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Fromme Sünde

Der dritte Fall für die Privatdetektive Bär und Marlein. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 416 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3740804513

ISBN-13: 

9783740804510

Erscheinungsdatum: 

20.09.2018

Preis: 

12,90 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3740804513

Beschreibung von Bücher.de: 

Die Kult-Detektive Bär und Marlein zwischen Feministinnen und Patriarchen.

Franken: Privatdetektiv Philipp Marlein soll den Autor eines provokanten Enthüllungsbuches über Maria Magdalena vor den »neuen Tempelrittern« schützen. Allgäu: Hobbydetektiv Emil Bär soll Gewalttaten und Sex-Exzesse junger Mädchen aufklären, die einen Maria-Magdalena-Geheimbund gegründet haben. Ettal: Bär und Marlein treffen sich bei einem Kongress - und geraten zwischen die Fronten. Es geht um Mord, die Zukunft des Christentums- und um ein geheimes Evangelium, das den Lauf der Weltgeschichte verändern könnte ...

Kriminetz-Rezensionen

Bär und Marlein haben einen neuen Fan

Privatdetektiv Philipp Marlein hat einen neuen Klienten. Religionswissenschaftler und Theologe Gerhard-Johann Klüngelbein leidet unter Verfolgungswahn und hat Angst, dass ihn die Neuen Tempelritter wegen seines bald zur Veröffentlichung kommenden Buches ermorden wollen. Zusammen machen sich die beiden auf eine Reise quer durch Süddeutschland um die letzten Recherchen zu Maria-Magdalena und ihrem Leben zu machen. Und wahrhaftig wird Klüngelbein nach seiner Rückkehr nach Fürth in seinem Haus mit seinem Brieföffner erdolcht aufgefunden.

Hobbydetektiv Emil Bär soll Gewalttaten in und um Kempten aufklären, die einer Gruppe junger Frauen zugerechnet werden, die einen Maria-Magdalena-Geheimbund gegründet haben.

Beide Männer treffen in der Benediktinerabtei Kloster Ettal aufeinander. Was sich dann hier alles abspielt, das sollte jeder von ihnen selbst lesen.

Die ersten beiden Bücher »Schwarze Madonna« und »«Heiliger Bastard«, in denen Philipp Marlein und Emil Bär ermitteln, habe ich noch nicht gelesen. Aber ich finde, »Fromme Sünde« kann man auch lesen, ohne die Vorgängerbände zu kennen. Ich hatte nicht den Eindruck, dass mir Infos fehlen würden. Da aber immer wieder in kleinen Passagen auf diese beiden zurück liegenden Fälle angespielt wird, macht es natürlich Lust, sich diesen auch noch zu widmen.

Marlein und Bär ermitteln hier, jeder in seinen Fall vertieft. Philipp Marlein ist erst mal eine Weile mit Gerhard-Johann Klüngelbein unterwegs um in ganz Süddeutschland Kirchen zu besuchen, die in Bezug zu Maria-Magdalena stehen. Klüngelbein hat bereits ein Buch über die Jüngerin Jesu veröffentlicht und steht kurz vor der Vollendung seines zweiten Buches. Hier verspricht er eine Enthüllung, die das ganze Christentum erschüttern und auslöschen wird.

Emil Bär wird auf Vorkommnisse angesetzt, die mit einem Geheimbund junger Mädchen und Frauen zu tun haben. In Kempten werden immer wieder Männer ins KKH eingeliefert, die regelrecht verstümmelt bzw. zusammengeschlagen worden sind.

Mir waren die beiden so unterschiedlichen Männer sofort sympathisch. Da beide ihre Geschichten abwechselnd in der Ich-Form erzählen, und ich bei jedem einzelnen zumeist kurzen Kapitel in der Überschrift schon lese, um wen es hier jetzt geht, kann man die beiden sehr gut unterscheiden. Mit Emil Bär hatte ich auf den ersten Seiten etwas Probleme mit seiner telegrammstilartigen Ausdrucksweise. Aber da habe ich mich schnell dran gewöhnt. Sie ist einfach sein Markenzeichen.

In diesem Fall geht es hauptsächlich um Maria-Magdalena und die Frage, ob sie Jesu Frau oder Geliebte war. Sehr interessant fand ich die Orte, die Philipp Marlein mit G.-J. Klüngelbein besucht hat. Obwohl ich mich noch nie so wirklich für Kirchengeschichte usw. interessiert habe, hat mich diese Geschichte um Maria-Magdalena, die Kirchen und die verschiedenen Gemälde gefesselt.

Im Nachwort zum Buch wird noch einmal erläutert, was fiktiv, was wahr und nachprüfbar und was spekulativ ist. Unterhaltsam ist dieses Buch auf alle Fälle. Marlein und Bär haben hier mit mir einen neuen Fan gefunden.

