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Am Hang des Todes
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Commissario Grauner hat es getan. Er hat mit seiner Frau Alba tatsächlich eine Weltreise unternommen, während Tochter Silvia die Calm Alm zu einem Urlaubsresort umbauen ließ. Nach seiner Rückkehr will Grauner es alles erst einmal ruhiger angehen lassen, doch es kommt anders.
Ein tödliches Unglück beim Skiweltcup im Grödental. Der junge Lokalmatador stürzt. Schnell stellt sich heraus: Er wurde von einer Gewehrkugel getroffen.
Auf einem Jägerstand finden die Ermittler erste Spuren, die zum Täter führen könnten: Im Hotelzimmer des Toten sind Bargeldbündel zu einer Pyramide gestapelt.
Commissario Grauner, Saltapepe und Co. tauchen ein in die Welt des Wintertourismus und Alpinsports. Es ist ein Milliardengeschäft, bei dem skrupellose Hoteliers, Liftbetreiber, Geschäftsleute, Sponsoren und Sportfunktionäre mitmischen. Grauner muss selbst auf die steilen und eisigen Pisten, um in diesem Fall dem Bösen auf die Spur zu kommen.





















Mord auf der Piste
Bei einem Abfahrtslauf in Südtirol verunglückt das Nachwuchstalent Philip Ungerer tödlich. Es stellt sich heraus, daß er im Schädel ein Einschußloch hatte, folglich war es ein Mordanschlag. Claudio Saltapepe und Silvia Tappeiner, mittlerweile verheiratet, verbringen gerade in der Gegend einen Hüttenurlaub und sie informieren Commissario Grauner. Der Vater von Philip betreibt mit seiner Frau eine Skihütte und mußte von dort aus das Unglück live mit erleben. Sein Verdacht fällt sofort auf Baldur Waldsteiner. Die Familien Ungerer und Waldsteiner sind bereits seit Generationen verfeindet. Die Familie Waldsteiner war gegen die Piste Saslong, gegen die Hütte von Ungerer und gegen den Skizirkus. Sie selbst betreiben ein Silenzioso-Retreat mit Luxus-Baumhäusern. Die junge Generation mit Philipp Ungerer und Armin Waldsteiner haben gemeinsam unter dem Trainer und Vater Franz Ungerer trainiert, wobei sich Armin als der bessere Skifahrer herauskristallisierte und am Ende in die Auswahl für Profis kam. Seit diesem Zeitpunkt ist er abgetaucht, so daß Philip nachgerückt ist. Wo ist nun der Mörder von Philipp zu finden? Hat es mit der alten Feindschaft zu tun oder war es ein Neider? Und am Ende ist doch alles ganz anders!
Es ist bereits der 11. Band mit Commissario Grauner und ich bin wieder restlos begeistert. Der Autor schildert seine Heimat Südtirol wieder einmal kinoreif. Als Leser möchte man sofort ins Grödnertal und alles live erleben – sogar den Skizirkus. Grauner ist nach einem Jahr endlich von seiner Weltreise mit seiner Frau
Alba zurück an den Hof gekommen. Tochter Sara und Mickey haben zwischenzeitlich einige ihrer neuen Ideen in die Tat umgesetzt, wovon Grauner im Grunde angetan ist. Saltapepe ist mittlerweile ein halber Südtiroler geworden, wobei beim Fußball bleibt er seinem Neapel treu. Zwischen den beiden hat sich etwas verändert, das Saltapepe noch nicht so richtig festmachen kann. Ihn nerven diese immer wieder eingestreuten philosophischen Sätze vom Commissario. Das Ende des Buches und den Ausblick des Dream-Teams Grauner/Saltapepe/Tappeiner verrate ich natürlich nicht, aber ich bin gespannt, was sich der Autor dazu einfallen läßt.
Der Autor nimmt sich ja in jedem Band eines bestimmten Themas an. Dieses Mal geht es um viel, es geht um den knallharten Bereich des Profi-Skizirkus, samt Sportlern, Funktionären, Sponsoren etc., sehr viel Geld und damit auch verbunden – dem gesamten Tourismus mit Hoteliers, Liftbetreibern etc. Denn Tourismus gibt es in diesem Gebiet natürlich das ganze Jahr über und selten einen Monat des Stillstands, der Ruhe.
Das Cover ist eine perfekte Fortführung der ganzen Reihe und absolut stimmig.
Wie immer war dieser Krimi ein echtes Lesevergnügen und ich werde diesen Band sehr gerne weiter empfehlen!
Auge um Auge
Am Hang des Todes, Krimi von Lenz Koppelstätter, 240 Seiten, Kiepenheuer & Witsch
Commissario Grauner ermittelt, sein 11. Fall
Commissario Grauner, war mit seiner Frau Alba auf Weltreise und er kommt ganz verändert zurück, gelassener und entspannter. Währenddessen hat seine Tochter Sara die Alm zu einem Urlaubsresort umbauen lassen. Doch kaum zuhause, überschlagen sich die Ereignisse. Bei einem Weltcup-Skirennen im Grödnertal, kommt der Lokalmatador zu Tode. Doch nicht durch einen unglücklichen Sturz. Nein, es wurde auf ihn geschossen. Grauner, Saltapepe und Tappeiner stürzen sich in die Ermittlungen.
