Cover von: Gezeitenmord
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Gezeitenmord

Der erste Fall für Lykke Teit und Rudi Lehmann
Buch
Broschiert, 336 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3462002414

ISBN-13: 

9783462002416

Auflage: 

1 (10.03.2022)

Preis: 

16,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3462002414

Beschreibung von Bücher.de: 

Mord im Watt auf der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland. Der Start der neuen dänischen Bestsellerreihe.

Bei einem Spaziergang im Watt machen der Lehrer Lasse und sein elfjähriger Schüler Villads im dichten Nebel einen grausamen Fund: Im festen Sand des Meeresgrundes steckt die Leiche eines Mannes.

Es ist Lykke Teits erster eigener Fall – endlich darf sie die Ermittlungen in einem Mordfall leiten. Dass sie den Toten kannte und er sich verfolgt fühlte, verschweigt sie. Da die Leiche im Watt auf der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland gefunden wurde, wird ihr Rudi Lehmann aus Flensburg zur Seite gestellt. Die beiden sehr ungleichen Ermittler verstehen sich auf Anhieb. Ihre Untersuchungen konzentrieren sich auf das kleine Dorf Melum, in dem jeder jeden kennt.

Lykke und Rudi ermitteln nicht nur in diesem Mordfall: Villads ist seit dem Fund der Leiche spurlos verschwunden. Es ist nicht das erste vermisste Kind im Dorf. Wer weiß was? Und konnte sich Villadswie sein Lehrer vor der einsetzenden Flut an Land retten?

Die neue Reihe um die beiden sympathischen Ermittlerfiguren beginnt so spannend, dass man diesem Roman bereits mit der ersten Seite rettungslos verfällt. Reinlesen und nicht mehr aufhören können.

Kriminetz-Rezensionen

Der Start der neuen Reihe hat mich beeindruckt

Der 11-jährige Villads Geertsen ist mit seinem Lehrer Lasse Espersen auf Beobachtungsgang im Watt unterwegs, als er im Sand eine schauerliche Entdeckung macht. Im dichten Nebel bekommt Espersen einen Schlag auf den Kopf und Villads verschwindet – unauffindbar. Genau wie die sechsjährige Rosa Molberg vor anderthalb Jahren. Bei der Suche nach dem Jungen findet man im Sand vergraben die Leiche des Dealers, Einbrechers und Hehlers Bjarke Laumann.

Da der Tote im Grenzgebiet zwischen Dänemark und Deutschland gefunden wurde, bekommt die dänische Ermittlerin Lykke Teit aus Kopenhagen, die hier ihren ersten eigenen Fall zu bearbeiten hat, Gesellschaft und Unterstützung von ihrem Flensburger Kollegen Hauptkommissar Rudolph »Rudi« Lehmann. Mogens Krogh von der örtlichen Polizei in Melum dagegen ist keine große Hilfe, wenigstens am Beginn der Ermittlungen. Brisant wird die Geschichte, als sich herausstellt, dass Lykke mit dem Toten vor nicht allzu langer Zeit eine kurze Affäre hatte.

Skandinawische Krims sind normalerweise nicht so mein Fall. Aber hier war ich gleich mittendrin im Geschehen und habe mich sofort wohlgefühlt im Wattenmeer.

Bisher kannte ich keines der Bücher von Dennis Jürgensen. Hier habe ich ihn mit seinem Schreibstil kennengelernt, der mich richtig anspricht und der mir sehr gut gefällt.

Die junge Ermittlerin Lykke Teit und der erfahrene HK Rudi Lehmann passen sehr gut zueinander und ergänzen sich perfekt, wie ich finde. Mir gefällt es, dass der doch große Altersunterschied der beiden kein Thema ist, es kein Kompetenzgerangel gibt und sie von Anfang an auf einer Stufe stehen.

Die Gespräche, die mich mit den Ermittlern in ihr Privatleben führen, gefallen mir sehr gut. Lerne ich sie so immer ein Stückerl näher kennen und auch verstehen. Ich finde Rudis Humor so klasse. Und so schwierig die Suche nach dem Mörder bzw. Entführer auch ist, merkt man, wie die Routine die Ermittler immer wieder auf neue Fährten und Spuren stoßen lässt.

