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Giftzwerg

Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 272 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3898095487

ISBN-13: 

9783898095488

Erscheinungsdatum: 

13.09.2017

Preis: 

12,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.143.946
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3898095487

Beschreibung von Bücher.de: 

Der übergewichtige Kriminalhauptkommissar Hajo Freisal ist gerade dabei, Sportschuhe für sein neues Fitnessprogramm auszusuchen, als er zum Fundort einer Leiche gerufen wird. Ein älterer Kleingärtner liegt erwürgt in seiner Laube. Über einen Mangel an Verdächtigen kann Freisal nicht klagen: Beinahe jeder im Kleingartenverein hätte ein Motiv gehabt, den überall verhassten »Giftzwerg« umzubringen. Und dann gibt es da offenbar noch eine dunkle Episode in der Vergangenheit des Opfers. Nur über Umwege gelingt es Freisal und seiner pfiffigen Assistentin, Licht ins Dunkel zu bringen.

Kriminetz-Rezensionen

Herrlich schräger Humor mit Berliner Schnauze

Autor Bernd Mannhardt schickt sein kongeniales Ermittler-Duo KHK Hajo Freisal und Yasmine Gutzeit diesmal in eine Kleingartenanlage auf Mördersuche.

Einer der Pächter ist ermordet worden. Da das Opfer bei niemand beliebt, sondern eher allerorts verhasst war, scheint der Fall sonnenklar. Freisal und Gutzeit könnten aus einer Vielzahl von Verdächtigen wählen.

Doch je mehr sie sich mit den Menschen in der Laubenkolonie beschäftigen, desto undurchsichtiger wird der Fall. Erst als die Vergangenheit des Ermordeten genauer untersucht wird, scheint die Lösung des Falles nah.

Meine Meinung:
Mit Freisal und Gutzeit hat der Autor zwei sich herrlich ergänzende Ermittler geschaffen. Der übergewichtige Freisal, der einen "noch nicht Oldtimer" fährt (einen Mazda MX5 Roadster) und Gutzeit, die eine „Susi“ (Suzuki) reitet.

So unterschiedlich die beiden auch sind, gemeinsam sind sie unschlagbar. Wie ein altes Ehepaar werfen sie sich Stichworte zu wie Volleyballer die Bälle.

Herrlich sind die Bemühungen Freisals beschrieben, mit Gutzeits Unterstützung ein wenig des Übergewichts loszuwerden. So gerät der Kauf von Laufschuhen zu einer amüsanten Angelegenheit.

Doch nicht nur die Personen sind bis ins letzte Detail liebevoll beschrieben, nein, auch die Umgebung der Tat ist gekonnt in Szene gesetzt. Man stelle sich bitte die Kleingartenanlage bildlich vor, die auf dem ehemaligen Anstaltsfriedhof des Preußischen Mustergefängnis Moabit errichtet wurde. Nein, das ist nicht erfunden. Die gibt es wirklich und hat es zu einem Eintrag in Wikipedia geführt.

Die vielen Bonmots zwischen Freisal und Gutzeit sowie die witzigen Sprüche der beiden, finden hoffentlich bald Eingang in ein „Best of Zitate“. Ein paar Beispiele gefällig?

  • „Kundenkennwort Fliegengewicht“
  • „Haarschwamm? - Klingt wie Fußpilz. Ist das ansteckend?“
  • "...Keine überhasteten Aktionen, bitte - danke! Das machen vielleicht die Kollegen im Tatort - wir nicht..."
  • "...Keine Ahnung, wie wir mal ohne elektronische Post klargekommen sind..." (Das frage ich mich allerdings auch häufig).
  • „... wir drehen hier keine Stricke, sondern entflechten Knoten.“
  • "Wären wir nicht neugierig, säßen wir immer noch auf einem Baum oder hockten in einer Höhle..."

Oder der Seitenhieb auf die unendliche Geschichte des neuen Berliner Flughafens: "Nichts gegen die SpuSi, aber der Kollege kommt vielleicht ursprünglich vom Brandschutz unseres Super-Flughafens, kann das sein?"

Fazit:
Wieder ein fesselnder Kriminalfall mit ganz besonderen Ermittlern. Ein wahrer Genuss ist besonders die "Berliner Schnauze" - bitte mehr davon. Gerne gebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Ich warte mit großer Ungeduld auf den nächsten Fall für Freisal & Co.