Aufbau trägt die Geschichte.

Ich weiß was du getan hast

Als Ava sich von ihrem Freund Charlie trennen will, bietet ihr Chef ihr die Wohnung seiner vor kurzem verstorbenen Tochter als Übergangslösung an. Doch Ava merkt sehr schnell, dass ihr Chef David Stein dafür eine Gegenleistung erwartet. Und dann ist da noch das Geheimnis um den Tod seiner Tochter Olivia.

Das Cover und den Titel dieses Thrillers fand ich sehr ansprechend und so war ich sehr gespannt was, mich erwartet. Die Story wurde durch die verschiedenen Perspektiven der Hauptprotagonisten Ava und Jade aufgebaut. Im Vordergrund stehen hier die einzelnen Charakterzüge, die durch Lügen, Intrigen, Neid und Manipulation die Protagonisten nicht sehr sympathisch dastehen lassen.

Im Mittelteil fiel die Spannung dann aufgrund von einigen Wiederholungen ab. Der Plot war sehr vorhersehbar, obwohl ich bis zum Schluss noch eine unerwartete Wendung erhoffte.

Die Idee der Handlung an sich hat mir gut gefallen, allerdings waren einige Passagen etwas übertrieben und zu dünn ausgearbeitet.

Für mich war das Buch eher ein Drama, es fehlte der Thrill. Schade, denn der Schreibstil war durchaus fesselnd und hat mir gut gefallen.