So gut sich die beiden verstehen, so zugeknöpft, wortkarg und stur verhalten sich die Dorfbewohner des kleinen Ortes Melum in Südwestjütland, wo sowohl Rosa und Villads zu Hause sind, als auch der dorthin zugezogene Bjarke Laumann und die beiden weitere Toten, Freunde von Laumann, Charlie Simonsen und Tina Fromm. Zur besseren Orientierung hätte ich mir vorne oder hinten im Buch einen Übersichtsplan mit den verschiedenen Orten gewünscht, an denen ich hier mit ermittle.

Manchmal derbe Dialoge, die wie die Faust aufs Auge treffen, nehmen mich genau so mit wie ein wie zufällig hingeworfener Scherz, der aber auch genau ins Schwarze trifft. Hier passt einfach alles zusammen.

Die etwas düstere Atmosphäre, die der Autor hier schafft, jagt mir ein paar Mal Schauer über den Rücken. Die Spannung baut sich ab der ersten Seite stetig auf und fällt erst ab, als sich alles stimmig und schlüssig auflöst. Alle Fragen haben sich für mich nachvollziehbar beantwortet.

Für mich hat sich die Lesereise nach Jütland und ins Wattenmeer gelohnt. Ich habe sympathische Ermittler kennengelernt, wurde sehr gut unterhalten und hoffe, dass sie bald wieder zusammen im deutsch-dänischen Grenzgebiet ermitteln dürfen.

Erster Fall und gut gemeistert – Auftakt geglückt

Das Cover ist ein Augenschmaus. Eine Idylle, die Gefahren verbirgt. Passt genau zu dem Titel. Diesen Krimi nimmt man schon wegen des Covers in die Hand.

Inhalt:
Ein Lehrer und sein Schüler machen auf einem Spaziergang im Watt einen grausigen Fund. Ein Toter steckt im Sand des Meeresgrundes fest. Es herrscht Nebel, man sieht fast die Hand vor Augen nicht. Ein Schatten und dann nichts. Der Lehrer Lasse erhält einen Schlag auf den Kopf und stürzt in die kommende Flut. Der Junge ist verschwunden. Lasse erwacht aus seiner Bewusstlosigkeit und kann sich retten und die Polizei verständigen. Die Jagd nach dem Mörder beginnt.

Der Tote wurde genau auf der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland gefunden, daher wird ein Ermittlerteam die vor Ort ansässige Polizei unterstützen. Das kleine Dorf Melum ist im Fokus der Behörden. In dem Dorf kennt jeder jeden, jeder weiß etwas über jeden. Und nicht unbedingt nur Dorftratsch. Erinnerungen werden wieder geweckt. Wieder ein Kind verschwunden. Wird es diesmal gefunden? Spannende Ermittlungen folgen.

Fazit:
Das ist mein erstes Buch von dem Autor Dennis Jürgensen und ich muss gestehen, es war sehr eindrucksvoll. Dem Autor gelingt es, die Spannung aufrechtzuerhalten. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen kommen gut raus. Zwischen dem neuen Ermittlerduo Teit und Lehmann. Aber auch zwischen dem Ermittlerduo und der ortsansässigen Polizei. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Personen und auch der Handlungsort werden dem Leser sehr gut vermittelt. Auch eine Würze Humor ist enthalten.

Ein sehr guter Auftakt zu einer neuen Krimireihe. Kann diesen Auftakt nur empfehlen und hoffe auf eine baldige Fortsetzung. Die volle Punktzahl sei garantiert.

Teamwork

Zum Inhalt:
Bei einer Wattwanderung finden ein Schüler und sein Lehrer eine Leiche. Dann wird der Mann niedergeschlagen und der Junge verschwindet – ein neues Opfer, nachdem schon einige Mädchen von einem Serienmörder getötet wurden? Da sich alles im deutsch/dänischen Grenzgebiet abspielt, wird eine binationale Gruppe zusammengestellt – ein älterer deutscher und eine junge dänische Polizistin aus Kopenhagen. Misstrauisch von den einheimischen Kräften beäugt, starten die beiden die Ermittlung.

