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Der gekaufte Tod

Ein Detroit-Krimi
Buch
Broschiert, 368 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

360850477X

ISBN-13: 

9783608504774

Auflage: 

1 (20.03.2021)

Preis: 

17,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 360850477X

Beschreibung von Bücher.de: 

»Stephen Mack Jones haucht Detroit neues Leben ein.« The Boston Globe

Mexicantown, Detroit. August Snow kehrt mit zwölf Millionen Dollar Schadenersatz zurück in das Viertel seiner Kindheit. Genug Geld für den Ex-Polizisten, um seinen alten Humor wiederzufinden und ein neues Leben zu beginnen. Doch er hat die Rechnung ohne seine Feinde gemacht: Kurz nach seiner Rückkehr wird eine der mächtigsten Unternehmerinnen der Stadt tot aufgefunden. Snow setzt sich auf die Fährte des Mörders - und gerät in einen gefährlichen Strudel, der ihn in Detroits dunkelste Winkel hinabzieht.

Die zwölf Millionen stammen aus einem Prozess gegen den korrupten Polizeiapparat der Stadt. Mit dem Geld will Snow, Sohn eines afroamerikanischen Polizisten und einer mexikanisch-amerikanischen Malerin, den Stadtteil seiner Kindheit wieder aufbauen.

Da bittet ihn die Großunternehmerin Eleanore Padget, verdächtige Vorkommnisse in ihrer Bank aufzuklären. Snow lehnt ab. Kurz darauf wird die Frau tot aufgefunden. Selbstmord, lautet die Diagnose der Polizei. Snow hat Zweifel und begibt sich auf die Suche nach dem Mörder.

Ein packender Thriller inmitten der rauen, multikulturellen Realität Detroits.

Kriminetz-Rezensionen

Rauher Krimi aus Detroit

Nach der Leseprobe, die ich eigentlich überfliegen wollte, bin ich richtig kleben geblieben und war gespannt auf den weiteren Inhalt. Das Resultat lohnt sich aus meiner Sicht:

Ein ungewöhnlicher Held aus Mexicantown, Detroit. Der Vater war schon ein Polizist und der Sohn, August Snow, ebenfalls. Beide wollten Gerechtigkeit und aus diesem Grund wurde Snow vor 1 Jahr suspendiert und dann entlassen, weil er die Korruption innerhalb der Polizei nicht ertragen konnte und als Verräter in einem Prozess gegen seine Kollegen aussagte. Bei der Tat stellte Snow 12 Millionen Dollar sicher, die er behielt, so dass er ausgesorgt hat. Nach einer Weltreise zieht es ihn nach Hause, um in seinem Viertel nachzuschauen und da zu leben, wo er aufgewachsen ist, doch die Probleme fangen dann gerade wieder an …

Normalerweise bin ich nicht der Typ, der auf die harten, typischen US-Amerikanischen Helden steht, doch dieser ist etwas Besonderes. Als Mischling eines Afroamerikaners und einer Mexikanerin ist er ein ziemlich seltenes Bild in Mexicantown. Ausgebildet und Kriegsteilnehmer. Ziemlich harter Bursche und doch mit einem großen Herz kommt er nicht so typisch protzig daher.

Vielleicht liegt es auch an dem sehr guten Schreibstil, der einen sofort in seinen Bann zieht und Seite um Seite umblättern lässt. Eine kriminelle Patin möchte, dass er Ihr einen Gefallen tut, doch er lehnt ab und wenig später ist diese Frau, die niemand wirklich mochte und die viel Schaden angerichtet hat, auf merkwürdige Weise tot. Angeblich Selbstmord, doch August glaubt nicht daran. Er hadert mit seinem Gewissen, dass er nicht zumindest versucht hat zu helfen und fängt an zu ermitteln. Dass ihn dabei so ziemlich jeder davon abhalten will, ist klar, doch er hat auch noch einige Freunde, die ihm helfen!

Ein Ex-Cop, der sich überhaupt nicht mehr einmischen müsste und seine Schäfchen im trockenen hat. Doch er hat eine Vision und will mit seinem Geld auch seinem Heimatviertel wieder zu Ansehen verhelfen und schafft sich durch das Besorgen von Jobs und ehrlicher Arbeit für einige den nötigen Respekt und auch neue Freunde. Ob das nun der Realität entsprechen würde, sei mal dahingestellt, aber es ist eine Wunschvorstellung, dass jeder, dem geholfen wird, auch immer nur ein eigentlich ehrlicher Mann ist, der sich dann 100% loyal zeigt.

