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Friesenbrauer

Der siebzehnte Fall für die Inselkommissare Sander und Moll. Ostfrieslandkrimi
Buch

Seiten: 

169

Verlag: 

ISBN-10: 

3965862014

ISBN-13: 

9783965862012

Auflage: 

1 (26.06.2020)

Preis: 

11,99 EUR

Krimitags: 

Amazon Bestellnummer (ASIN): 3965862014
Beschreibung von Marcel Gröger

Der Tod des Braumeisters der Borkum Brauerei gibt Rätsel auf. Nach der feierlichen Bierverkostung am Vorabend hängt Okko Jopp mit dem Oberkörper im Biertank. Fiel der erfahrene Brauer betrunken in den Tank und erlag dort den Giftgasen? Oder wurde alles nur von seinem Mörder inszeniert?

Den ostfriesischen Kommissaren Mona Sander und Enno Moll wird schnell klar, dass der Todesfall so manchem Gastronomen der Insel nicht ungelegen kommen dürfte. Denn die Billigpreise der neuen Borkum Brauerei mit eigenem Schankbetrieb machen der Konkurrenz das Leben schwer.

Doch es gibt noch mehr Spuren: Okko Jopp galt als der größte Stinkstiefel Borkums und hatte offenbar sogar seinen eigenen Chef mit irgendetwas in der Hand …

Und welche Rolle spielt Chantal Willer, die attraktive Sekretärin der Brauerei, die angeblich nur die Leiche fand?

Kriminetz-Rezensionen

Ein unangenehmer Toter

Nach einer Bierverkostung wird im Sudhaus der Borkum Brauerei ein Toter gefunden. Es handelt sich um den Brauer Okko Jopp, der mit dem Oberkörper im Biertank hing. Er hatte am Abend vorher ziemlich gebechert. War er dadurch unvorsichtig, war es ein Selbstmord oder hat jemand nachgeholfen? Brauereibesitzer Gunter Feldmann ist nicht besonders erfreut über die Ermittlungen, welche die Kommissare Mona Sander und Enno Moll nun einleiten müssen. Okko Jopp war ein Stinkstiefel, der mit niemandem auskam und Feldmann hat sich mit seinen rigorosen Vermarktungsmethoden bei den Borkumer Gastronomen auch nicht beliebt gemacht. Doch reicht das für einen Mord?

Ich habe schon einige Ostfrieslandkrimis von Sina Jorritsma gelesen. Obwohl die Kommissare Mona Sander und Enno Moll nun schon zum siebzehnten Mal ermitteln, habe ich sie nun erst zum zweiten Mal begleiten dürfen. Der Schreibstil liest sich gut und flüssig. Die Atmosphäre der Insel Borkum ist gut zu spüren und macht Lust auf einen Urlaub dort.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und das Team von der Inselpolizei gefällt mir auch gut. Mona und Enno sind sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber gut. Während Mona ihr aufbrausendes Temperament immer wieder mühsam zügeln muss, ruht Enno in sich. Er kennt als Einheimischer auch Gott und die Welt. Zwischen den Kommissaren herrscht ein lockerer Umgangston. Es gibt immer wieder neue Verdächtige. Mich hat es ein wenig gestört, wie schnell sich da auf eine Person festgelegt wurde, um sich schon bald beim nächsten Verdächtigen wieder sicher zu sein, bis sich die Verdachtsmomente zerschlugen. Ermittlungen sollten doch wohl in alle Richtungen geführt werden. Egal, der Fall ist spannend und die Ermittlungen sind nicht leicht. Zudem machen die Leute um Brauereibesitzer Feldmann es Mona und Enno schwer und mir als Hobbyermittler natürlich auch. So blieb es bis zum Ende spannend.

Mir hat dieser Ostfrieslandkrimi wieder gut gefallen.

Ein verzwickter und facettenreicher Fall

Vor zwei Monaten wurde die Borkum-Brauerei eröffnet. Der Besitzer, Gunter Feldmann, hat sich durch seine aggressive Preispolitik – er verkauft sein Bier zu besonders günstigen Konditionen – nicht nur Freunde gemacht.

