Cover von: Friedhofskind
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Friedhofskind

Kriminalroman
Buch
Broschiert, 480 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3954512866

ISBN-13: 

9783954512867

Erscheinungsdatum: 

29.01.2014

Preis: 

14,95 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 307.585
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3954512866

Beschreibung von Bücher.de: 

Siri verbringt einen Sommer in einem kleinen Küstendorf, in dem vor dreißig Jahren unter mysteriösen Umständen ein Kind ertrank. Die Bewohner des Dorfes reden nicht gern darüber - genauso wenig wie über den Totengräber, der angeblich mit den Seelen der Verstorbenen spricht. Oder darüber, dass man sich gut mir ihm stellen sollte, wenn man die Toten nicht gegen sich aufhetzen will. Siri drängt tief in die dunklen Geheimnisse des Dorfes ein. Und stößt dabei auf das Unfassbare...

Kriminetz-Rezensionen

gute Grundidee - fehlende Spannung

Siri Pechton soll die Kirchenfenster in einem kleinen Küstenort erneuern. Es ist ein kleines Dorf, in das sich nicht oft Fremde verirren. Seit Jahren sind die Kirchenfenster zugenagelt, nachdem sie damals alle gleichzeitig zersprangen als die kleine Iris ertrank.

Das Friedhofskind soll Schuld am Tod des kleinen Mädchen sein. Siri will mehr über die Kirchenfenster, das Dorf und das Friedhofskind Lenz Fuhrmann erfahren. Aber niemand im Dorf redet gerne. Alles hat seine festen Strukturen. Diese Strukturen bringt Siri durcheinander, weil sie genau wie Lenz, das Mädchen im blauen Kleid sehen kann, Fragen stellt und sich nicht von Lenz fernhält.

Plötzlich gibt es Todesfälle in dem kleinen Küstendorf. Soll Siri abgeschreckt werden? Soll sie keine weiteren Informationen über das Dorf und seine Bewohner erhalten? Wer weiß was? Was hat das Friedhofskind damit zu tun?

Das hört sich nach einem spannenden Kriminalroman an. Leider wurde ich enttäuscht. Schon auf Seite 26 war klar, dass Siri und Iris eine Verbindung haben. Aber statt, dass der Krimi nun Fahrt auf nahm, trieb er im Seichten dahin. Es kam keine Spannung auf und die Handlung zog sich träge dahin.

Ich als Leser fragte mich, was ist das Geheimnis des Dorfes und fand auch die Familiengeschichte von Lenz Fuhrmann sehr interessant. Lenz - das Friedhofskind - ist der Totengräber der Insel, ein 42-jähriger Mann aber emotional bei 8 Jahren stehen geblieben. Er scheint an der Zeit vor Iris Tot festzuhalten.

Die Kaninchen, die Lenz anzog und die bei ihm in der Datsche schliefen, machten die Handlung nicht unheimlicher, sondern eher niedlicher. Auch als Kaminski sich um die Kaninchen kümmert, war das so sachlich erzählt, dass ich als Leser nur kurz dachte „Schade!“ Da und auch an einigen anderen Stellen hätte die Autorin mehr Spannung erzeugen können. Es war manches einfach zu sehr in die Länge gezogen und vieles vorhersehbar für den Leser.

Gut gelungen ist der Autorin das engstirnige Dorfleben und die schrulligen Leute darzustellen, die seit Jahren in ihrem gleichen Trott leben. Erschreckend, weil genau so kleine, alteingesessene Dörfer so ticken.
Die beiden Hauptfiguren Siri und Lenz waren charakteristisch gut ausgedacht. Besonders Lenz gefiel mir gut mit seiner kindlichen und erwachsenen Seite. Er wirkte wie die Ruhe selber und kümmerte sich liebevoll um den Friedhof. Seine Liebe zu Iris und seine Liebe zu Siri dominierten den Kriminalroman. Ich würde ihn daher – auch wegen der fehlenden Spannung – eher als Roman betiteln.