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Es gibt keinen Kaffee im Café del Boulevard

Buch
Broschiert, 516 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3384740696

ISBN-13: 

9783384740694

Auflage: 

1 (10.11.2025)

Preis: 

20,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 620.635
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3384740696
Beschreibung von Polykarp

Die Autorin Eris von Lethe nennt ihren Roman nicht ausdrücklich "Krimi", aber wenn zu Beginn eines Buches ein Toter gefunden wird, dessen Identität erst einmal unbekannt ist, und bei dem absolut unklar ist, wie er zu Tode gekommen ist - dann haben wir es jedenfalls mit einer Krimihandlung zu tun. Zumal sich die Hauptpersonen im Buch sehr für die Aufklärung des Todesfalles engagieren, und dieses Engagement hat für ihre eigenen Leben dann ungeahnte Folgen.
„Interessante Menschen zu treffen, gefällt mir immer.“ Das ist so einer der Sätze, die in diesem Roman sofort ins Auge springen: Ja, geht mir auch so, denkt die Leserin entzückt und liest voller Spannung weiter.
Das Buch fängt allerdings nicht so leicht beschwingt an, wie das obige Zitat es vielleicht erwarten lässt. Wir befinden uns auf der sonnigen und überaus beliebten Ferieninsel Mallorca, und am Strand des kleinen Ortes Paguera wird, wie schon erwähnt, in finsterer Nacht ein Toter aufgefunden, den von den Hauptpersonen im Buch niemand kennt. Die Polizei wird eingeschaltet, der junge Mann, den in der Urlaubsidylle der Tod ereilt hat, ist zweifellos ein Ausländer, eine Spur weist in die Niederlande – und nun könnte es weitergehen. Aber Eris von Lethe will mehr. Was übrigens schon ihr Name zeigt. In der griechischen Mythologie ist Eris eine Göttin, die für Zwietracht, Streit, Rache steht. Lethe dagegen ist die Göttin des Vergessens. Und das Walten beider Göttinnen muss im Menschenleben zusammengebracht und auf irgendeine Weise vereint und entschärft werden.
So tiefgreifende Gedanken machen sich die Personen im Roman allerdings nicht. Sie haben eigentlich auch keine Lust, sich mit dem Toten zu befassen. Sie sind schließlich auf der Insel, um sich zu erholen und zu amüsieren. Sie gehören zu einer bestimmten Szene von Menschen, die sich jedes Jahr dort treffen, im restlichen Jahr aber keinen Kontakt untereinander haben. Jedes Jahr kommen sie wieder, voller Spannung: Wer ist diesmal dort, fehlt jemand (denn sie sind alle nicht mehr jung, und bei einigen ist abzusehen, dass sie weite Reisen nicht mehr lange bewältigen können), kommen vielleicht neue Bekanntschaften dazu? Denn trotz der langen kontaktlosen Zeiten sind sie füreinander wichtig, manchmal wichtiger als ihre Menschen bei sich im Heimatort, und es gibt Liebschaften, Racheaktionen, Intrigen. Wir erfahren auch viel über Mallorca selbst, und nicht nur über das malerische Städtchen Paguera. Das allerdings ändert sich in den Jahren, in denen das Buch spielt – den Jahren unmittelbar vor und nach Corona und damit mit einer gewaltigen Zäsur in der Mitte –; geliebte Lokale verschwinden, andere, viel weniger anziehende, werden eröffnet, aber die Atmosphäre bleibt (noch) erhalten, und sogar, wer nie dort war, wird am Ende verstanden haben, was die Anziehungskraft dieser Insel und einzelner ihrer Orte ausmacht. Wer dort war, wird sicher viel Bekanntes entdecken und kann in Erinnerungen schwelgen. Und die Geschichte ist wirklich spannend, krimimäßig eben, und trotz des ernsten Themas immer wieder auch sehr witzig.

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