Cover von: Fünf Fremde

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Fünf Fremde

Nur einer kennt das tödliche Geheimnis, das sie alle verbindet. Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 384 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3757701836

ISBN-13: 

9783757701833

Auflage: 

1 (02.03.2026)

Preis: 

22,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.331
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3757701836

Beschreibung: 

Die Wellen peitschen gegen die Fähre, als fünf Passagiere an einem stürmischen Oktobertag die Insel Neuwerk in der Nordsee erreichen.

Für vier von ihnen ist es die Rückkehr an einen Ort, der dunkle Erinnerungen wachruft. An einen Sommer vor dreißig Jahren, in dem zwei Teenager spurlos aus dem Schullandheim verschwanden. Auch damals waren die vier auf Neuwerk – und eine Frage hat sie seither nie mehr losgelassen: Was geschah in jenem verhängnisvollen Sommer wirklich?

Als ein Orkan aufzieht und niemand die Insel verlassen kann, drängen lang gehütete Geheimnisse an die Oberfläche. Denn es gibt jemanden, der die Antwort kennt. Und der nicht eher ruht, bis eine alte Schuld endlich gesühnt wird …

Kriminetz-Rezensionen

Was geschah 1995?

Im Jahr 1995 verschwinden zwei Jugendliche aus dem Schullandheim auf der Insel Neuwerk. Während Isa nach ein paar Tagen sprachlos wieder gefunden wird, bleibt Janosch verschwunden. Nun sind bei rauem Wetter fünf Menschen auf der Fähre nach Neuwerk. Für einige von ihnen weckt das Erinnerungen an den Vorfall von damals. Was ist seinerzeit geschehen? Während ein Orkan aufzieht und niemand die Insel verlassen kann, gibt es merkwürdige Begebenheiten auf Neuwerk. Wer hat da noch eine Rechnung offen?
Wieder einmal ist es der Autorin Romy Fölck gelungen, einen spannenden Krimi zu schreiben. Allerdings hat mich die Reihe um Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn mehr überzeugt. Die Handlung spielt hauptsächlich in der Gegenwart, aber es gibt Rückblenden in das Jahr 1995. Auch die Perspektiven wechseln immer wieder. Die Atmosphäre auf Neuwerk wirkt nicht nur aufgrund der Wetterverhältnisse ziemlich bedrohlich, sondern auch durch das Auftauchen der Personen, die 1995 ebenfalls auf der Insel waren.
Die Charaktere sind gut dargestellt. Fast alle scheinen ein Geheimnis haben. Die Kommissarin Annika Lundt kehrt für eine Weile nach Neuwerk zurück, um nach ihrer dementen Mutter Hedda zu sehen und ihrer Ehe zu entfliehen. Hedda gelingt es immer wieder auszubüxen. Charlotte will Hedda besuchen; sie plagt das schlechte Gewissen. Mats wird seit einiger Zeit bedroht, wie auch Sinje, die als Journalistin auch gerne rücksichtslos auf Informationsjagd geht.
Neben Isa, Janosch und Mats war damals auch Bea mit im Schullandheim. Was ist dort damals geschehen?
Es ist schwierig, Zusammenhänge zu erkennen, da es auch noch weitere Personen gibt, die in dieser Geschichte auftauchen. Kaum hat man eine Idee, wer hinter allem stecken könnte, gibt es wieder eine Wendung, die Zweifel aufkommen lässt. So bleibt es spannend.
Am Ende löst sich alles auf, wobei mir manches aber nicht so ganz logisch erschien.
Es ist ein spannender und atmosphärischer Thriller.

Packender und atmosphärisch dichter Thriller von der Insel Neuwerk

Mit diesem Buch legt die Autorin Romy Fölck, die ich bislang in erster Linie durch die Elbmarsch-Krimis um die Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn kannte, einen spannenden Thriller vor und konnte mich auch in diesem Genre überzeugen.

