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Friesenbrauer

Der siebzehnte Fall für die Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll. Ostfrieslandkrimi

Seiten: 

169

Verlag: 

ISBN-10: 

3965862022

ISBN-13: 

9783965862029

Auflage: 

1 (26.06.2020)

Preis: 

3,99 EUR

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 443
Amazon Bestellnummer (ASIN): B08BCSXD8G
Beschreibung von Marcel Gröger

Der Tod des Braumeisters der Borkum Brauerei gibt Rätsel auf. Nach der feierlichen Bierverkostung am Vorabend hängt Okko Jopp mit dem Oberkörper im Biertank. Fiel der erfahrene Brauer betrunken in den Tank und erlag dort den Giftgasen? Oder wurde alles nur von seinem Mörder inszeniert?

Den ostfriesischen Kommissaren Mona Sander und Enno Moll wird schnell klar, dass der Todesfall so manchem Gastronomen der Insel nicht ungelegen kommen dürfte. Denn die Billigpreise der neuen Borkum Brauerei mit eigenem Schankbetrieb machen der Konkurrenz das Leben schwer.

Doch es gibt noch mehr Spuren: Okko Jopp galt als der größte Stinkstiefel Borkums und hatte offenbar sogar seinen eigenen Chef mit irgendetwas in der Hand …

Und welche Rolle spielt Chantal Willer, die attraktive Sekretärin der Brauerei, die angeblich nur die Leiche fand

Kriminetz-Rezensionen

Ein unangenehmer Toter

Nach einer Bierverkostung wird im Sudhaus der Borkum Brauerei ein Toter gefunden. Es handelt sich um den Brauer Okko Jopp, der mit dem Oberkörper im Biertank hing. Er hatte am Abend vorher ziemlich gebechert. War er dadurch unvorsichtig, war es ein Selbstmord oder hat jemand nachgeholfen? Brauereibesitzer Gunter Feldmann ist nicht besonders erfreut über die Ermittlungen, welche die Kommissare Mona Sander und Enno Moll nun einleiten müssen. Okko Jopp war ein Stinkstiefel, der mit niemandem auskam und Feldmann hat sich mit seinen rigorosen Vermarktungsmethoden bei den Borkumer Gastronomen auch nicht beliebt gemacht. Doch reicht das für einen Mord?

Ich habe schon einige Ostfrieslandkrimis von Sina Jorritsma gelesen. Obwohl die Kommissare Mona Sander und Enno Moll nun schon zum siebzehnten Mal ermitteln, habe ich sie nun erst zum zweiten Mal begleiten dürfen. Der Schreibstil liest sich gut und flüssig. Die Atmosphäre der Insel Borkum ist gut zu spüren und macht Lust auf einen Urlaub dort.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und das Team von der Inselpolizei gefällt mir auch gut. Mona und Enno sind sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber gut. Während Mona ihr aufbrausendes Temperament immer wieder mühsam zügeln muss, ruht Enno in sich. Er kennt als Einheimischer auch Gott und die Welt. Zwischen den Kommissaren herrscht ein lockerer Umgangston. Es gibt immer wieder neue Verdächtige. Mich hat es ein wenig gestört, wie schnell sich da auf eine Person festgelegt wurde, um sich schon bald beim nächsten Verdächtigen wieder sicher zu sein, bis sich die Verdachtsmomente zerschlugen. Ermittlungen sollten doch wohl in alle Richtungen geführt werden. Egal, der Fall ist spannend und die Ermittlungen sind nicht leicht. Zudem machen die Leute um Brauereibesitzer Feldmann es Mona und Enno schwer und mir als Hobbyermittler natürlich auch. So blieb es bis zum Ende spannend.

Mir hat dieser Ostfrieslandkrimi wieder gut gefallen.

Ein verzwickter und facettenreicher Fall

Vor zwei Monaten wurde die Borkum-Brauerei eröffnet. Der Besitzer, Gunter Feldmann, hat sich durch seine aggressive Preispolitik – er verkauft sein Bier zu besonders günstigen Konditionen – nicht nur Freunde gemacht.

»Nach der feierlichen Bierverkostung am Vorabend hängt Okko Jopp (der Braumeister) mit dem Oberkörper im Biertank. Fiel der erfahrene Brauer betrunken in den Tank und erlag dort den Giftgasen? Oder wurde alles nur von seinem Mörder inszeniert?« (aus der Inhaltsangabe des Verlages)

Mona und Enno werden zum Tatort gerufen, um herauszufinden, ob es ein Unfall oder Mord war. Schon nach wenigen Seiten ist in man mitten in den Ermittlungen. Die Spannung wird unglaublich schnell aufgebaut und es gelingt der Autorin, diese über die gesamte Handlung konstant zu halten bzw. noch weiter zu steigern. Der Schreibstil von Sina Jorritsma gefällt mir sehr gut, weil er so flüssig ist und alles so anschaulich beschrieben wird.

Das Personenspektrum ist gekonnt ausgewählt und sehr gut gezeichnet. Nein, beliebt war das Opfer Okko Joop, ein gebürtiger Borkumer, nicht. Keine junge Frau in seiner Nähe war vor seinen Zudringlichkeiten sicher.

Bei den Ermittlungen im beruflichen Umfeld der Brauerei stoßen Mona und Enno auf viele Ungereimtheiten. In ihrem 17. Fall müssen sich beide sogar wirtschaftskriminalistisch betätigen. Das ungleiche Ermittlerpaar, bestehend aus der temperamentvollen Mona und dem bedächtigen ortskundigen Enno, ergänzt sich perfekt. Auch auf neuem und ungewohntem Terrain beweisen sie Sachkunde und Kompetenz.

Der phantasievolle und gut ausgedachte Fall war mich lange undurchsichtig und hat mich bis zum Schluss gefesselt. Das Ende war eine Überraschung – mit diesem Täter hätte ich nicht gerechnet. Die Auflösung war in sich schlüssig und nachvollziehbar.

Fazit:
Ein kurzweiliger Krimi mit viel Lokalkolorit, der von Beginn an unterhält und mit einigen unerwarteten Wendungen punkten kann. »Friesenbrauer« ist absolut gelungen und Lesevergnügen pur. Spannend und unterhaltsam – deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und empfehle das Buch allen Freunden von guten Ostfrieslandkrimis.

Mein Dank gehrt an den Klarant-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine ehrliche Lesermeinung wurde dadurch nicht beeinflusst.