Würde die Geschichte in Texas mit Cowboys spielen, würde ich sagen, ich lese einen guten Western, aber die Atmosphäre von Detroit, der einzelnen Viertel und Ihrer Einwohner, fasziniert! Und so entwickelt sich der Roman, der von Beginn an ein hohes Tempo hat und mit einem Showdown endet, so wie es sein soll.

Wenn das Ganze mit weniger Jack Reacher oder typischem US-lastigen Waffengeklirre gelaufen wäre, würde ich 5 Sterne geben. Aber so sind es starke 4 Sterne geworden. Wie gesagt, normal überhaupt nicht mein Ding,  aber es gibt gut geschriebene Ausnahmen wie diese und damit eine Leseempfehlung!

Packender Thriller, der vor allem durch seine eher ungewöhnliche Hauptfigur überzeugen kann

Bei seinem Thriller-Debüt schickt der Autor Stephen Mack Jones einen eher außergewöhnlichen Ermittler ins Rennen, der mich gleich auf ganzer Linie überzeugen konnte und durchaus das nötige Potential für weitere Auftritte aufweist.

Dem ehemaligen Polizisten August Octavio Snow, Sohn eines afroamerikanischen Polizisten und einer mexikanisch-amerikanischen Malerin, wurde im Prozess gegen den korrupten Polizeiapparat von Detroit ein Schadenersatz von 12 Millionen Dollar zugesprochen. Nachdem er seiner Heimatstadt für ein Jahr den Rücken gekehrt hat, kommt er nun zurück, um dem heruntergekommenen Stadtteil seiner Kindheit mit Hilfe des Geldes neues Leben einzuhauchen.

Als ihn die Großunternehmerin Eleanore Padget bittet, verdächtige Vorkommnisse in ihrer Bank aufzuklären, lehnt August dies zunächst ab. Doch kurz darauf wird die Frau tot aufgefunden und der Fall soll verdächtig schnell als Selbstmord zu den Akten gelegt werden. Und so nimmt August doch noch die Ermittlungen auf und taucht tief in die Abgründe von Detroit ein.

Mit einem packenden und zuweilen auch ziemlich lakonischen Schreibstil lässt der Autor seine Hauptfigur die Geschichte selbst erzählen. Mit gelungenen Spannungsmomenten und einigen überraschenden Wendungen treibt er das Geschehen voran und bietet am Ende einen fulminanten Showdown mit verblüffender Auflösung. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Auch die Stadt Detroit spielt in dieser gut aufgebauten Geschichte eine tragende Rolle, die ihr nicht immer schmeichelt. Schonungslos deckt der Autor die raue, multikulturelle Realität der Stadt mit all ihren daraus resultierenden Problemen auf, lässt dabei aber auch immer wieder die positiven Seiten dieser Entwicklung aufblitzen.

Ein gelungener Thriller in bester Hardboiled-Tradition, der das Genre zwar nicht neu erfindet, ihm mit seinem eher ungewöhnlichen Ermittler aber doch ein paar neue Facetten abgewinnen kann.

Starker Beginn, wird dann schwächer

Der ehemalige Polizist August Snow kehrt nach einem Jahr im Ausland mit zwölf Millionen Dollar Schadenersatz zurück nach Detroit. Mexicantown, das heruntergekommene Viertel seiner Kindheit, will er mit dem Geld wieder bewohnbar und attraktiver machen, und so hat er ein paar Häuser in der Straße seines Elternhauses gekauft und herrichten lassen. Die Millionen stammen aus einem Prozess gegen den korrupten Polizeiapparat der Stadt, weshalb sehr viele seiner früheren Kollegen äußerst schlecht auf Snow zu sprechen sind.

Kurz nach seiner Rückkehr bittet ihn die schwerreiche und mächtige Unternehmerin Eleanore Paget, verdächtige Vorkommnisse in ihrer Bank aufzuklären, doch Snow lehnt ab. Als Eleanore Paget kurze Zeit später tot aufgefunden wird, deutet alles auf Selbstmord hin. Doch August Snow hat große Zweifel und ein schlechtes Gewissen, dass er Paget nicht unterstützt hat.

