Cover von: Frostgrab
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Frostgrab

Thriller
Buch
Broschiert, 416 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3959675526

ISBN-13: 

9783959675529

Erscheinungsdatum: 

27.10.2020

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3959675526

Beschreibung von Bücher.de: 

Das Spiel ist eröffnet: Möge der Bessere überleben.

Die Snowboarderin Milla trifft auf einer einsamen Lodge in den französischen Alpen ihre Clique von früher wieder. An diesem Ort haben sie vor zehn Jahren gemeinsam trainiert, bis eine Tragödie alles zunichtemachte.

Doch was Milla als harmloses Wiedersehen ansah, entwickelt sich schnell zum gnadenlosen Psychospiel. Plötzlich sind die Handys verschwunden, und die Seilbahn steht still. Dann ist der Erste von ihnen tot. Die eisige Bergspitze droht zum Grab für sie alle zu werden, wenn sie nicht ihr düsterstes Geheimnis offenbaren. Und jeder hat etwas zu verbergen. Besonders Milla.

Kriminetz-Rezensionen

Beste Unterhaltung

Zehn Jahre ist es her, dass Milla den Winter in den französischen Alpen verbracht hat, um sich auf einen wichtigen Snowboard-Wettkampf vorzubereiten. Jetzt erhält sie eine Einladung zum Wiedersehen mit der alten Clique. Sie ist sich nicht sicher, ob sie das wirklich möchte, das Ende ihrer Zeit dort war alles andere als erfreulich. Die Neugier ist jedoch stärker, weshalb sie sich mit Curtis, Heather, Brent und Dale auf eine einsame Hütte begibt, denn die Saison hat noch nicht begonnen. Doch bald schon geschehen seltsame Dinge, die sich die fünf nicht erklären können. Doch nicht nur das ungute Gefühl, dass sie nicht alleine sind, drückt auf die Stimmung, sondern auch die Frage, was damals mit Saskia, Curtis‘ Schwester, geschah, die seither spurlos verschwunden ist.

Allie Reynolds Thriller erzählt parallel die Ereignisse der Gegenwart und Millas Erinnerungen an den Winter ein Jahrzehnt zuvor. Vieles, was die Figuren zunächst von sich geben, bleibt vorerst kryptisch und unverständlich, erst als sich mehr und mehr Puzzlesteinchen in das Bild einfügen, ergibt ihr Verhalten einen Sinn. Doch dies beantwortet noch nicht die Frage, wer hinter der ganzen Aktion steckt und ihnen offenbar Böses will. Der Autorin gelingt es so, die Spannung bis zuletzt hoch zu halten und dann eine saubere und glaubwürdige Lösung zu präsentieren.

Es ist nicht ganz einfach, Sympathien für die Figuren zu entwickeln. Die junge Milla ist zerfressen vom Ehrgeiz und steht ihrer Konkurrentin Saskia damit in nichts nach. Gegenseitig bekämpfen sie sich mit allerlei fieser Tricks, nur um als Siegerin auf dem Podest zu stehen. Auch auf Gefühle jenseits der Ski-Bretter nehmen sie dabei keinerlei Rücksicht. Die bunt gemischte Gemeinschaft lebt das sorglose Dasein der Jugend mit viel Alkohol, Party und wechselnden Bettpartnern. Die Tage werden auf der Piste verbracht und so richtige Sorgen scheinen sie alle nicht zu haben, deshalb machen sie sich selbst welche.

Auch zehn Jahre später werden sie nicht wirklich sympathischer, alle haben offenbar Geheimnisse im Gepäck und sind unfähig einander offen und freundschaftlich zu begegnen. All dies tut der Spannung und Unterhaltung jedoch keinen Abbruch, im Gegenteil, fast ein wenig schadenfroh sieht man mit an, wie einem nach dem anderen böse mitgespielt wird. Die verzögerte Erzählweise durch die Rückblicke nehmen immer wieder Tempo raus, liefern dafür aber immer weitere Deutungspunkte über den augenscheinlich vorhandenen geheimen Gegenspieler.