Mein Eindruck:
Dieser Krimi ist sehr gelungen: Ein Fall, der sich entwickelt und von vorne bis hinten schlüssig ist. Ein Täter, dessen Identität dem lesenden Publikum klar werden kann, da der Autor Brotkrümel einstreut und ein Team, das an der Aufgabe wächst und eine Einheit wird, – über Länder-, Standes- und Geschlechtsgrenzen hinweg.

Jürgensen nutzt sein erzählerisches Talent, um auch die Landschaft auf wunderbare Weise vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen. Seine Charaktere sind schön ausgearbeitet und facettenreich, ihre Gedanken, Hoffnungen und Ängste gut geschildert. Der Showdown zum Schluss ist perfekt in die Landschaft gebettet und lässt Hoffnungen auf einen weiteren Fall mit dem Ermittlerteam zu.

Noch eine persönliche Einlassung: Die Figuren haben ein Privatleben und es in diesem nicht leicht, – den Fall stört es aber nicht. Eine absolute Erfrischung im Krimikosmos der Skandinavier.

Mein Fazit:
Ein Hoch auf die deutsch-dänische Freundschaft!

Mord im Grenzgebiet

Über dem Watt an der Grenze zwischen Deutschland und Dänemark zieht Nebel auf. Der Lehrer Lasse Espersen und sein Schüler Villads Geertsen werden bei ihrer Wattwanderung davon überrascht. Dann findet Villads auch noch eine Leiche. Lasse wird niedergeschlagen und als er wieder aufwacht, ist Villads spurlos verschwunden.

Lykke Teit kann endlich mal die Ermittlungen leiten, daher verschweigt sie, dass sie den Toten kennt und sich verfolgt fühlt. Rudi Lehmann aus Flensburg soll sie in dem Fall unterstützen. Die Untersuchungen führen sie in das kleine Dorf Melum, wo vor einem guten Jahr bereits einmal ein Kind verschwunden ist.

Es ist ein spannender Krimi, der sich angenehm lesen lässt.

Lykke Teit und Rudi Lehmann müssen sich erst mal kennenlernen, doch rasch sind sie aufeinander eingespielt. Ich finde die beiden sympathisch, auch wenn sie ihre eigenen Probleme mit sich herumschleppen. Der örtliche Polizist Mogens Krog ist nicht davon erbaut, dass ihm da jemand vor die Nase gesetzt wird und ist zunächst nicht besonders zugänglich. Im Ort wirft man ihm vor, dass er unfähig sei, weil er den Fall der verschwundenen Rosa Molberg nicht klären konnte.

Die Stimmung im Dorf ist auch gut dargestellt, wo man sich einerseits bedeckt hält, aber andererseits auch herumtratscht.

Am Ende löst sich alles schlüssig auf und wird sogar noch dramatisch.

Mir hat dieser Krimi gut gefallen.

Grausamer Mord im nebligen Watt

Ein Lehrer und sein 11-jähriger Schüler sind unterwegs im Watt. Dort entdecken sie einen grausigen Fund: Der Schüler entdeckt eine schon vom Sand umspülte Leiche. Der Schüler verschwindet auf unerklärliche Weise und der Lehrer wird schwer verletzt und auch noch festgenommen. Was ist hier nur geschehen, wo kann der Junge nur sein?

Leider kannte Lykke, genannt Lucky, den Toten von früher, aber das war es dann auch schon. Rudi und Lucky ermitteln in allen Richtungen und geben ihr bestes, den Fall zu lösen. Besteht denn hier ein Zusammenhang zu früheren Fällen, wo auch Kinder verschwunden sind?

Das Buch ist megaspannend und ich musste mich wirklich zusammenreißen, dass ich nicht einfach weiterlese, sondern aufhöre, um den Leserunden gerecht zu werden, aber ich musste es echt wissen, wie es weitergeht, die Verlockung war einfach zu groß. Die beiden Ermittler haben mich echt begeistert, trotz des Altersunterschiedes haben die beiden sich echt blendend verstanden und der eine ging einfühlsam mit dem anderen um, die beiden haben richtig gut harmoniert bei den Ermittlungen. Es hat mich richtig begeistert, es wurde nicht mit falschen Fährten gespart und dennoch blieb es bis zuletzt spannend und man wusste es wirklich nicht, wer der Mörder war. Davon würde ich sehr gerne mehr lesen.

