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Flutrache
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ISBN-10:
ISBN-13:
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Beschreibung:
Der vierte Fall für Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und die Lokaljournalistin Gertrud Boekhoff.
Ein Mord erschüttert die Küste: Ein bekannter Unternehmer liegt erschossen am Fuße einer gigantischen Lenin-Statue.
Sofort nehmen Kommissar Stephan Möllenkamp und sein Team die Ermittlungen auf. Offenbar erhielt das Opfer Drohbriefe und war in Konflikt mit einer Motorradgang geraten.
Doch die Journalistin Getrud Boekhoff bringt eine überraschende Wendung in den Fall: Ihr Vater erkennt den Mann – damals hatte er einen anderen Namen. Wer war der Tote wirklich? Und wer wollte seinen Tod?
Heike van Hoorns packende Küstenkrimi-Reihe geht weiter! Für alle Fans von Eva Almstädt, Nina Ohlandt und Sabine Weiß.
beTHRILLED – mörderisch gute Unterhaltung
»Die Autorin versteht es auf eine beeindruckende Art und Weise den Leser bei der Stange zu halten. Bravo!« Magazin Köllefornia über »Nebelschuld«





















Die Vergangenheit wirft lange Schatten
Heike van Hoorn lässt Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und sein Team erneut ermitteln. Der Besitzer einer Sicherheitsfirma, der sein Flugticket nach Mexiko bereits in der Tasche hatte, wurde erschossen. War er auf der Flucht vor seinem Mörder?
Der bereits 4. Fall der Küstenkrimireihe mit Kommissar Möllenkamp und der Journalistin Gertrud Boekhoff war für mich der erste mit diesen Ermittlern. Ich wurde gut unterhalten, doch ganz hat mich der Krimi nicht überzeugt.
Lars Kröger wird ermordet am Fuß einer riesigen Lenin-Statue entdeckt. Da er Deutscher war, der bizarre Fundort seiner Leiche aber in den Niederlanden liegt, wird eine Länder übergreifende Ermittlungskommission gebildet. Schnell gerät eine kurdische Motorradgang in Leer in den Fokus der Ermittler. Ihr Chef hat Kröger nachweislich mehrfach bedroht und schreckte dabei auch nicht vor Gewalt zurück. Die Journalistin Gertrud entdeckt eine andere Spur. Ihr Vater glaubt den Ermordeten wiederzuerkennen, doch trug dieser damals einen anderen Namen. Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp verfolgt beide Spuren. Schnell erweist sich der Fall als harte Nuss. Die Ermittlungen fördern neue Erkenntnisse zutage, aber zunächst keine heiße Spur. Dem niederländisch-deutschen Team, das gut zusammenarbeitet, wird voller Einsatz abverlangt. Und dann ist da ja noch der Terroranschlag auf Ostfrieslands führende Köpfe. Wer hat ihnen Drohbriefe zugeschickt, die möglicherweise Milzbranderreger enthalten?
Heike van Hoorn schreibt flüssig und bildhaft. Gelegentlich blitzt ihr Humor auf, wenn beispielsweise der leitende niederländische Ermittler mit einem Wohnmobil bei der Kripo Leer vorfährt, obwohl er Camping hasst. Ihre Charaktere wirken bodenständig und glaubwürdig. Mit Möllenkamp bin ich zunächst nicht warm geworden, aber die Lokalreporterin Gertrud hat mir gleich gefallen. Auch die Nebencharaktere verfügen über eigenes Profil.
Eine Besonderheit der Reihe ist, dass sie um die Jahrtausendwende spielt, im vorliegenden Band im Jahr 2001. Das ist insofern von Belang, weil im Sommer 2001 erstmals Briefsendungen mit Anthrax, also Milzbranderregern, in den USA auftauchten. Diese spielen auch hier eine Rolle. Ferner lag das Ende der DDR nur ein gutes Jahrzehnt zurück.
Die deutsche Geschichte spielt im Krimi eine große Rolle. Die Motivsuche für die aktuellen Ereignisse führen den Lesenden in den Zweiten Weltkrieg und in die DDR zurück. Beide historischen Ereignisse haben ihre Spuren hinterlassen.
Im historischen Kontext liegt gleichzeitig Stärke und Schwäche des Krimis. Die Ereignisse sind gut recherchiert, aber insgesamt wirkt die Erzählung überfrachtet. Zu viele Handlungsstränge werden gesponnen, die nicht alle zur Klärung des Falls notwendig sind. Mord, Kommunismus, Drittes Reich, Verfolgung, KZ, Fluchthilfe, Geldwäsche, Verrat, PKK, Angst vor Überfremdung, Reichsbürger, Terror mittels verdächtiger Briefe, Entführung, Folter. Das alles in einen Krimi zu packen, ist ein schwieriges Unterfangen und nur teilweise gelungen. An ein, zwei Stellen rutscht der Humor in Klamauk und ein, zwei Zufälle waren zu viel. Heike van Hoorn kann schreiben und es gelingt ihr gut, Spannung aufzubauen. Allerdings sollte sie künftig berücksichtigen, dass weniger oft mehr ist.