Es wird sehr viel über Snowboarden und irgendwelche Sprünge gesprochen, die mir leider gar nichts sagten und deren Schwierigkeit und Raffinesse ich auch nicht im Geringsten einschätzen könnte. Über diese Passagen lässt sich jedoch locker hinweglesen. Insgesamt eine fesselnde Angelegenheit, die wunderbar zum feucht-kalten Herbst oder Winter passt und bestens unterhält.

Eiskalter Tod

Milla Anderson hat ihre Snowboardfreunde seit zehn Jahren nicht mehr gesehen. Jetzt trifft sie sich wieder mit ihnen, um ein Wochenende auf einer einsamen französischen Lodge zu verbringen. Doch anstelle der damaligen Wärme und Freundschaft herrschen Misstrauen und Distanz zwischen den fünf Freunden. Alles liegt daran, dass vor zehn Jahren die Schwester von Curtis, einem von ihnen, als vermisst gemeldet und jetzt für tot erklärt wurde. Was ist mit ihr passiert? Hat sie einer der fünf ermordet? Unheimliche Sachen gehen in der eigentlich geschlossenen Lodge vor sich und bald erkennen sie, dass sie nicht allein sind. Als ein Schneesturm verhindert, dass sie ins Tal kommen, erkennen sie, dass sie jemand nicht mehr lebend davonkommen lassen möchte.

Die Geschichte selbst ist ja weder neu noch originell. Abgeschiedene Gegend, aus irgendeinem Grund funktioniert die Kommunikation zur Außenwelt nicht mehr und jemand spielt zehn kleine Jägermeister mit dem vorhandenen Cast. Was dieses Buch jedoch abhebt, sind die Rückblicke in die Vergangenheit, zu den Snowboardwettkämpfen der jetzt Eingeschlossenen. Bisher kannte ich mich mit diesem Sport so gar nicht aus, fühle mich aber nach etwa zwei Stunden YT wie ein Profi. Spannung wird auch durch die kurzen Kapitel aufgebaut, in denen sich Vergangenheit und Gegenwart abwechseln und man der Sache immer näher auf die Spur kommt. Ich habe auch nur eine Kleinigkeit zu bemängeln – es wurde in der zweiten Hälfte ein bisschen zu lang gezogen, um das noch knackiger und unheimlicher zu gestalten, hätte man dort kürzen sollen, zumal es irgendwie schon klar war, dass es nur eine Person gibt, die dahinter stecken konnte. Ansonsten war das ein mega Debüt, das mir großen Spaß gemacht hat zu lesen.

Rache kalt genossen

Zum Inhalt:
Vor 10 Jahren verschwand die Snowboarderin Saskia und wurde für tot erklärt. Jetzt bekommen die fünf Mitglieder ihrer alten Clique die Einladung zu einem Wiedersehen auf einer Berghütte. Kaum sind sie oben, steht die Anklage im Raum, dass einer von ihnen Saskia ermordet hat. Und dann sind die Handys weg, der Strom fällt aus und es scheint, dass sich noch jemand am Berg herumtreibt – oder ist es doch ein Mitglied der Gruppe?

Mein Eindruck:
Die ehemalige Snowboarderin Allie Reynolds hat sich für ihr Debüt ein Metier zur Grundlage gemacht, in dem sie sich auskennt: die Disziplin Freestyle mit dem Snowboard. Zwar verlieren Nicht-Insider schnell den Überblick bei den ganzen beschrieben Moves und Sprüngen – der Enthusiasmus und der unbedingte Wille zum Sieg ist jedoch auch für Nichtsportler spürbar und wird so insbesondere zu einem Pfund, wenn die Autorin das Geschehen von vor 10 Jahren schildert. Die Vorkommnisse sind glaubhaft, die Schwingungen in der Gruppe gut erzählt und die Charaktere interessant gezeichnet.

