Cover von: Die Frau, die verschwand
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Die Frau, die verschwand

Der dritte Fall für Kasja Coren. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 384 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3746634660

ISBN-13: 

9783746634661

Auflage: 

1 (18.01.2019)

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 378.881
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3746634660

Beschreibung von Bücher.de: 

Mörderische Geheimnisse.

Die Journalistin Kajsa hat sich auf eine Insel bei Oslo zurückgezogen, als ein Mann sie aufsucht, um sie auf das Schicksal einer verschwundenen Frau hinzuweisen. Wenig später wird dieser Mann tot aus dem Meer gefischt. Offenbar hat ihn jemand betäubt und ins Wasser geworfen. Kajsas Interesse erwacht. Der Fall, dem sie nachgehen soll, liegt Jahre zurück. Damals ist Julia, eine junge Frau, verschwunden - und nun ist ihre Mutter, eine Psychiaterin, auf die Insel zurückgekehrt.

Ein Bestseller aus Norwegen - ein packender Roman um verschollene Bilder, eine mysteriöse Klinik und eine junge Frau, die ein Geheimnis hütet.

Kriminetz-Rezensionen

Finstere Schatten

Mit »Die Frau, die verschwand« legt die norwegische Krimi-Autorin Trude Teige endlich Band 3 der Kajsa-Coren-Reihe vor. Band 1 und 2 konnten mich restlos begeistern, deswegen war ich sehr gespannt, ob ihr das mit ihrem neuesten Werk auch wieder gelingen würde. Kurz und knapp geschrieben: Ja, sie konnte, bis auf eine Kleinigkeit, denn zur Mitte des Buches hin, haben sich meiner Meinung nach, ein paar minimale schwache Zeilen eingeschlichen in denen nicht viel passiert. Ja, ich weiß, ich bin kleinlich, aber mir waren es dann auf einmal zu viele Personen, denen zu viel Zeit gewidmet wurde, mit Sachen, die mich nicht interessierten.

Alles in allem ist aber die Atmosphäre wieder sehr gut eingefangen worden und eine verlassene Nervenheilanstalt, etwas abgelegen an einem Waldhang, bietet sich hervorragend an. Da drehen sich meine fiesen Gedanken schon von ganz alleine im Kreis. Zu einem alten Fall, der 2002 verschwundenen Julia, kommt noch ein Mord im Jetzt hinzu und beängstigende Rückblenden in die 1920er Jahre. Hier gewährt die Autorin Einblicke in das Leben der Patienten des Sanatoriums und Albträume werden zur Wirklichkeit. Neben der Recherche zu diesen ganzen Tatsachen hat Kajsa im Privatleben mit einem weitreichenden Schicksalsschlag zu kämpfen. Hier kommt sehr bedächtig und leise, ihre stille und ängstliche Seite zum Vorschein, die sie sonst immer hinter dem Job der taffen Journalistin versteckt hat.

Ein spannender Band dieser Serie, mit schauderhaften Einblicken in die Behandlungsmethoden von damals und einem Cold Case, der plötzlich wieder sehr aktuell wird. Auf alle Fälle werde ich diese Reihe weiterlesen, wenn ich auch diesmal ein kleines Pünktchen abziehen muss.

Die Frau die verschwand

Wieder ein spannender Skandinavien-Krimi, der in Norwegen spielt. Die Journalistin Kajsa wird von einem Mann aufgesucht, der sie bittet, in einer alten Sache zu recherchieren. 2002 ist auf der Insel ein junges Mädchen verschwunden, dessen Leiche nie gefunden wurde. Ein Zeuge sagte damals aus, dass er sie zuletzt mit ihrem Bruder gesehen hat. Die beiden hätte gestritten. Kajsa hat Interesse an dem Fall, jedoch ein paar Tage später wird ihr Auftraggeber tot aus dem Meer gefischt.

Nun beginnt Kajsa nachzuforschen. Zufällig befindet sich die Mutter des verschwundenen Mädchens in Norwegen. Sie lebt nun im Ausland. Früher war sie als Psychiaterin in der Nervenheilanstalt auf der Insel beschäftigt. Diese ist aber seit längerem geschlossen. Kaja befragt viele Einwohner über das Mädchen aus und langsam kommt Licht ins Geschehen.

Gleichzeitig wird in einem Rückblick von einem Patienten berichtet, der sich seit 40 Jahren in dieser psychiatrischen Anstalt befindet. Er macht sein Leben lang Aufzeichnungen über seine Wahrnehmungen. Kann man dies alles für bare Münze nehmen?

Das Buch ist wirklich sehr spannend aufgebaut. Sehr interessant werden die einzelnen Wahrnehmungen der Personen nach fast 20 Jahren geschildert. Es wird ein Verdächtigter festgenommen. Aber er muss bald wieder freigelassen werden. Bruchstückhaft werden Szenen aus dem Leben des jungen Mädchens bekanntgegeben. Zudem werden auch noch die persönlichen Probleme der Journalistin angesprochen. Ein Buch, bei dem man bei einigen Szenen Gänsehaut bekommt. Da die Schreibweise und die Ausdrucksart der Autorin gut verständlich sind, liest sich das Buch schnell, zudem es von Spannung knistert. Die ist der dritte Band um die Protagonistin Kajsa Coren.

Das düstere Cover mit den dunklen Wolken passt sehr gut zum Buch. Jedoch kommt ein heller Sonnenstrahl durch die dunkle Wolkendecke. Ein unter die Haut gehender Roman.

Überraschende Ermittlungsergebnisse

Vor Jahren bereits hatte die Journalistin Kajsa über den Fall der verschwundenen Julia berichtet. Nun wird sie erneut angefragt, darüber zu recherchieren. Der Unbekannte, der ihr den Auftrag dazu gibt, wird kurz darauf ermordet aufgefunden. Während Kajsas Mann als Polizist nach dem Täter sucht, ermittelt Kajsa die Hintergründe zu Julias Verschwinden.

Mehrere Handlungsstränge verbindet die Autorin zu einer Geschichte in mehreren Zeitebenen. Die Nachforschungen der Journalistin sind sehr spannend gestaltet, der Leser ist schnell fasziniert von dem, was sie dabei herausfindet. Als nicht unbedingt nötig empfand ich den Handlungsstrang in Kajsas Privatleben, das hat für mich nicht so ganz gepasst. Dennoch habe ich mich von ihren Ermittlungen mitreißen lassen bis hin zu einer äußerst unerwarteten Auflösung.

Dies ist bereits der dritte Band um die Journalistin Kajsa, doch man kann das Buch auch ohne weitere Vorkenntnisse lesen.

Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter und vergebe vier von fünf Sternen.