Cover von: Hamish Macbeth ist reif für die Insel
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Hamish Macbeth ist reif für die Insel

Der sechste Fall für Hamish Macbeth. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 208 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3404178297

ISBN-13: 

9783404178292

Auflage: 

1 (31.05.2019)

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 3.459
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404178297

Beschreibung von Bücher.de: 

Eigentlich will Hamish nur seinen Schnupfen auskurieren, als er die Einladung in ein Wellnesshotel auf der schottischen Insel Eileencraig annimmt. Seine Gastgeberin Jane dagegen bangt um ihr Leben und hofft, dass Hamish sie vor allem Arg beschützen kann.

Kaum ist er da, gibt es tatsächlich eine Leiche. Allerdings musste nicht Jane ihr Leben lassen, sondern die schrecklich arrogante Heather. Verdächtige für die Tat gibt’s unter der exklusiven Gästeschar genug - denn auch in der High Society tun sich erschreckende Abgründe auf. Einziges Problem für den schottischen Dorfpolizisten: Alle haben ein wasserdichtes Alibi ...

Kriminetz-Rezensionen

Nett

Weihnachten steht vor der Tür. Hamish Macbeth hat Männerschnupfen, zum Weihnachtsfest hat sich eine nervige Tante angesagt – da kommt der Vorschlag seiner alten Freundin Priscilla grade recht. Ihre Bekannte Jane betreibt ein Wellness-Hotel auf der kleinen Insel Eileencraig und fühlt sich bedroht. Zwei seltsame Unfälle und die Weissagung einer Hellseherin, die ihr den nahen Tod prophezeit, haben sie verunsichert.

Constable Hamish hat eh Urlaub und gegen einen kostenlosen Hotelaufenthalt hat ein Schotte noch nie etwas einzuwenden gehabt. Als er allerdings die anderen Hotelgäste kennenlernt, bereut er seinen Entschluss doch. Eine bunte Mischung Exzentriker hat sich dort eingefunden, die Stimmung ist nicht unbedingt harmonisch, auch Janes Ex-Mann ist dabei. Die Bevölkerung der Insel hat wirklich nicht viel für die Hotelbesitzerin übrig, das merkt Hamish sehr schnell, es liegt aber wohl eher an ihrem Auftreten: zu kurze Röcke, zu tiefe Ausschnitte, Stiefel bis übers Knie und glänzende Strumpfhosen. Wenn sich jetzt der Leser die Augen reibt, dann sollte er ins Impressum schauen. Das Buch ist schon gut 30 Jahre alt.

Aber tatsächlich kommt eine Frau ums Leben, sie trug bei einem Spaziergang über die Klippen ausgerechnet Janes Regenjacke – war es ein Unfall oder Mord wegen einer Verwechslung?

Wenn je das Prädikat „Cosy Crime“ passt, dann auf dieses Buch. Es passiert eigentlich nicht viel, die Geschichte lebt von den skurrilen Begebenheiten und kauzigen Charakteren. Ein wenig merkt man dem Text das Alter an, denn wenn man unterwegs ist, muss zum Telefonieren ein Pub oder Hotel aufgesucht werden. Auch die Anspielungen auf Agatha Christie sind charmant, so merkt ein Hotelgast an, dass der Vorfall einem ihrer Krimis ähnelt.

Die Autorin ist bekannt für ihre eher unterhaltsamen Krimis, wobei ich denke, dass sie grade noch die Kurve zwischen Komik und Albernheit geschafft hat.

Für Schottland-Fans, am besten vor dem Kamin mit einem schönen Whisky konsumiert. ;-)

Kein Glanzlicht der Serie

Zum Inhalt:
Hamish ist krank und fühlt sich schlecht und ungeliebt. Da kommt ihm das Angebot einer Bekannten seiner Freundin Priscilla sehr recht: Jane führt ein Wellness-Hotel auf einer schottischen Insel und fürchtet einen Mordanschlag. Und so reist Hamish nach Eileencraig und sieht sich einer Schar seltsamer Hotelgäste und noch seltsamerer Einheimischer gegenüber. Doch dann geschieht tatsächlich ein Mord – wenn auch nicht an Jane – und Hamish kann endlich wieder das tun, was er am besten kann: Ermitteln.

Mein Eindruck:
Cosy Crime hat Saison und um die Leser zufriedenzustellen, werden Bücher (neu) verlegt, die schon im letzten Jahrhundert (hier 1992) im Original auf den Markt kamen. Aber Morde sind Morde und die Probleme im zwischenmenschlichen Bereich haben sich nicht großartig geändert. Einzig über den Umgang mit Technik lässt sich trefflich schmunzeln.

Das ist leider in diesem sechsten Buch zum schottischen Constable – sieht man von dem berüchtigten Männerschnupfen ab, der Hamish ereilt – das Einzige, was zum Lächeln bringt. Denn im Gegensatz zu den Vorgängerbänden sind die Charaktere nicht kauzig und amüsant entwickelt, sondern agieren – und das fast ausschließlich – höchst unangenehm. Schlimm dabei ist, dass dieses Agieren (insbesondere die plötzlich auftretende Feindseligkeit der Einheimischen) keinerlei Erklärung findet. Liebgewordene Figuren aus den Vorgängern haben nur kurze Gastauftritte, in denen sie einmal über die Bühne huschen dürfen und dabei gnadenlos knallchargieren (wie zum Beispiel Hamishs sonst kongenialer Widerpart Sergeant Blair). Das Allerschlimmste ist jedoch: Fall und Täter fallen zusammenhanglos vom Himmel und die Auflösung ist dermaßen hanebüchen, dass man überlegt, ob man in einem Zeitparadoxon gefangen war und irgendeinen Teil des Buches überlesen hat. Gut, 200 Seiten sind nicht gerade viel, aber so lieblos abgespult, so wenig Charaktertiefe und so wenig Humor war noch nie in den schottischen Highlands.

Mein Fazit:
Bitte Frau Beaton, Sie haben bewiesen, dass Sie das besser können!