Cover von: Goldschatz
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Goldschatz

Roman
Buch
Gebundene Ausgabe, 368 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3257070543

ISBN-13: 

9783257070545

Auflage: 

1 (27.02.2019)

Preis: 

24,00 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 14.001
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3257070543

Beschreibung von Bücher.de: 

Fünf junge Leute wollen es der Wegwerfgesellschaft zeigen: Tante Emmas altes Bauernhaus soll nicht abgerissen, sondern in eine alternative Studenten-WG verwandelt werden. Doch für die Renovierung fehlt das Geld. Da taucht in Emmas Trödel ein Säckchen mit wertvollen Goldmünzen auf. Aber der Schatz holt sie nicht etwa aus der Bredouille. Im Gegenteil, er führt sie mitten hinein und macht sie mit den unschönen Regungen des menschlichen Herzens bekannt.

Kriminetz-Rezensionen

Zum Golde drängt, am Golde hängt ...

Trixies Mutter erbt von einer alten Tante ein ziemlich runtergekommenes Bauernhaus. Die Eltern wollen es abreißen lassen und das Grundstück verkaufen. Doch Trixie hat sich in das Haus verliebt und überredet die Eltern es ihr und ihrem Freund für eine alternative Studenten-WG zu überlassen. Einige Mitstreiter sind schnell gefunden, Trixies Freund Henry bringt Oliver mit und sie ihre Freundin Saskia und die alte Schulfreundin Martina.

Es sind Semesterferien und mit großen Elan und Spaß machen sie sich ans Entrümpeln. Henry sichtet alte Möbel und restauriert sie für den Flohmarkt. Die Mädchen waschen alte Leinensachen und reparieren altes Spielzeug. Es finden sich sogar einige Sammlerstücke darunter, die richtig Geld bringen. Aber die größte Überraschung findet sich in einer alten Milchkanne: ein Säckchen mit alten Goldmünzen.

So schnell wie die Münzen aufgetaucht sind, verschwinden sie auch wieder. Die WG hat den alten, schrulligen Nachbarn Gläser in Verdacht. Er hat einen Schlüssel zum Haus und taucht immer wieder ungefragt auf.

Vom Augenblick des Goldfundes an verändert sich die Stimmung in dieser WG. War es am Anfang noch ein Abenteuer, mit Volksliedern zur Gitarre am Lagerfeuer, regiert allmählich Misstrauen und Eifersucht.

Sehr distanziert erzählt Ingrid Noll ihre Geschichte. Sie bleibt die unbeteiligte Chronistin im Hintergrund, die weder wertet oder erkennen lässt, ob sie ihren Protagonisten mit Sympathie begegnet. Ich empfand ihre Sprache auch wenig mitreißend. Es ist lange her, dass ich die Krimis von Ingrid Noll gelesen habe und ich hatte ihre Bissigkeit und ihren schwarzen Humor im Gedächtnis. Dies habe ich hier sehr vermisst.

Deshalb hat mich der Roman auch nicht sehr mitgerissen. Die Figuren wurden mir im Verlauf der Geschichte zunehmend unsympathischer. Es regiert Gier und Egoismus. Dabei verlieren sich auch Anstand und Rechtsbewusstsein und der Leser wird Zeuge wie Schuldgefühle und Gewissensbisse einfach verschwinden, je drängender die Suche nach den Goldmünzen wird.

Ich glaube, das Buch ist eher etwas für Hardcore Fans von Ingrid Noll.