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Gegenspieler
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Zwei Bestseller-Autoren, eine Idee: »Mörderfinder« Max Bischoff und Strafverteidiger Anton Pirlo ermitteln das erste Mal gemeinsam.
Karl Müller, Partner der Düsseldorfer Starkanzlei Müller & Mahler, wird tot aufgefunden, nur wenige Tage, bevor er zu den umstrittenen, von seiner Kanzlei entwickelten TaxEx-Steuersparmodellen hätte aussagen sollen.
Während die Polizei von einem Suizid ausgeht, beauftragt die Kanzlei den Fallanalytiker und Privatermittler Max Bischoff, den Tod zu untersuchen. Sophie Mahler, Tochter des Gründungspartner Ernst Mahler und aufstrebende Strafverteidigerin, soll ihn unterstützen. Sehr zum Missfallen von ihrem Kanzleipartner Anton Pirlo, der auf Anhieb beschließt, dass er Bischoff nicht leiden kann.
Doch als Ernst Mahler verhaftet wird, übernimmt Pirlo dessen Verteidigung, und Bischoff und Pirlo stehen plötzlich auf derselben Seite. Widerstrebend arbeiten sie zusammen, um die Unschuld von Sophies Vater zu beweisen - und um einen skrupellosen Gegner zu stoppen …





















Zweckgemeinschaft
Die beiden Autoren habe eine gute Gemeinschaftsarbeit abgeliefert, vor allem auch ausgezeichnete Werbung für den jeweils anderen Autoren. Ich kannte bisher nur Ingo Bott und seinen Pirlo. Aber ich werde die Fälle von Max Bischof garantiert auch lesen.
Es war herrlich die Gespräche der beiden zu lesen, es ging weniger um Ermittlungen und Recherchen sondern eher wer tut mehr und wer hat recht. Sie wirkten wie ein altes Ehepaar beim Streiten oder wie die beiden alten Herren aus der Muppet Show.P
Es ging weniger um die Morde und die dazu gehörigen Ermittlungen als um die Teamarbeit von Pirlo und Max und die war einfach äußerst unterhaltsam, Gegensätze ziehen sich an.
Wechselseitig haben die beiden Autoren ihre eigene Figur geschrieben, das daraus ein passende Buch geworden ist, bei so unterschiedlichen Figuren, Respekt.
Der Fall zog sich wegen mangelnder Anhaltspunkte und einer vorgefassten Meinung bei den Ermittlungsbehörden in die Länge, bis zum überraschenden Showdown. Der Schluss war eine gelungene Überraschung..
Einige Figuren hatten meines Erachtens nach reale Vorbilder. Das machte die Geschichte spannend und wenn man der Phantasie freien Lauf lässt und einige Handlungen diesen Personen zu traut, ist bei mir das Gefühl entstanden das es sehr wohl möglich wäre.
Es war für mich kein richtiger Krimi ( das ist keine negative Aussage ) sondern etwas Neues und gerne mehr davon.
TaxEx Morde
Nur wenige Tage bevor Karl Müller, der Partner von der angesehenen Düsseldorfer Kanzlei Müller & Mahler, vor Gericht gegen die TaxEx-Steuersparmodelle hätte aussagen sollen, wird er auf einem Parkplatz tot aufgefunden. Alles sieht nach einem Selbstmord aus, doch sein Partner Ernst Mahler glaubt nicht daran und engagiert Max Bischoff als Privatermittler. Unterstützen soll ihn Sophie Mahler, die Tochter von Mahler. Ihr Kanzleipartner Anton Pirlo gefällt das nicht und beschließt, dass er Bischoff nicht leiden kann. Doch recht schnell stehen beide auf der gleichen Seite, als Ernst Mahler verhaftet wird, soll Pirlo seine Verteidigung übernehmen. Widerstrebend versuchen sie zusammen zu arbeiten um die Unschuld von Sophies Vater zu beweisen und stehen dabei einem skrupellosen Gegner gegenüber.
"Gegenspieler" ist der erste Band, wo Fallanalytiker und Privatermittler Max Bischoff mit Anwalt Anton Pirlo zusammen ermittelt. Beide Charaktere sind aus anderen Buchserien der jeweiligen Autoren. Leider fehlte mir zu beiden etwas an Hintergrundwissen, sodass sie für mich hier ohne Tiefe blieben. Ein paar Eckdaten zu beiden Hauptprotagonisten wäre vielleicht ganz hilfreich gewesen. Aber auch Sophie Mahler (falls sie in weiteren Bänden noch eine Rolle spielen sollte) blieb für mich hier recht unnahbar. Dadurch konnte ich auch keinen wirklichen Bezug zu ihnen herstellen.
Die Handlung wirkte recht konstruiert und zog sich auch sehr wie Gummi in die Länge. Für mich wollte sich hier leider absolut keine Spannung aufbauen. Es gab hier so gut wie gar keine Ermittlungsarbeit von Bischoff und Pirlo. Viel mehr trat man immer auf der Stelle, bis der Zufall dann auf einmal ins Spiel kam. Viele lose Enden würden für mich einfach nicht richtig verknüpft.
Nett zu lesen als Auflockerung zwischendurch waren die Sticheleien zwischen Bischoff und Pirlo. Wenn sie sich gegenseitig gestichelt haben, waren die Szenen ganz amüsant und haben mich ein wenig zum Schmunzeln gebracht.
