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Grenzfall - In der Stille des Waldes

Der dritte Fall für Oberkommissarin Alexa Jahn und Chefinspektor Bernhard Krammer. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 432 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3596706904

ISBN-13: 

9783596706907

Auflage: 

1 (25.01.2023)

Preis: 

12,00 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 37.766
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3596706904

Beschreibung von Bücher.de: 

Das Böse sprengt jede Grenze – grausige Funde erschüttern eine ganze Region.

Der dritte Band der SPIEGEL-Bestseller-Serie um das deutsch-österreichische Ermittlerteam Alexa Jahn und Bernhard Krammer.

Ratlos begutachtet Chefinspektor Bernhard Krammer den Fund auf einer Baustelle am Ortsrand von Gnadenwald in Tirol. Zwei präparierte Dachse, in deren Inneren Babykleidung versteckt wurde. Weshalb? Und wer hat die ausgestopften Tiere vergraben?

Zur gleichen Zeit erholt sich Oberkommissarin Alexa Jahn in Lenggries von einer Schussverletzung. Bis ein ehemaliger Kollege aus Aschaffenburg mit schlechten Nachrichten vor der Tür steht: In einem alten Fall wurde der Falsche verhaftet. Alexa macht sich Vorwürfe – hat sie damals bei den Ermittlungen etwas übersehen?

Während sie den Fall neu aufrollt, kommt Krammer einer Tragödie auf die Spur, deren wahres Ausmaß zunächst niemand ahnt.

»Mein Fazit: Besser kann man einen Krimi nicht schreiben.« Deutschlandfunk Kultur, Mike Altwicker

»Hochspannend … genial fügen sich wie bei einem Puzzle alle Teile zusammen.« Süddeutsche Zeitung

Band 3 der packenden Krimiserie in der Grenzregion Deutschland – Österreich.

Kriminetz-Rezensionen

Zwei Ermittler - Zwei Fälle

Der dritte Band um die Ermittler Alexa Jahn und Bernhard Krammer. Im Tiroler Gnadenwald werden ausgestopfte Dachse mit Babykleidung im Inneren gefunden. Krammer ermittelt mit Kollegin Szabo in einem tragischen Mordfall. Zeitgleich rollen Alexa Jan und ein ehemaliger Kollege aus Aschaffenburg eine alten Fall wieder auf. Wurde der Falsche festgenommen?
Die beiden Fälle kommen sehr unterschiedlich daher. Während die Österreicher einen sehr komplexen und spannenden Fall bearbeiten, plätschert der Fall auf deutscher Seite etwa spannungsarm vor sich hin. Zeitweise kommt das Gefühl eines Lückenfüllers auf.
Was ich, wie schon im Band 2 schade finde ist, dass die beiden nicht zusammen ermitteln, wie der Titel Grenzfall und der Start der Serie in Band 1 eigentlich vermuten lässt.
Es gibt nur ein paar Kontaktversuche durch Anrufe und ein kurzes Zusammentreffen im Finale. Dadurch fehlt die Interaktion und das Konfliktpotential zwischen den beiden Ermittlern, die ja erst seit kurzem wissen, dass sie Vater und Tochter sind.
Am Schreibstil von Anna Schneider gibt es nichts auszusetzen. Flüssig kommt man als Leser durch das Buch und wird auch gut unterhalten. Die Atmosphäre der Handlungsorte, vor allem auf österreichischer Seite, ist wie immer, bis in kleinste Details, wunderbar eingefangen. Das kleine offene Ende und die Leseprobe geben einen kurzen Ausblick auf Band 4, der dann vielleicht auch wieder ein echter Grenzfall wird.

Grenzüberschreitende Ermittlungen

„Zwei Länder. Zwei Ermittler. Mysteriöse Grenzfälle.“ Jahn und Krammer ermitteln.

Zwei präparierte Dachse werden bei Bauarbeiten am Ortsrand von Gnadenwald in Tirol gefunden. Schon ungewöhnlich, aber erst das Innere dieser Tiere ruft Chefinspektor Krammer auf den Plan. Ein winziger Babystrampler, eine blonde Locke mit einer zartrosa Schleife, eine silberne Rassel – was hat das zu bedeuten?

