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Garmischer Mordstage

Der erste Fall für Journalist Ben Wiesegger und Tierärztin Laura Schmerlinger. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3740814500

ISBN-13: 

9783740814502

Erscheinungsdatum: 

14.04.2022

Preis: 

13,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 275.575
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3740814500

Beschreibung von Bücher.de: 

Schräge Charaktere und ein dunkles Geheimnis … vor atemberaubender Alpenkulisse.

Nach 20 Jahren kehrt Journalist Ben Wiesegger in seinen Heimatort Garmisch zurück und hat sofort jede Menge Ärger am Hals. Ein Gast der elterlichen Pension liegt tot auf der Weide eines Biobauern – der Mörder soll der gutmütige Stier Attila gewesen sein. Doch nicht nur Tierärztin Laura Schmerlinger hegt ihre Zweifel daran.

Als seine Schwester ins Visier der Ermittler gerät, setzt Wiesegger alles daran, den Fall aufzuklären. Schon bald stellt sich heraus, dass der Tote alles andere als ein harmloser Wanderer war. Und dann ist da noch diese alte Schuld, die Wiesegger nun begleichen soll …

Kriminetz-Rezensionen

Die Rückkehr

Die Tierärztin Laura Schmerlinger findet bei einem Besuch der Tiere eines Biobauern auf der Wiese einen Toten und er Mörder soll der Stier Attila gewesen sein. Schwer vorstellbar für den Bauern, aber auch für Laura.

Zur gleichen Zeit kommt Ben Wiesegger aus den USA zurück, wohin er vor 20 Jahren ausgewandert ist. Seine Rückkehr nach Garmisch wird von den meisten, die ihn kenne, nicht gut aufgenommen. Seine Schwester Lissy ist auch nicht angetan, wo sie doch noch das Problem hat, dass der Tote Gast in ihrer Pension war.

Das ruft die Polizei auf den Plan, da der Beamte Poschinger Ben nicht leiden kann, da er im Verdacht steht, seinen Freund Toni bei einer Wanderung vom Berg gestoßen zu haben und er außerdem noch eine Affäre mit seiner Frau Josefa haben soll. Viele Gründe, um den Rückkehrer nicht willkommen zu heißen.

Auf seinen Touren durch Garmisch lernen sich Laura und Ben ein wenig näher kennen und da sie beide den Mord aufklären wollen, arbeiten sie mehr recht als schlecht zusammen. Die große Frage, die sich ihnen stellt, ist: Wer hat ein Motiv, diesen Menschen umzubringen? Bei ihren Untersuchungen werden sie noch auf einiges Überraschendes stoßen.

Der Krimi »Garmischer Mordstage« von Roland Krause beschreibt eine für jeden Rückkehrer alptraumartige Begebenheit, man ist nirgendwo willkommen und man möchte gleich wieder gehen. Schön ist auch die Beschreibung des Trösters »Jack Daniels«, der scheinbar für alles herhalten muss, aber im Endeffekt doch nicht brauchbar ist. Wenn das alles so wäre, wie ich es hier angedeutet habe, könnte man das Buch gleich wieder weglegen, doch so negativ wie alles scheint, ist es dann doch nicht.

Der Hauptcharakter Ben ist sicherlich ein schwieriger Mensch, doch hat er auch seinen guten Seiten und ebenso Freunde, die ihn stützen, fast so wie im richtigen Leben. Manchmal ist es sehr verwunderlich, in welche Fettnäpfe Ben hineinlatscht, doch das nimmt im Laufe des Romans ab. Die Beziehung zwischen Laura und Ben ist sehr unterhaltsam und es knistert immer wieder, auch wenn beide viel daransetzen, dass es dazu nicht kommt. Diese Szenen sind immer wieder Höhepunkte in diesem Roman.

Diese Story entwickelt sich im Laufe der Seiten und bleibt bis zum Ende spannend und das auf mehreren Ebenen. Ich mag auch die regionalen Besonderheiten, die immer wieder eingeworfen werden, und die Beschreibungen der schönen Garmischer Landschaft. Die Benutzung eines alten Brauchs zur Bestrafung ist für mich ein kleines Highlight in diesem Buch.

Ich finde, der Krimi ist sehr gut und nachvollziehbar geschrieben, stützt sich auf interessante regionale Beschreibungen und bleibt bis zum Ende spannend. Was will ich als Leser mehr? Also gute Unterhaltung für alle, die sich dieses Buches annehmen und es lesen.

Sehr unterhaltsamer Kriminalroman

Eigentlich wollte der Journalist Ben Wiesegger nie wieder in seine Heimatstadt Garmisch zurückkehren. Die Vergangenheit sollte ruhen, doch nach 20 Jahren zog es ihn wieder dorthin, obwohl ihm bewusst war, dass er vielen ein Dorn im Auge sein würde. Leider geschieht auch noch direkt nach seiner Rückkehr ein Mord in Garmisch und seine Schwester gerät in den Fokus der Ermittler. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich selbst auf die Suche nach dem Täter zu begeben und damit sich auch seiner nicht unbefleckten Vergangenheit in Garmisch zu stellen.

Der Autor Roland Krause hat mich schon mit seinem Kriminalroman »Ein abgezockter Sauhund« überzeugen können, so dass ich mit viel Vorfreude in sein neues Werk gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in einem äußerst unterhaltsamen und lebendigen Schreibstil, der die Geschehnisse sehr gut vor Augen führt. Dabei arbeitet er mit einer aus meiner Sicht sehr gelungenen Mischung aus Spannung und Humor, was dem Unterhaltungswert des Buches sehr guttut. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der ersten Leiche, die vermeintlich vom Stier Attila getötet wurde, gut aufgebaut und über die privaten Investigationen des Hauptprotagonisten Ben Wiesegger sowie dessen lange im Unklaren bleibende Vergangenheit auf einem guten Niveau gehalten. Das Finale schließt die Geschichte mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung gelungen ab.

Insgesamt ist »Garmischer Mordstage« ein aus meiner Sicht gelungener und sehr unterhaltsamer Kriminalroman, der mit einem liebenswerten und interessant gezeichneten Protagonisten, einem wohldosierten Lokalkolorit und der ordentlichen Prise Humor überzeugen kann. Das Ergebnis ist ein spannender Regio-Krimi, welchen ich gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.