Und da Marlein und Bär der Meinung sind, dass dies hier bestimmt nicht ihr letztes gemeinsames Abenteuer war, freue ich mich heute schon auf ein wiederlesen.

Die wahre Maria Magdalena

Der Autor eines zum Bestseller gewordenen Enthüllungsbuchs über die wahre Maria Magdalena fürchtet um sein Leben. Er schreibt an einem Folgeband, einige Recherchereisen sind noch nötig, aber die möchte er nicht ungeschützt unternehmen. Philip Marlein, der fränkische Privatdetektiv nimmt gern den gut dotierten Job eines Personenschützers an, auch weil er die Ängste des Herrn Klüngelbein übertrieben findet. Wenn auch die Thesen nach Meinung des Autors Sprengkraft besitzen und die Grundfeste der Katholischen Kirche erschüttern könnte, so glaubt der Detektiv eher an Einbildung als an reale Gefahr.

Derweil bekommt im Allgäu der Religionswissenschaftler und Hobby-Detektiv Emil Bär den Auftrag, das Treiben einiger junger Allgäuerinnen unter die Lupe zu nehmen, die einen Maria Magdalena Geheimbund gegründet haben.

Natürlich stolpern die beiden guten Freunde im Lauf ihrer separaten Ermittlungen übereinander.

Kirche und Sex bieten immer einen spannenden Hintergrund für einen Krimi und die beiden Autoren Gwaltinger und Rauch haben sich dazu einen interessanten Plot ausgedacht. Ganz im Stil von Dan Brown geht es um Verschwörungstheorien, gefälschte Dokumente und geheimes Wissen. Nur, dass die Jagd ins malerische Allgäu und ins nicht weniger malerische Franken führt, also eher beschauliche Gegenden.

Beide Autoren geben jeweils »ihrem« Detektiv ihre Stimme und die beiden Ermittlungsstränge wechseln sich in den Kapiteln ab. Dieser unterschiedliche Erzählton ist ebenfalls eine interessante Abwechslung. Die beiden Detektive sind vielschichtige Charaktere, bodenständig, urig und Bär in seiner Art durchaus auch derb. So mancher Spruch ist mir schon aufgestoßen.

Bis zum Ende geht es hoch her und Marlein muss sich eingestehen, dass er die Gefahr für den Autor unterschätzte. Der Leser scheint den Detektiven immer einen Schritt voraus, nur sie scheinen noch im Dunklen zu tappen. Das kam mir bei der beschriebenen Intelligenz der beiden ein wenig unglaubwürdig vor.

Allerdings bietet »Fromme Sünden« einen hohen Unterhaltungswert und dazu noch ein nervenaufreibendes Finale auf dem Ettaler Mandl.

Wieder großartig:) Bär und Marlein ermitteln zum dritten Mal

In Fürth bekommt es Privatdetektiv Philipp Marlein diesmal mit dem doch sehr speziellen Skandal-Autor Professor Gerhard-Johann Klüngelbein zu tun. Dieser engagiert den Detektiv als Leibwächter, denn Klüngelbein fühlt sich von den neuen Tempelrittern verfolgt, da er demnächst ein für die Kirche hochbrisantes Buch über Maria Magdalena veröffentlichen will!

Emil Bär dagegen bekommt es mal wieder mit seinen Nachbarmädels zu tun, die wieder für eine merkwürdig verschrobene Sekte schwärmen …

Auch im dritten gemeinsamen Band »Fromme Sünde« der Autoren Xaver Maria Gwaltinger und Josef Rauch treffen die heldenhaften Ermittler Bär und Marlein wieder aufeinander um die Geschicke der Kirche zu verteidigen! Es ist einfach herrlich zu beobachten, wie die zwei wieder fleißig recherchieren bis am Ende sich eine gemeinsame Richtung herauskristallisiert und es dann zum finalen Aufeinandertreffen in Kloster Ettal kommt. Diesmal dreht sich alles um eine spezielle Dame aus der Bibel: »Maria Magdalena«. Und der Leser bekommt es auch diesmal wieder mit interessanten Glaubensansätze, Spekulationen und natürlich auch großartigen Kirchenführungen à la Marlein zu tun.

Die verwegene Story, wird mit viel Humor gewürzt, eingefärbt mit den unterschiedlichen Schreibstilen der beiden Autoren und den abwechselnden Kapiteln aufgemixt. So sorgt auch dieser Krimi wieder für ein spannendes Lesevergnügen!

Mein Fazit:
Kurz gesagt, auch in diesem Kriminalroman wird wieder viel spekuliert, gerätselt und kombiniert, so das es eine wahre Freude ist. Die Lektüre mit dem schrägen Humor, den skurrilen Charakteren und den skandalösen Vorkommnissen hat mir einfach wieder großen Spaß gemacht!