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Im Grab schaust du nach oben

Der neunte Fall für Hubertus Jennerwein. Alpenkrimi
Buch
Broschiert, 416 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3651025187

ISBN-13: 

9783651025189

Auflage: 

1 (27.04.2017)

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 7.978
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3651025187

Beschreibung von Bücher.de: 

In bester Lage wohnt der Tod: der neunte Alpenkrimi von Bestsellerautor Jörg Maurer ist Kommissar Jennerweins aufwühlendster Fall Böllerschüsse und Blaskapelle am Friedhof des idyllisch gelegenen Kurorts: Eine schöne Beerdigung, sagen alle, die danach ins Wirtshaus gehen. Nur schade, dass Kommissar Jennerwein gleich wieder weg musste, aber wegen dieses G7-Gipfels im Kurort sind alle Ordnungskräfte im Sondereinsatz. Dabei verliert gerade ein Mörder zwischen Polizeiabsperrungen und Anti-Gipfel-Demonstranten sein Opfer aus den Augen, ein schicksalhafter Schuss fällt, und das Bestatterehepaar a.D. Grasegger findet Verdächtiges auf dem Friedhof. Bei seinen Ermittlungen entdeckt Kommissar Jennerwein, dass nichts von Dauer ist ? nicht einmal die Totenruhe...

Kriminetz-Rezensionen

Schräger bayrischer Krimi, in dem es mächtig glöckelt

Der G7-Gipfel findet auf Schloss Elmau im schönen Werdenfelser Land statt. Die Sicherheitslage ist angespannt, Demonstranten bauen ihre Zelte auf und Kommissar Jennerwein hat einen schweren Verlust zu verkraften. Polizeihauptmeister Ostler ist verstorben und während Jennerwein an der bewegenden Beerdigung teilnimmt, sammelt sich allerlei merkwürdiges Volk im Demonstrantencamp: Eine Bloggerin, die sich als Profikillerin entpuppt, ein undercover agierender Verfassungsschützer, ein Unbekannter, der aussieht wie Sean Penn, und Ronny Glöckl, Erbe des gleichnamigen Senfimperiums. Als sich Jennerwein im Camp umschaut, wird er niedergeschlagen. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf viel Ungereimtes und langsam kommen ihm auch Zweifel an dem plötzlichen Dahinscheiden seines Kollegen.

Auch beim neunten Fall lässt es Jörg Maurer richtig krachen. Der G7 Gipfel bietet dazu die perfekte Kulisse. Wie in seinen vorherigen Krimis kommt auch hier der Humor nicht zu kurz. Viel skurriles Personal tritt auf und auch wieder ab. Trotz einiger Nebenschauplätze gelingt es dem Autor, die Spannung bis zum Schluss hoch zu halten. Ein echter Jennerwein eben. Eine Krimireihe, die süchtig machen kann.

"In bester Lage wohnt der Tod"

Im kleinen, idyllisch gelegenen Kurort ist mächtig was los. Hochrangige Politiker, Demonstranten, Geheimdienste und natürlich die üblichen Touristen tummeln sich die Tage dank eines G7-Gipfels in Kommissar Jennerweins Heimat.

Und als hätte Jennerwein mit seinem Team nicht schon genug um die Ohren mit der Beaufsichtigung der Demonstranten und der Verhaftung von Randalierern, verschwindet noch sein bester Mann und es gibt eine Leiche, die gar nicht so leicht zu finden ist.

Der neunte Krimi mit Kommissar Jennerwein hat es in sich. Waren die anderen Bücher mit Jennerwein zwar kompliziert gestrickt, konnte man sie aber dennoch leicht weg lesen. Bei diesem Buch ist es etwas anders. Zunächst wird man komplett verwirrt. Viele Schauplätze tun sich auf, alte Bekannte (aus vorhergehenden Büchern) schauen vorbei und man versucht als Leser dabei verzweifelt, den Überblick zu behalten und nebenbei noch einen Mordfall zu lösen.

Der Autor hält den Leser bei der Stange, er fordert ihn und schickt ihn auch gerne mal in die Irre. Zwischendrin gönnt er ihn aber auch etwas Erholung, indem er mit Zitaten aus der Bibel, dem bayrischen Beamtenrecht, Volksliedern oder Jägerjargon um sich wirft.

Mir selbst fiel der Einstieg leicht, freute ich mich doch auf altbekannte und neue Gesichter. Doch dann musste ich mich zunächst zurecht finden, die ganzen Schauplätze und Protagonisten sortieren, die Beziehungen und die Rollen einordnen. Die Geschichte selbst ist spannend und man stellt selbst eigene Thesen auf, nicht zuletzt von Autor dazu regelrecht ermuntert. Mit der Auflösung zögert der Autor, gibt Hinweise, kleine Häppchen und am Ende ist die Presse sogar schneller.