So begibt er sich auf die Suche nach dem Mörder. Snow, der Sohn eines schwarzen Polizisten und einer mexikanisch-amerikanischen Malerin war, verkörpert einen multikulturellen Helden in der harten Realität Detroits. Unterstützt wird August Snow von einigen alten und neu gewonnenen Freunden, doch er stößt bei seinen Ermittlungen offenbar in Wespennest und bringt dadurch sich und seine Vertrauten in tödliche Gefahr.

Zu Beginn gefiel mir die schnoddrige und witzige Art, wie August Snow sich durchs Leben schlägt, wie er einen jungen Drogendealer wieder auf die richtige Spur bringt oder sich mit den älteren Ladies aus seiner Nachbarschaft anfreundet.

Doch im zweiten Teil wurde es für meinen Geschmack zu amerikanisch-heldenhaft, mit sehr viel Action, Schießereien und Toten. Dadurch geraten der eigentliche Fall und seine Lösung fast schon in den Hintergrund, auch das Ende wirkt somit nicht ganz so überzeugend.

Eigentlich schade, da August Snow ein vielversprechender Protagonist ist und auch Detroit mit all seinen Schattenseiten eine sehr interessante Kulisse abgibt.

Viele klassische Elemente und eine besondere Sprache

»Der gekaufte Tod« ist ein Kriminalroman von Stephen Mack Jones, der 2021 bei Tropen in der Übersetzung von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann erschienen ist. Der Titel der amerikanischen Originalausgabe lautet „August Snow“ und ist 2017 erschienen.

Zum Autor:
Stephen Mack Jones, geboren in Lansing, Michigan, arbeitete mehrere Jahre in der Werbe- und Marketingbranche, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. Seine Lyrik und Dramatik wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. »Der gekaufte Tod« ist sein erster Thriller und wurde sowohl mit dem Nero Award als auch mit dem Hammett Prize for Crime Fiction ausgezeichnet.

Meine Meinung:
Vieles an diesem Buch wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich. Die Hauptfigur August Snow, Sohn eines schwarzen Polizisten und einer Mexikanerin, kämpft für Gerechtigkeit und scheut dafür keine Konfrontation. Er sehnt sich nach seinem Heimatort und möchte ihn wieder zu einem Ort machen, an dem man sich wohlfühlt. Natürlich gibt es jede Menge Zeitgenossen, die andere Interessen haben.

Snow hat einige wenige gute Freunde und viele Feinde. Er erkennt gute Menschen, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so aussehen. Aber seine netten Eigenschaften vergisst er, wenn er zum gewaltbereiten Kämpfer für seine Ideale wird. Er wechselt ohne Schwierigkeiten zwischen Lyriker und Rambo. Er ist ein großer Kämpfer mit Herz, der einiges einstecken kann und muss. Alle anderen Figuren sind nur skizziert und lassen sich problemlos in Gut oder Böse einordnen. Es gibt nachdenklich wirkende Momente und knallharte Action. In den Actionszenen wird Snow schon mal übermenschlich. Das kennt der Leser aus vielen amerikanischen Romanen.

Zuweilen gibt es auch humorvolle Szenen mit einer großen Portion Schwärze. Mein Liebling ist die Danksagung des Profikillers für das gute Gespräch, nachdem er seinen Job erledigt hat.

Der Spannungsbogen ist gekonnt gezeichnet und nach recht ruhigem Beginn legt das Tempo mehr und mehr zu. Die Sprache ist gut verständlich und passt sich dem Tempo der jeweiligen Szene an. Actionszenen werden spannend und mitreißend erzählt, so dass ich mit Snow mitgefiebert und mitgelitten habe. In ruhigen Passagen übermittelt der Autor die Sehnsucht nach Geborgenheit mit vielen Bildern aus guten Zeiten, auch mit lyrischen Elementen. So bleibt Snow auch in Zeiten als Kampfmaschine sympathisch, weil seine Gegenspieler ja abgrundtief böse sind.