Als sich an einem stürmischen Oktobertag eine Fähre auf den Weg zur Insel Neuwerk macht, befinden sich an Bord auch fünf Passagiere, die alle in Verbindung zu einem 30 Jahre alten Vermisstenfall stehen, der bis heute nicht aufgeklärt werden konnte. Während sich ihre Wege auf der Insel immer wieder kreuzen, zieht ein Orkan auf, der es unmöglich macht, die Insel wieder zu verlassen. Und die fünf Fremden müssen feststellen, dass sie keineswegs zufällig zusammentreffen, sondern längst Teil eines perfiden Plans sind, in dem es um lang gehütete Geheimnisse und die Begleichung einer alten Schuld geht.

Mit einem spannenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt Romy Fölck ihre gut aufgebaute Geschichte voran und schafft es mit bildhaften Beschreibungen, die das Kopfkino ordentlich ankurbeln, eine düstere Atmosphäre zu erschaffen, die mich schnell in ihren Bann ziehen konnte. Durch immer wieder eingestreute Rückblenden entfaltet sich das Geschehen auf zwei Zeitebenen und das Puzzle setzt sich nach und zusammen, bis schlussendlich das erschreckende Gesamtbild enthüllt wird. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Und auch wenn sich hier der eine oder andere kleine Logikfehler eingeschlichen hat, bietet dieser Thriller unter dem Strich doch einen hohen Unterhaltungswert.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller in stürmischer Umgebung steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.

Die Schuld der anderen

Neuwerk, die kleine Insel in der Nordsee ist nicht nur ein beliebtes Touristenziel, sondern sie birgt auch so manches Geheimnis. Und einige der Menschen, die sich ihr mit der Fähre nähern, wissen davon. Und hier holt sie ihr Schicksal ein. Vor dreißig Jahren verschwanden zwei Teenager spurlos. Die Erinnerungen daran quälen sie. Niemand kennt ihr Geheimnis, oder doch? Der nächste Sturm wird es zu Tage bringen, wenn sie sich ihren Ängsten und ihrem Gewissen stellen müssen.

Spannend und unvorhersehbar erzählt die Autorin eine Geschichte um Schuld und Verdrängen, Gewissenskonflikte und tödliche Geheimnisse. Auch wenn es manchmal etwas kontruiert wirkt, weiss die Handlung durchaus zu fesseln.

Im Sturm

Auf Neuwerk sind vor 30 Jahren zwei Jugendliche verschwunden. Dieses Unglück hat für alle Nachwirkungen. Freunde, Verwandte, Inselbewohner, Lehrer und Besucher. Jeder hat davon erfahren, keiner weiß was passiert ist. Nun im Jahr 2025 treffen verschiendene Personen auf die Insel ein, aus verschiedenen Gründen alle stehen irgendwie im Zusammenhang mit dem damaligen Ereignis.
Ganz langsam führt uns die Autorin an die Ereignisse damals und heute heran. Wir erleben mehr von dem nahendne Sturm als von den Gedanken und Gefühlen der Protagonisten. Die kleine Insel mitten im Orkan, dieses klaustropobische Setting überträgt sich beim Lesen. Der laute unheimliche Wind, das Knarren der Bäume und Dächer, die Wucht der Böen, es ist als ob man es spürt. Über allem liegen die Unsicherheiten, warum sind diese Personen auf der Insel, die eine weil sie eine Auszeit vom Job braucht und sich um ihre Mutter kümmern will, die andere um eine alte Freundin zu besuchen, Das sind ganz allgemeine Themen aber unterschwellig ist da mehr. Darüber erfahren wir nach und nach. Auch was vor dreißig Jahren passiert ist. Ganz langsam erleben wir Teenager im Schullandheim, harmlose Streiche, erste Liebeleien usw. Die Steigerung der Erwartung wann kommt es zum Verbrechen oder einem anderem Ereignis ist kaum auszuhalten. Immer mehr Hinweise, Indizien, begonnene Gespräche. Allmählich reimt man sich als Leser etwas zusammen. Dann das fulminante Ende. Mit allem war zu rechnen, aber das was dann kam nicht. Soviel verqueres Denken kann man sich kaum ausdenken, aber nach dem Sacken lassen, erscheint es auf eine absonderliche Art logisch. Schrecklich, abartig, Rache eben.

