Cover von: Geisterfahrer
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Geisterfahrer

Der zweite Fall für die Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen. Kriminalroman
Buch
Gebundene Ausgabe, 280 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3710900654

ISBN-13: 

9783710900655

Auflage: 

1 (17.10.2019)

Preis: 

20,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3710900654

Beschreibung von Bücher.de: 

Mit unkonventionellen Maßnahmen gegen Mafia und Automobilindustrie.

Auch im zweiten Krimi von Michael Opoczynski hat die »Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen« jede Menge zu tun: In Berlin werden hunderte italienische Restaurants von der apulischen Mafia erpresst. Die Justiz ist machtlos, die Polizei tappt im Dunkeln. Die Gesellschaft beschließt, Recht durchzusetzen, wo die Rechtsprechung versagt. Doch das ist nicht ihr einziger Fall. Parallel nehmen sie die Autoindustrie ins Visier: Hunderttausende Autokäufer wurden mit falschen Emissionsangaben betrogen. Nach dem Dieselskandal warten sie auf eine Entschädigung, doch die Autolobby wähnt sich unantastbar.

  • Moderner Robin-Hood-Krimi: Wo Polizei und Staat versagen, sorgt das ungewöhnliche Ermittlerteam für Gerechtigkeit ohne Blutvergießen
  • Künstliche Intelligenz außer Kontrolle: Welche Risiken birgt autonomes Fahren?
  • Packender Politthriller um organisierte Kriminalität und korrupte Autoindustrie
  • Fundierte Insider-Kenntnisse aus der Mafia-Szene in Berlin

Berlin-Krimi über wahre Betrugsfälle.

Michael Opoczynski war mehr als zwanzig Jahre lang Leiter und Moderator der ZDF-Sendung WISO. In seinen Krimis verarbeitet er reale Betrugs- und Wirtschaftskriminalfälle. Der Autor nimmt sich Fälle vor, bei denen die Täter - meist Konzerne - relativ unbeschadet davonkommen, während die Opfer - Geschäftsleute, Kunden, Mitarbeiter, Mieter - auf ihrem Schaden sitzen bleiben. Im Kampf David gegen Goliath sorgt Opoczynskis unkonventionelle Einsatztruppe für Waffengleichheit.

Bei der Recherche zu »Geisterfahrer« nutzte der Autor seine Kontakte in Berlin: »Manchmal melden sich Mitarbeiter aus betroffenen Firmen bei mir, aber auch Szene-Insider. Alle wurden übervorteilt und ausgetrickst oder wollen nun auspacken, jedoch ohne ihre Identität preiszugeben. Deswegen taugen ihre Informationen leider nicht für die journalistische Auswertung - jedoch hervorragend für meine Krimis.« Packend, unterhaltsam, dabei gesellschaftskritisch und aufrüttelnd - eine Leseempfehlung für alle Krimi-Fans!

Kriminetz-Rezensionen

Anders, aber nicht ganz überzeugend

Die italienischen Restaurants der Stadt Berlin haben unter Schutzgeld-Erpressungen der apulischen Mafia zu leiden, die viele der Besitzer finanziell in die Enge treibt. Der Justiz sind die Hände gebunden, so dass sich ein weiteres Mal die Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen berufen fühlt für die vermeintlich Schwachen einzustehen. Aber auch für die besondere Vereinigung stellt der Kampf gegen die Mafia eine Herausforderung dar. Wie können sie die Verbrecher stoppen, ohne eine Kette der Gewalt auszulösen? Zudem wartet noch ein weiterer brisanter Fall auf die Mitglieder, der große Autokonzern aus Wolfsburg scheint mit seinen betrügerischen Machenschaften ungeschoren davonzukommen ...

Der Autor Michael Opoczynski war mehr als zwanzig Jahre lang Leiter und Moderator der ZDF-Sendung WISO, so dass ihm im Laufe seiner Karriere wahrscheinlich viele gesellschaftlich Missstände untergekommen sind. Diese Fachkompetenz in der Verbindung eines Kriminalromans im Stile einer modernen Robin-Hood-Erzählung hat mich sehr gereizt. Leider konnte mich das Buch aber nicht wirklich überzeugen. Das erzählerische Talent von Michael Opoczynski hat mir dabei sehr gut gefallen und auch seiner Idee für die Gesellschaft unkonventioneller Maßnahmen konnte ich nach anfänglichen Bedenken bezüglich möglicher Selbstjustiz im Nachhinein einiges abgewinnen, aber der Story an sich fehlte es an Esprit und vor allem Spannung. Wie erwartet deckt Opoczynsi fachlich fundiert einige Ungerechtigkeiten der heutigen Zeit auf, bleibt dabei aber manchmal lediglich an der Oberfläche, so dass die Geschichte ein wenig überladen wirkt. Die beiden zentralen Themen Schutzgelderpressung und Dieselskandal werden dann ausführlicher behandelt, aber die herbeigeführten Lösungen der besagten Gesellschaft hielt ich nicht tauglich für das reale Leben.

Insgesamt war ich bei »Geisterfahrer« wohl auch auf der falschen Spur, was ich eigentlich aufgrund des besonderen und für mich sehr angenehmen Erzählstils des Autors und der kreativen Grundidee schade finde. Hier wäre aus meiner Sicht sicherlich weitaus mehr möglich gewesen, so dass ich auf mögliche Folgebände achten werde. Ich bewerte das Buch mit drei von fünf Sternen.