Die im auktorialen Erzählstil geschriebene Geschichte erstreckt sich über einen Zeitraum vom 16.12., bis zum 19.12. Die einzelnen Tage sind mit einer Zeitangabe versehen und in Kapitel unterteilt, was mir sehr dabei geholfen hat, den Überblick zu behalten. Ein wortgewaltiger Krimi in einer mittunter düsteren Sprache, Buchtitel, Eigennamen und besondere Textstellen erscheinen kursiv gedruckt. Viele Dialoge – auch in italienischem Wortlaut, machen die Erzählung äußerst lebendig, Grauner flucht gerne italienisch. Am Anfang des Buches sind Karten und Links angegeben, mit denen man das Kartenmaterial auch auf der Homepage des Verlages finden kann. Flüssig und sehr bildhaft geschrieben, das befeuert die Lesegeschwindigkeit. die Landschaft prägt den Charakter der handelnden Figuren. Jede der Personen ist mir schon lange vertraut und doch entwickeln sie sich weiter, zeigen immer wieder Seiten die ich an ihnen noch nicht kenne. Der Plot hat mich von der ersten Zeile an gepackt, ich wollte nur noch wissen wie es weitergeht. Perspektivenwechsel, ungeahnte Wendungen und ein verblüffendes Ende, machen die Südtirol-Krimis für mich zu einem Highlight. Ganz kurz kam mir zur Lösung ein Anfangsverdacht, der sich am Ende als richtig herausstellte. Doch der Autor hat es tatsächlich geschafft, dass ich zuerst gründlich davon abgekommen bin.
Die Figuren sind so lebensecht, ich habe den Verdacht, dass es heimliche Bekannte des Autors sein könnten. Grauner z.B. vermag es auch im 11. Band noch mich zu verblüffen, die Weltreise mit seiner Alba hat ihn so verändert, zum Besseren, sehr sympathisch finde ich. Saltapepe überrascht mich auch in jeder Folge wieder, er ist ein Südtiroler geworden, so gut es nur für einen Neapolitaner möglich ist. Ein toller Ermittler ist er schon länger und auch Tappeiner war erneut kompetent und tough. Was für eine tolle Truppe, selbst Staatsanwalt Belli hat sich zu seinem Vorteil entpuppt. Und wieder sieht es aus, als ob es der letzte Fall für Grauner gewesen sein könnte, ich hoffe es nicht. Und wenn, dann wäre es schön wenn Saltapepe/Tappeiner in seinem Sinne weitermachen würden. Ohne die Krimis aus Südtirol, die mich immer wieder an Urlaubsorte/-Plätze erinnern, würde mir etwas fehlen. Dieses Mal war es der Langkofel, mir so vertraut, ich habe es genossen.
Der Fall war tragisch, emotional wie alle Koppelstätter-Krimis und es könnte ganz genau so passiert sein. Authentisch und glaubhaft. Die Lektüre rundherum eine Freude. Und wieder habe ich das Gefühl, es könnte der beste Band aus der Reihe gewesen sein. Dafür von mir 5 Sterne. Eine Empfehlung an alle, die spannende, nachvollziehbare Krimis mit Lokalkolorit mögen. Obwohl die Bände auch einzeln gelesen werden könnten. Meine Empfehlung - ganz von vorne beginnen.
Spannungsvolles tödliches Intermezzo von der Skipiste
Zurückgekommen von seiner Weltreise muss Commissario Gauner in einen spektakulären Mordfall im Grödner Tal ermitteln. Beim Weltcuprennen auf der bekannten Saslong wird das lokale Nachwuchstalent während seines Abfahrtslaufs erschossen. Zufällig sind gerade seine Assistenten Inspettore Claudio Saltapepe und Silvia Tappeiner vor Ort am Urlauben und werden somit Zeugen des Mordes. Vom Druck der Medien verfolgt beginnen sogleich die Ermittlungen.
Auch der Kriminalfall „Am Hang des Todes“, die 11. Episode mit dem Südtiroler Ermittlungsteam um Commissario Grauer hat mich wieder komplett abgeholt. Es ist immer wieder erstaunlich wie viele schöne Ecken es in Südtirol gibt und gerade das Grödnertal kenne ich sehr gut, bin selbst schon diese Piste hinuntergesaust. Daher hat mich der Mordfall und die Ermittlungen drum herum, dieses Mal besonders gut unterhalten. Auch wenn ich wie Grauner dem Skizirkus schon längst fernbleibe, gedanklich war ich gerne wieder vor Ort.
Wie in jedem Kriminalroman von Lenz Koppelstätter ist die Geschichte raffiniert gestrickt. Der Leser wird auch mit privaten Gefühlen der Ermittler konfrontiert, das macht sie menschlich und nahbar. Es geht auch immer an besondere Orte und Gegenden unterlegt mit speziellen Lokalkolorit, was ich absolut unterhaltsam finde. Es wäre wirklich schade, wenn Gauner jetzt in den Ruhestand geschickt wird;)!
Mein Fazit:
Das ist eine meiner absoluten Lieblingskrimiserien, allein schon wegen der Location Südtirol, für uns Münchner ist das ja sozusagen unsere zweite Heimat;)