Cover von: Geld oder Lebkuchen
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Geld oder Lebkuchen

Fast ein Krimi
Buch
Gebundene Ausgabe, 160 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3423283084

ISBN-13: 

9783423283083

Erscheinungsdatum: 

20.10.2021

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon Bestellnummer (ASIN): 3423283084

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein Weihnachtsmann räumt ab!

Es ist Advent auf Sylt. Ernst Mannsen hat zwar nichts gegen Weihnachten, aber die Insel ist ihm ohne Touristen zu leer, die Tage sind lang und dunkel. Seine Frau Gudrun freut sich hingegen auf den Weihnachtsmarkt, aufs Schmücken des Hauses und auf die Weihnachtsfeiertage mit der Familie.

Als der gelangweilte Ernst erfährt, dass der Filialleiter der Bank mitsamt den Spenden für die bedürftigen Kinder verschwunden ist, ergreift er seine Chance auf Abwechslung: Er wird sich um das Problem kümmern! Und das Geld für die Weihnachtsgeschenke beschaffen. Sozusagen als Robin Hood von Sylt. Mit einigen Komplizen plant er einen großen Coup, der allerdings ganz anders läuft als geplant.

Kriminetz-Rezensionen

Großer Hörgenuss

»Geld oder Lebkuchen« von Dora Heldt habe ich als ungekürztes Hörbuch, von JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH mit einer Spieldauer von 6 Stunden und 31 Minuten gehört. Gesprochen wird es von Katja Danowski.

Ernst Mannsen auf Sylt langweilt sich. Es ist Adventszeit, keine Touristen mehr auf der Insel, die Tage kurz und dunkel. Ganz im Gegensatz zu seiner Frau, die geht auf in der Vorbereitung auf den Weihnachtsmarkt und auf das Kaufen der Geschenke für die Kinder.

Aber dann sind die Spendengelder und der Filialleiter der ortsansässigen Bank verschwunden. Ernst hat daraufhin einen Plan. Zusammen mit der ehemaligen Schauspielerin Hella zieht er ihn durch. Da aber auf einer Insel jeder jeden kennt, wartet eine üble Überraschung auf Ernst.

Ich habe mich beim Hören köstlich amüsiert, es war sehr lustig, aber auch mit einem sozialen Hintergrund. Die Darsteller waren sehr gut und authentisch beschrieben und ich war sofort mittendrin. Gudrun und Ernst sind ein sympathisches Ehepaar, Hella als ehemalige Schauspielerin passte super in die Handlung und Minna als ehemalige Lehrerin setzt sich immer noch sehr engagiert für die Kinder – besonders für bedürftige – ein. Also eine bunt gemischte Truppe, die alles daran setzt, den Kindern ein schönes Weihnachtsfest zu bescheren. Anton und seine Mutter mochte ich auch sehr. Natürlich gab es auch die Leute, denen es besonders gut geht, die aber zu geizig zum Spenden sind. Martina, die Bankangestellte, setzte ihr Wissen sehr gewinnbringend ein.

Auch die Sprecherin hat ihre Sache großartig gemacht. Ihr ist es gelungen, den Charakteren eigene Stimmen mit all ihren Facetten zu geben. Mit ihrer angenehmen Stimme und dem Sprechtempo war es eine Freude, ihr zuzuhören.

Insgesamt hat mir das Hörbuch einen großen Hörgenuss beschert und ich kann es nur empfehlen.

Schlittenfahrt

Diese Rezension behandelt das Hörbuch.

Zum Inhalt:
Dieses Jahr ist es für das weibliche Triumvirat des Festkomitees – Gudrun, Hella und Minna – schwierig, in die richtige Weihnachtsstimmung zu kommen. Der Weihnachtsmann – im wahren Leben Filialleiter der örtlichen Bank – ist nicht nur beurlaubt, sondern unerreichbar. Als wäre das nicht schon schlimm genug, sind die von ihm verwalteten Spendengelder für den Kinderclub unauffindbar. Außerdem will der Gemeinderat den Zuschuss für den Kinderclub kürzen und die Bankfiliale steht vor der Schließung. Unorthodoxe Mittel und Wege sind gefragt und Ernst – Gudruns Gatte – ist bereit, diese zu nutzen.