Währenddessen erholt sich die Oberkommissarin Alexa Jahn gezwungenermaßen von einer Schussverletzung. Eigentlich würde sie sehr viel lieber in ihrer neuen Dienststelle in Lenggries weiterarbeiten, ihr Vorgesetzter ist da aber anderer Meinung. Also wird sie ihre noch karge Wohnung einrichten, irgendwie muss sie sich ja beschäftigen. Als ihr ehemaliger Aschaffenburger Kollege vor der Tür steht und ihr berichtet, dass sie in einem Mordfall den wahren Täter haben laufen lassen, machen sie sich auf, seine Spur zu verfolgen. Und diese Spur führt sie ins nahe Österreich.

Abwechselnd lese ich von den beiden Ermittlungen. Krammer und seine Kollegin Szabo bilden ein Team, das an und für sich gut zusammenarbeitet. Auch wenn das Private immer wieder durchscheint, so bleibt es doch weitgehend außen vor, Szabo blockt komplett ab. Der Fall wird zunehmend mysteriös, ja tragisch. Die vergrabenen Babysachen lassen Schlimmes vermuten. Auch Alexa und Jan, ihr damaliger Kollege, lassen nicht locker. Diesmal müssen sie den Richtigen erwischen, dabei gehen sie nicht nur einmal an ihre Grenzen. Zwischen diesen beiden Ermittlungen kommen ein ER und noch öfter eine SIE zu Wort. Wer spricht da? Welchen der beiden Fälle können diese Stimmen zugeordnet werden? Diese kurzen Passagen sind geheimnisvoll, sie wirken düster, ja brachial.

Der komplexe Fall für Krammer und Szabo ist äußerst spannend und wendungsreich und sorgt für so etliche atemlose Momente. Hier steht die Suche nach den Vermissten im Vordergrund. Anna Schneider versteht es, ihre Leser mitzunehmen. Wer will da schon abbrechen, die Story ist so einnehmend, es treibt einen regelreicht weiter. Bei Alexa und Jan geht es sehr viel zäher voran, hier ist das Zwischenmenschliche eher sichtbar.

Ich bin direkt mit dem dritten Fall gestartet, habe bestimmt so einiges verpasst. Wie etwa das Finden von Vater und Tochter, von Krammer und Alexa. Bald aber habe ich mich zurechtgefunden und ich meine, dass man ohne weiteres mit diesem „Grenzfall – In der Stille des Waldes“ beginnen kann. Der dritte Band der grenzüberschreitenden Krimiserie ist unterhaltsam und lässt durch Szabos Geheimnis um ihr Privatleben auf einen spannenden vierten Band hoffen, den ich mir nicht entgehen lassen möchte. - 4 Sterne -

dieses Mal eine gelungene Fortsetzung

Auf das dritte Buch dieser Serie war ich sehr gespannt, zumal ich den ersten Band hervorragend fand und den zweite eher so la la. Natürlich habe ich meine Hoffnungen danach auf das dritte Buch gelegt, denn ich finde die Reihe und die Konstellation der Hauptprotagonisten eigentlich sehr interessant und würde mich gerne anspornen lassen, mich auf das vierte Buch zu freuen. Das ist der Autorin auch gelungen.

Die Geschichte fängt wiederum ein paar Tage nach Ende des letzten Buches an, wo sonst immer ein Jahr zwischen den Geschehnissen der Bücher liegt. Die Aufteilung des Buches ist wie gehabt … es wechselt immer zwischen Alexa und Krammer hin und her … jeder mit seinem eigenen Fall, wobei die Fälle bislang immer gegen Ende zusammengelaufen sind. Dazwischen sind kursiv geschriebene Kapitel mit den Überschriften „Er“ bzw. „Sie“ eingeschoben. Ich konnte zwar „Er“ schnell zuordnen, aber bei den Kapiteln „Sie“ hatte ich ein totales Brett vor dem Kopf, was mir gegen Ende der Geschichte schon fast peinlich war. Einzig den Prolog konnte ich dieses Mal sofort zuordnen, was mir bei den meisten anderen Büchern nicht gelingt.