Fazit:
Es bleibt ein Roman, der längst nicht so ungewöhnlich ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Überdurchschnittlich ist allerdings die sprachliche Gestaltung. Deshalb vergebe ich vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

Der Sumpf von Detroit

Als August Snow nach Mexicantown, Detroit, zurückkehrt, sind nicht alle begeistert. Er hat eine Menge Polizisten sind gegen ihn, da er 12 Millionen von der Stadt Detroit eingeklagt hat und dabei viele Polizisten und wichtige Menschen ins Gefängnis gekommen sind. August hat das Haus seiner Eltern und noch ein paar mehr in derselben Straße gekauft und sie auch gleich renoviert.

Er wird von der Millionärin Eleanor Pages angerufen und zu einem Gespräch geladen. Eleanor will ihn beauftragen, sie und ihr Unternehmen zu schützen. Einer der Bodygards in ihrem Haus ist sein Freund Tomas. Aber beide können nicht verhindern, dass Eleanor umgebracht wird. Alles sieht nach einem Selbstmord aus und die Polizei stellt auch die Ermittlungen aus diesem Grund ein.

Doch August hat so seine Verbindungen und er zweifelt an dieser Information. Außerdem will er den Tod aufklären, da er ihn schon nicht verhindern konnte. Doch es sieht so aus, als wenn er in ein Wespennest sticht, da auch das FBI an ihm Interesse bezeugt. Also macht er sich auf den Weg, um in dem Unternehmen vorzufühlen. Doch irgendwie hat er das Gefühl,  nicht ernst genommen zu werden. Auch bleibt er weiterhin im Focus der Polizei und des FBI. Doch das Interesse des FBI wird immer intensiver und August arbeitet eng mit ihnen zusammen. Doch ob das reicht, die Mörder von Eleanor aufzuscheuchen, bleibt abzuwarten.

Ein äußerst actionreicher Thriller liegt hier vor und die Spannungslage ist sehr intensiv, genauso wie die zunehmende Brutalität in diesem Roman. Doch das passt sehr gut in dieses Genre und ich muss sagen, dass ich die Story sehr intensiv verfolgt habe und das Buch kaum aus der Hand legen konnte, um den Anschluss nicht zu verpassen. Die Figuren in diesem Thriller sind sehr deutlich und genau beschrieben. Ganz deutlich wird hier in gut und böse unterschieden und die Verluste auf der Seite der Bösen sind immens. 

Der Gute – August Snow – ist auf jeden Fall nicht ein unbefleckter Gute, sondern man möchte sich doch auf seine Seite schlagen, weil er mit seinem Geld die Armen und Schwachen unterstützt. Er hält eine ganze Menge von Freundschaften und sein Ehrenkodex ist sehr prägnant, ganz wie er es als Marine gelernt hat. Deshalb kann er es auch nicht stehen lassen, dass eine Frau, die ihn um Hilfe gebeten hat, ermordet wurde.

Die Gegensätze, die hier aufgemacht werden, sind sehr deutlich dargestellt. Die Reichen, die über Leichen gehen und auch unter dem Einfluss von fremden Geldgebern stehen, die sie jederzeit gegen andere austauschen können. Auf jeden Fall ist der Spannungsbogen bis zum Ende sehr schön ausgebaut und hält auch einige interessante Wendungen bereit.

Alles in allem finde ich den hier vorliegenden Thriller total unterhaltsam und sehr spannend und er ist sehr lesenswert.

Mörderisches Detroit

Die Spannung in diesem außergewöhnlichen Krimi baut sich erst sehr gemächlich auf. Zu Beginn werden die Hauptfiguren und der Schauplatz ausführlich vorgestellt.

Der Traum des Protagonisten, den Ort seiner Kindheit wieder so zu gestalten, wie er einmal war und ihn dadurch aufzuwerten, gestaltet sich schwierig, da seine Feinde andere Pläne haben. Außerdem lässt ihn der ungeklärte Todesfall, der sich gleich zu Beginn ereignet, als ehemaliger Cop nicht los.

Obwohl ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, verfolgt er sein Ziel mit Hartnäckigkeit und kommt schließlich zum Ziel. Immer wieder muss er sich entscheiden und Freund und Feind gut sortieren. Sein soziales Engagement und die Art, seinen Reichtum zum Wohl der Allgemeinheit einzusetzen, hat mir sehr gut gefallen. Die Menschen in seinem Umfeld waren sehr gut dargestellt, allen voran seine netten und etwas skurrilen Nachbarinnen, die für den einen oder anderen Schmunzler gesorgt haben.