Mein Eindruck:
Dieses Buch ist eine Schlittenfahrt – nicht gemächlich auf ebener Strecke, sondern einen Hang hinunter. Denn wirkt der Anfang noch ein wenig fade und lustlos, kommt die Geschichte bald immer schneller in Fahrt und reißt die Zuhörer/innen richtig mit. Da kann man dann schon einmal das Plätzchenessen auf der Couch vergessen, wenn die schwierigen Kurven genommen werden müssen. Bis hin zu einem Ende, bei dem man vor Lachen und Weinen nicht mehr weiß, wohin mit den Emotionen. Heldt transportiert die gefühlvolle Weihnachtsstimmung genauso gut wie die Hektik der Vorbereitungen des Events. Dabei wird der Text wunderbar unterstützt durch Katja Danowski, die ihren Figuren stimmlich das Leben einhaucht. Dass zum Ende hin allen Widrigkeiten getrotzt wird, die braven Menschen belohnt, die nicht ganz so braven geläutert und die schlechten bestraft sind, gehört sich so in dieser Zeit. Und das ist dann auch gut so.

Mein Fazit:
Eine anheimelnde Wohltat in hektischer Zeit.

Bezaubernd, witzig, herzlich

Genau richtig für die Vorweihnachtszeit, so dachte ich mir und hörte 6 Stunden und 31 Minuten in diesen Fast-Krimi, vertont von GOYALiT Jumbo Neue Medien und Verlag GmbH, hinein.

Ein wenig schlitzohrig ist er schon, dieser Ernst Mannsen. Es passt ihm so gar nicht, dass der langweilige Filialleiter der Bank ihm vorgezogen wird, dabei hat er – Ernst – seiner Meinung nach alles, was man so braucht, um eine erfolgreiche Dorfweihnacht organisieren zu können. Es war immer so, dass die bedürftigen Kinder sich zu Weihnachten was wünschen dürfen und ihre Wünsche erfüllt werden, dafür wurde extra ein Bankkonto eröffnet, Kassensturz ist angesagt und das Konto hoffentlich gut gefüllt. Aber – oh Schreck, es gibt gar kein Konto, der Filialleiter ist weg, Geld ist natürlich keins da – was nun?

Katja Danowski passt sich dieser herrlich frech-forsch-tragischen Komödie ausdrucksstark an. Mit viel Feingefühl erzählt sie davon, wie sie alle versuchen, das kommende Desaster aufzuhalten und in Bahnen zu lenken, die zwar nicht immer ganz legal sind, nicht so richtig hinterfragt werden dürfen, aber sie doch irgendwie versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Bildreich und lebensnah skizziert sie das beinahe skurrile Geschehen, ich lausche ihrer Stimme, die kraftvoll und ungestüm, dann wieder gelangweilt und ein wenig eingeschnappt ist, aber immer ganz nah an den Protagonisten bleibt.

Dora Heldt, die Autorin dieser bezaubernden Mär, schaut genau hin, denn hier erkennt sich jeder in irgendeiner Form wieder. Nein, nicht jeder – ich natürlich nicht, aber die anderen sind so, ganz bestimmt! Vielleicht überzeichnet sie das Miteinander ein wenig, kratzt an der Oberfläche und unter so manch rauer Schale verbirgt sich tief drinnen ein weicher Kern, der im Laufe der Zeit nur ein wenig verschüttet war. Warmherzig sind sie, ihre Akteure, natürlich auch mal ungestüm und energiegeladen, bisweilen ungerecht. Und doch haben sie alle das gleiche Ziel – sie sorgen sich um diejenigen, denen es nicht so gut geht, öffnen ihr Herz.

Eine Geschichte, wie das Leben sie zuweilen schreibt, charmant und augenzwinkernd ausgeplaudert von Katja Danowski. »Geld oder Lebkuchen« – peng …

Eine amüsante Weihnachtsgeschichte, ein kurzweiliges Hörerlebnis, das ich gerne weiterempfehle.