Die Geschichte ist interessant, der Stil verständlich und flüssig wie in den Büchern zuvor auch. Die Autorin hat es dieses Mal geschafft, mich wieder zu fesseln und zum Überlegen zu bringen. Die „Bösen“ zu überführen war nicht schwer, aber ich habe mir das ganze Buch über den Kopf zerbrochen, was Alexas Fall mit Krammers Fall zu tun hat. Um das herauszufinden habe ich das Buch sehr schwer aus den Händen legen können.

Einziges Manko ist auch diese Mal, dass die Verfassung der Hauptprotagonisten, hier insbesondere Krammer, für Quereinsteiger nur bedingt nachvollziehbar ist, da gerade bei Krammer keine Erklärung zu seinem persönlichen Dämonen geliefert wird. Kein Rückblick, keine Erklärung. Die Autorin setzt voraus, dass die Vorgängerbücher gelesen wurden, und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Quereinsteiger so ohne weiteres in Krammers Psyche hineinversetzen können.

3. spannender Grenzfall

Im dritten Fall der grenzüberschreitenden Reihe ,,Grenzfall“ mit dem österreichischen Chefinspektor Bernhard Krammer und der deutschen Oberkommissarin Alexa Jahn geht es recht gruselig zu.
Bernhard Krammer wird zu einer Baustelle in Tirol gerufen. Dort wurden bei Baggerarbeiten zwei präparierte Dachse gefunden – ausgestopft mit Babykleidung. Eigentlich ist das ja kein Fall für einen Chefermittler. Doch schon bald ergeben sich Hinweise, dass der Fund mit dem Tierpräparator Fichtner zu tun hat. Er verschwand vor Jahren zusammen mit seinem Sohn,
Zudem benimmt sich Krammers Kollegin Roza sehr merkwürdig. Sie wird offenbar bedroht, will aber absolut nicht darüber reden, und schon gar nicht mit ihrem Kollegen Krammer.
Währenddessen soll sich seine Tochter, von deren Existenz Krammer bis vor Kurzem noch nichts wusste, eigentlich von ihrem letzten Fall erholen. Alexa Jahn ist Oberkommissarin in Lenggries und wurde bei ihrem letzten Einsatz durch einen Schuss verletzt. Doch Alexa Jahn kann einfach nicht stillhalten. Und als dann auch noch ihr ehemaliger Kollege Jan aus Aschaffenburg bei ihr vor der Tür steht und sie bittet, ihm bei einer Ermittlung zu helfen, sagt sie natürlich sofort zu. Zwar war Jan einer der Gründe, warum Alexa von ihrer früheren Stelle wegwollte. Sie war in ihn verliebt, Jan aber gebunden. Doch Jan vermutet, dass bei einem alten Fall der Falsche verhaftet wurde. Er und Alexa machen sich nun Vorwürfe, ob sie bei den damaligen Ermittlungen vorschnell gehandelt oder etwas übersehen haben und wollen deshalb den Fall gemeinsam neu aufrollen.
Die verschiedenen Handlungsstränge werden in wechselnden Perspektiven erzählt, was Tempo und Spannung hochhält. Doch während Alexa Jahns Ermittlungen sie und ihren ehemaligen Kollegen in große Gefahr bringen, wirkt die Auflösung von Krammers Fall etwas konstruiert.
In diesem 3. Band arbeiten Jahn und Krammer leider kaum zusammen. Ihre Vater-Tochter-Beziehung ist noch sehr fragil, weswegen keiner so recht den ersten Schritt machen will. Das ist etwas schade, aber wer weiß, was uns im 4. Band erwartet. Es ist sicherlich sinnvoll, die Vorgängerbände gelesen zu haben, um die Andeutungen zu den vorigen Fällen, aber auch um die spezielle Beziehung zwischen Krammer und Jahn besser einordnen zu können.
Mit ,,Grenzfall“ gelingt der Autorin spannenden Unterhaltung in einer interessanten, grenzüberschreitenden Region.

Body Farm

Chefinspektor Bernhard Krammer erhält die Mail eines Kollegen, mit der er vor längerer Zeit mal zusammengearbeitet hat. Er braucht seine Expertise. Im Tiroler Gnadenwald hat man einen ausgestopften Dachs mit Babykleidung gefunden. Hängt das mit einem Fall von verschwundenen Personen zusammen? Zur selben Zeit ist Alexandra Jahn, Oberkommissarin bei der bayerischen Polizei, mit einem Ex-Kollegen an einem alten Fall dran. Haben sie damals einen Falschen als Mörder verhaftet? Doch ihr derzeitiger Verdächtiger ist untergetaucht, ausgerechnet im Grenzland zwischen Bayern und Österreich.