Doch auch die Gegenwart macht sehr lange viel Spaß, da die aufkommende Angst innerhalb der Gruppe wirklich gut beschrieben ist, jeder verdächtig scheint und erst spät einer in dieser Art von Lektüre geübten Person klar wird, wie der Hase läuft. Der sich daraus ergebene Showdown ist jedoch gegenüber seiner Hinführung irgendwie zu undramatisch (dann ist halt jemand tot) und gar keinen Gefallen tut sich die Autorin mit dem Epilog (wer hat eigentlich beschlossen, dass man immer einen Epilog braucht?), bei dem die Überlebenden die Ereignisse – und zwar auch die von vor 10 Jahren – so abgeschüttelt haben, dass ihr schlechtes Gewissen und die daraus resultierenden Gefühlsqualen bei dem Treffen unglaubhaft werden.

Doch bis dahin ist das Buch brillant und verliert nur einen Punkt zur Höchstwertung.

Mein Fazit:
Für dieses Debüt die Silbermedaille.

Jeder hat etwas zu verbergen …

Vor zehn Jahren waren sie eine Clique erfolgreicher Snowboarder, die zusammen in den französischen Alpen trainierten. Milla, Brent, Curtis, seine Schwester Saskia und noch ein paar mehr. Doch innerhalb der Clique gab es nicht nur Freundschaft, sondern auch extreme Rivalität und Eifersucht. Zum internationalen Erfolg gehört auch der eiserne Wille, zu gewinnen. Und manche waren bereit, dafür alles zu tun. Als eines Tages Saskia spurlos verschwand, brach die Clique auseinander, der Kontakt brach ab.

Nun, 10 Jahre später, wird Milla zu einem Treffen mit den alten Freunden in die Alpen-Lodge eingeladen. Widerstrebend, aber auch neugierig sagt sie zu. Doch in der einsamen Lodge zeigt sich schnell, dass keiner weiß, wer eigentlich die Einladungen verschickt hat. Die Handys verschwinden, die Seilbahn steht still und sogar der Strom fällt aus. Jeder von ihnen verdächtigt den anderen, plötzlich fehlen Dinge oder jemand sieht eine davonhuschende Gestalt. Und offenbar hat auch jeder von ihnen mit dem Verschwinden Saskias zu tun, jeder hat etwas zu verbergen.

Diese gruselige Atmosphäre versteht Reynolds meisterhaft umzusetzen, man ertappt sich dabei, sich ständig umzusehen. Nicht umsonst heißt das Original »Shiver«. Für mich als Nicht-Snowboarder fallen allerdings die detaillierten Schilderungen der Trainingsfahrten in der Vergangenheit mit Tricks und Sprüngen etwas zu ausführlich aus. Gut dagegen kann man sich in die Protagonistin versetzen, die für ihren Erfolg sehr hart trainiert und ihren Körper bis aufs Äußerste schindet.

Ein Gänsehaut-Thriller mit überraschenden Wendungen!

Gelungenes Debüt

Inhalt
Nach 10 Jahren trifft sich die Snowboarderin Milla mit der Clique von früher wieder. In einer einsamen Lodge in den französischen Alpen. Dort haben sie gemeinsam vor 10 Jahren trainiert, bis es zu einem tragischen Zwischenfall kam. Eine Person verletzte sich schwer und eine Person verschwand. Nach 10 Jahren erhalten alle 5 verbleibenden Cliquenmitglieder eine Einladung zum Wiedersehen. Doch es stellt sich heraus, dass die Einladung von keinem der früheren Freunde  stammt. Wer wollte die ehemaligen Freunde in die Einsamkeit locken?

Meine Meinung
Es ist der Debüt-Roman von Allie Reynolds. Der Schreibstil gefiel mir gut, Allie hat alles bildlich beschrieben und hat mich mit raten lassen. Der Thriller wird in der Ich-Form aus Sicht von Milla geschrieben und befindet sich auf zwei Zeitebenen: Gegenwart und vor 10 Jahren. Aber Allie hat es durch kurze Kapitel verstanden, dass ich als Leserin nicht den Überblick verliere. Zum Schluss wird es nochmal richtig spannend und der Schluss ist plausibel. Mich haben komischerweise auch die vielen Fachbegriffe aus dem Snowboarding nicht gestört, sicher weil Allie Reynolds über ein fundiertes Fachwissen verfügt.

