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Gefährliche Mittsommernacht
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ISBN-10:
ISBN-13:
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Beschreibung:
Mord und ein Glas Wein gefällig? Der erste von vier Fällen für Cilla Storm - Ein Schären-Krimi für jede Jahreszeit.
Endlich entspannen und ihren Liebeskummer vergessen, denkt Journalistin Cilla Storm, als sie auf Bullholmen ankommt. Und wo sollte das besser gehen als auf einer idyllischen Schäreninsel, die nach den leckeren Zimtschnecken benannt ist?
Doch als ein junges Mädchen am Morgen nach dem Mittsommerfest tot im Meer treibt, ist es vorbei mit der Urlaubsstimmung. Denn Cilla war die Letzte, die das Mädchen lebend gesehen hat. Dass ausgerechnet der attraktive Sohn ihrer Nachbarin die Ermittlungen leitet, macht die Sache auch nicht leichter. Dann erschüttert ein zweiter Mord die beschauliche Insel.




















Mord auf Bullholmen
Nach ihrer Trennung von ihrem Freund zieht es die junge Journalistin Cilla Storm nach Bullholmen. Sie hat sich ein Häuschen in einer Schrebergartenkolonie gekauft und möchte nun einfach entspannen und ihren Liebeskummer vergessen.
Doch ihre Urlaubsstimmung ist schnell vorbei, als den Morgen nach der Mittsommernacht ein totes Mädchen am Wasser liegt. Ausgerechnet Cilla war es, die das Mädchen in der Nacht noch gesehen hat. Der attraktive Sohn ihrer Nachbarin leitet die Ermittlungen und weil Cilla neugierig ist, steckt auch sie ihre Nase hinein, was das Ganze aber nicht so einfach macht.
Kurze Zeit später passiert auch noch ein zweiter Mord auf der idyllischen Schäreninsel.
»Gefährliche Mittsommernacht« ist der Auftakt in eine neue vierteilige Schweden-Krimi-Serie. Der Auftakt ist auf jeden Fall gelungen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Der Schreibstil ist einfach gehalten und lässt sich angenehm und locker von der Hand lesen.
Im Großen und Ganzen ist der Krimi sehr ruhig. In der ersten Hälfte passiert hier noch nicht ganz so viel. Vielmehr ist dieser Teil mit den privaten Rahmengeschichten der Protagonisten ausgeschmückt. Man lernt hier alle Protagonisten kennen und alle waren mir sehr sympathisch. Erst in der zweiten Hälfte nimmt der eigentliche Krimifall dann an Fahrt auf. Aber es wird zu keinem Zeitpunkt langweilig, man erfährt immer wieder etwas Neues.
Der größte Teil wird aus der Perspektive von Cilla geschrieben. Ihre Gedanken und Gefühle bekommt man dadurch hautnah mit und man entwickelt auch eine Bindung zu ihr. Es wurden aber auch noch andere Perspektiven eingeschoben wie die Rückblenden zur Mittsommernacht vor 10 Jahren. Hier erfährt man Stück für Stück, was damals passiert ist und das Puzzle setzt sich dadurch zusammen.
Die Liebesgeschichte zwischen Cilla und Adam ist ohne viel Kitsch, einzig und allein ging es mir etwas zu schnell vonstatten, dafür dass die beiden sich gerade erst kennengelernt haben. Aber ich bin gespannt, was in den Folgebänden noch passiert.
Mein Fazit:
Ein schöner. ruhiger Schären-Krimi ohne großartiges Blutvergießen. Perfekt für zwischendurch oder für eine schöne laue Sommernacht. 4/5 Sterne.
Sommer-Krimi in den Schären
Nachdem Cilla Storm von ihrem Freund verlassen wurde, nimmt sie sich eine Auszeit auf der schwedischen Schäreninsel Bullholmen. Sie kauft sich einen Schrebergarten mit kleinem Häuschen und möchte dort in Ruhe die Trennung verarbeiten. Doch die Idylle trügt, denn am Morgen nach der Mittsommernacht entdeckt Cilla ein totes Mädchen und ihr Journalisten-Spürsinn ist geweckt. Zusammen mit ihrer Nachbarin Rosie geht sie auf Spurensuche.
»Gefährliche Mittsommernacht« ist der Auftakt einer Jahreszeiten-Krimi-Serie. Normalerweise verbinde ich mit skandinavischen Krimis meist eine düstere Atmosphäre, doch hierbei handelt es sich um eine schöne, leichte Geschichte, gespickt mit Mordermittlungen und einem Schuss Romantik.
Durch den sehr angenehmen Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin und die Geschichte hat mich auch ohne viel Blutvergießen gefesselt.
Der Autor hat seine Protagonisten schön bildlich gezeichnet. Besonders Rosie ist mir ans Herz gewachsen und ich hoffe sie im Herbst-Teil »Mörderischer Nordwind«, der im August 2021 erscheint, noch weiter kennenzulernen.
Wer leichte Krimi-Kost mit herrlichem Setting und viel privater Geschichte drumherum mag, dem kann ich dies Buch sehr empfehlen.
Spannung auf Bullholmen
Inhalt
Cilla Storm, Journalistin, will eigentlich entspannen und ihren Liebeskummer vergessen. Deshalb kauft sie sich einen kleinen Schrebergarten auf der Schäreninsel Bullholmen. Doch bald verschwindet ein Mädchen, welches Cilla am Abend vorher bei einem lautstarken Streit mit einem jungen Mann gesehen hat.
Meine Meinung
Es ist der erste Teil der vierteiligen Schären-Krimi-Reihe rund um die Journalistin Cilla Storm. Als Erstes ist mir das schöne Cover aufgefallen, es passt gut zum Thema Mittsommer.
