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Gedenke mein

Der erste Fall für Gina Angelucci. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 368 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3548612288

ISBN-13: 

9783548612287

Erscheinungsdatum: 

15.01.2016

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 30.852
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3548612288

Beschreibung von Bücher.de: 

Cold Cases - Verbrechen schlafen nicht. Gina Angelucci, die Partnerin des Münchner Kommissars Dühnfort, arbeitet in der Abteilung für Cold Cases in München: Sie löst Mordfälle, die seit Jahren nicht geklärt werden konnten. Auf die Bitte einer Mutter nimmt sie die Ermittlungen zu einem tragischen Fall wieder auf. Vor zehn Jahren verschwand die kleine Marie. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Der Vater von Marie hat Selbstmord begangen. Hat er seiner Tochter etwas angetan? Gina ahnt, dass ihre Kollegen damals die falschen Fragen stellten. Warum sollte der Vater das Mädchen töten? Oder ist Marie noch am Leben? Gina folgt einer Spur, die zu unendlichem Leid führt ...

Kriminetz-Rezensionen

Gina Angelucci und ein neuer Cold Case

Im Februar 2005 verschwindet die 6-jährige Marie mit ihrem Vater spurlos. Chris, der Vater, hat Selbstmord begangen. Seine Leiche und einen Abschiedsbrief findet man in einer abgebrannten Hütte am Langbürgner See. Marie bleibt verschwunden. Die Mutter hofft, dass ihr Noch-Ehemann die Tochter „nur“ entführt und in gute Hände gegeben hat. Petras Freunde Mark und Heike versuchen, sie zu trösten, indem sie beteuern, daß Chris der kleinen Marie bestimmt nichts angetan hat. Die Mutter wendet sich an Zeitungen und bittet um Spenden, um weiter Nachforschungen betreiben zu können. Im Laufe der Jahre bleiben diese leider aus. Trotzdem gibt sie nicht auf und wendet sich sogar an eine Wahrsagerin, die ihr mitteilt, daß ihre Tochter lebt und daß es ihr gut geht.

Nach zehn Jahren liest sie in einem Zeitungsinterview, dass Gina Angelucci, die mittlerweile in der Abteilung für Cold Cases tätig ist, einen alten Fall aufgrund neuer Untersuchungsmethoden erfolgreich aufklären konnte und sie nimmt Kontakt mit ihr auf. Nach anfänglichem Zögern verspricht Gina, sich mit den Kollegen in Rosenheim in Verbindung zu setzen. Dort muss sie feststellen, dass bei den Ermittlungen sehr nachlässig gearbeitet wurde. Jetzt, nach 10 Jahren, müssen Gina und ihre Kollegen den Fall von Anfang an neu aufrollen. Dies stellt sich teilweise als sehr schwierig heraus, weil manche Ermittlungsmethoden noch nicht üblich waren, Unterlagen bereits vernichtet wurden oder Zeugen verzogen sind.

Tino hat in seiner Abteilung mit einem Fall zu tun, der ihm sehr nahe geht. Es wurde eine Babyleiche in einem Müllcontainer gefunden. Tage später findet man im Wald eine junge Frau, die Mutter des Jungen, die die Geburt nicht überlebt hat.

Die Liebe zwischen Tino und Gina scheint mit der Schwangerschaft noch gewachsen zu sein. Er ist ständig besorgt um sie und das Kind. Tino möchte, dass sie die Schwangerschaft bekannt gibt. Das hätte natürlich für Gina zur Folge, nur noch für den Innendienst eingeteilt zu werden. Die Hochzeitsvorbereitungen sind voll im Gange.

Ich kenne alle bisherigen Fälle und daher ist es wie ein Heimkommen. Man kennt Tino und Gina schon sehr gut. In diesem Buch ist erstmals Gina die Hauptperson. Die Autorin hat ihren Schreibstil beibehalten. Das Buch liest sich flüssig, die Spannung bleibt bis zum Ende erhalten und die Autorin lässt auch aktuelle politische Ereignisse mit einfließen. Sie lässt ihre Leser an den Ermittlungserkenntnissen teilhaben, die so immer wieder auf neue Fährten und damit neue Verdächtige gebracht werden. Die Figuren sind sehr realistisch beschrieben und die Verzweiflung der Mutter spürt man förmlich. Auch der Umgang unter den Kollegen, Zuständigkeiten innerhalb des Polizeiapparates etc. sind authentisch dargestellt.