Fazit
Alles in allem ein gelungener Einstand in die Thrillerwelt. Ich würde mich freuen mehr von ihr zu lesen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Frostige Atmosphäre

Vor 10 Jahren ist die Snowboarderin Saskia verschwunden. Heute treffen sich Milla und ihre damalige Clique auf der einsamen Lodge in den französischen Alpen wieder, wo sie damals schon trainiert haben. Sie alle haben eine Einladung dort hinbekommen. Doch was als harmloses Wiedersehen beginnt, entpuppt sich auf einmal als Psychospiel. Die Handys verschwinden und die Seilbahn steht auf einmal still. Jeder hat etwas zu verbergen …

Ich konnte mit diesem Buch absolut nicht warm werden. Der Schreibstil war zwar angenehm zu lesen, aber bei mir konnte sich einfach keine Spannung aufbauen. Vermutlich lag es an den ausschweifenden Beschreibungen bezüglich des Snowboardsports. Manche Fachbegriffe waren für mich als Laien nicht so wirklich verständlich. Es war zwar ganz interessant, über die Härte dieses Sports zu erfahren, den Konkurrenzkampf und den Kampf um die Sponsoren, doch nach einer gewissen Zeit wurde es mir zu viel. Dadurch wurden viele Passagen für mich sehr langatmig und ich musste mit dem Lesen kämpfen.

Die Handlung bestand aus zwei Erzählsträngen, der Gegenwart und der  Vergangenheit, was mir ganz gut gefallen hat, denn das hat ein wenig Abwechslung gebracht. Allerdings konnte ich mich mit der ICH-Erzählperspektive nicht anfreunden.

Die Charaktere waren mir zu flach. Ich konnte keine Verbindung zu ihnen aufbauen. Außerdem war ihr Verhalten recht kindisch, grade im Vergangenheitsstrang zwischen Milla und Saskia, die sich Streiche spielten wie Kinder. Die Stimmung zwischen den Protagonisten war sehr negativ und angespannt.

Schön fand ich auf jeden Fall das Ambiente, die winterliche Landschaft.

Mein Fazit:
»Frostgrab« konnte mich absolut nicht begeistern. 2/5 Sternen.

Abgeschnitten von der Außenwelt

Vor zehn Jahren ist etwas geschehen, das eine Gruppe Snowboarder auseinandergebracht hat. Milla, eine von ihnen, wollte eigentlich nie mehr auf den Gletscher in den französischen Alpen, wo die Tragödie geschah, doch nun trifft sie ihre alten Freunde wieder.

Doch schnell entwickelt sich das Treffen zu einem erbarmungslosen Psychospiel. Die Handys verschwinden und sie sind von der Außenwelt abgeschnitten. Es kommt zu Misstrauen und Verdächtigungen und dann ist einer von ihnen tot.

Es braucht eine Weile, bis diese Geschichte, die auf zwei Zeitebenen erzählt wird, Fahrt aufnimmt. Sie ist flüssig zu lesen und die Gegend ist sehr schön beschrieben. Ich habe dabei viel übers Snowboarden erfahren, was mich aber nicht ganz so interessiert hat.

Die Charaktere sind ganz gut beschrieben, hätten aber durchaus ein wenig mehr Tiefe vertragen können. Eigentlich war mir niemand von den Freunden sympathisch, auch Milla nicht. Ihr Ehrgeiz und egoistisches Verhalten brachten manches Mal andere in Gefahr. Sportler, die es zu etwas bringen wollen, sind von ihren Sponsoren abhängig, daher wird im Wettkampf mit harten Bandagen gekämpft. So konnte es zu dem Vorfall vor zehn Jahren kommen, aber nun soll die Wahrheit darüber ausgesprochen werden. Man spürt das Misstrauen untereinander, denn jeder hat wohl etwas zu verbergen.