fesselnder, atmosphärischer Thriller mit einer enttäuschenden Auflösung

3,5 Sterne

Im Jahr 1995 verschwinden die beiden Teenager Isa und Janosch am Ende der Schullandwoche auf der Insel Neuwerk. Die Lehrerin Charlotte Hahnel macht sich Vorwürfe, da die beiden unter ihrer Aufsicht verschwunden sind, und bleibt auch noch auf der Insel, nachdem die Suche nach den beiden bereits aufgegeben wurde - und eines Tages taucht Isa plötzlich wieder auf.
30 Jahre später anlässlich des Gedenkens an Janoschs Verschwinden begeben sich einige Personen auf die Insel Neuwerk zurück...

Leider finde ich den Titel nicht ganz passend, denn von den fünf Personen, die auf Neuwerk reisen, kennen sich vier aus der Vergangenheit - sind also keine Fremden, auch wenn sie seither keinen Kontakt hatten.
Es gibt zwei Handlungs- bzw. Zeitstränge: Sommer 1995 und 10., 11. und 12. Oktober 2025; in der Gegenwart jeweils abwechselnd aus Sicht von Lehrerin Charlotte Hahnel, die die damaligen Vorkommnisse nicht losgelassen haben, sodass sie einem Orden beigetreten ist; Annika Lundt, die damals auf der Insel gelebt hat und sich den Jugendlichen angeschlossen hat, und nun eine beurlaubte Polizistin ist, die sich um ihre demente Mutter kümmern will; Mats Nilsson; ehemaliger Schüler auf der Schullandwoche; Sinje Bianchi, die damals mit ihren Eltern auf Urlaub auf Neuwerk war, sich den Jugendlichen aber nicht abschließen durfte; und Michelle Welm, die einen Job als Vogelwartin auf der Vogelinsel antreten will.
Und in der Vergangenheit liest man aus Sicht von Isa. Erst nach und nach bauen sich die Vorgänge langsam auf; und was tatsächlich passiert ist, erfährt man erst ganz zum Schluss. Man fragt sich also die ganze Zeit, wie die Dinge zusammenhänge, welche Rollen die einzelnen Personen gespielt haben und wie die junge Michelle ins Bild passt.

Ich mag den Erzählstil von Romy Fölck, auch wenn es sprachlich teilweise leider etwas holprig war und es Wiederholungen gab; aber die Beschreibung des starken Sturms, der immer heftiger wird, war sehr bedrückend.
Auch ist die Insel Neuwerk so detailliert dargestellt, dass man alle Schauplätze und Wege genau vor Augen hatte und mit allen Personen mitgefiebert und mitgelitten hat. Auch die Trecker-Fahrt zur Vogelinsel ist so lebendig beschrieben. Auf Neuwerk scheint die Zeit stillzustehen; es gibt keine Hektik - es geht um die Elemente und die gewaltige Natur.
Besonders gelungen fand ich die Charakterzeichnungen. Alle handelnden Figuren waren unterschiedlich, authentisch, mit Kanten und Ecken, und dadurch so lebendig. Man konnte sofort eine Bindung aufbauen - oder fand sie unsympathisch.
Dass man immer abwechselnd aus der unterschiedlichen Sicht der fünf Personen, und auch noch teilweise aus der Vergangenheit liest, macht es interessant und hält den Spannungsbogen konstant aufrecht. Man lernt erst die Personen kennen und erfährt nur nach und nach kleinste Puzzleteilchen, die sich erst langsam zu einem ganzen Bild zusammenfügen. Es war faszinierend, wie fest das Damals das Heute noch im Griff hat. Und es hat sich wieder bewahrheitet: wenn man Dinge verschweigt und nicht miteinander spricht, kann nichts Gutes dabei herauskommen.
Es wurde am Ende dann alles aufgelöst, was im Jahr 1995 vorgefallen ist; leider hat mich die Auflösung dann enttäuscht; es war für mich so unrealistisch und absolut nicht nachvollziehbar. Leider kann ich auf kein Detail eingehen, da ich sonst alles spoilern würde. Jedenfalls hat diese für mich konstruiert gefühlte Erklärung das schöne Leseerlebnis von zuvor zerbröckeln lassen.