Zur endgültigen Aufklärung, zum Täter etc. möchte ich jetzt nichts vorwegnehmen, nur soviel – der Fall wird gelöst!

Von mir eine eindeutige Leseempfehlung!

Verschwunden

Seit 2005 ist Petra Webers kleine Tochter Marie verschwunden, doch sie hat die Hoffnung nie aufgegeben. Marie hatte ein Wochenende bei ihrem Vater verbracht und Petra wartete vergeblich auf die Rückkehr. Ihr Mann wurde tot aufgefunden, es gab sogar einen Abschiedsbrief. Aber Marie wurde nie gefunden.

Zehn Jahre später beschäftigt sich Gina Angelucci, Toni Dühnforts Verlobte, mit alten, ungeklärten Fällen. Auf Petras Bitte hin rollt sie den Fall noch einmal auf. Die damaligen Ermittlungen wurde nicht allzu sorgfältig betrieben, da die Polizei von einem erweiterten Selbstmord ausging. Mit ihrem Kollegen zusammen kniet sich Gina richtig rein in diese Geschichte und dann gibt es Hinweise.

Aber auch Konstantin Dühnfort hat mit einem Fall zu tun, der ihm an die Nieren geht. Ein Baby in einem Müllbeutel wurde in einem Müllcontainer gefunden.

Die Charaktere sind authentisch und gut beschrieben. Gina und Toni sind sympathische und fähige Ermittler. Durch ihre Hartnäckigkeit gelingt es Gina, in diesem alten Fall alle Faden an sich zu ziehen und Unglaubliches ans Tageslicht zu bringen. Toni sorgt sich um Gina, denn ihre Tätigkeit ist nicht ungefährlich. Aber sie informiert ihren Chef nicht , dass sie schwanger ist, denn dann wäre sie an den Schreibtisch gebunden. Die Vorbereitungen für die Hochzeit laufen auch. Gina hat auch ein Herz für Benachteiligte, daher will sie keine Luxushochzeitreise während an Italien Küste flüchtende Menschen anstranden.

Petras Verzweiflung und die jahrelange Suche nach der Tochter haben sie zu einer Außenseiterin gemacht. Gut, dass ihr wenigstens Mark zur Seite steht.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt angenehm zu lesen. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und hat mich gefesselt. Nach einigen falschen Fährten kam ein unerwartetes Ende. Die Auflösung ist plausibel.

Ein empfehlenswerter Krimi.

Angelucci startet durch ...

Mit „Gedenke mein“ wagt Inge Löhnig den Start in eine neue Reihe. Diese dreht sich allerdings immer noch um das Umfeld von Kommissar Dühnfort. Ermittlerin ist hier seine Verlobte Gina Angelucci, sodass wir Leser auch nicht gänzlich auf Dühnfort verzichten müssen. Gina arbeitet in der Abteilung für Cold Cases. So bezeichnet man Fälle, die seit vielen Jahren ungeklärt sind. Gerade erst hat sie einen solchen Fall erfolgreich nach achtundzwanzig Jahren aufklären können. Diese Tatsache führt Petra Weber zu ihr. Verzweifelt bittet sie Gina, sich auf die Suche nach ihrer vor zehn Jahren verschwundenen Tochter Marie zu machen. Damals beging ihr Mann Selbstmord und die Polizei ging davon aus, dass er Marie mit in den Tod nahm. Doch die Leiche des kleinen Mädchens wurde nie gefunden. Da dieser Fall nicht in Ginas Zuständigkeitsbereich fällt, muss sie ablehnen. Die Tatsache, dass Gina bald selber Mutter ist und das Mitleid mit Petra Weber lassen sie jedoch nicht los, sodass sie sich an die zuständigen Beamten in Rosenheim wendet. Eine erneute Aufrollung des Falles stößt jedoch keineswegs auf Zustimmung und so bedient sich Gina eines kleinen Tricks, um den Fall zu übernehmen. Sehr schnell muss sie feststellen, dass die Ermittlungen damals nicht sehr sorgfältig geführt wurden und der Gedanke, Marie könne vielleicht doch noch leben, der für Petra Weber immer Gewissheit war, ist plötzlich gar nicht mehr so abwegig …

Inge Löhnig hat, auch mit einer neuen Ermittlerin, wieder einen überzeugenden Krimi abgeliefert. Dass sie mit Gina Angelucci eine den Lesern bereits bekannte Protagonistin ausgewählt hat, hat sich als kluger Schachzug erwiesen. Somit ist Konstantin Dühnfort für alle noch in greifbarer Nähe – auch wenn er sich dezent im Hintergrund hält. Mir hat dabei vor allem gefallen, dass das Familienleben der beiden nicht über Gebühr behandelt wird und Ginas erster Fall im Vordergrund steht.