Obwohl ich es gut finde, wenn in einem Krimi auch der Alltag der Protagonisten genügend Raum findet, waren mir hier die allzu häufigen Beschreibungen vom Essen und Trinken deutlich zu viel.

Fazit:
Ein Krimi, der mich nach Startschwierigkeiten und kleinen Mängeln trotzdem gut unterhalten hat.

Detroit – multikulturell und voller Gewalt

Der ehemalige Polizist August Snow hat als Kronzeuge gegen Kollegen und Politiker ausgesagt. Das hat ihm zwar keine Freunde verschafft, aber einen Schadenersatz von zwölf Millionen Dollar. Nachdem er eine Weile in Europa verbracht hat, kehrt er nach Detroit zurück. Er will in Mexicantown, dem Viertel, in dem er seine Kindheit verbracht hat, mit dem Geld etwas Gutes tun. Doch seine Feinde haben nicht vergessen. Kaum ist er zurück, wird die Unternehmerin Eleanore Padget, die vergeblich um seine Hilfe gebeten hat, ermordet aufgefunden. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus, doch Snow hat Zweifel. Er ermittelt auf eigene Faust und gerät in einen gefährlichen Strudel.

Dies ist ein packender Krimi, der uns in ein Detroit führt, in dem die Autoindustrie an Bedeutung verloren hat und in dem nun Armut und Arbeitslosigkeit an der Tagesordnung ist. In der Stadt sind Verbrechen, Gewalt und Drogen allgegenwärtig. 

Hier ist August Snow als Sohn eines afroamerikanischen Polizisten und einer mexikanischen Mutter groß geworden und er kennt sich aus. Er ist ein interessanter Charakter, der Polizist geworden ist, um auf der richtigen Seite zu stehen – auch wenn es schwierig wird. Er ermittelt beharrlich und lässt sich nicht beirren. Mir war er sympathisch und auch seine soziale Seite hat mir gut gefallen. Seine Gegner sind skrupellos, doch glücklicherweise hat er noch ein paar Freunde, die zu ihm stehen. Die Charaktere waren gut und authentisch gezeichnet.

Stephen Mack Jones beschreibt das alles sehr detailliert und glaubwürdig. Dieser Krimi mit einer etwas bedrückenden Atmosphäre ist interessant und spannend. Es ist ein sehr amerikanischer Krimi, der lesenswert ist.

Sozialkritischer US-Actionkrimi mit multiethnischem Jason Bourne

Ich bin Fan von unkonventionellen, leicht schrägen Krimis (humorvoll oder nicht). Diese haben meist einen Schauplatz, der nicht so oft genutzt wird und können mit skurrilen Charakteren und Geschichten aufwarten.

Stephen Mack Jones vereint all das in »Der gekaufte Tod«. Mit dem deutschen Titel bin ich nicht so ganz warm geworden, aber mit dem Inhalt umso mehr. August Snow, Detroiter Ex-Cop und Ex-Marine, mutiert unfreiwillig zum Privatermittler und FBI-Informanten.

Eine reiche Geschäftsfrau nimmt sich – so die offizielle Version – das Leben, doch Snow geht der Sache auf den Grund und wirbelt Staub auf.

Das Flair der amerikanischen Großstadt wird genauso eingefangen wie die sozialen und ökonomischen Fragen der Vereinigten Staaten. August selbst ist da schon ein wunderbares Beispiel – Sohn eines Afroamerikaners und einer Mexikanerin –, bietet er viel Angriffsfläche für Hass. Er kann es sich aber leisten, damit relativ locker umzugehen, denn aufgrund seiner Ausbildungen weiß er sich zu wehren. Und er hat Geld, was ihm wiederum Zutritt zu »weißeren« Kreisen ermöglicht.

Alles sehr stereotyp und dann auch wieder nicht. Der Autor thematisiert die gängigen Probleme und nutzt auch Klischees dafür, packt alles aber in eine fesselnde, schonungslose Krimigeschichte rund um Mord, Rache, Geldwäsche und Waffen.

Viele Waffen. Action muss sein. Wer das nicht mag, liegt mit diesem Krimi falsch. Aber hin und wieder sind markige Sprüche, kantige Typen und schräge Figuren genau das Richtige. Für Fans von Gregg Hurwitz oder Robert Ludlum auf jeden Fall ein Volltreffer.