Cover von: Freunde. Für immer.
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Freunde. Für immer.

Thriller
Buch
Broschiert, 368 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3426283883

ISBN-13: 

9783426283882

Auflage: 

1 (02.05.2022)

Preis: 

15,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426283883

Beschreibung von Bücher.de: 

Fünf beste Freunde, ein tödliches Geheimnis und ein Wochenende der Wahrheit: Kimberly McCreights Thriller ist ebenso hinterhältig wie hochspannend und unvorhersehbar.

Nichts schien die College-Freunde Jonathan, Derrick, Keith, Stephanie, Maeve und Alice trennen zu können – bis Alice sich aus Schuldgefühlen das Leben nahm. So steht es jedenfalls offiziell im Polizei-Bericht.

Zehn Jahre später treffen sich die Freunde in Jonathans Wochenendhaus in den Catskill Mountains – einem beliebten Feriengebiet der New Yorker –, um seinen Junggesellenabschied zu feiern. Doch dann sind Keith und Derrick plötzlich verschwunden. Die Polizei findet lediglich ihren Wagen, darin eine Leiche mit zertrümmertem Gesicht. Hat die Vergangenheit noch eine Rechnung mit den Freunden offen …

Für Detective Julia Scutt, die den Fall übernimmt, werden die Ermittlungen ebenfalls zu einer unheimlichen Reise in die Vergangenheit: Als Julia acht Jahre alt war, fand man die Leiche ihrer Schwester mit ähnlichen Verletzungen, von der Freundin, die sie begleitet hatte, fehlt bis heute jede Spur …

Trickreich und in hohem Tempo führt die »New York Times«-Bestseller-Autorin Kimberly McCreight durch einen Thriller, den man kaum aus der Hand legen kann.

»Ein brillant konstruiertes Puzzle von einem Roman – mit einem wechselhaften Kaleidoskop aus einzigartigen Stimmen gibt uns McCreight alle Teile in die Hand und zwingt uns, sie zu einem schockierenden Porträt aus Bedauern, Trauer und dunkler Loyalität zusammenzusetzen.« Julie Clark, Autorin von »Der Tausch«

»Ein echter Pageturner, der mich nicht mehr losließ.« Bestseller-Autor Harlan Coben über Kimberly McCreights Thriller »Eine perfekte Ehe«

Kriminetz-Rezensionen

Spannend bis zur letzten Seite

Auf dem College waren sie beste Freunde, Jonathan, Derrick, Keith, Stephanie und Maeve. Doch dann passierte etwas, was ihr Leben auf immer verändern sollte.

Zehn Jahre nach dem College-Abschluss treffen Sie sich, um den Junggesellenabschied von Jonathan zu feiern, der in der nächsten Zeit seine große Liebe Peter heiraten will. Doch dann verläuft alles ganz anders als geplant.

Plötzlich sind Keith und Derrick verschwunden, ihr Wagen taucht auf, mit einer bis zur Unkenntlichkeit zerstörten Leiche, wer ist der Tote?

Die ermittelnde Detektivin Julia Scutt, findet Spuren, die in die Vergangenheit reichen – und sie ist in die Geschichte involviert.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht einer der beteiligten Personen erzählt und wechselt zwischen verschiedenen Zeitpunkten. Es ergeben sich immer neue Aspekte, Ungereimtheiten, Spuren, doch eine Lösung scheint weit entfernt.

Geschickt versteht es die Autorin, ihre Leser immer wieder auf andere Fährten zu locken, die sich dann jedoch regelmäßig wieder als falsch erweisen. Dadurch wird der Spannungsbogen kontinuierlich gesteigert und bis zum Schluss bleibt die Lösung des Falls offen. Ein psychologisches Verwirrspiel, das seinesgleichen sucht.

Ich vergebe fünf Sterne und spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

Toxische Freundschaften und Geheimnisse aus der Vergangenheit sorgen für geschickt ineinander verflochtene Handlungsstränge!

Der Thriller »Freunde. Für immer.« von Kimberly McCreight ist am 02.05.22 im Verlag Droemer Knaur erschienen. Die 370 Seiten habe ich mit gemischten Gefühlen beendet, da der Inhalt zwar gut durchdacht geschrieben ist, bis zur Hälfte wurde mir persönlich jedoch ein sehr langsames und schleppendes Tempo aufgebaut. Die Geschichte kommt sehr langsam in Fahrt und hatte anfangs überhaupt keinen Thrill. Erst ab der Mitte wurde es so langsam spannend, sodass ich von einer Wendung überrascht wurde, die mir gut gefallen hat und die ich so nicht erwartet habe. Deshalb ist der Autorin das Ende meiner Meinung nach super gelungen, doch zwischendurch musste ich mich das ein oder andere Mal durch die Seiten kämpfen.

Die Protagonisten haben mich die ganze Zeit über gar nicht überzeugt, ich empfand die hochnäsige Clique als äußerst unsympathisch. Es lag nicht einmal an deren Geheimnis aus ihrer Vergangenheit, sondern das Verhalten jedes Einzelnen fand ich oftmals schon zu unglaubwürdig. Diese Freunde-Gruppe, die sich auf eine freundschaftliche Weise so innig liebt, hat überhaupt kein Gewissen, was unter anderem dazu beigetragen hat, dass bei mir kein einziger mit Sympathie punkten konnte. Auch im weiteren Verlauf wurde mir diese Eigenschaft bestätigt, was ich nicht mehr als Verdrängung hinnehmen konnte.