Der Krimi ist aus der Perspektive von Cilla geschrieben und manchmal führt Cilla Selbstgespräche und nimmt sich selber aufs Korn. Der Schreibstil ist flüssig und locker geschrieben, was das Lesen zum Vergnügen machte und mir super gefiel. Cilla als Hauptprotagonistin machte es mir nicht schwer, sie zu mögen. Sie wurde bildhaft und authentisch dargestellt. Aber auch Rosie und ihr Sohn Adam, der als Polizist in dem Fall ermittelt, habe ich in mein Herz geschlossen.
Die Kapitel haben eine gute Länge und obwohl es ab und an um Geschehnisse von vor zehn Jahren geht, habe ich nie den Faden verloren und es ging fließend ineinander über. Cilla lässt mich als Leserin an ihren Gedanken teilhaben und dennoch verliert die Story nie ihre Spannung.
Für mich hat Christoffer Holst eine perfekte Mischung aus Privatleben und Kriminalfall hinbekommen. Auch die Atmosphäre ist gut eingefangen, so dass ich mich beim Lesen auf Bullholmen befand. Die Auflösung des Falles ist plausibel und kam überraschend.
Fazit
Ich habe durch diesen ersten Teil definitiv eine neue Reihe für mich entdeckt und bin auf die weiteren sehr gespannt.
Super geschrieben, spannend, mit tollen Charakteren und einem schönen Setting. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 von 5 Sternen.
Muntere Verbrechensaufklärung, kommt leider lange nicht auf den Punkt
Erster Eindruck
Krimi oder Romanze? Auch als Autor mit analysierendem Blick auf Inhalt und Stil wird mir erst zur Mitte des Romans klar, wo der Genre-Schwerpunkt dieses Cross-Over-Romans von Christoffer Holst liegt oder liegen soll. Dafür werden sofort wohltuende Assoziationen wach: Von Smørrebrød (dem Klang der Ortsnamen wegen, obwohl die Geschichte in Schweden spielt) hin zu Bestsellern aus dem Heyne-Verlag. Wegen der Ich-Perspektive und der Ironie, die einem aus jeder Zeile entgegenlacht, vergleiche ich die »gefährliche Mittsommernacht« unwillkürlich mit Karsten Dusses Reihe »Achtsam morden«.
Inhalt ohne Spoiler
Aus Frust über das Ende ihrer Beziehung entflieht die Journalistin Camilla Storm, genannt Cilla, der Großstadt Stockholm auf die winzige Insel Bullholmen, wo sie in ein Schrebergartenhäuschen einzieht. Gleich in der ersten, der Mittsommernacht beobachtet sie den heftigen Wortwechsel eines jungen Paares. Am nächsten Morgen wird die Leiche des Mädchens am Badestrand aus dem Wasser geborgen, und Cilla muss dem Polizisten Adam Rede und Antwort stehen. Das Knistern zwischen ihr und dem attraktiven Ermittler macht die Lösung des Falles nicht einfacher. Weder von der Suche nach Spuren und Motiv noch von der Achterbahn ihrer Gefühle her. Auch nicht nach einem zweiten Mord.
Schreibstil
Christoffer Holst wagt viel. Sein lockerer Schreibstil mit den vielen Dialogen und Gedanken, die zusammen gefühlt 80% des Buches füllen und oft wenig bis nichts mit den Morden zu tun haben, konkurriert mit der einem Krimi innewohnenden Spannung. Selbstzweifel und die Sehnsüchte Cillas nach einem geordneten Leben und ihre Gedankenschnipsel etwa über ihren Schrebergarten oder andere Nebensächlichkeiten lenken immer wieder von den Mordfällen ab. Das macht das Lesen unaufgeregt, denn das Entsetzen wird verdrängt, der lockere Plauderton scheint oft unangemessen. Holst nutzt unvollständige Sätze, häufige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart oder verschiedene Schrifttypen, um Stimmungen zu transportieren. Die wirre Gefühlswelt einer 30-Jährigen wird durch ständige Gedankensprünge und plötzlich auf Petitessen gelenktes Augenmerk vorzüglich charakterisiert. Genau in der Mitte des Buches ändert sich das alles, Holst greift zu einem neuen Stilmittel: Furcht. Konzentriert beschrieben aus dem Blickwinkel Cillas. Zwar treten Lösung und Unhold gegen Ende ein wenig als Deus ex Machina in Erscheinung, aber wer besonders die Rückblenden aufmerksam las, wird nickend zustimmen. »Natürlich, da hätte ich auch drauf kommen können!«
Fazit
Krimiliebhaber müssen sich an den lockeren Schreibstil gewöhnen, und sie kommen erst in der zweiten Hälfte voll auf ihre Kosten. Vielleicht brauchen skandinavische Krimis die aufheiternde Stimmung eines Sommers, die sich im Stil widerspiegeln muss. Wer Romantik mag, ist mit der »gefährlichen Mittsommernacht« von Anfang an gut bedient. Keineswegs schnulzig, sondern mit der detaillierten Besinnung Cillas auf sich selbst, auf Adam und nicht zuletzt mit ihrer liebevollen Betrachtung der farbenfrohen Umgebung entführt der Roman seine Leser*Innen in eine Idylle, die alle zehn Jahre durch eine Bluttat gestört wird. Wenn ich dem sympathischen Buch dennoch nur vier wohlverdiente Sterne zuspreche, dann deshalb, weil Holst beim Spagat zwischen Schauer und Romanze zu lange unentschlossen bleibt, das erste halbe Buch in diesem Sinne zu ausschweifend ist und nicht auf den Punkt kommt. Ab der Mitte verdichten sich Inhalt und Sprache, haben mich gefesselt und für die streckenweise bezugs- und spannungslose Leichtfüßigkeit vorher entschädigt.