Das Setting, dass eine Gruppe von der Außenwelt abgeschnitten ist und ein Mörder unterwegs ist, hat es schon oft gegeben. Es ist sehr schnell klar, dass sich alles um Saskia dreht. Wer wird dieses Psychospiel überleben und was ist seinerzeit wirklich geschehen? Was sich hier am Ende offenbart, ist sehr tragisch.

Ein interessanter Thriller, der aber wenig Überraschung bot.

Eiskaltes tödliches Spiel auf dem Gletscher

Kurz zum Inhalt:
Milla, Curtis, Brent, Dale und Heather werden auf den französischen Gletscher eingeladen, wo sich die ehemaligen Freunde aus der Snowboard-Clique von vor 10 Jahren zum ersten Mal wieder treffen. Seitdem hatten die 5 Briten keinen Kontakt mehr, denn eine Tragödie – das spurlose Verschwinden von Saskia, der Schwester von Curtis  – hat sie damals auseinandergebracht und einige Karrieren beendet.

Doch das Treffen entwickelt sich zu einem tödlichen Psycho-Spiel: Die Handys verschwinden, die Seilbahn steht still, der Strom fällt zeitweise aus. Bis plötzlich einer von ihnen tot ist.

Wenn sie nicht ihre Geheimnisse von damals offenbaren, werden sie alle sterben …

Meine Meinung:
Das Debüt von Allie Reynolds hat mich fesseln können, auch wenn es mich nicht in allen Belangen überzeugen konnte.

Das Setting auf dem Gletscher ist sehr schön gewählt und auch die Beschreibungen innerhalb als auch außerhalb des Panoramagebäudes waren detailreich, sodass ich mir alles vor meinem inneren Auge vorstellen und den Sturm spüren konnte.

Es wird abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit vor 10 Jahren jeweils in Ich-Form aus Sicht von Milla erzählt, sodass sich das ganze Bild erst nach und nach zusammensetzt. So lernt man auch alle handelnden Personen erst peu à peu sowie die Gruppendynamik und die Zusammenhänge zwischen den Personen genauer kennen.

Als Jugendliche waren mir fast alle nicht sehr sympathisch, vor allem Milla ging mir mit ihrem Verhalten, das ich oft nicht nachvollziehen konnte, sehr auf die Nerven. Saskia sowieso – kein Wunder, dass alle verdächtig sind.

Da alle bis auf Heather Snowboard Profis waren, kamen natürlich viele Ausdrücke aus der Branche vor, ohne jedoch genauer beschrieben zu werden. Was ich gut fand, denn sonst hätte es die Geschichte zäh gemacht – wer Genaueres über die Snowboard-Tricks wissen will, kann ja nachschlagen.

In der Gegenwart spürt man die Bedrückung und die Angst der Personen. Anfangs hat man noch keine Ahnung, warum die fünf dort oben festgehalten werden. Doch nach und nach erkennt man, dass es mit dem Drama von vor 10 Jahren zusammenhängt. Wer wohl an Saskias Verschwinden und/oder Tod schuld ist? Das will der Täter wohl herausfinden, und auch als Leser rätselt man mit und hat immer wieder jemand anderen vor Augen.

Auch wer derjenige ist, der die fünf festhält, ist lange Zeit unklar, auch wenn ich es mir ab ca. der Hälfte des Buches denken konnte. Trotzdem hab ich gebannt an der spannenden Geschichte gehangen und war gefesselt bis zu letzten Seite.
Die Aufklärung über Saskias Verschwinden fand ich überraschend, faszinierend, traurig und nachvollziehbar. Damit hat die Autorin bei mir gepunktet.

Fazit:
Spannendes Debüt in klirrender Kälte mit rasantem Showdown und kleinen Schwächen.

Tödliche Freundschaft

Nach 10 Jahren trifft sich Milla mit ihrer Snowboard-Clique von früher in einer einsamen Lodge in den französischen Alpen. Niemand sonst scheint anwesend zu sein, doch schon bald beginnt ein übles Psychospiel.

