Cover von: Die Frau mit den grünen Augen
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Die Frau mit den grünen Augen

Shan ermittelt, Band 9. Ein Tibet-Krimi
Buch
Broschiert, 400 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3746634172

ISBN-13: 

9783746634173

Auflage: 

1 (17.08.2018)

Preis: 

14,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 47.394
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3746634172

Beschreibung von Bücher.de: 

Shan, der ehemalige Ermittler aus Peking, ist zum Polizisten ernannt worden. Als eine alte Nonne niedergeschlagen wird, versucht er, den Täter ausfindig zu machen - und gerät gleich in Schwierigkeiten. In einer Gruft, die von der Nonne bewacht wurde, werden drei Leichen gefunden: ein alter Lama, der als Heiliger verehrt wird, ein Soldat, der seit ungefähr fünfzig Jahren tot ist - und ein etwa vierzigjähriger, westlich gekleideter Mann, der allenfalls vor ein paar Stunden ermordet wurde. Shan findet heraus, dass der Tote ein Amerikaner ist, dessen Mutter vor vielen Jahren aus Tibet in die USA geflohen ist. Zeugen meinen, eine Frau an dem Grabmal gesehen zu haben: eine Frau mit auffällig grünen Augen.

»Pattison ist ein intimer Kenner der tibetischen Kultur. Detektiv Shan ist für den Leser auch Reisebegleiter durch eine fremdartige Welt.« Nürnberger Nachrichten

Kriminetz-Rezensionen

Mehr als nur ein Krimi

Ich bin begeisterte Krimileserin und lese auch sehr gerne über fremde Kulturen, deshalb habe ich mir dieses Buch ausgewählt, denn laut Klappentext entsprach es genau meinen Vorstellungen. Allerdings muss ich im Nachhinein sagen, es war sehr ehrgeizig, als Neueinsteiger mit Band 9 dieses tibetischen Krimis zu beginnen.

Ausgangspunkt ist, daß Shan Tao Yun früher Ermittler in Peking war und jetzt als Wachtmeister in Yengtse tätig ist. Sein Sohn Ko ist im Zwangsarbeitslager und er darf ihn nur ganz selten sehen. Oberst Tan scheint hier mehr als nur ein Vorgesetzter zu sein. Shan findet neben einer Nonne in einem alten Grab einen vergoldeten Lama und auf der einen Seite von ihm die Leiche eines Soldaten, der schon viele Jahre dort liegt, und auf der anderen Seite einen Amerikaner, der erst vor kurzem verstorben ist bzw. ermordet wurde. Und Shan macht es sich zur Aufgabe, die Identität der Toten und ihre Geschichte aufzudecken.

Der Autor schreibt in einem gut zu lesenden Schreibstil. Als Leser merkt man, dass Eliot Pattison weiß, wovon er schreibt, wenn er über das Land, die Kultur, die Geschichte und die Bewohner berichtet. Er erläutert in dem Buch aber sehr viel mehr als nur eine einfache Krimihandlung, der Leser lernt bzw. frischt sein Wissen durch sehr viel Geschichte Tibets auf, insbesondere natürlich im Zusammenhang mit China. Vor allem beschreibt er auch das Verhältnis zwischen den Menschen, d.h. den Chinesen zu den Tibetern. Für mich war es mehr dieses Drumherum, das das Buch ausmachte und nicht so sehr die Krimihandlung. Auf jeden Fall ist es ein lesenswertes Buch. Es war für mich als Neueinsteiger nicht immer einfach und ich hätte mir auch etwas mehr Spannung gewünscht.

Shan ermittelt wieder in Tibet

Der Chinese Shan war früher ein sehr erfolgreicher Ermittler in Peking bis er jemandem auf die Füße getreten ist. Sein Gegenspieler Oberst Tan hat dafür gesorgt, dass er nun als einfach Polizist in Yangkor in Tibet seinen Dienst tun muss.

Dann passiert unverhofft an einem Tag eine ganze Menge. Ein Gefangenentransport muss in seinem kleinen Polizeirevier für eine Nacht untergebracht werden und dann wird auch noch eine alte Nonne niedergeschlagen und in der von ihr bewachten Gruft befinden sich mehrere Tote, die zu sehr unterschiedlichen Zeiten gestorben sind: ein als Heiliger verehrter Lama, der schon sehr lange tot ist, ein chinesischer Soldat, der auch schon ungefähr fünfzig Jahre tot ist und jemand in westlicher Kleidung, der gerade erst ermordet wurde.

Ich lese sehr gerne Krimis, die in anderen Ländern spielen, weil man dadurch einen Einblick in fremde Kulturen gewinnen kann. Die politischen Verhältnisse in Tibet sind schwierig, denn das Land steht unter chinesischer Verwaltung und ihre Kultur und Traditionen sind der chinesischen Regierung suspekt. Das Misstrauen zwischen Tibetern und Chinesen ist groß. Obwohl mir die Kultur dort sehr fremd ist, ist es dem Autor sehr gut gelungen, mir Tibet, seine Menschen und seine Kultur nahezubringen.

Dies ist bereits der neunte Band um den Ermittler Shan. Ich habe nur den Vorgängerband „Tibetisches Feuer“ gelesen und muss auch dieses Mal feststellen, dass die Geschichte komplex ist und man konzentriert lesen muss.

Ich mag Shan, er ist eine interessante Persönlichkeit. Er ist nur unter besonderen Bedingungen aus dem Gefängnis entlassen worden. Nur weil er diesen Posten angenommen hat, ist es ihm möglich seinen Sohn, der in einem Lager ist, hin und wieder zu sehen. Er ist ein Ermittler, der die Wahrheit herausfinden will, aber er muss dabei auch immer an seinen Sohn denken. Shan ist Chinese, aber er hat auch Verständnis für die Tibeter und versucht sich in sie hineinzuversetzen. So gerät er in Verdacht, sich auf die Seite der Tibeter zu schlagen. Er aber versucht trotz Gegenwind, den Fall zu klären.

Auch wenn die Geschichte manchmal etwas langatmig daherkommt, finde ich diesen Krimi sehr spannend. Ganz besonders gefällt mir das Drumherum, denn so erfährt man viel über Land und Leute.

Ich kann diesen interessanten und vielschichtigen Tibet-Krimi nur empfehlen.