Spannendes aus dem Norden

Es beginnt damit, dass der Lehrer Lasse mit seinem Schüler Villads auf Vogelbeobachtung ins Watt geht. Nebel kommt auf, Lasse muss seinen Schüler suchen. Der Ausflug endet damit, dass eine Leiche gefunden wird, der Lehrer verletzt wird und sein Schüler verschwunden ist. Das gibt Rätsel auf. Da der Tote an der Grenze Deutschland-Dänemark gefunden wurde, ermitteln nun zwei Polizisten aus beiden Ländern, Lykke Teit und Rudi Lehmann.

Das Ermittlerteam harmoniert gut, sie haben ihren Rucksack zu tragen, das macht sie sympathisch. Die Geschichte ist ziemlich spannend, es liest sich gut. Es finden sich noch mehr Tote, der Fall wird kompliziert und ist nicht so, wie es scheint.

Das Cover finde ich sehr passend, denn so viel sei gesagt: In diesem Buch geht es um eine »Wattwanderung«, bei der die Flut eine zentrale Rolle spielt.

Grenzübergreifende Ermittlungen

Im Watt finden der Lehrer Lasse und sein Schüler Villads eine Leiche. Villads ist seit dem Fund verschwunden und es ist nicht das erste verschwundene Kind in dem kleinen Ort Melum. Hängen die beiden Fälle und der Mord zusammen? Da der Fundort der Leiche im Grenzgebiet liegt, wird ein deutsch-dänisches Ermittlerteam aus Lykke Teits und Rudi Lehmann zur Aufklärung gebildet.

Die Protagonisten sind authentisch, glaubwürdig, sympathisch, facettenreich und mit ihren Ecken und Kanten dargestellt. Die Ermittler Lykke und Rudi sind unterschiedlich, aber sie harmonieren gut und beide haben ein traumatisches Erlebnis in ihrer Vergangenheit zu verarbeiten. Die Mischung der persönlichen Geschichte und der Ermittlungsarbeit finde ich gelungen. Die Handlung wird nachvollziehbar und schlüssig erzählt, sowie durch verschiedene Wendungen und Lösungsansätze bleibt der Spannungsbogen bis zum Ende erhalten. Die Region wird lebendig und detailliert beschrieben. Der flüssige und fesselnde Schreibstil liest sich angenehm und mir gefallen die humorvollen Szenen, die den Krimi auflockern, wie auch die Dialoge.

Den Auftaktband um Lykke und Rudi kann ich empfehlen und ich warte nun auf eine Fortsetzung.

Der Tote im Watt

Die Seiten flogen nur so dahin, es machte mir viel Freude diesen Krimi des dänischen Autors zu lesen. Ein flüssiger Schreibstil, spannende Verbrechen und sympathische Ermittler. Das Cover passt wunderbar zu der Geschichte.

Die junge dänische Ermittlerin Lykke Teit wird von ihren Vorgesetzten nach Südjütland geschickt. Im Watt haben der Lehrer Lasse und sein 11-jähriger Schüler Villads eine Leiche entdeckt. Der Junge ist seitdem verschwunden, der Lehrer schwer verletzt. Da die Tat im Grenzgebiet geschah, wird Lykke der Flensburger Hauptkommissar Rudolf Lehmann zur Seite gestellt. Die beiden Kommissare ermitteln in mehrere Richtungen, es gab schon mehr verschwundene Kinder. Die Spur führt in das kleine Dorf Melum. Hier kennt jeder jeden. Dann gibt es die nächsten Toten.

Das war ein gelungener Krimi mit vielen Wendungen und einer schlüssigen Handlung. Die beiden Ermittler Lykke und Rudi waren mir gleich sympathisch. Auch die anderen des Teams passten perfekt ins Bild. Das Ende war schwer vorhersehbar.