»Nach der feierlichen Bierverkostung am Vorabend hängt Okko Jopp (der Braumeister) mit dem Oberkörper im Biertank. Fiel der erfahrene Brauer betrunken in den Tank und erlag dort den Giftgasen? Oder wurde alles nur von seinem Mörder inszeniert?« (aus der Inhaltsangabe des Verlages)

Mona und Enno werden zum Tatort gerufen, um herauszufinden, ob es ein Unfall oder Mord war. Schon nach wenigen Seiten ist in man mitten in den Ermittlungen. Die Spannung wird unglaublich schnell aufgebaut und es gelingt der Autorin, diese über die gesamte Handlung konstant zu halten bzw. noch weiter zu steigern. Der Schreibstil von Sina Jorritsma gefällt mir sehr gut, weil er so flüssig ist und alles so anschaulich beschrieben wird.

Das Personenspektrum ist gekonnt ausgewählt und sehr gut gezeichnet. Nein, beliebt war das Opfer Okko Joop, ein gebürtiger Borkumer, nicht. Keine junge Frau in seiner Nähe war vor seinen Zudringlichkeiten sicher.

Bei den Ermittlungen im beruflichen Umfeld der Brauerei stoßen Mona und Enno auf viele Ungereimtheiten. In ihrem 17. Fall müssen sich beide sogar wirtschaftskriminalistisch betätigen. Das ungleiche Ermittlerpaar, bestehend aus der temperamentvollen Mona und dem bedächtigen ortskundigen Enno, ergänzt sich perfekt. Auch auf neuem und ungewohntem Terrain beweisen sie Sachkunde und Kompetenz.

Der phantasievolle und gut ausgedachte Fall war mich lange undurchsichtig und hat mich bis zum Schluss gefesselt. Das Ende war eine Überraschung – mit diesem Täter hätte ich nicht gerechnet. Die Auflösung war in sich schlüssig und nachvollziehbar.

Fazit:
Ein kurzweiliger Krimi mit viel Lokalkolorit, der von Beginn an unterhält und mit einigen unerwarteten Wendungen punkten kann. »Friesenbrauer« ist absolut gelungen und Lesevergnügen pur. Spannend und unterhaltsam – deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und empfehle das Buch allen Freunden von guten Ostfrieslandkrimis.

Mein Dank gehrt an den Klarant-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine ehrliche Lesermeinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Friesenbrauer

Mit »Friesenbrauer« ist der bereits 17. Band der Ostfrieslandkrimireihe »Mona Sander und Enno Moll ermitteln« an den Start gegangen. Alle Einzelbände sind in sich abgeschlossen und können eigenständig gelesen werden.

Der leicht und fließend zu lesende Schreibstil sorgt für fliegende Buchseiten. Die Spannung ist von Anfang an da und man möchte den Schuldigen endlich fassen.

Die temperamentvolle Zivilfahnderin Mona Sander und ihr Kollege Enno Moll ergänzen sich perfekt. Enno Moll rettet mit seiner ruhigen Art so manche brenzlige Situation, wenn Monas große Klappe schneller ist als ihr Gehirn. Ich mag die beiden sehr, in verzwickten Situationen während den Ermittlungen verstehen sie sich auch ohne Worte.

Der Kriminalfall befasst sich dieses Mal mit dem Thema Bier brauen. Der Bierbrauer Okko Jopp wird an seinem Arbeitsplatz tot aufgefunden. Schon zu Beginn der Ermittlungen merken Mona und Enno, dass das Opfer nicht allzu beliebt war. Und bei seinem Arbeitgeber, der Borkum Brauerei, scheint auch nicht alles so zu sein, wie sich die Eigentümer zeigen wollen. Es gibt jede Menge Leute, die Okko gerne einen Denkzettel verpassen würden, aber wer geht so weit, ihn zu töten?

Sina Jorritsma gelingt es hier wieder viele unvorhersehbare Wendungen einzustreuen, so dass man lange auf der falschen Fährte ist. Der Überraschungseffekt bei der Auflösung des Falles ist ihr dadurch wunderbar gelungen.

»Friesenbrauer« liest sich in einem Rutsch weg und sorgt für spannende Unterhaltung. Ich gebe eine klare Kaufempfehlung.