Das ist das dritte Buch aus der Grenzfall-Reihe der Autorin, und ich gebe zu, ich kenne die Vorgänger nicht. Zumindest die Beziehungen untereinander werden jedoch problemlos erklärt, sodass man da keine Defizite hat. Was mir jedoch fehlt, ist die Sympathie für sämtliche Beteiligten. Nicht einer von denen schien mir sympathisch oder wenigstens interessant genug, um mehr über ihn/sie erfahren zu wollen. Und die Fälle wurden recht zäh abgehandelt. Zwar wechselten sich die beiden Ermittlergruppen in relativ kurzen Kapiteln in der Erzählung ab, aber Spannung wurde bei dem gemächlichen Tempo nicht aufgebaut. Zumal mir einige der Ereignisse und Handlungen der Kriminalisten wenig logisch vorkamen und die Fälle beide eine plumpe Lösung erhielten. Dazu kommt, dass man für beide Fälle noch einmal "Täterwissen" in kursiv mit Er/Sie erhielt, was mir überflüssig erschien. Das Buch als Krimi war mir zu wenig, aber immerhin war Alexandras Fall eine schöne Erinnerung daran, dass ich schon lange keine Hüttenwanderung gemacht habe und mir das dieses Jahr wieder mal vornehmen sollte. Das Buch war ungefähr so spannend wie ein Besuch im Biergarten, nur nicht so feucht-fröhlich. 2,5/5 Punkten.

Zwei spektakuläre Fälle – zwei Ermittlungen

Das dritte Buch fängt mit einem gruseligen Fund auf einer Baustelle in der Nähe Innsbruck an. Mit baggern werden zwei ausgestopfte Dachse gefunden, in deren Bauch Babykleider gefunden werden. Krammer und seine Partnerin Szabo stehen vor auf einem Rätsel, das einen ungeahnten Verlauf nimmt.

Alexa Jahn ist nach wie vor wegen ihrer Verletzung krankgeschrieben. Auch ihr Chef legt grossen Wert darauf, dass sie noch nicht in den Dienst zurückkehrt. Dies ist überhaupt nicht nach dem Gusto Alexas. Ihrem Naturell her fühlt sie sich ausgegrenzt und sie langweilt sich. Überrascht wird sie von ihrem ehemaligen Partner Jan aus Aschaffenburg. Der ermittelt in einem alten Fall, den die beiden seinerzeit als gelöst darstellten. Der wahrscheinliche Mörder befindet sich auf der Flucht irgendwo im Grenzgebiet zu Österreich. Jan überredet Alexa, ihn zu unterstützen, was sie noch so gerne tut.

In zwei Handlungssträngen ermitteln die Teams unabhängig voneinander. Der Fall «Österreich» empfand einiges spannender als der in Bayern. Für Krammer/Szabo wird er eine richtiggehende Herausforderung, denn sie werden mit einer grässlichen Familientragödie konfrontiert.

Die Kapitel sind nicht allzu lange und im Wechsel geschrieben, mal in Österreich mal in Deutschland. Was mir gefehlt hat, ist das gemeinsame Ermitteln. Erst zum Schluss treffen sie zusammen. Dieses Buch ist nicht so spannend wie die beiden Vorgänger. Der kursiv geschriebene Teil gibt zusätzliche Rätsel auf.

Anna Schneider erzählt hier zwei Geschichten, die sehr unterschiedlich sind. Ihr angenehmer flüssige Schreibstil schätze ich sehr und lässt langsam einen Spannungsbogen aufbauen, der vor allem in Deutschland zu einem wahrlichen Showdown führt. Die Personen sind wie immer gut beschrieben, wobei Alexa für meinen Geschmack eher unsympathisch aufgetreten ist. Ihre Gefühlswelt empfand ich als Chaos.

Die beiden Fälle werden gelöst. Doch im Teil «Österreich» gibt es immer wieder kleine Hinweise, wer im vierten Buch wahrscheinlich eine wichtige Rolle einnehmen wird. Der Cliffhänger am Schluss wirft Fragen auf, die meine Neugier geweckt haben.

