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Grantlkatz

Frau Merkel und der Killerdackel. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 256 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

383922716X

ISBN-13: 

9783839227169

Auflage: 

1 (09.09.2020)

Preis: 

12,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 383922716X

Beschreibung von Bücher.de: 

»Es war der Söder mit seine spitzen Ohren, und er war ganz grün im Gesicht.« So hat Kommissar Steinböck seinen Freund Horsti Schmalzl noch nie erlebt. Im Arm eine junge Frau mit durchgeschnittener Kehle, in der Hand die Tatwaffe. Und dass im Blut des Polizeipsychologen ein Drogencocktail nachgewiesen wird, erleichtert den Fall in keinster Weise. Selbst Steinböcks Katze Frau Merkel, zum Babysitter für Horstis Dackel verdonnert, wird dieses Mal aufs Äußerste gefordert.

Kriminetz-Rezensionen

Frau Merkel und Thunfisch

»Grantlkatz« von Kaspar Panizza, Gmeiner-Verlag, habe ich als E-Book mit 150 Seiten gelesen. Es ist der 5. Teil mit Frau Merkel. Die Handlung spielt in einem Zeitraum von einer Woche, die Kapitel sind mit Freitag bis Samstag überschrieben. Im Vorfeld gibt es noch ein Personenverzeichnis.

Ich habe Frau Merkel und Herrchen Steinböck mit diesem Buch kennengelernt und muss sagen, dass die beiden ein gutes Team sind und herrlich imaginär miteinander kommunizieren. Auch am Tatort war Frau Merkel sehr hilfreich. Denn als der Tote Renato Mauer gefunden wurde, hat sie eine wichtige Spur entdeckt und auch später einen interessanten Fund gemacht.

Dann wird Steinböck zum Polizeipsychologen gerufen, der eine Frau mit durchgeschnittener Kehle im Arm hält und die Tatwaffe in der anderen Hand. Und was hat ein Datingportal mit dem Fall zu tun?

Zuerst sieht es nach zwei verschiedenen Fällen aus, die aufzuklären sind. Und Steinböck hat mit seinem kleinen Team alle Hände voll zu tun. Es stellt sich heraus, dass die Frau des toten Bauunternehmers die Jugendliebe von Emil Mayer junior ist, dem Quoten-Afro-Bayer im Team. Die dritte im Bunde ist Ilona Hasleitner, noch Kommissaranwärterin, die aber sehr forsch auftritt und gute Ambitionen zum Aufstieg hat. Im Zuge der Ermittlungen trifft Steinböck auch seinen alten Schulfreund Sokrates wieder, der sein zivilisiertes Leben nach einem tragischen Vorfall aufgab und seitdem unter der Isarbrücke lebt.

Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben. Gerade Sokrates philosophischen Anwandlungen regen doch zum Nachdenken an. Auch sonst werden so einige aktuelle gesellschaftspolitische Themen angesprochen, aber nicht so weit vertieft, dass es störend wäre.
Das Team um Steinböck ist sehr sympathisch und er selbst neigt zur Vollbringung guter Taten. Sehr gut gefallen hat mir auch der Informant Obstler mit seiner Tätigkeit als Fremdenführer für Amerikaner.

Aber, wen wunderts, keiner kommt an Frau Merkel ran. Sie ist die Beste und ich bin froh, dass meine Katze nicht sprechen kann. Frau Merkel ist doch ganz schön frech, aber auch ganz schön schlau. Und mit dem zuerst noch namenlosen Dackel vom Polizeipsychologen hat sie sich schnell angefreundet, was sie natürlich niemals zugeben würde.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, nicht nur wegen der Tiere. Es ist eine ausgeklügelte Geschichte, was anfangs gar nicht zu ahnen war. Es war spannend, nachdenklich und natürlich sehr amüsant. Auch das Cover ist total schön und passend.

Die Merkel ist wieder da

Spät abends im Park wird eine Leiche gefunden und die Kommissaranwärterin Ilona Hasleitner kümmert sich darum. Ihr Chef, Hauptkommissar Steinböck, wurde in der Nacht von seinem Freund Dr. Horst Schmalzl gerufen. Als der Kommissar eintrifft, findet er seinen Freund blutverschmiert vor – im Arm seine Verflossene, in der Hand ein Messer. Der gerufene Rettungsdienst kann nur noch den Tod der Frau feststellen. Horsti bittet seinen Freund Steinböck, sich um seinen namenlosen Dackel zu kümmern, denn er steht nun unter Mordverdacht. Frau Merkel, wie immer an Steinböcks Seite, wird der Dackel aufs Auge gedrückt. Und Frau Merkel gerät ins Schwitzen …

Der Autor Kaspar Panizza hat einen tollen flüssigen Schreibstil – ich wollte und habe das Buch nicht mehr aus der Hand gelegt. Spannend und witzig wird der Krimi erzählt – mit einigen Seitenhieben zum aktuellen Geschehen – ein wahrhaftes Lesevergnügen. Und auch Frau Merkel läuft wieder zur Hochform auf und der Dackel hat am Ende endlich einen Namen – Thunfisch. Es war wieder ein Lesevergnügen mit Frau Merkel, Steinböck und Co - 5 Sterne und bitte mehr davon.

Toller Krimi, bei dem auch oft gelacht werden darf

Dies ist bereits der 5. Band um Kommissar Steinbock und seine Katze Frau Merkel.