Sympathisch

Zum Inhalt:
Ein sehr unsympathischer Brauer wird tot vorgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es sich nicht um einen Unfall handelt und so beginnen die Borkumer Kommissare Enno und Mona zu ermitteln. Es stellt sich die Frage, ob der Brauer – ein notorischer Frauengrapscher – das entscheidende Opfer war oder die Brauerei getroffen werden sollte, die sich anschickte, mit Dumping-Preisen das Gesamtgeschäft auf Borkum zu übernehmen.

Mein Eindruck:
Zum 17ten Mal ermitteln Mona und Enno auf Borkum – und das tun sie in aller Gemütlichkeit. Zwar baut Sina Jorritsma noch einige Straftaten in ihren Krimi ein, wirklich Tempo verleihen sie dem Buch jedoch nicht. Doch das sollte man von einem Heimatkrimi, der schließlich auch dazu da ist, die schönen Ecken der Landschaft und die typischen Charakterzüge der dort beheimateten Menschen in den Vordergrund zu stellen, nicht wirklich erwarten. Dieser Teil des Krimis gelingt der Autorin ausnehmend gut – Borkumkenner fühlen sich sehr wohl in der Umgebung, bei anderen wird die Neugier geweckt. Ihre Krimihandlung ist aber ein bisschen zu voll gepackt. Dadurch wird jede Nebenfigur mit möglichem Motiv nur angekratzt, taucht im weiteren Verlauf nicht mehr auf und für den geübten Leser ist schnell klar, in welche Richtung der Hase letztendlich läuft. Die Auflösung ist dann aber durchaus folgerichtig und glaubwürdig.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft, was bei den Landschaften wunderbar wirkt, bei der dauernden Beschreibung des voluminösen Körpers Ennos irgendwann nervt. Hier wären weniger Adjektive mehr gewesen.

Schlussendlich ist dieses Buch das, was man erwarten darf und kann: Eine leicht verdauliche Urlaubslektüre zu einem absolut akzeptablen Preis.

Mein Fazit:
Perfekt für den Strandkorb – vielleicht auf Borkum …

Der Tote im Biertank

»Friesenbrauer« von Sina Jorritsma, Klarant-Verlag, habe ich als E-Book mit 158 Seiten gelesen, diese sind in 18 Kapitel eingeteilt. Es ist der 17. Fall für Mona Sander und Enno Moll. Im Anhang befindet sich eine Auflistung der bisher erschienenen Teile sowie eine Leseprobe von »Friesenflirt«.

Ohne großes Vorgeplänkel gibt es gleich einen Mord. In der Borkum Brauerei wir der Braumeister Okko Jopp tot aufgefunden. Er war auf der ganzen Insel unbeliebt, auch, weil er alle jungen Frauen begrapschte. Hat sich vielleicht eine zu sehr gewehrt? Das aufzuklären ist nun die Aufgabe von Mona und Enno. Der Fall führt sie in die Hinter- und Abgründe skrupelloser Geschäftsleute und mehrgleisiger Familienverhältnisse.

Das Buch hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist einfach und man kann schnell lesen. Mich hat allerdings etwas gestört, dass so oft »Inselkommissare« geschrieben wurde. Da hätte es sicher Alternativen gegeben oder es hätte einfach mal ganz weglassen werden sollen.

Die Charaktere sind sehr gut beschrieben. Dabei kommt die Brauereifamilie nicht gut weg. Sie will die Alleinherrschaft auf der Insel erlangen und nimmt in Kauf, dass die anderen Kneipen pleitegehen.

Enno und Mona sind ein gutes eingespieltes Team, das oft die gleichen Überlegungen anstellt und sich ohne Worte versteht. Während der einheimische Enno immer besonnen und überlegt handelt und die Einheimischen ihn kennen, geht Mona meist sehr ungestüm vor, spricht erst, bevor sie denkt und als Fremde wird sie auch manchmal einfach ignoriert. Beide waren mir sehr sympathisch.

Auch die Inselatmosphäre war gut dargestellt, da kam richtig Urlaubsstimmung auf. Das Cover passt auch prima dazu.