Fazit:
Dieser Alpenkrimi hebt sich von den bisherigen etwas ab, zeigt neue Wege und Pfade und birgt am Ende sogar einen kleinen Cliffhanger, so dass man gespannt auf den zehnten Roman mit Kommissar Jennerwein warten kann.

Ein perfekter Plan

„In diesem Buch wird ein besonders perfider Plan geschildert, der im Schatten des großen Gipfels gereift und im Auge des polizeilichen Orkans gediehen ist.“

„Herrschaftszeiten, alle fünf Minuten dreht sich der Fall. Da kennt sich doch gar niemand mehr aus!“

Im neunten Alpenkrimi von Jörg Maurer dreht sich im bayrischen Heil- und Kurort derzeit alles um den G7-Gipfel. Die jährliche politische Großveranstaltung mit den mächtigsten Staatenlenkern findet diesmal auf Schloss Elmau oberhalb des Werdenfelser Landes statt. Eine Menge Security, Polizei und Militär ist vor Ort, die Vorbereitungen für dieses bedeutsame Juniwochenende laufen bereits ein Jahr. Doch dieses Treffen hat nicht nur gute Presse: Es werden Stimmen laut, die das Ganze als Verschwendung von Steuergeldern definieren. In einem Camp auf einer Wiese am nördlichen Ende des Kurorts versammeln sich die Gipfelgegner und Kriminalhauptkommissar Hubertus Jennerwein wird persönlich damit beauftragt, sich dort unauffällig umzusehen.

Ein zweites Ereignis beschäftigt die Einheimischen. Ein traditionsbewusster, ehrenwerter Bürger des Kurorts, der vorbildhaft, fleißig und beruflich erfolgreich war, stirbt mit Anfang vierzig an einem Schlaganfall. Der Ropfmartl Hansi entstammt einer alteingesessenen Familie und hat sein Begräbnis durch eine letzte Verfügung generalstabsmäßig geplant. Seine Cousine sorgt energisch dafür, den letzten Willen des Verstorbenen durchzusetzen, und erfährt hierbei von allen Seiten tatkräftige Unterstützung.

In der Villa Nobile in Toreggio, Italien, herrscht leichte Unruhe. Die Ehrenwerte Familie erhält Kenntnis von dem Vorgehen der so genannten Ringvereine, die im Kurort bereits ein Restaurant unter ihre Kontrolle gebracht haben. Und so beauftragt Padrone Spalanzani seine Tochter Giacinta und ihren Freund Karl Swoboda damit, dem unseligen Treiben ein Ende zu bereiten. Die beiden werden durch einen bärtigen Mann mit stechenden Augen unterstützt, der in der Kunst der Hypnose bewandert ist und Teil eines ausgeklügelten Plans ist.

Die Firma Glöckl Senf & Mostrich GmbH ist ein von der Familie geführtes kleines Unternehmen, das durch eine folgenschwere Testamentseröffnung in Grund und Boden erschüttert wird. Es geht um Geld, Macht und Einfluss – und um einige Dinge, die besser nicht ans Tageslicht kommen sollten. Und sehr rasch wird ein lebensgefährlicher Plan geschmiedet ...

Wie gewohnt mangelt es in den Büchern von Jörg Maurer nicht an verschiedenen Handlungsfäden und losen Enden, die sich im Verlauf der Geschichte und nach einigen Ablenkungsmanövern zu einem ausgeklügelten Ganzen zusammenfügen. In gewohnt humorvollem Schreibstil und mit einigen Überraschungsmomenten entwickelte sich dieser neunte Fall zu einem abenteuerlichen und spannenden Kriminalfall, den ich mit großem Genuss mitverfolgen durfte.

Das Ermittlungsteam besteht in diesem Fall aus Kriminalhauptkommissar Hubertus Jennerwein, Polizeiobermeister Franz Hölleisen, Polizeihauptmeister Johann Ostler, Ludwig Stengele, Polizeipsychologin Maria Schmalfuß, Spurensicherer Hansjochen Becker und Polizeioberrat Dr. Rosenberger. Natürlich dürfen auch einige altbekannte Figuren aus den Vorgängerbänden wie Ignaz und Ursel Grasegger sowie Karl Swoboda nicht fehlen und erhalten kleine Gastauftritte im Buch. Der ruhige und zurückhaltende Johann Ostler gibt ein wenig über sein Privatleben preis und zwischen der mediterranen Botticelli-Schönheit Giacinta Spalanzani und dem österreichischen Mafia-Problemlöser Karl Swoboda bahnt sich scheinbar etwas Ernstes an.

Der neunte Fall dieser Krimireihe wartete mit grandiosem Humor, erfrischenden Ideen, spannenden Momenten und einer überraschenden Wendung auf. „Im Grab schaust du nach oben“ hat mich ausgezeichnet unterhalten und mir großes Lesevergnügen bereitet. Als Fan der Alpenkrimis um Kommissar Jennerwein freue ich mich bereits auf Band zehn!