Cover von: Halligmord
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Halligmord

Ein Nordseekrimi
Buch
Broschiert, 272 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3864931304

ISBN-13: 

9783864931307

Erscheinungsdatum: 

29.06.2020

Preis: 

12,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3864931304

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein mysteriöser Mord vor der idyllischen Nordseeküste und eine Hallig voller Geheimnisse - willkommen in der Welt von Ermittlerin Minke van Hoorn!

Ein herbstlicher Sturm an der friesischen Küste fördert ein düsteres Geheimnis zutage: Auf der kleinen Hallig Nekpen hat die See menschliche Knochen freigespült, die schon seit Jahrzehnten im friesischen Marschboden gelegen haben müssen. Wer war der Tote?

Minke van Hoorn, ehemalige Meeresbiologin und erst seit kurzem als Kommissarin zurück in ihrer friesischen Heimat, hat bei ihrem ersten Fall eine harte Nuss zu knacken. Denn die beiden alteingesessenen Familien auf Nekpen wollen von dem Skelett unter der grünen Halligwiese nichts gewusst haben. Jeder kennt jeden, einige benehmen sich merkwürdig, friesisches Schweigen liegt über dem Fall. Dann verschwindet der Sohn des alten Deichgrafen, und längst vergangene Ereignisse scheinen plötzlich ihre Finger bis in die Gegenwart auszustrecken. Minke muss sich beeilen, denn der nächste Herbststurm kündigt sich an …

Kriminetz-Rezensionen

Leichenfund auf Nepken

Minke van Hoorn ist erst vor kurzem als Kommissarin in ihre friesische Heimat zurückgekehrt. Ihr Mitarbeiter Klaus steht vor der Pension und denkt an nichts anderes als seinen Ausstand, den er geben will. Er ist eine Nervensäge und alles andere als eine Unterstützung für Minke, die gleich mit einem Knochenfund konfrontiert wird. Die Flut hat auf der Hallig Nekpen einen alten Schädel freigespült und die Identifizierung ist einfach, es ist Hinnerk Johannsen, der doch eigentlich vor Jahrzehnten nach einem Bootsunfall ertrunken sein soll und nun in Sichtweite seines Hauses auftaucht.

Ein alter Fall also, der Minke in das schwierige Beziehungsgeflecht der alteingesessenen Halligbewohner führt.

Der Krimi ähnelt im Plot ein wenig einem klassischen Christie-Krimi, den ich aber nicht nennen möchte, um nicht zu viel zu verraten. Eine einsame Hallig, eine Handvoll Personen, unter denen sich der Mörder befinden muss, und Motive, die sich nur ganz allmählich der hartnäckigen Kommissarin erschließen. Der drohende Sturm bringt Tempo in den Krimi, denn die Kommissarin weiß, dass bei „Land unter“ alle Spuren verwischt werden.

Den Aufbau des Plots, mit einigen Rückblenden in die Vergangenheit, fand ich ganz klassisch und die begrenzte Zahl der Verdächtigen erhöht den Reiz des Miträtselns.

Als Running Gag war wohl der Part des Polizisten Klaus gedacht, der mir in seiner Bräsigkeit und Arbeitsscheu allerdings eher auf die Nerven ging. Seine Chefin spricht er immer mit „Lütte“ an, was Minke zwar ärgert, was sie aber auch nicht abstellt. Vielleicht ist das der trockene Friesencharme.

Ein spannender Küstenkrimi mit viel Nordsee-Atmosphäre und der Untertitel „Minke van Hoorns erster Fall“ wecken die Neugierde auf weitere Ermittlungen der sympathischen Kommissarin.

Vor dem Sturm

»Halligmord« von Greta Henning, Verlag Ullstein, habe ich als E-Book mit 189 Seiten gelesen. Die Kapitel sind mit Datum und Uhrzeit überschrieben. Es ist der erste Fall für Minke von Hoorn.

Beim Postaustragen findet Jörg Schmidt angespülte Knochen auf Nekpen und informiert die neue Kommissarin Minke van Hoorn. Sie tritt nun in die Fußstapfen ihres vor fünf Jahren verunglückten Vaters, der auf der Insel sehr angesehen war und eine hohe Aufklärungsrate hatte. Da ihr Zwillingsbruder Bo Rechtsmediziner ist, bezieht sie ihn mit ein. Die Identität des Skeletts ist schnell geklärt. Dann verschwindet David, der Sohn des alten Deichgrafen. Minke versucht, mehr über den tragischen Abend 1987 herauszufinden, dem Abend, als Hinnerk verschwand. Aber so richtig voran kommt sie nicht. Es scheint ein großes Geheimnis über der Insel zu schweben, welches sie lösen muss. Bei ihren Recherchen in den Polizei- und Zeitungsarchiven kommen interessante Dinge ans Licht, in die auch ihre Mutter involviert ist.

Auch gibt es einige Rückblicke in das Jahr 1987 und den letzten Abend von Hinnerk, was sehr interessant ist.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Durch die guten Beschreibungen der Landschaft und der Menschen war ich gleich mittendrin in der Handlung und konnte mir alles gut vorstellten. Auch die Hauptcharaktere sind gut beschrieben. Minke und ihr Bruder (Ei)Bo sind zwar Zwillinge, aber sehr unterschiedlich. Während sie die Insel und die Natur liebt, ist Bo ein Stadtmensch. Minke hat mir mit ihrer sehr direkten Art, die etwas unsensibel wirken kann, gut gefallen. Ihre Mutter Imma ist Therapeutin und versucht Minke seit dem Tod des Vaters zu therapieren, damit sie endlich an sein Grab geht. David, den Sohn des letzten Deichgrafen, mag ich auch sehr. Er und Minke hatten sich ja schon am Abend vorher bei ihrer Antrittsparty angefreundet. Vielleicht wird mehr daraus.