Die Vergangenheit wirft lange Schatten
Heike van Hoorn lässt Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und sein Team erneut ermitteln. Der Besitzer einer Sicherheitsfirma, der sein Flugticket nach Mexiko bereits in der Tasche hatte, wurde erschossen. War er auf der Flucht vor seinem Mörder?
Der bereits 4. Fall der Küstenkrimireihe mit Kommissar Möllenkamp und der Journalistin Gertrud Boekhoff war für mich der erste mit diesen Ermittlern. Ich wurde gut unterhalten, doch ganz hat mich der Krimi nicht überzeugt.
Lars Kröger wird ermordet am Fuß einer riesigen Lenin-Statue entdeckt. Da er Deutscher war, der bizarre Fundort seiner Leiche aber in den Niederlanden liegt, wird eine Länder übergreifende Ermittlungskommission gebildet. Schnell gerät eine kurdische Motorradgang in Leer in den Fokus der Ermittler. Ihr Chef hat Kröger nachweislich mehrfach bedroht und schreckte dabei auch nicht vor Gewalt zurück. Die Journalistin Gertrud entdeckt eine andere Spur. Ihr Vater glaubt den Ermordeten wiederzuerkennen, doch trug dieser damals einen anderen Namen. Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp verfolgt beide Spuren. Schnell erweist sich der Fall als harte Nuss. Die Ermittlungen fördern neue Erkenntnisse zutage, aber zunächst keine heiße Spur. Dem niederländisch-deutschen Team, das gut zusammenarbeitet, wird voller Einsatz abverlangt. Und dann ist da ja noch der Terroranschlag auf Ostfrieslands führende Köpfe. Wer hat ihnen Drohbriefe zugeschickt, die möglicherweise Milzbranderreger enthalten?
Heike van Hoorn schreibt flüssig und bildhaft. Gelegentlich blitzt ihr Humor auf, wenn beispielsweise der leitende niederländische Ermittler mit einem Wohnmobil bei der Kripo Leer vorfährt, obwohl er Camping hasst. Ihre Charaktere wirken bodenständig und glaubwürdig. Mit Möllenkamp bin ich zunächst nicht warm geworden, aber die Lokalreporterin Gertrud hat mir gleich gefallen. Auch die Nebencharaktere verfügen über eigenes Profil.
Eine Besonderheit der Reihe ist, dass sie um die Jahrtausendwende spielt, im vorliegenden Band im Jahr 2001. Das ist insofern von Belang, weil im Sommer 2001 erstmals Briefsendungen mit Anthrax, also Milzbranderregern, in den USA auftauchten. Diese spielen auch hier eine Rolle. Ferner lag das Ende der DDR nur ein gutes Jahrzehnt zurück.
Die deutsche Geschichte spielt im Krimi eine große Rolle. Die Motivsuche für die aktuellen Ereignisse führen den Lesenden in den Zweiten Weltkrieg und in die DDR zurück. Beide historischen Ereignisse haben ihre Spuren hinterlassen.
Im historischen Kontext liegt gleichzeitig Stärke und Schwäche des Krimis. Die Ereignisse sind gut recherchiert, aber insgesamt wirkt die Erzählung überfrachtet. Zu viele Handlungsstränge werden gesponnen, die nicht alle zur Klärung des Falls notwendig sind. Mord, Kommunismus, Drittes Reich, Verfolgung, KZ, Fluchthilfe, Geldwäsche, Verrat, PKK, Angst vor Überfremdung, Reichsbürger, Terror mittels verdächtiger Briefe, Entführung, Folter. Das alles in einen Krimi zu packen, ist ein schwieriges Unterfangen und nur teilweise gelungen. An ein, zwei Stellen rutscht der Humor in Klamauk und ein, zwei Zufälle waren zu viel. Heike van Hoorn kann schreiben und es gelingt ihr gut, Spannung aufzubauen. Allerdings sollte sie künftig berücksichtigen, dass weniger oft mehr ist.
Kurzweiliger Erzählstil, überladene Story
Der vierte Fall für den Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und die Lokaljournalistin Gertrud Boekhoff ist für mich der erste Fall dieser Ostfriesland-Krimi-Reihe von Heike van Hoorn.
Schon der Prolog lässt darauf schießen, dass es sich bei diesem noch Unbekannten um einen ganz fiesen Charakter handelt. Die Story dann beginnt einige Tage zuvor, als einer Briefe mit verdächtigem Inhalt verschickt. Was dies mit dem Toten zu tun hat, der am Fuße einer übergroßen Lenin-Statue gefunden wird, ist unklar.
Nun, Lars Kröger, der Tote, war Chef einer deutschen Sicherheitsfirma. Möllenkamp und sein Team ermitteln zusammen mit ihren niederländischen Kollegen. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit klappt sowohl im beruflichen als auch im Zwischenmenschlichen, das viel Raum einnimmt. Auch von Möllenkamp und seiner Meike bekomme ich viel mit, nicht zu vergessen von der Lokaljournalistin Gertrud Boekhoff.