Die Charaktere sind vielschichtig und interessant dargestellt. Jeder hat sein Geheimnis und trägt Schuldgefühle mit sich herum. Die Handlung wird aus der Sicht von Milla als Ich-Erzählerin dargestellt. So versucht sie teilweise im Alleingang zu ergründen, warum sie alle ohne Handys und funktionierendem Skilift in der Lodge festsitzen. Was ist damals vor 10 Jahren passiert, wer will sich rächen? So sucht sie bei jedem nach Antworten und verdächtigt jeden auf die eine oder andere Weise. Doch ist sie ganz unschuldig? Hier gelingt es der Autorin sehr schön, bei jeder Person gewisse Zweifel zu säen.

Die Story wechselt aus der Gegenwart immer mal wieder in den Winter vor 10 Jahren zurück und nach und nach fügt sich ein Puzzleteil nach dem anderen zusammen. Das hin- und herswitchen ist so geschickt gewählt, dass sich hier die Spannung gut aufbauen kann und man unbedingt weiterlesen möchte.

Die vielen Snowboarding-Fachbegriffe sind etwas gewöhnungsbedürftig, beeinträchtigen das Lesevergnügen aber nicht.

Was den Täter angeht, fand ich die Auflösung etwas vorhersehbar, die Hintergründe waren aber durchaus schockierend.

Hier ist der Autorin ein gutes Thriller-Debüt gelungen, gerne mehr.

Agatha Christie trifft Snowboard

Kurze Abschnitte und fast durchgehend wechselnde Erzählebenen machen diesen hochalpinen Thriller zum flotten Pageturner. Spannung und Cliffhanger (wenn der Erzählstrang aus der Vergangenheit die Gegenwart unterbricht) sind in ausreichendem Maß vorhanden.

Fünf ehemalige Freunde und Profi-Snowboarder, die sich ein Jahrzehnt nicht mehr gesehen haben, treffen sich auf einem verschneiten Gipfel wieder. Sie teilen ein düsteres Geheimnis, aber einer von ihnen ist noch dazu ein Mörder. Schon bald nach ihrer Ankunft gehen merkwürdige Dinge vor sich.

Die fünf sitzen fest – physisch und psychisch. Die gemeinsame Zeit wird zum Psychospiel. Wem kann man trauen? Bis auf ein, zwei Details ist auch die Auflösung durchaus glaubhaft. Stimmig ist sie auf jeden Fall.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Milla, die einerseits immer als »zu tough für ein Mädchen« gesehen wurde, aber in ihrem Inneren viele Zweifel, Ängste und Sehnsüchte versteckt, wie wohl jede Frau sie manchmal hat. Durch ihre Grübeleien und die Rückblicke erfahren wir, was die fünf zusammengeführt hat und was sie trotz der Zeit, die vergangen ist, immer noch aneinanderkettet.

Der Stil ist knapp und prägnant, verliert sich nur etwas, wenn die Protagonistin zu viel nachdenkt. Da fast alle Personen Snowboarder sind beziehungsweise waren, dreht sich die Geschichte abseits der Geheimnisse natürlich darum. Es wird einiges erklärt, Sprünge, Ausrüstung, technische Details.

Das könnte für Wintersport-Neulinge etwas viel sein, aber auch eine Möglichkeit bieten, einen neuen Sport für sich zu entdecken. Auf YouTube finden sich auch Videos, um die beschriebenen Gedanken und Bewegungen einmal in Aktion zu sehen. Wer das vor oder begleitend zur Lektüre macht, kann für sich aus dem Buch noch mehr herausholen und versteht die Charaktere dann sicher einen Tick besser.

Der Aufbau des Thrillers ähnelt manchen Klassikern der Kriminalliteratur, wo ebenfalls eine Gruppe von Verdächtigen an einem Ort festsitzt. Die Autorin Allie Reynolds (selbst ehemalige Profi-Boarderin) vergleicht ihr Buch auch selbst mit »Und dann gabs keines mehr« von Agatha Christie.