Fazit: Zwei sehr unterschiedliche Fälle, die für gute bis sehr gute Unterhaltung sorgen. Ich freue mich auf Band vier.

Toller Krimi, aber die Ermittler gehen gar nicht

Buchmeinung zu Anna Schneider – In der Stille des Waldes

In der Stille des Waldes ist ein Kriminalroman von Anna Schneider, der 2022 bei Fischer erschienen ist. Dies ist der dritte Teil der Grenzfall Reihe.

Zum Autor:
Schon als Kind liebte Anna Schneider Geschichten und lauschte im Wirtshaus ihrer Großmutter den Erzählungen der Gäste. Für ihre Thriller lässt sie sich gern im Alltag inspirieren. So auch für die »Grenzfall«-Serie: Eine Zeitungsmeldung über einen vermissten Wanderer in Lenggries im Tölzer Land brachte sie auf die Idee.
Anna Schneider lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.

Zum Inhalt:
Chefinspektor Bernhard Krammer wird zu einem ungewöhnlichen Fund auf einer Baustelle in Tirol gerufen. Bald erweist sich dies als Einstieg in einen verstörenden Fall.
In Lenggries erfährt Oberkommissarin Alexa Jahn, dass sie vor Jahren den falschen Täter verhaftet haben. Gemeinsam mit ihrem alten Kollegen macht sie sich auf die Suche nach dem wahren Täter.

Meine Meinung:
Bei diesem Buch geht es ziemlich spannend zu, aber bei drei Ermittlern habe ich mich gefragt, ob diese noch für den aktiven Dienst geeignet sind. Bernhard Krammer und seine Tochter Alexa Jahn leiden unter den Folgen eines Zusammentreffen mit einem Psychopathen, der sich noch in Freiheit befindet. Beide verzichten auf psychologische Hilfe und versuchen ihre Probleme als Einzelkämpfer zu lösen. Krammer ermittelt im aktuellen Fall gemeinsam mit seiner Kollegin Szabo, die offenbar ähnlich gestrickt ist. Auch sie wird bedroht, schweigt aber beharrlich. Im österreichischen Fall werden bald Ermittlungsdefizite offenkundig.
Auf deutscher Seite ist Alexa Jahn noch Reconvaleszent, begibt sich aber auf eine ausgedehnte Bergtour. Auf ihre Anrufe reagiert ihr Vater überhaupt nicht.
Beide Fälle erweisen sich als komplex und sauber konstruiert und werden abwechselnd geschildert. Beide Fälle haben einen soliden Spannungsbogen und am Ende steht ein spektakulärer Showdown im unwirtlichen Gelände. Die Auflösungen sind nachvollziehbar und vollständig. Das große Manko ist aber, dass Krammer, Szabo und Jahn momentan nichts im Polizeidienst zu suchen haben. Sie liefern Ergebnisse, stellen aber eine Gefahr für sich und ihre Umgebung dar.

Fazit:
Beide Kriminalfälle haben mich wie der Schreibstil überzeugt, aber diese Ermittlerfiguren gehen gar nicht. Deshalb vergebe ich nur zwei der durchaus möglichen fünf Sterne (50 von 100 Punkten).

Zwei Grenzfälle

Auf einer Baustelle in einem Tiroler Waldgebiet werden zwei ausgestopfte Dachse gefunden, in ihrem Inneren befindet sich Babykleidung. Chefinspektor Bernhard Krammer steht vor einem Rätsel, was hat dieser grausige Fund zu bedeuten?

Auf der deutschen Seite der Alpen soll sich Alexa Jahn eigentlich von einer Schussverletzung erholen. Aber als ihr ehemaliger Kollege Jan aus Aschaffenburg mit der Vermutung vor ihrer Tür steht, dass sie in einem alten Fall den Falschen verhaftet haben, gibt es für Alexa kein Halten mehr und geht mit Jan den neuen Hinweisen nach.

»In der Stille des Waldes« ist der dritte Teil aus der Grenzfall-Reihe. Die ersten beiden Teile habe ich verschlungen, doch mit diesem Teil konnte ich nicht richtig warm werden. Vielleicht lag es daran, dass es sich hier um zwei unterschiedliche Fälle handelt, die parallel nebeneinander herlaufen und ich immer nach einem Zusammenhang gesucht habe, den hier nicht gibt.