Fazit:
Sehr spannendes Leseerlebnis auf zwei Zeitebenen und aus Sicht von fünf (bzw. sechs) verschiedenen Personen in einem wunderschönen, jedoch stürmischen Setting, das einen mitfiebern lässt. Leider hat mich die Auflösung enttäuscht zurückgelassen.

Einer für alle. Alle für das Watt.

Schauplatz Insel Neuwerk
Es ist ein stürmischer Oktobertag als fünf Passagiere auf der Fähre Richtung Neuwerk unterwegs sind und vier davon waren schon mal hier. Sie waren in einem Schullandheim und vor 30 Jahren verschwanden dort zwei Teenager. Das Mädchen tauchte wieder auf, allerdings sprach sie nicht über die fragliche Zeit, der Junge blieb verschwunden. Die Passagiere erkennen sich nach der langen Zeit nicht sofort wieder. Erst nach und nach werden ihre Schicksale, ihre jeweiligen Lebenswege und ihre Geheimnisse aufgedröselt. Erschwerend kommt ein Unwetter dazu, so daß es keine Möglichkeit gibt, von der Insel wegzukommen.

Die Autorin hat auf jeden Fall eine fesselnde, aber auch düstere Geschichte erzählt. Durch die ständigen Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Figuren und auch zwischen der Vergangenheit des Jahres 1995 und der Gegenwart 2025 bleibt das Spannungsniveau hoch. Als Leser fragt man sich gleich, was geschah damals und wohin führt die Story. Romy Fölck brachte mich durch Andeutung dazu, Vermutungen anzustellen, diese zu überdenken und doch wieder zu verwerfen. Die einzelnen Figuren wurden sehr treffend und detailliert vorgestellt, so daß ich ein klares Bild vor Augen hatte. Es gibt auch etliche Actionszenen, die mich daran hinderten, das Buch aus der Hand zu legen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es ausgeht. Die Auflösung konnte man sich im großen und ganzen ausmalen, jedoch das Ausmaß war nicht vorhersehbar.

Ich kenne alle Bücher der Autorin, wobei ich das Genre Krimis mit der Elbmarsch-Serie den Romanen vorgezogen habe. Mit diesem Thriller hat sie mich wieder sehr gut unterhalten und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

Was damals geschah

Der Prolog blickt ins Jahr 1995. In einem Schullandheim auf Neuwerk haben sie wundervolle Tage verlebt bis zu jener Nacht, als zwei Kinder verschwunden sind. Charlotte, die damals als Lehrerin dabei war, macht sich noch heute Vorwürfe. Sie ist noch länger geblieben, hat jeden Winkel nach Janosch und Isa abgesucht, allerdings vergebens.

„Fünf Fremde“ erzählt von damals, von diesen verhängnisvollen Augusttagen im Jahre 1995 und von heute, als fünf Passagiere an einem Oktobertag 2025 auf der Fähre über die stürmische Nordsee zur Insel Neuwerk unterwegs sind.

Von der etwa drei Quadratkilometer großen Insel Neuwerk, die 15 km nordwestlich von Cuxhaven und 120 km südöstlich von Hamburg liegt, habe ich zuvor noch nie gehört. Romy Fölck beschreibt die Eigenheiten dieser Insel, das umliegende Watt, die erhöhte Turmwurt und auch den Neuwerker Turm (um nur einiges zu nennen) mitsamt den sehr überschaubaren Einwohnern eindrucksvoll. Zunächst nimmt sie mich mit auf die Fähre und stellt die für unsere Geschichte relevanten Personen vor. Ist es Zufall, dass auch Annika Lundt, die Hamburger Kriminalbeamtin, hier ist? Sie kümmert sich um ihre hier lebende Mutter Hedda, die sie immer wieder an einer ganz bestimmten Stelle einsammelt - irgendetwas zieht die zunehmend demente Frau hierhin.