Mein Fazit:
Ehrlicherweise habe ich von "Gegenspieler" sehr viel mehr erwartet und wurde leider enttäuscht. Die Handlung wirkte mir zu konstruiert, die Charaktere blieben eher fern und es kam keine Spannung auf. Falls die Reihe fortgesetzt wird, weiß ich nicht, ob ich nochmal eine Fortsetzung lesen würde.
Erzwungene Zusammenarbeit
Karl Müller, bekannter Anwalt der Kanzlei Müller & Mahler wird auf einem Parkplatz in seinem Auto tot aufgefunden. Alles sieht nach Selbstmord aus. Sein Partner Ernst Mahler bezweifelt dies und engagiert den Privatermittler Max Bischoff. Wenige Tage später verhaftet die Polizei Mahler, da diese jetzt von Mord ausgeht. Mahler bittet Strafverteidiger Anton Pirlo ihn so rasch wie möglich aus der UH rauszuholen, da er Müller niemals ermordet hat. Tochter Sophie Mahler, ebenfalls Anwältin unterstützt die beiden tatkräftig. Anfänglich gestaltet sich die Zusammenarbeit der beiden ziemlich schwierig. Ihre sehr unterschiedlichen Charakteren und ihre Vorgehensweise führen anfänglich zu keinem aufschlussreichen Ziel. Mit der Zeit funktioniert ihr Teamwork jedoch immer besser und entsprechend auch die Resultate des Falles.
Der Aufbau dieses Falles, welcher im Wechsel aus der Sicht der drei Hauptprotagonisten erzählt wird, baut eine mässige Spannung auf. Jedoch zieht sich alles für meinen Geschmack zu stark in die Länge. Wie das spezielle TaxEx-Model, ein komplizierter Steuerbetrug. Dies hat meinen Lesefluss ziemlich beeinflusst.
Der Schluss kam für mich jedoch ziemlich überraschend und zu konstruiert. Die Ereignisse
überschlagen sich förmlich, so nach dem Motto James Bond.
Bis anhin habe ich nur die Bücher von Arno Strobel gelesen und diese jeweils meist spannend empfunden. Ich war gespannt auf die Zusammenarbeit mit Ingo Bott, den ich bis anhin nicht kannte. «Gegenspieler» ein lesenswerter Fall, eine Zusammenarbeit mit viel Luft nach oben.
Bis auf einige Längen gute, hörenswerte Story
Als absoluter Arno Strobel-Fan wollte ich mir sein Match mit Ingo Bott nicht entgehen lassen und so bin ich auf das Hörbuch aufmerksam geworden, das ich mir natürlich sofort besorgt habe. Die beiden Sprecher Sascha Rotermund und Dietmar Wunder haben einen guten Job gemacht, ich war jederzeit im Bilde, die einzelnen Charaktere waren gut unterscheidbar. Auch sind die einzelnen Kapitel durch die kurzen Pausen gut voneinander abgegrenzt, was bei Hörbüchern, zu denen ich zwischendurch sehr gerne greife, beileibe nicht immer der Fall ist. Also, am Argon-Hörbuch gibt es nichts auszusetzen. Bleibt noch die Story an sich…
…die ich hier schnell umreiße. Karl Müller, Partner der Kanzlei Müller & Mahler, wird tot aufgefunden, um ihn dreht sich zunächst das Ermittlerkarussell. Da die Polizei von Suizid ausgeht, beauftragt die Kanzlei Max Bischoff, Müllers Todesumstände zu durchleuchten, ihm zur Seite wird Sophie Mahler gestellt. Als dann ihr Vater Karl Mahler verhaftet wird, hat sie ein noch sehr viel mehr persönlicheres Bestreben, die Aufklärung voranzutreiben. Mahlers Verteidigung übernimmt Pirlo und auch wenn Bischoff und Pirlo so gar nicht miteinander können, bleibt ihnen doch nichts anderes übrig, als an einem Strang zu ziehen.
Max Bischoff kenne und schätze ich aus der Mörderfinder-Reihe und auch die meisten der anderen Thriller aus Strobels Feder habe ich verschlungen. Und nun tritt er mit Ingo Bott und seinem Protagonisten Pirlo als Autoren-Duo auf – eine durchaus verlockende Ausgangslage - ich war gespannt auf diese „Gegenspieler.“ Neben diesen beiden Akteuren und der doch sehr eigenwilligen Sophie Mahler mischen noch so einige Figuren mit wie etwa Bischoffs Schwester, die ihm gut zuredet, den Fall anzunehmen, denn auch das in Aussicht gestellte Geld ist nicht zu verachten. Auch spielt Bischoffs ehemaliger Kollege Böhmer mit hinein, von dem er sich Infos erhofft und – was mich sehr gefreut hat – treffen wir später dann auf Marvin Wagner, den so schillernden wie grandiosen Psychologen.
Die Story ist trotz so mancher Längen unterhaltsam und durchaus spannend, zuweilen jedoch driftet sie jedoch zu sehr ins Nebensächliche ab. Das anfängliche Aufeinanderprallen von Max und Prilo legt sich später dann, die Zusammenarbeit scheint großteils zu funktionieren. Die „Gegenspieler“ sind nicht zuletzt dank der beiden Sprecher hörenswert, das ungekürzte Hörbuch hat eine Länge von 11 Stunden und 23 Minuten, die gekürzte Fassung, die ich gehört habe, geht über 10 Stunden und 12 Minuten. Sollten die beiden Spieler wieder gegen- oder eher miteinander antreten, werde ich ihnen erneut zuhören, sobald dazu eine Hörbuchfassung angeboten wird.