Der Schreibstil von Anna Schneider ist wie immer leicht zu lesen und sie spart in der Story nicht mit den überaus bildlichen Beschreibungen der wunderschönen idyllischen Landschaft, was ich sehr gern mag.

Alexas Fall endet zwar mit einem spannenden Showdown, allerdings empfand ich gerade ihren Fall als sehr langatmig und die Logikfehler haben mich extrem gestört.

Bei Krammer ist immer noch Perski präsent. Quereinsteiger in diese Reihe werden hier ein großes Fragezeichen vor Augen haben, denn hierzu wurden leider keine Informationen zu den Zusammenhängen gegeben.

Leider fehlten mir hier die gemeinsamen Vater-Tochter-Ermittlungen, die gerade in den beiden Büchern davor gegenwärtig waren, trotzdem bin ich gespannt, wie es mit den beiden weitergeht und hoffe auf einen spannenden vierten Fall.

Zwei Fälle

Auf einer Baustelle in den Tiroler Alpen werden zwei präperierte ausgestopfte Dachse gefunden. Im Inneren wurde Babykleidung versteckt. Das ruft den Chefinspektor Bernhard Krammer auf den Plan. Weshalb wurden die beiden Tiere dort vergraben und wer ist dafür verantwortlich. Zur gleichen Zeit soll sich Oberkommissarin Alexa Jahn von einer Schussverletzung in Lenggries erholen bis auf einmal ihr ehemaliger Kollege unangemeldet vor ihrer Tür steht. Er hat schlechte Nachrichten, scheinbar wurde bei einem ihrer alten gemeinsamen Fälle der Falsche verhaftet. Haben sie damals bei ihren Ermittlungen etwas übersehen? Alexa will ihren ehemaligen Kollegen bei der Suche unterstützen.

Bei diesem Grenzfall "In der Stille des Waldes" handelt es sich um den dritten Teil der Reihe mit der Deutschen Alexa Jahn und dem Österreicher Bernhard Krammer. Man kann diesen Band auch ohne Vorkenntnisse lesen, doch es ist empfehlenswert die beiden Vorgänger zu kennen, damit man auch der Geschichte um Alexa und Bernhard folgen kann.

Dieser Teil hat mir leider nicht ganz so gut gefallen, wie seine beiden Vorgänger. Ich fand es etwas schade, dass es sich hierbei um zwei unabhängige Fälle gehandelt hat und die sowohl auf deutscher Seite als auch auf österreichischer Seite nur vor sich hingeplätschert sind ohne großartige Spannung. Habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass sie sich im Verlauf treffen, aber das war leider nicht so. Zudem war auch die ein oder andere Handlung etwas unlogisch oder auch an den Haaren herbei gezogen.

Das Zusammenspiel zwischen Alexa und Krammer habe ich dadurch auch ein wenig vermisst. Ihr Verhältnis spielte bis auf ein paar misglückte Anrufe sogar kaum eine Rolle.

Trotzdem fand ich es durch die wechselnden Perspektiven zwischen Alexa und Bernhard sehr abwechslungsreich und es wurde dadurch auch eine gemächliche Spannung aufgebaut, weil man doch immer wissen wollte was als Nächstes passiert oder aufgedeckt wird.

Den Schreibstil fand ich auch wieder sehr schön. Es lässt sich locker und flüssig lesen, sodass man sehr schnell durch die Seiten kommt. Auch die tollen Beschreibungen der Handlungsorte haben mir wieder sehr gefallen, so konnte ich mir alles gut bildlich vorstellen.

Mein Fazit:
Der dritte Band war ganz okay. Man kann ihn für mal eben so zwischendurch lesen sehr gut empfehlen, wenn man mal kein Nervenkitzel braucht und kein Fan von großartigem Blutvergießen ist. Von mir gibt es 3,5 Sterne. Ich bleibe aber trotzdem ein Fan von Alexa und Krammer und bin schon ganz gespannt wie es weiter gehen wird und ich hoffe, dass sie das nächste Mal wieder zusammen ermitteln werden.