Ein Bauunternehmer der Münchner Schickeria wird in einem Park niedergestochen, während seine Frau nur verletzt wird. Steinböcks Ermittlungen führen ihn in das Schwarzarbeitermilieu.

Doch dann wird plötzlich Steinböcks Freund Schmalzl, der Polizeipsychologe, in seiner Praxis aufgefunden: voller Blut und mit einem Messer in der Hand, neben ihm seine Internetbekanntschaft mit durchschnittener Kehle. Die Frau wie auch Schmalzl stehen total unter Drogen und Schmalzl behauptet, mit dieser Sache nichts zu tun zu haben, ein Mann mit einer Södermaske habe ihm die Frau in den Arm gedrückt.

Während Schmalzl noch in der Klinik ist, muss sich Steinböck um dessen Dackel kümmern. Davon ist ja die Frau Merkel überhaupt nicht begeistert, zumal er ihr immer den Thunfisch wegfrisst.

Um mehr über die Unterwelt zu erfahren, trifft sich Steinböck mit seinem Bekannten Sokrates, der unter der Isarbrücke wohnt.

Dieses Buch ist wieder voller Spannung, Witz und Ironie. Insbesondere die Gespräche zwischen Steinböck und seiner Katze Frau Merkel geben dem Ganzen eine sehr besondere Note. Die Katze ist ein richtiger Querulant und hat an allem etwas auszusetzen. Mit von der Partie sind natürlich wieder Ilona, die die Kollegen mit Butterbrezen versorgt, und Emil Mayer, Afro-Bayer und Rollstuhlfahrer. So barsch Steinböck auch oft erscheint, hat er doch ein weiches Herz und spendiert des Öfteren der Veronika eine Currywurst. Hier fühlt man sich wohl, im Herzen von München werden Straßen und Plätze benannt und auch der Dialekt kommt nicht zu kurz.

Hier hat der Autor wieder einen tollen Krimi geschrieben, bei dem auch oft gelacht werden darf. Ich warte schon auf eine Fortsetzung der alten Bekannten in Band 6. Aber auch das Cover mit Frau Merkel und dem Dackel ist mehr als gelungen. Hier sieht man die zwei Streithähne friedlich vereint.

Alter Ego

Kommissar Steinböck und sein Team werden zu einem Tatort gerufen. Der Tote ist Renato Maucher und seine Frau ist schwerverletzt. Den Spuren nach war ein Rollstuhlfahrer an der Tat beteiligt. Das alles gibt dem Team ein Rätsel auf.

Auch die Katze von Kommissar Steinböck ist in die Ermittlungen einbezogen und gibt ihre Kommentare ab und ist für die technische Ausführung im Hause Steinböck zuständig. Ja, wenn der Kommissar Frau Merkel nicht hätte.

Noch während das Team in den Ermittlungen des einen Falles steckt, werden sie zum nächsten Tatort gerufen. Horsti, ein Psychologe und Freund von Steinböck wird neben einer schwerverletzten Frau, mit der Tatwaffe in der Hand aufgefunden. Außerdem ist das Opfer mit Drogen vollgepumpt und auch Horsti ist komplett neben der Spur. Das alles ist doch sehr mysteriös und verlangt dem kompletten Team alles ab und es werden Außenstehende sein, die entscheidenden Hinweise geben.

Grantlkatz ist ein sehr witziger, interessanter und trotzdem spannender Krimi, mit sehr witzigen Einlagen. Die Figuren sind sehr originell beschrieben. Steinböck, der Kommissar, der mit seiner Katze reden kann und sehr ungewöhnliche Wege geht, um zum Ziel zu kommen. Aber er ist auch ein wenig schlampig, aber dafür hat er ja sein Team. Ilona Haslinger, jung und sehr engagiert, außerdem jeden morgen für die Butterbrezeln und den Kaffee zuständig, und das absolut freiwillig, da sie ihren Chef kennt. Aber sie ist ein sehr wichtiges Mitglied des Teams. Emil, der nur teilpigmentierte Afro-Bayer im Rollstuhl. Er ist außerdem beliebt bei Frauen und kennt ein Opfer sehr genau. Horsti und Obstler, zwei Freunde von Steinböck, die auch sehr ungewöhnlich sind. Horsti, ein Kriminalpsychologe als Mörder, den allerdings Steinböck entlastet und Obstler, der mit seinen amerikanischen Freunden die Ermittlungen aus Spannungsgründen begleiten. Ein weiterer Freund, Sokrates, der unter einer Brücke lebt, ist ein wichtiger Tippgeber für Steinböck.

Aber die wichtigste Figur ist Frau Merkel, seine Katze. Das Besondere an dieser Katze ist ihr technisches Knowhow und die wichtigen Kommentare, die sie loslässt. Manchmal kommt sie mir vor, als wenn sie das Alter Ego von Steinböck ist, die seine schlechte Laune ausdrückt und damit die Person des Kommissars in einem positiven Licht erscheinen lässt. Der Spannungsbogen, der mir manchmal als nebensächlich erscheint, ist trotzdem sehr schön bis zum Ende aufgebaut.

Ich mag diesen amüsanten Krimi mit seinen Figuren, die mich sehr gut unterhalten und in die ich mich sehr gut hineinversetzen kann. Die manchmal eingebauten bayerischen Idiome passen sehr gut zu diesem Krimi. Ich finde die Figuren und da vor allen Dingen Frau Merkel, absolut liebenswert. Deshalb kann ich diesen Krimi mit gutem Gewissen empfehlen.