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Friesendiebin

Der achtzehnte Fall für die Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll. Ostfrieslandkrimi
Buch
Taschenbuch, 200 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3965862766

ISBN-13: 

9783965862760

Auflage: 

1 (01.12.2020)

Preis: 

11,99 EUR

Krimitags: 

Amazon Bestellnummer (ASIN): 3965862766
Beschreibung von Marcel Gröger

Der Schock auf Borkum ist groß, als das Zimmermädchen des Hotel Manninga die Leiche einer Frau entdeckt. Wer ist die Schönheit, die tot in einem derzeit unbewohnten Zimmer der Unterkunft liegt?

Die Unbekannte war eine auffällige Erscheinung, und die Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll begeben sich auf die Suche nach Zeugen, die sie in den letzten Tagen gesehen haben. Schon bald verdichten sich die Hinweise, dass die Frau als Diebin auf der Ostfriesischen Insel unterwegs war. Hatte sie es auf den Stern von Sumatra abgesehen? Das kostbare Diadem befindet sich im Besitz eines Gastes des Hotel Manninga, der ins Visier der Ermittler gerät. Doch auch Timo Manninga, der Sohn der Hotelbesitzerin, macht sich verdächtig …

Kriminetz-Rezensionen

Dramatisch, spannend und wendungsreich

Mittlerweile ist »Friesendiebin« schon der achtzehnte Band rund um die Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll. Wahnsinn. Kaum zu glauben, wie viele Bände dieser erfolgreichen Reihe bereits erschienen sind und auch der neueste Fall muss sich nicht vor den anderen verstecken. Denn auch dieser ist an Spannung kaum zu überbieten. Sina Jorritsma setzt auf Geheimnisse und Komplexität, womit sie goldrichtig liegt.

Denn ganz so einfach, wie der Fall scheint, ist er ganz und gar nicht. Der Titel ist perfekt und verrät eigentlich schon sehr viel über den Fall selbst. Denn das Opfer ist Dreh- und Angelpunkt dieser Story und keineswegs so unbescholten, wie es normalerweise der Fall ist. Da man auch mehr über sie selbst fährt, war ich aufgrund der Finesse und Perfidität ziemlich schockiert. Denn das hatte ich keineswegs erwartet.

Im Fokus steht eindeutig die Ermittlung. Hier hat eindeutig Mona das Zepter in der Hand, weshalb man auch hier ihre Perspektive erfährt. Mona überzeugt mit Durchschlagskraft und einer charmanten Art, die nicht nur sympathisch ist, sondern einen auch immer wieder zum Schmunzeln bringt. Enno ist da eher der stärkende Rücken, der ihr jederzeit Deckung gibt. Der ruhige Pol sozusagen, was einfach total sympathisch ist und für ein perfektes Zusammenspiel sorgt.

Die Ermittlungen konnte man sehr gut begleiten, weil sie sehr nachvollziehbar gestaltet waren und es nicht eher geruht wurde, bis es ein Ergebnis gab. Wodurch die Inselkommissare vor eine immense Herausforderung gestellt werden. Denn an Verdächtigen und Motiven mangelt es nicht. Wohl aber an eindeutigen Hinweisen.

Dabei waren vor allem die Hintergründe sehr informativ und wichtig, aber nicht ausschlaggebend für die Auflösung. Denn dies muss keineswegs etwas mit der Tötung an sich zu tun haben.

Aufgrund gut platzierten Wendungen kam nie Langeweile auf, man wurde immer wieder in unterschiedliche Richtungen geschickt, wodurch sich auch der Blickwinkel verschärft und verändert. Es wird klar, dass buchstäblich jeder ein Motiv hat, wodurch sich eine gewisse Beklemmung bemerkbar macht.

Sina Jorritsma punktet nicht nur mit einer sehr düsteren und geheimnisvollen Atmosphäre. Vor allem ihre Charaktere sind sehr interessant und vielseitig gestaltet. Sie sind authentisch, reichlich mit Ecken und Kanten ausgestattet, wodurch man sich ein enorm gutes Bild von Ihnen machen kann. Dabei müssen sie nicht sympathisch sein, sondern überzeugen und von sich einnehmen und das tun sie auf ganzer Linie. Denn hier ist nichts,  wie es scheint, was schon bei den Charakteren beginnt, die die unterschiedlichsten Gedankengänge auslösen.

Mir hat dieser Band wieder enorm gut gefallen. Weil die Pfade sehr verschlungen und interessant waren und es keineswegs in irgendeiner Weise vorhersehbar war. Durch den fesselnden und stark einnehmenden Schreibstil war ich auch wieder im Nu durch.

Gerade im letzten Drittel ging es ordentlich zu, dabei haben sich die Ereignisse förmlich überschlagen, aber es kam auch ordentlich Biss rein. Die Auflösung hat mich richtiggehend überrascht, weil ich damit überhaupt nicht gerechnet habe. Dadurch kam auch eine gewisse Tragik und Dramatik, als auch Berechnung ins Spiel, die definitiv nicht kaltlässt.

Insgesamt ein sehr vielschichtiger und interessanter Ostfrieslandkrimi, der vor allem mit den Charakteren und einer unvorhersehbaren Story punktet.

Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band.

Fazit:
In »«Friesendiebin« ermitteln die beiden Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll nun bereits zum achtzehnten Mal. Wobei ja eher Mona das Zepter in der Hand hat und Enno eher als Rückendeckung fungiert. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

Auch dieser Band hat mir enorm gut gefallen. Dramatisch, spannend und wendungsreich. So wie ein Krimi sein muss.  Sina Jorritsma punktet vor allem mit Atmosphäre und den Charakteren, als auch mit vielen Geheimnissen und einem Konvolut an Verdächtigen, womit sie wieder goldrichtig liegt.

Definitiv ein Ostfrieslandkrimi, der mich am Ende enorm überrascht hat. Ich bin schon riesig gespannt auf den nächsten Fall. 5 von 5 Sternen.

Friesendiebin

»Friesendiebin« ist mittlerweile der 18. Band aus der Reihe »Mona Sander und Enno Moll ermitteln« und ich bin immer wieder begeistert, dass Sina Jorritsma kaum die Ideen ausgehen. Die Einzelbände sind alle in sich abgeschlossen, so dass sie eigenständig zu lesen sind.

Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und flüssig zu lesen, die Spannung von Anfang an in hohem Maß vorhanden. Enno und Mona stehen vor einem Mordopfer in einem Borkumer Hotel, das sich im Laufe der Ermittlungen als dreiste Diebin herausstellt. Sina Jorritsma baut hier einige knifflige Wendungen ein, die dem Leser es nahezu unmöglich machen, den Täter zu entlarven. Die Auflösung ist richtig gut konstruiert und ich war wieder einmal sehr überrascht.

Wie im jedem Band empfinde ich Mona und Enno als tolles Team, sie ergänzen sich einfach perfekt und ich musste oft schmunzeln über die ein oder andere Begebenheit. So leicht sind sie nicht hinters Licht zu führen und haben abermals einen hervorragenden Job gemacht.

»Friesendiebin« lässt sich in einem Rutsch lesen, ein kniffliger Fall inkl. spannende Unterhaltung. Dafür gibt es eine klare Kaufempfehlung.