Im Gegensatz dazu fand ich den Polizisten bzw. Assistenten Klaus sehr unsympathisch. Er hat schon unter Minkes Vater gearbeitet und bereitet nun seine große Abschiedsparty vor. Er ist unzuverlässig, faul, Minke gegenüber respektlos und nennt sie Mäuschen, weil er sie schon seit Kindertagen kennt. Außerdem gibt er Interna an die Presse weiter, ohne sich etwas dabei zu denken. Ist wohl besser, dass er in Rente geht. Aber auch solche Personen sind wichtig für ein gutes Buch.

Durch den sehr angenehmen Schreib- und Erzählstil konnte ich zügig lesen.

Auch das Cover ist sehr schön und man erkennt an dem einzelnen Haus schon die relative Einsamkeit und Abgeschiedenheit auf der Insel.

Da es der 1. Fall für Minke ist, freue ich mich auf die weiteren, dann mit der neuen Assistentin aus Stuttgart.

Das Geheimnis der Hallig

Inhalt übernommen:
Eine Sturmflut an der Nordsee – und am nächsten Morgen ein grausiger Fund: Auf der kleinen Hallig Nekpen hat die See menschliche Knochen freigespült, die schon seit Jahrzehnten im friesischen Marschboden gelegen haben müssen. Wer war der Tote?

Die junge Kommissarin Minke van Hoorn, in ihrer Freizeit engagierte Watt-Rangerin und Robbenretterin, beginnt zu ermitteln. Die beiden alteingesessenen Familien, die auf Nekpen leben, wollen von allem nichts gewusst haben. Da verschwindet der Sohn des alten Deichgrafen auf Nekpen, ein geheimnisvoller Brief taucht auf und Minkes Mutter, scheint etwas zu verbergen. Der alte Fall scheint plötzlich seine Finger bis in die Gegenwart auszustrecken. Minke muss sich beeilen, denn der nächste Herbststurm kündigt sich an …

Meine Meinung:
Die Protagonistin Minke van Hoorn wird bei ihrem ersten Fall als frischgebackene Kommissarin gleich stark gefordert. An der Nordsee steht ein schwerer Sturm bevor und die Vorboten desselben haben ein Skelett freigelegt, was seit 33 Jahren im Marschland vergraben war. Bei ihren Ermittlungen trifft die junge Kommissarin auf eine Mauer des Schweigens. Obwohl jeder der Halligbewohner etwas weiß, halten alle eisern zusammen. So ist sie gezwungen mühsam alle Puzzleteile zusammenzutragen, bis sie zu einer Lösung gelangt.

Der Autorin ist es gut gelungen die Besonderheiten der Nordsee und ihrer Bewohner zu transportieren. Ich hatte beim Lesen den Wind in den Ohren und konnte die salzige Luft förmlich spüren. Die einzelnen Personen waren gut herausgearbeitet, ich hatte klare Bilder im Kopf. Auch die Auflösung war schlüssig und nachvollziehbar, es blieben keine Fragen offen.

Fazit:
Ich habe die neue Kommissarin gerne bei ihren Ermittlungen begleitet und freue mich auf den nächsten Fall.

Halligmord

Nach dem Tod ihres Vaters hat Minke van Hoorn ihren Job als Meeresbiologin geschmissen und ist in seine Fußstapfen getreten. Nun ist sie die neue Kommissarin in ihrer friesischen Heimat und bekommt es gleich mit einem ungewöhnlichen Fund zu tun. Der Postbote hat einen freigespülten menschlichen Schädel gefunden. Ihr Bruder Bo, der Rechtsmediziner ist, findet schnell etwas, das die Identität klärt. Doch niemand auf der Hallig Nekpen will etwas gewusst haben. Doch Minke lässt nicht locker.

Das Leben auf einer Hallig wird gut und sehr atmosphärisch dargestellt. Man muss das abgeschiedene Leben mögen, um dort zu leben und den Naturgewalten ausgesetzt zu sein.

Minke ist eine sympathische Person, die sich in heimatlichen Gefilden aber erst Respekt verschaffen muss. Doch sie kann mit den Eigenheiten der Friesen gut umgehen, auch wenn es ihr nicht leicht gemacht wird. Ein neuer Kollege soll zwar kommen, aber der alte ist ihr keine Hilfe, denn er bereitet seinen Ausstand vor.

Der Tote ist ermordet worden und das schon vor langer Zeit. Obwohl auf den Halligen nicht allzu viele Menschen lebten, gibt es eine Menge Verdächtiger – eigentlich kann es jeder gewesen sein, der dort gelebt hat. Doch Minke gibt nicht auf und kann das Rätsel lösen.

Ein spannender und sehr atmosphärischer Krimi mit friesisch-herben Charakteren.

Nicht überzeugend

Auf einer kleinen Hallig wird am Strand ein Skelett gefunden. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass die Knochen schon seit Jahrzehnten dort liegen müssen und dass das Opfer definitiv ermordet wurde.

Die Ermittlerin Minke van Hoorn übernimmt den Fall. Minke kommt ursprünglich aus Nepken und tritt nun in die Fußstapfen ihres Vaters, der selbst Polizist war.

Obwohl fast alle Bewohner am Abend des Mordes anwesend waren, hat niemand etwas gehört. Minke wird hierbei sofort stutzig und ist überzeugt, dass hier jeder seine Geheimnisse hat.

Mich konnte das Buch nicht ganz überzeugen. Den ständigen Wechsel zwischen den Personen empfand ich als etwas anstrengend. Der Schreibstil konnte mich nicht fesseln und ich war froh, als ich das Buch beendet hatte. Ich hatte mir leider etwas anderes erhofft.