Die Atmosphäre war in der Gruppe von Anfang an sehr angespannt, die Gründe waren schnell zu durchschauen. Ein Klischee hat das nächste gejagt und als Jonathans Verlobter plötzlich auch noch mit Anwesenheit glänzte, wurde die Anspannung im Wochenendhaus immer größer. Doch der Gewinner der unsympathischsten Charaktere war der Künstler Finch, der sich selbst zur Gesellschaft eingeladen hat und von Anfang an regelmäßig für Aufruhr zwischen den Freunden gesorgt hat. Auch der Sohn eines Bauunternehmers hat mit seinem widerlichen Verhalten nicht gegeizt.

Es geht um ein Geheimnis aus der Vergangenheit, welches unter der Gruppe ausgeschwiegen wird, Drogen, Geldschulden und weitere unüberlegte Taten der Protagonisten, weshalb sie sich am angeblichen Junggesellenabschied immer mehr und tiefer in den Abgrund stürzen. Besonders die unüberlegten Aktionen haben dafür gesorgt, dass diese, welche zu der höheren Schicht der Gesellschaft gehören, total unglaubwürdig rüberkamen.

Obwohl das Buch abwechselnd aus der Sicht von Jonathan, Derrick, Keith, Stephanie, Maeve und Detektive Julia Scutt geschrieben wurde, konnte ich den Gedanken und Handlungen der Freunde nicht folgen oder sie nachvollziehen. Sie waren für mich außerdem zu flach und unglaubwürdig.

Bei Detektive Julia Scutt sah es dagegen öfter anders aus, da sie für mich authentischer rüberkam. Obwohl sie herausfinden muss, was an dem Unfallort geschehen ist, wird sie von dem Mord an ihrer Schwester aus der Vergangenheit eingeholt. Obwohl es Parallelen zum aktuellen Leichenfund und dem ihrer Schwester gibt, versucht sie keinen Zusammenhang zu konstruieren. Doch es gelingt ihr nicht immer und kleine Details verraten ihr den wahren Mörder. Im Nachhinein kann ich mich ebenfalls an diese Details erinnern, denen ich jedoch keine allzu große Aufmerksamkeit geschenkt habe.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, jedoch nichts Besonderes. Die ganze Geschichte wird eher oberflächlich geschrieben, doch die ineinander verflochtenen Handlungsstränge empfand ich als sehr gelungen. Diese kamen wie erwähnt leider erst ziemlich spät, sodass ich vorher größtenteils mit den einzelnen Gedanken der Freunde gefüttert wurde.

»Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast!«, dieser Satz spielt eine wichtige Rolle bei den fünf, den sie jahrelang erfolgreich ignorieren konnten. Doch plötzlich sollen diese Worte die Wahrheit ans Licht bringen und es wird immer deutlicher, dass die Freundschaft zwischen den jungen Menschen weitaus mehr verbindet als Sympathie füreinander. Wer hier die Wahrheit sagt und wer Dreck am Stecken hat, hat deshalb für ein rasantes Finale gesorgt. Mehr als drei Sterne kann ich für den Gesamtinhalt trotzdem nicht vergeben. Die Geschichte ist keinesfalls schlecht, ein Highlight war sie wiederum auch nicht. Für mich war es insgesamt zu ruhig, kaum Spannung und zu viele Längen, die einfach nur die Seiten gefüllt haben.

Alte Freunde – Alte Schuld

Vorgeblich treffen sich die alten Collegefreunde, um Jonathans Junggesellenabschied zu feiern. Der eigentliche Grund ist jedoch, den drogenabhängigen Keith in eine Entzugsklinik zu bringen. Das Treffen ist nicht nur aus diesem Grund nicht ungetrübt. Zum einen gibt es viele ungeklärte Fragen zwischen den einzelnen Personen. Zum anderen hat Keith seinen Bekannten Finch mitgebracht. Ein mehr als unangenehmer Zeitgenosse, den niemand wirklich leiden kann. Ständig kommt es zu Streitigkeiten.

Als Derrick und Keith plötzlich verschwunden sind und Derricks Auto mit einer nicht zu identifizierenden Leiche aufgefunden wird, schaltet sich die örtliche Polizei in Gestalt von Detective Julia Scutt ein. Die Darstellung der Ereignisse durch die Freunde erscheint stimmig, bis immer mehr Ungereimtheiten auftauchen.

Der Thriller beginnt fast zu bedächtig. Alte Freunde, die sich durch die Jahre etwas entfremdet haben, treffen sich, um dem drogenabhängigen Keith zu helfen. Die Stimmung ist angespannt. Keiner sagt, was er wirklich denkt oder fühlt oder wie genervt er ist. Als zwei der Freunde verschwinden, hatte ich die Vermutung, es handelt sich um späte Rache wegen der Ereignisse während der gemeinsamen Studienzeit, die wie eine dunkle Wolke über allen schweben.

Ich habe Julia Scutt aufrichtig bewundert für ihren Langmut bei den Vernehmungen. Schnell zeichnet sich ab, dass die Clique lügt wie gedruckt. Jeder gibt nur das preis, was durch andere bereits offenbart wurde. Stück für Stück ergibt sich ein völlig neues Bild, sowohl der Vergangenheit als auch der aktuellen Ereignisse.

Die Lösung des Rätsels war eine echte Überraschung und der Weg dorthin für mich fesselnd und mit vielen zum Teil erschreckenden Wendungen gepflastert.

Besonders erwähnenswert finde ich den Erzählstil. Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht der einzelnen Beteiligten in der Ich-Form erzählt. So ergeben sich informative Einblicke in die jeweilige Persönlichkeit und eine unterschiedliche Sichtweise auf die Beziehungen. Das erzeugt eine eindrucksvolle Spannung und macht für mich den besonderen Reiz des Buches aus.

In meinen Augen ist der Thriller absolut lesenswert und von einer packenden Dramatik.