Ein guter Auftakt einer neuen Reihe, ich freue mich auf mehr.

Mord im deutsch-dänischen Grenzgebiet

Im Watt – auf der Grenze zwischen Dänemark und Deutschland – wird von dem elfjährigen Schüler Villad Geertsen und seinem Lehrer Lasse Espersen auf einer Erkundungstour die Leiche eines Mannes halb vergraben im Wattboden entdeckt. Doch seit dem Fund ist Villad verschwunden und Lasse ist in Verdacht geraten, den Jungen entführt zu haben. Der Mordfall ist Lykke Teits, Kriminalpolizistin aus Kopenhagen, erster eigener Fall. Ihr wird Rudolph Lehmann aus Flensburg zur Seite gestellt, mit dem sie gemeinsam den Mord aufklären soll. Doch leider bleibt es nicht bei diesem einen Verbrechen und das neue Ermittler-Duo wird vor immer neue Herausforderungen gestellt. Melum scheint nicht mehr das Dorf zu sein, das es mal war, denn anderthalb Jahre zuvor verschwand bereits ein sechsjähriges Mädchen.

Mit Gezeitenmord startet eine neue dänische Krimireihe, die im Grenzgebiet zu Deutschland spielt.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, wobei auch die Sprache äußerst bildhaft und mit schlagfertigen Dialogen angereichert ist, was dem Leser hier und da ein Schmunzeln entlockt. Die Charaktere der Protagonisten sind absolut authentisch und sympathisch. Sowohl Lykke als auch Rudi hatten in der Vergangenheit traumatische Erlebnisse gehabt. Für den Leser ist sofort klar, da besteht zwischen den beiden eine Verbundenheit. Mir gefällt diese Mischung aus Aufklärungsarbeit und kleinen privaten Elementen. Der Spannungsbogen wird gleichbleibend hochgehalten, so dass das Buch ein absoluter Pageturner ist. Das Cover mit seiner Darstellung des Küstenstreifens und seinen unheilverkündenden Wolkenformationen runden den Inhalt ab. Für mich ist das Buch absolut lesenswert und ich kann hier eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen.

Deutsch-dänische Kooperation

Bei einem Spaziergang im Watt machen ein Lehrer und sein elfjähriger Schüler im dichten Nebel einen grausamen Fund: Im festen Sand des Meeresgrundes steckt die Leiche eines Mannes. Da die Leiche genau auf der deutsch-dänischen Grenzlinie gefunden wurde, werden auch die dänische und die deutsche Kriminalpolizei eingeschalten.

Auf dänischer Seite ist es Lykke Teit, die zum ersten Mal die Ermittlungen in einem Mordfall leiten darf. Pikanterweise kennt sie den Toten, Bjarke Laumann, da sie ein flüchtiges Verhältnis mit ihm hatte. Das behält sie natürlich für sich. Allerdings hat sie gerade erst eine SMS von Bjarke erhalten, in der er sie um Hilfe bittet. Doch zu dem Zeitpunkt muss Bjarke Laumann schon tot gewesen sein!

Von deutscher Seite wird ihr Rudi Lehmann aus Flensburg zur Seite gestellt, ein schon älterer und sehr erfahrener Ermittler. Trotz aller Unterschiede verstehen sich die beiden auf Anhieb, eine angenehme Abwechslung zu den sonst üblichen Machtkämpfen zwischen neuen Ermittlern. Als dann auch noch der elfjährige Schüler verschwindet, der beim Leichenfund im Watt mit dabei war, müssen Lykke und Rudi in verschiedenen Fällen ermitteln. Dabei gerät das kleine Dorf Melum in den Fokus der Ermittlungen, in dem eigentlich jeder jeden kennt. Und in diesem Dorf sind schon öfters Kinder spurlos verschwunden.

Die beiden sympathischen Ermittler ergänzen sich und arbeiten gut zusammen. Beide haben auch mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen, allerdings spielt dies im Krimi nur eine untergeordnete, denn auch interessante Rolle. Sicherlich wird man in einem nächsten Band mehr über das Vorleben der beiden lesen.

Spannend, schlüssig konstruiert und äußerst unterhaltsam zu lesen!