All dies liest sich kurzweilig, wenngleich ich mich des Öfteren frage, was denn einzelne Einschübe mit der Aufklärung zu tun haben, wie etwa die einer Reisegruppe, die auf den Toten aufmerksam wurde. Auch warte ich gespannt, was es mit diesen Briefen auf sich hat. Mittlerweile weiß ich, dass eine Spur direkt zu einem Reichsbürger führt, andere Erzählstränge berichten von Waffenschmuggel, gehen zurück in die damalige DDR bis hin ins KZ. Auch von Offshore-Konten und von noch so einigem mehr lese ich. Die Frage wie dies alles zusammenhängt, wird schon geklärt, trotzdem mutet es abenteuerlich an, die Story ist heillos überfrachtet. Und genau dieses Vollgepackte ist es, dass mir diese FLUTRACHE zunehmend suspekt anmutet.
Gut finde ich die Endnotes zum Schluss, welche die niederländischen Einschübe im Text übersetzen, allerdings hab ich, trotzdem ich die Sprache nicht beherrsche, alles verstanden. Auch der flotte Schreibstil der Autorin sei erwähnt, die viele Akteure ins Rennen schickt. Für meinen Geschmack sind es zu viele, grundsätzlich ist dieser Krimi zu überladen. Daher mein Fazit: Weniger wäre hier wesentlich mehr gewesen, auch hätte ich so einige mutige Aktionen nicht gebraucht, die schon am gesunden Menschenverstand zweifeln lassen.
Zu viele Zufälle verhindern eine bessere Bewertung
Buchmeinung zu Heike van Hoorn – »Flutrache«
»Flutrache« ist ein Kriminalroman von Heike van Hoorn, der 2025 bei beTHRILLED erschienen ist. Dies ist der vierte Band um Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und Lokaljournalistin Gertrud Boekhoff
Zum Autor:
Heike van Hoorn wurde 1971 in Leer/Ostfriesland geboren. Die promovierte Historikerin war Referatsleiterin in der Hessischen Staatskanzlei und ist Geschäftsführerin des Deutschen Verkehrsforums. Sie ist außerdem Mutter von Zwillingen und begeisterte Hobbygärtnerin. Durch die Recherchen zu ihren Kommissar-Möllenkamp-Krimis hat sie ihre Heimat Ostfriesland neu kennen und lieben gelernt. Heike van Hoorn lebt mit Mann und Kindern in Berlin.
Zum Inhalt:
Ein deutscher Unternehmer wird erschossen am Fuße einer gigantischen Lenin-Statue im niederländischen Teil Ostfrieslands aufgefunden. Zudem erhalten mehrere lokale Größen Briefe mit vermeintlich verseuchtem Inhalt.
Meine Meinung:
Dieses Buch hat Stärken und Schwächen, die zu einem gemischten Eindruck führen. Die Figurenzeichnung fand ich gelungen und auch die Handlung war komplex. Gefallen hat mir die gute Zusammenarbeit der deutschen und der niederländischen Polizeibeamten. Die Informationen zur Geschichte der Kommunisten in Ostfriesland empfand ich als Bereicherung. Der Erzählstil mit den wechselnden Perspektiven war atmosphärisch und mit schwarzem Humor und mit einigen Slapstickeinlagen durchsetzt. Spannung war meist ausreichend vorhanden. Die beiden Hauptfiguren waren trotz einiger Kanten und Ecken sympathisch. Auffällig waren die starken Frauencharaktere, während einige männliche Figuren ein eher trauriges Bild abgaben. Die Auflösung war vollständig und nachvollziehbar. Soweit die positiven Aspekte. Die Handlung wurde an zu vielen Stellen durch Zufälle getrieben und die Risikobereitschaft vieler Figuren war sehr groß. Dazu kamen einige Stellen mit extremer Brutalität und Gewalt.
Insgesamt habe ich mich meist gut unterhalten und beabsichtige einen weiteren Band der Reihe zu lesen.
Fazit:
Ein in weiten Teilen überzeugender Kriminalroman, der eine bessere Bewertung durch die vielen Zufälle verschenkt hat. Deshalb bewerte ich den Titel nur mit drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten. Eine Leseempfehlung gibt es trotzdem, denn spannend und unterhaltsam war es allemal.
Krimi mit historischem Hintergrund
Der vierte Fall für Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und die Lokaljournalistin Gertrud Boekhoff.
Die Grundidee fand ich gut, wie alles zusammenkommt, wie es anfing und zu diesem Ende geführt hat. Ein bisschen weniger wäre hier aber mehr gewesen, Es gibt so viele Schauplätze, dass ich schon aufpassen musste, um nichts durcheinanderzubringen.
Dieser Krimi war sehr umfangreich, was Hintergründe, Vergangenheit, Ermittler, Täter, Opfer, Verdächtige.....mit sich brachte.
Es gab spannende Momente, witzige Szene, private Einblicke und natürlich die umganfreiche Arbeit der Polizei. Die Ermittlungen führten zurück in DDR-Zeiten und gaben auch Einblicke in die Gegenwart der Geschichte.