Ein spannender Ausflug auf die Insel Borkum

Gerade noch wurde in der Borkumer Brauerei der Familie Feldmann gefeiert, da bevölkert am darauffolgenden Tag die Polizei das Sudhaus. Braumeister Okko Jopp, ein inselweit bekannter Widerling, der an keiner jungen Frau vorbeigehen konnte, ohne sie zu begrapschen, hängt mit dem Oberkörper im Biertank. Unfall oder Mord? Das ist die Frage, die sich die Kommissare Mona Sander und Enno Moll von der Kripo auf Borkum stellen.

Es hat lange gedauert, bis ich auf Sina Jorritsma mit ihren Ostfrieslandkrimis gestoßen bin. Aber nach dem »Friesenbrauer«, der nun schon der 17. Krimi um die beiden sehr sympathischen, aber total verschiedenen Kommissare Mona Sander und Enno Moll ist, steht eine weitere deutschsprachige Autorin auf meiner »möchte-ich-immer-wieder-lesen«-Liste.

Die Geschichte um die Borkumer Brauerei liest sich leicht und flüssig, lebt von einer hohen Spannung, die von Anfang an da ist und wartet mit sehr vielen Verdächtigen auf. Da haben es die temperamentvolle Kommissarin, die sich immer wieder zügeln muss, um nicht schneller zu reden als ihr Hirn denken kann, und ihr Partner, der in sich ruhende Pol, der auf Borkum aufgewachsen ist und die Insel und ihre Bewohner kennt wie seine Westentasche, nicht leicht, den Täter zu überführen. Bei den vielen Verdächtigen und den vielen Spuren, denen nachzugehen war, habe ich mich mit dem Ermitteln diesmal nicht so leicht getan. Auch schickt mich Sina Jorritsma immer mal wieder in die Irre, was ich dann auch immer erst (zu)spät bemerkt habe. Ich liebe es, wenn ich bei Kriminalfällen mit ermitteln und mit spekulieren kann. Und da bin ich hier eindeutig richtig.

Das Einzige, was mir persönlich bei diesem Ostfrieslandkrimi ein bisserl fehlt, sind hier und da ein paar friesische Worte oder eine friesische Redewendung. Für mich macht das die Geschichte noch glaubhafter, regionaler und runder. Ansonsten kommt die Inselatmosphäre mit dem Rauschen der Wellen, dem Geruch nach Salz und Meer und den verschiedenen Leckereien, die sich die Kommissare immer mal wieder einverleiben bei mir sehr gut an.

Spannende Unterhaltung mit einer interessanten Geschichte, die mich zum einen wütend gemacht und zum anderen berührt hat. Mir hat dieser Ausflug nach Borkum sehr gut gefallen und bekommt dafür 4,5 von 5 Sternen.

Unterhaltsame Urlaubslektüre

Am Morgen nach einer Bierverkostung wird in der Borkum Brauerei der Braumeister Okko Jopp tot im Mannloch des Biertanks gefunden. Die Obduktion ergibt, dass es sich um keinen natürlichen Tod, sondern um Tod durch ersticken und um Mord handelt. Der Tote war eine umstrittene Persönlichkeit. Sein Chef, der Brauereibesitzer Gunter Feldmann, war mit ihm zufrieden und lobt ihn gegenüber den ermittelnden Beamten. Bei seinen Kollegen und den Inselbewohnern hingegen war er äußerst unbeliebt. Er hat zu gerne den jungen Frauen nachgeguckt und sie belästigt. Wer wollte also Okko Jopp beseitigen und war die Grapscherei vielleicht ein Grund oder wusste Okko zu viel über die Familie bzw. die Finanzen der Brauerei? Es ist ein echter Whodunit-Krimi. Die Ermittlungen gehen erst schnurgerade in eine Richtung, erhalten dann jedoch durch eine Zeugenaussage plötzlich eine völlig andere Perspektive. Mehr verrate ich nicht.