Vielversprechender Auftakt einer neuen dänisch-deutschen Ermittler-Reihe

Der dänische Autor Dennis Jürgensen startet mit »Gezeitenmord« eine neue Reihe um das dänisch-deutsche Ermittlerduo Lykke Teit und Rudi Lehmann mit einem komplexen Fall, der es in sich hat.

Lykke Teit wird von Kopenhagen nach Südjütland geschickt, um die Ermittlungen in ihrem ersten eigenen Mordfall zu leiten. Der elfjährige Villads hat bei Ebbe im Watt die eingegrabene Leiche eines Mannes entdeckt. Da die Leiche im Grenzgebiet gefunden wurde, soll Lykke mit dem erfahrenen Flensburger Kommissar Rudi Lehmann zusammenarbeiten. Die örtliche Polizei ist anfangs nicht gerade begeistert von den auswärtigen Ermittlern. Aber es gilt nicht nur den Mordfall zu lösen, denn Villads ist seit dem grausigen Fund im Watt spurlos verschwunden. Und er ist nicht das erste vermisste Kind. Bereits vor einem Jahr verschwand im nahegelegenen Dorf Melum ein kleines Mädchen, welches nie gefunden wurde. Gibt es eine Verbindung zu dem alten Fall?

Lykke und Rudi sind ein Ermittlerduo, das mir schnell sympathisch wurde. Trotz des Altersunterschieds arbeiten die beiden harmonisch zusammen und entwickeln rasch gegenseitiges Vertrauen, so dass wir auch erfahren, welche Probleme sie aus der Vergangenheit belasten. Am Ende entsteht sogar eine Freundschaft zwischen beiden. Beide Charaktere waren für mich authentisch und ihr Zusammenwachsen zu einem Team überzeugte.

Bereits mit der ersten düsteren Szene im Watt war ich mitten im Geschehen. Es beginnt schon sehr spannend mit dem Leichenfund im nebeligen Watt. Der Schwerpunkt lag auf den Ermittlungen, die immer wieder neue Spuren und Verdächtige zutage förderten und so den Spannungsbogen hochhielten. Es hat Spaß gemacht, dem sympathischen Duo über die Schulter zu schauen und mitzurätseln. Der Fall war komplex, gut durchdacht und mit dem alten Fall verflochten. Selbst als der Täter feststand, zog die Spannung nochmals an und es endete mit einem Showdown, der es in sich hatte. Damit hatte dieser Auftakt alles, was einen guten Krimi ausmacht.

Der Schreibstil war leicht und flüssig und kurze Kapitel ließen die Seiten nur so dahin fliegen. Das Cover mit dem einsamen Strand bei Ebbe rundet alles ab, stimmt wunderbar auf die Geschichte ein und hat mir sofort gefallen.

Alles in allem ist dies ein gelungener Auftakt der neuen dänischen Reihe, die ich auf jeden Fall im Auge behalten werde. Ich bin schon gespannt, in welchem Fall Lykke und Rudi als Nächstes ermitteln.

Ein spektakulärer Spaziergang im Watt mit spannenden Folgen!

Das frischgebackene Team Rudolph Lehmann, Polizei Flensburg, und Lykke Teit, Polizei Kopenhagen, arbeitet zusammen an der deutsch-dänischen Grenze. Und was finden sie vor: Einen toten Kriminellen, der im Sand vergraben ist, die Leichen von zwei gefolterten Junkies in einem Turm und einen unbekannten Täter, der einen Lehrer bei einem Spaziergang im Watt überfallen und möglicherweise einen Schüler gewaltsam entführt hat. Im Übrigen arbeiten die dänische und die deutsche Polizei hier zusammen, weil der tote Kriminelle auf der Grenze zwischen den oben genannten Ländern gefunden wird.

Die Aufklärung von zwei Entführungen kleiner Mädchen verkompliziert diese Sachlage. Dort draußen läuft also noch ein lebensgefährlicher Pädophiler frei herum, den sie finden und dingfest machen sollen. Daher gehen sie unkonventionelle Wege bei ihren Ermittlungen. Wie passt das nun alles zusammen?