Was passiert hier? Der Sturm wird zunehmend stärker, keiner sollte sich draußen aufhalten und doch scheint da etwas zu lauern – oder sind es „nur“ Geräusche, die der Sturm verursacht? Allerdings sprechen einige unerklärliche Vorkommnisse dagegen. Seltsame Dinge geschehen, es wird direkt unheimlich. Diese beklemmende, ja bedrohliche Atmosphäre ist eindringlich beschrieben, man spürt dieses Düstere hautnah.

Die beiden Zeitebenen werden wechselseitig erzählt. Neben den beiden Vermissten Janosch und Isa sind es Finn, Mats und Bea, die ich nicht alle mit den heutigen Passagieren in Einklang bringe. Bleibt noch Annika, die hier aufgewachsen ist und schon lange in Hamburg lebt und arbeitet. Und da ist noch die Wildtierauffangstation, die neu besetzt werden sollte. Die Übergabe gestaltet sich jedoch ganz anders, als es sein sollte.

Lange tappe ich im Dunkeln, kann mir so einiges nicht erklären. Bis dann doch das ganze Ausmaß dessen, was damals geschah, nach oben drängt. Unerbittlich. Und ja, alles wird bis zum bitteren Ende aufgeklärt. Hier, in der Aufklärung, liegt für mich schon ein Wermutstropfen, denn diesen Schluss, der dreißig Jahre zurückgeht, finde ich nicht schlüssig. Zu abstrakt, zu gewollt, zu konstruiert. Nichtsdestotrotz bleibe ich bei meiner sehr guten Bewertung, der Thriller hat es allemal verdient.

Spannender Altfall sorgt für Aufregung auf Hamburgs Nordseeinsel Neuwerk

Auf der Insel Neuwerk verschwindet im Sommer 1995 ein Junge spurlos. 30 Jahre später reisen fünf Personen auf diese Insel, allesamt aus unterschiedlichen Anlässen! Doch im Grunde haben alle etwas mit den damaligen Ereignissen zu tun. Doch bevor jeder Einzelne die Zusammenhänge erkennen kann, zieht ein Sturm auf und verhindert jegliches Entkommen.

Mit dem Titel „Fünf Fremde“, hat Romy Fölck einen abenteuerlichen und interessanten Roman geschrieben, der mich auf eine mir völlig unbekannte deutsche Insel entführt hat.
Ihre Beschreibung des Insellebens und der Natur haben mich dabei fasziniert und verzaubert, aber auch ein wenig beängstigt. Auf solch einer kleinen Insel ist man schon sehr dem Wetter, der Natur und den Gezeiten ausgeliefert. Es ist sicherlich reizvoll, aber nicht einfach dort zu leben, es scheint prägnant für die Insulaner zu sein, die eine eingeschworene Gemeinschaft bilden. Mir hat der Vermisstenfall an sich sehr gut gefallen, die Story hat mich gefesselt und es war spannend bis zum Ende. Die Zeitsprünge ins Teenageralter sorgten dabei für Abwechslung und eine andere Sichtweise der Geschehnisse. Auch wenn es zuletzt nicht zu atemraubender Action kam, haben mich ein paar unerwartete Wendungen noch überraschen können.
Sehr schön ist die Covergestaltung, mit der rauen See, man kann förmlich das Salz des Meeres riechen.

Mein Fazit:
Ein faszinierender Kriminalroman mit viel norddeutschen Flair und einer spannenden Geschichte um eine mir unbekannte Insel. Es waren unterhaltsame Lesemomente, die Lust auf eine Reise in den Norden machen.