Der vorliegende Fall ist bereits der 17. Band mit den Ermittlern Mona Sander und Enno Moll. Ich kannte noch keinen der Vorgängerbände, hatte aber überhaupt keine Probleme, der Geschichte ohne Vorkenntnisse zu folgen, da das Privatleben der ermittelnden Beamten nur am Rande erwähnt wird. Die Beschreibungen der Atmosphäre, Landschaft und der Bewohner fand ich sehr bildhaft und dadurch hatte ich hiervon genaue Vorstellungen. Die Hauptfiguren um die Ermittler, die Brauereifamilie und auch diverse Bewohner fand ich gut geschildert, wobei sie wegen der Kürze des Buches an der Oberfläche blieben. Es handelt sich hier um einen Regionalkrimi, der langsam Fahrt aufnimmt und erst im zweiten Teil die Spannung anziehen lässt. Das Cover ist mit dem Strand und den Strandkörben gut gewählt. Der Schreibstil ist einfach und schnörkellos, daher liest sich dieser Regionalkrimi locker an einem Nachmittag. Am Ende bleiben keine Fragen offen, es ist alles gesagt und geklärt.

Dass die Autorin und der Verlag schon 17. Fälle auf die Beine gestellt haben, sagt schon einiges über die Beliebtheit dieser Reihe aus! Wer einen unblutigen, spannenden Krimi vor dem Hintergrund der Urlaubsinsel Borkum lesen möchte, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

Sander & Moll 17 - Tod des Braumeisters

Nach einer Bierverkostung wird der Braumeister tot aufgefunden. War es ein Unfall oder doch Mord? Da er kein angenehmer Zeitgenosse war, gibt es natürlich viele Verdächtige, doch Hauptverdächtige ist die Sekretärin der Brauerei, die den Toten gefunden hat. Oberkommissar Moll und Kommissarin Sander nehmen die Ermittlungen auf.

Das Cover des Buches passt zu einem ostfriesischen Krimi, und ist daher sehr gut gelungen.

Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend; die Charaktere werden wunderbar herausgearbeitet. Dasselbe gilt auch für die Ortsbeschreibungen.

Obwohl es bereits der 17. Band um die beiden Ermittler ist, war es für mich der erste, dies fiel aber nie ins Gewicht, denn man kann das Buch perfekt als Einzelband lesen.

Die Ermittler gefallen mir gut; einerseits die impulsive Sander, auf der anderen Seite der schwergewichtige Moll – ein tolles ungleiches Paar, das trotzdem perfekt harmoniert.

Der Fall selbst ist gut inszeniert; mir als geübten Krimi-Leser war aber der Täter schon am Beginn als Hauptverdächtiger identifiziert.

Fazit: Solider Lokal-Krimi; für mich sicher nicht der letzte der Reihe. 4 von 5 Sternen.

Der Braumeister

Okko Jopp, der Braumeister der Borkumer Brauerei, wird tot in einem Bierfass aufgefunden. Unfall oder Mord, das müssen die Kommissare Enno und Maya klären. Und das ist nicht einfach auf dieser Insel. Die Familie Feldmann, der die Brauerei gehört, war nicht sehr beliebt, da er das Bier günstig anbieten will und damit die Konkurrenz aus dem Rennen werfen will. Das kommt bei den einheimischen Gastwirten nicht gut an. Außerdem ist der junge Feldmann auch nicht gerne gesehen. Auch der Tote Okko ist nicht gut angesehen, da er sich Frauen sehr anzüglich angenähert hat. Lange tappen die Kommissare im Dunkeln, doch allmählich wird aus dem Puzzle ein Bild des Täters.

Der »Friesenbrauer« ist ein sehr spannendes Buch, das sehr viel auf Lokalkolorit setzt, was dem Buch einen sehr interessanten Touch gibt. Der Spannungsbogen wird sehr schön bis zum Ende aufrechterhalten. Die Geschichte ist sehr schön gewählt, da es ja fast mitten aus dem Leben geschildert wird. Die Übernahme und Monopolisierung des Biermarktes auf einer Insel ist ja mal grundsätzlich nicht von der Hand zu weisen. Die Hauptpersonen sind sehr liebevoll beschrieben mit ihren regionalen Besonderheiten, der sehr kurz gehaltenen Sprache, nicht mehr als notwendig wird gesprochen. Auch die Unterscheidung zwischen Gut und Böse wird sehr gut dargestellt.

Dieses Buch zeichnet ein sehr sympathisches Bild von Borkum und seinen Bewohnern. Die Mörder können ja auch vom Festland stammen. Es ist sehr amüsant zu lesen und wer gerne regionale Krimis liest, ist hier sehr gut aufgehoben.