Die Textpassagen mit Witzen des deutschen Kommissars Rudi mit Bezug auf den 2. Weltkrieg würde ich streichen. Dass all die eingebaute Technik in seinem Wohnmobil bisher nicht zum Einsatz kommt, finde ich schade.

Mädchenmörder

Mitten im Watt finden ein Lehrer und sein Schüler eine Leiche. Der Lehrer wird schwer verletzt und vom Jungen fehlt jede Spur. In einem kleinen unscheinbaren Ort, in dem vor einem Jahr ein 6-jähriges Mädchen verschwand. Die Jagd nach dem Mörder beginnt.

Kurze Kapitel erzählen die Geschichte klug und spannend. Man nimmt als Leser am Ermittleralltag teil und verschafft sich einen ersten Eindruck. Da der Mord auf der Grenze zwischen Deutschland und Dänemark passierte, ermitteln ein Deutscher und eine Dänin. Diese Kombination gefällt mir sehr gut, wird auch sehr identisch umgesetzt. Beide ermitteln gekonnt und lösen mit anderen den Fall. Für mich sehr schlüssig und an einigen Stellen harter Tobak, da es um Pädophile und ihre Opfer ging. Beide Hauptprotagonisten passen perfekt zueinander und sind mir ans Herz gewachsen.

Eine klare Leseempfehlung.

Hier meine Lieblingsstellen im Buch:

Kapitel 13 »Eine nervöse Spannung lag über dem Dorf. Sie hing wie ein Virus zwischen den Hecken und Häusern und gebar Unheil verkündende Ahnungen und Ängste, dass noch ein Kind verschwunden sein könnte und nie wieder gesehen würde.«

Kapitel 26 »Es ist wie Angeln. Man wartet stundenlang, ohne dass etwas passiert, aber plötzlich beißt einer an.«

Kapitel 53 »Das kann ich mir denken. Einen Mord aufzuklären ist vermutlich genauso, wie ein Puzzle zu legen. Wenn man alle Teile richtig angeordnet hat, wird das Bild des Mörders sichtbar.«

Mein Dank geht an das vorablesen-Team und den Verlag Kiepenheuer & Witsch für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an den Autor für tolle Lesestunden.

Sympathische Ermittler

Auf der deutsch-dänischen Grenze findet ein Lehrer mit seinem Schüler im Nebel einen eingebuddelten Toten. Der Schüler, Villads, ist seit dem Fund der Leiche spurlos verschwunden. Er ist nicht das erste verschwundene Kind in der Umgebung. Lykke Teit darf die Mordermittlungen übernehmen. Es ist ihr allererster Mordfall. Da die Leiche an der Grenze zu Deutschland gefunden wird, wird ihr der Flensburger Kommissar Rudi Lehmann zugeteilt. Ihre Ermittlungen konzentrieren sich auf das Örtchen Melum. Sie suchen nicht nur nach dem Mörder sondern auch nach dem verschwundenen Kind.

"Gezeitenmord" ist der erste Fall für das sympathische deutsch-dänische Ermittlerduo Rudi Lehmann und Lykke Teit. Die beiden haben sich echt auf Anhieb verstanden und es ging immer harmonisch zu. Interessanter wäre es vielleicht noch gewesen wenn es die eine oder andere Reiberei gegeben hätte. Der Humor der beiden hat die Handlung ein bisschen aufgelockert.

Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Das hält die Spannung und sorgt für Abwechslung. Es gab richtig spannende Stellen mit richtig viel Nervenkitzel, aber dazwischen ging es auch wieder ruhig und gemütlich zu.

Durch den angenehmen, leicht zu lesenden Schreibstil lies es sich sehr flüssig und schnell lesen. Ein Teil der Lösung können geübte Krimi-Leser aber schon erahnen. Aber so wie es wirklich am Ende aus geht, da bin ich nicht drauf gekommen.

Mein Fazit:
Ein sehr spannender Krimi mit gemütlichen Stellen zwischendurch und einem perfekt harmonierenden Ermittlerduo für gute Lesestunden. Hoffentlich gibt es noch viele weitere Bände von den beiden.