Die Geschichte um das verschwundene Mädchen ist so spannend, dass ich das Gefühl hatte, nicht schnell genug lesen zu können, um endlich zu erfahren, was damals passiert ist. Ganz geschickt erzählt die Autorin auf zwei Zeitebenen – in der Gegenwart im Jahr 2015 und der Vergangenheit im Jahr 2005. Nach und nach werden immer mehr Details enthüllt und ich habe fieberhaft mitgerätselt. Aber Inge Löhnig wäre nicht Inge Löhnig, wenn sie ihre Leser nicht auf so manch falsche Fährte locken würde.

„Gedenke mein“ ist ein sehr flüssig zu lesender Krimi mit Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Die Protagonisten sind alte Bekannte und sympathisch wie immer. Die Geschichte geht unter die Haut und ist nicht unbedingt für Schwangere oder frischgebackene Eltern geeignet. Mich hat die Autorin voll und ganz überzeugt und ich freue mich schon auf den nächsten Band mit Gina Angelucci. Von mir gibt es fünf Sterne.

Cold Case und Gina Angeluccis erster Fall

Gina Angelucci, die Partnerin von Konstantin Dühnfort (genannt Toni), arbeitet in München an ungeklärten Fällen, den sogenannten Cold Cases. Gerade hat sie wieder eine Fall abgeschlossen und es sollte eigentlich der vorläufig Letzte sein, da sie schwanger ist. Jedoch bittet sie dann Petra Weber für sie zu ermitteln, da sie nicht glaubt, dass ihre Tochter tot ist. Die Akte Weber, die eigentlich die Rosenheimer Polizei bearbeitet, betrifft den Tod von Chris Weber und seiner 7-jährigen Tochter Marie. Man geht davon aus, dass er einen erweiterten Suizid begangen hat, also quasi seine Tochter mit in den Tod nahm. Gina versucht alles. um nochmals eine Suche nach Marie zu bewirken und bekommt am Ende sogar den ganzen Fall. Nun kann sie die Akte neu bearbeiten und schon bald stellt sich heraus, dass die Rosenheimer viele Fehler und Versäumnisse begangen haben. Immer mehr verdichtet es sich, dass Marie noch Leben sein könnte und der Kreis der Verdächtigen wird immer enger. Nebenher müssen sich Gina und Toni dann noch um ihre Hochzeitsvorbereitungen kümmern. Außerdem macht sich natürlich Toni Sorgen, dass Gina zu große Gefahren eingeht, jetzt wo sie schwanger ist.

Meine Meinung:
Im 8. Fall von Dühnfort geht es mehr um seinen Partnerin Gina. Da es für mich der erste Krimi der Autorin war, kannte ich diese Reihe ja vorher nicht. Aber mich hat dieser Krimi total in den Bann gezogen. Die Autorin schreibt sowas von fesselnd, emotional und realitätsgetreu, dass man manchmal meinen könnte, die Ermittler gibt es wirklich. Auch aktuelles Zeitgeschehen wird bei ihr nicht ausgegrenzt (z.B.die Flüchtlingswelle). Die Charaktere der Ermittler haben mir sehr gefallen und ich bin jetzt richtig neugierig geworden. Ich denke, ich werde mich mit der Dühnfort-Reihe auf alle Fälle noch befassen. Natürlich wird sich der leichter tun, der die anderen Krimis schon kennt, aber auch die Anderen werden sich gut zurecht finden, da es ein abgeschlossener Roman ist.

Ich für meinen Fall habe eine neue Lieblingsautorin gefunden, von der ich mehr lesen will. Auch das Cover passt ganz gut zum Romaninhalt und hätte mich sicher neugierig gemacht.

Von mir 5 von 5 Sternen für diesen gelungenen Krimi.